ich bin immer die dumme

    • (1) 20.04.16 - 20:11
      hoffnungsloseSie

      Hallo!
      Könnte echt mal euren Rat gebrauchen!
      Wir sind seit 12 Jahren ein Paar. Zur Zeit läuft es nicht so gut. Wir sind beide nicht zufrieden aber er redet nicht mit mir. Wenn ich sag er soll mir doch sagen was ihn ärgert weil man es ihm ansieht dann sagt er Nein weil er ja nicht streiten will.

      Klar ich geb es kracht dann auch ab und an aber das liegt viel mehr daran das es dann um 1000 andere Dinge geht die eben nach der Masche nicht besprochen wurden!
      Was zur Folge hat das ich das Gefühl hab auf einem Pulverfass zu sitzen! Ich hab nicht mal mehr eine Ahnung ob es halb voll oder leer ist.
      Ich dacht vielleicht hilft es mal zu sagen was gut läuft.

      Worauf hin er erklärte er sagt mir doch nicht die letzten 2 Wochen waren super typisch Frau und immer reden wollen!
      Ich fände aber genau das wichtig um überhaupt mal zu wissen wie es ihm geht was in ihm vorgeht.
      Aber entweder ich bin streitsüchtig oder will weiblicher Weise alles zerquatschen laut ihm!
      Was soll ich den noch tun?

      Du willst, dass er dir sagt, was ihn ärgert, aber von ihm kommt nichts.

      Warum sagst du ihm nicht, was DICH ärgert?

      • (7) 21.04.16 - 05:35

        Das hab ich schon sehr oft gemacht. In allen Varianten, also mal lieb und nett, fordernd usw. Auch mit in Ruhe lassen er wird schon kommen wenn... hab ich es versucht. Aber es ändert nichts.

        Ich mein wir reden schon über alltägliches aber wenn ich sag ich finde das nicht gut oder ich ärger mich über. Dann kommt von ihm nichts. Oder wie beim letzten Mal sagt er dann ihn ärgert eine Begebenheit von vor 3 Monaten.
        Dabei hab ich das Gefühl er fühlt sich benachteiligt. Ich frag dann nach bekomm aber keine Antwort den er will ja nicht streiten. Ich auch nicht aber um was zu ändern sollte ich wissen wo das Problem liegt.
        So langsam hab ich auch keine Lust mehr zu reden!

        Ich mein ich weiss das Männer und meiner speziell nicht so gerne reden, und versuch das zu respektieren. Aber wenn mir was so stinkt das meine Umwelt unter meiner schlechten Laune zu leiden hat dann wäre es schon hilfreich ich sag was Sache ist

    Hallo!

    Du schreibst ja nicht, was nicht gut läuft... Nach 12 Jahren ist man doch eigentlich ein so eingespieltes Team, dass man den Partner so gut kennt und weiß, was jemanden ärgert, über was sich jemand freut etc. Es erstaunt mich, dass es nach so langer Paarzeit noch 1000 Dinge geben kann über die man sprechen muss, die zu klären sind.

    Ist es vielleicht wirklich so, dass du alles "zerreden" willst? Ich kann mir vorstellen, dass das deinem Mann auf den Senkel geht? Überleg mal für dich: Muss man wirklich über alles reden? Sind Belanglosigkeiten dabei, die man unter den Tisch fallen lassen kann?

    Oder liegt eure Unzufriedenheit an etwas anderen? Habt ihr euch auseinander gelegt? Fehlt die grundsätzliche Basis?

    Womit bist DU denn unzufrieden? Was genau ist es, worüber du reden willst? Was soll sich dadurch ändern?

    LG H. #klee

    Mal ich als Mann zu dem Thema. Ich war 30 Jahre verheiratet, dann kam die Trennung.

    Wenn meine Frau so anfing, wie Du, wußte ich, jetzt gibt es Krach. Egal, ob ich geredet oder geschwiegen habe.

    Du willst über Dinge reden, die Dir stinken, Dein Mann sieht sie aber vielleicht anders. Wenn er das sagt, wirst Du wahrscheinlich sauer sein, es gibt Krach.
    Wenn er nichts sagt, denkst Du, er sieht das anders, und es gibt Krach.

