Beziehung zu jüngeren Mann

    • (1) 27.04.16 - 02:55

      Guten "Abend" ihr Lieben,
      ja, ich weiß das Thema wurde bereits thematisiert und allgemein darf man behaupten, dass die Liebe kein Alter kennt, allerdings habe ich momentan das Gefühl mich an keinen wenden zu können, weil ich momentan selbst nicht weiß, was ich von dem ganzen halten soll.
      Ich bin 22 Jahre alt und habe vor einigen Wochen einen Mann oder besser gesagt, einen "Jungen", kennen gelernt. Wir waren von Anfang an auf einer Wellenlänge, wir verbringen stundenlang Zeit miteinander, und uns scheinen die Gesprächsthemen nicht ausgehen zu wollen.

      Er ist 19 Jahre alt und mit ihm unterhalte ich mich besser als mit "Gleichaltrigen" oder älteren Männern. Drei Jahre sind erst mal nicht viel Unterschied, dessen bin ich mir bewusst, allerdings ist mein Ausgangspunkt folgender: Ich musste früh lernen erwachsen zu werden, habe einige Schicksalsschläge bewältigen müssen und wurde schon oft von Menschen verletzt und enttäuscht. Kurz gesagt: Ich denke ich darf behaupten, dass ich schon immer sehr reif war/bin für mein Alter und dementsprechend vernünftiger und bodenständiger. Mit dem Alter an sich hätte ich denke ich nur ein kleines Problem, wenn ich davon ausgehen könnte, dass er von der Reife her mindestens auf demselben Stand ist wie ich. Wenn dem so wäre, kann es trotzdem klappen? Ich meine, wäre nicht unmöglich, dass er "durch mich weiter wächst"( klingt blöd, aber ich denke ihr wisst was gemeint ist????). Er ist beispielsweise auch nicht der Typ, der trinkt, ständig auf der Piste ist, ganz im Gegenteil, ist ein total lieber, vernünftiger Typ, nur weiß ich nicht, ob das ausreichend ist?
      Meint ihr, dass das überhaupt einen Sinn hat oder sollte ich das ganze ausbremsen?

      Ist jemand dabei der ähnliche Erfahrungen hat? Oder zumindest einen guten Rat?

      Denke die meisten hier sind mir einen guten Schritt voraus und können mir mit ihrer Lebenserfahrung weiterhelfen ????

      Viele liebe Grüße

      ????????????

      • Drei Jahre sind doch nichts! Du machst dir ganz unnötig Gedanken!

        Hallo!

        Drei Jahre sind wirklich nicht viel, und in 5 Jahrenhat sich das sowieso "verwachsen". Also wenn die Beziehung dauerhaft sein soll, spielt es bald keine Rolle mehr.

        Nur mal zum nachdenken: wenn man früh Schicksalsschläge erleidet, muss man zwar schnell selbständig werden und alleine klar kommen, aber das bedeutet nicht, dass die Emotionale Reife da wirklich mitkommt. Oftmals verzögert sich die sogar noch. Es kann also sein, dass Du bei aller Selbständigkeit, trotzdem emotional noch auf dem gleichen Stand bist.

        • Drei Jahre sind tatsächlich nicht viel, dem stimme ich dir ja zu, ich gehöre (leider) zu dem Typ Mensch, der sich von solchen Lapalien erst mal verunsichern lässt (Mann "muss" älter/größer sein als die Frau, wie reagieren die anderen darauf, wenn dem nicht so sollte etc. pp).
          Und ja, in meinem Fall denke ich aber schon, dass ich in vielerlei Hinsicht "weiter" bin. :-)
          Ich danke dir für deine Antwort!

          • (5) 30.04.16 - 19:29

            .... was andere denken ist schon mal völlig egal, weil du musst glücklich sein!

            Mein Mann ist 5 Jahre jünger, 1 cm kleiner war bis vor 2 Monaten 20kg leichter als ich und kommt aus einem Land mit sehr schlechtem Ruf. Was denkst du was ich manchmal für Blicke bekomme, wenn ich erwähne woher er kommt. Da muss man drüber stehen, denn ich bin mit dem besten Mann der Welt verheiratet #verliebt

      Hi !

      3 Jahre? Mein Vater ist auch 3 Jahre jünger als meine Mutter. Das ist doch kein Unterschied. Es muss aber passen!

      Ich beispielsweise habe niemals einen jüngeren getroffen, der annähernd geistig auf meiner Ebene war. Ich musste auch früh erwachsen und selbstständig sein, deswegen fand ich eher meine Seelenverwandten in Männern, die mindestens 5 Jahre älter waren.

      Ich hatte mal was mit einem 6 Jahre jüngeren Kerl. Er 19, ich 25. Es war nur eine Spielerei für mich... Aber es war auch nur einmalig, denn ich fand es schrecklich. Absolut unreif und geistig absolut nicht auf einer Wellenlänge - auch wenn er beruflich richtig gut dabei war, und auch sehr vernünftig und und und... aber seine Art mit Dingen umzugehen war eben die eines 19-jährigen und nicht die eines Mannes.

      Versuch es einfach... Wenns nicht passt, dann wirst du es schon selbst merken.

      ABER: Er wird mit Sicherheit nicht "an dir wachsen" !!! Schlag dir das aus dem Kopf.

      LG Jessi

      • Vielen Dank für deine Antwort! :-)
        Verstehe, bisher habe ich auch keinen jüngeren kennen gelernt, kann natürlich sein, dass er vllt. auch noch nicht "soweit" ist, um "sachlich" mit gewissen Dingen umzugehen, das wird sich denke ich noch herausstellen.
        Wieso meinst du aber, dass er nicht "an mir/mit mir" wachsen könnte?

        • als was genau möchtest Du Dich verstanden wissen?

          Als Partnerin und Frau oder als Muttiersatz und Erzieherin #kratz

          Auf meiner Prioritätenliste stände jetzt nicht zwingend, daß mein Partner mit mir oder an mir wächst. Wenn ich an den Mann denke, dürfte da temporär eines wachsen.... - und darauf möchte ich hier nicht näher eingehen #schein

          • :D
            Natürlich möchte ich als Frau und Partnerin angesehen werden, ich meinte damit nur, falls sich herausstellen sollte, dass er für manche Dinge, wie z.B. Konfliktlösung noch nich viel oder sogar gar kein Verständnis hat. Damit möchte ich einfach nur sagen, dass der Altersunterschied, wenn man ein "Problem" damit hat, dann kein Problem darstellt