    Wenn es denn sowieso Krach gibt, zähle ich zu der Fraktion, die sich das gegenseitige Angemaule spart, ich sage also auch nichts.
    Du weißt doch, nach so langer Zeit, sowieso, wo der Hase im Pfeffer liegt. Wenn Ihr das nicht ausräumen konntet, wird es durch eine Diskussion auch nicht besser.

    Sag ihm in klarer Ansage, was Dir stinkt und wie Ihr es abstellen könnt. Wenn einer von Euch Beiden nicht mitspielt, nutzt auch Gerede nichts. Dann muß man wohl einen Mediator bemühen oder es klappt eben weiterhin nicht.
    Gruß Bernd

    • Ich gebe dir Recht!

      Ich bin zwar eine Frau, aber gehöre eigentlich vielmehr geistig zur Spezies Mann.
      Ich habe noch nie typisch weiblich getickt (bin unter Jungs groß geworden).

      Lange Diskussionen über belanglose Dinge, Streit, dieses eingeschnappte Getue... Das können Frauen prima. Deswegen fing ich früh an, mich von Frauen zu distanzieren.

      In meinem Freundeskreis gibt es fast nur Männer.

      Die wenigen Frauen, die dabei sind, ticken auch wie ich. Alles andere ist nicht auszuhalten.

      An die TE:
      Was du beschriebst ist eine Blockade in eurer Kommunikation.

      Beide sind unzufrieden.

      Mein Mann beispielsweise ist auch jemand, der gerne mal mit mieser Laune nach Hause kommt oder ihn etwas beschäftigt. Er redet auch nicht immer gerne drüber. Ich respektiere das. Es gibt andersrum auch Dinge, die mich ärgern, die ich aber nicht breit treten möchte.

      Ich lasse ihn dann einfach in Ruhe und respektiere seinen Wunsch nach "lass mich grad mal 10 min schmollen".
      Denn meistens ist es dann auch nach 10 Minuten getan.

      Wenn sich seine Laune mal länger hinzieht, dann gehe ich auf ihn zu und sage "ich sehe, dass dich etwas beschäftigt. Wenn du darüber reden möchtest, bin ich für dich da."

      und ich gehe dann und hake nicht weiter nach.

      Entweder er kommt dann von alleine und spricht mit mir, oder er lässt es.

      Aber ich setze ihn nicht unter Druck. Auf Dauer läuft ein Mann vor sowas davon.

      LG Jessi

(11) 21.04.16 - 10:53

hallo,

ich weiß nicht genau, worin das Problem liegt: gibt es bei euch Kommunikationsmuster, die ihr aus euren Herkunftsfamilien übernommen habt, die euch heute hindern, entspannt miteinander das zu teilen, was euch gefällt und was euch schwerer fällt?

Oder ist er ein Sammler-Typ, lange nichts sagen, bis er vielleicht explodiert und dann ist alles zu spät?

Suchst du über die Gespräche Nähe und erhoffst dir dadurch Sicherheit in eurer Beziehung?

Die Idee, das anzusprechen, was du positiv findest, finde ich ganz konstruktiv. Falls du - theoretisch - dann im Anschluss erwartest, dass die Kommunikation sofort besser laufen würde, wäre die Erwartungshaltung wieder kontraproduktiv.

Typisch Frau, weiblicher Weise - das sind Stempel, die nicht weiter helfen: es geht um deine UND um seine individuellen Bedürfnisse. Vielleicht ist er tatsächlich ganz zufrieden und du traust dem Braten nicht oder du empfindest eure die Kommunikation und die Qualität eurer Beziehung als nicht ausreichend. Dann wäre die Frage, ob ihr beide etwas daran ändern könnt und wollt - oder ob er einfach so bleiben möchte, wie er ist. Und du drängst auf Entwicklung.

Grundsätzlich erlebe ich persönlich es am Schönsten, wenn man den anderen ganz wirklich so lieben kann, wie er ist. Fühle ich mich angenommen, werde ich kreativ, usw... Fühle ich mich in den Augen des Partners mangelhaft, würde möglicherweise Widerstand entstehen und ich würde lieber gehen.

Wenn Kommunikation nicht möglich ist, kostet das auf die Dauer die Beziehung. Deswegen fände ich es wichtig, früh zu sehen, wer welche Bedürfnisse hat, wer wo steht und wie weit man sich entgegen kommen kann - und das ohne Vorwürfe und freiwillig. nicht erzwungen.

In einer Beziehung ging es mir bisschen ähnlich, dein Geschriebenes hat mich daran wieder erinnert. Wir waren beide getrennt glücklicher. Aber das konnte ich erst später sehen. Vorher war es ein ewiger Kampf (und Krampf)... und das, obwohl die Verbundenheit und Intensität auf einer Ebene so groß war. Für das alltägliche Miteinander jedoch war es die Katastrophe schlechthin! Man muss nicht auf Teufel komm raus eine Beziehung pflegen. Aber wenn Beziehung möglich ist und jeder seinen Teil dazu beitragen kann (dazu gehört auch, dass man den Anteil des anderen sehen kann), dann ist das wunderschön...

lg

Hallo!
Ihr scheint eine Kommunikationsstörung zu haben.

Aber genau verstande (hast du es überhaupt geschrieben?) worum es geht, habe ich nicht.
Vielleicht machst du es mal schriftlich? Punkte aufschreiben, die dir gefallen und Punkte die dich nerven und er soll es genauso machen?

Lg Sportskanone

(13) 21.04.16 - 15:36

Ich habe mich gerade in Deinem Beitrag wieder gefunden. Ich glaube, ich bin Dein Mann.
Bei Dir geht es ja wirklich fast genauso ab, wie bei mir zu Hause.

Vorwürfe über Vorwürfe. Für die eigene Unzufriedenheit wird der Partner verantwortlich gemacht. Kein Mensch der Welt kann jedoch den Partner zufrieden stellen, wenn der Partner mit sich selbst unzufrieden ist.

Ich sehe das an meiner Frau. Sie hat ein gluckenhaftes Verhalten über Jahre gezeigt und jetzt wo die Kinder zunehmend ihre eigenen Wege gehen, fällt sie in ein Loch, kann nichts mit sich anfangen und ist unzufrieden (mit sich selbst). Und diese Unzufriedenheit wird an mir ausgelassen. Ich bin -aus meiner Sicht- nicht anders wie früher, lebe mein Leben so wie ich es immer gelebt habe und jetzt mache ich in zunehmendem Maße angeblich alles falsch.

Hinterfrage Dich selbst, ob die Themen wirklich an Deinem Partner liegen oder vielleicht an Dir selbst.

Schaue ist mal auf die positive Dinge Eurer Partnerschaft und beginne damit das Gespräch mit Deinem Mann. Also nicht "Du, Mann, müsstest dies und jenes ändern", sondern ich finde, gut dass dies und jenes läuft, aber ich empfinde, dass dieser und jener Punkt besser sein könnte.

Und nebenbei. Letztens im Radio ein Interview mit einer Therapeutin gehört, wo eine Frau fragte, wie sie ihre Beziehung mit ihrem Mann verbessern könnte. Die Therapeutin meinte, dass dies bei den meisten Männern recht einfach sei: 1. Ihn mal loben und nicht ständig kritisieren und 2. Viel #sex

  • (14) 21.04.16 - 17:49

    Hey!
    Ich kritisier nicht ständig.

    Im Gegenteil ich komm vom Sport mit mir und der Welt zufrieden und bekomm dann seine Unzufriedenheit zu hören
    Sonst ist es ok gewesen heute nicht. Es kommt dann aber kein Vorwurf der mit meiner Abwesenheit oder der Zeit zu tun hätte sondern was ganz anderes.
    Damit habe ich das Problem!

(15) 21.04.16 - 17:22

Ich denk das ist der Knackpunkt wir waren mal ein sehr gutes Team. Seit 2 Jahren sind wir das nicht mehr. Wir leben und auseinander. Ich will keine Belanglosigkeiten besprechen aber irgendeine Rückmeldung egal ob pos. oder neg wäre schön.

Die wenigen Momente in denen er sich äußert (5 in den letzten 2 Jahren) helfen mir ihn zu verstehen. Ich fühl mich ihm nahe

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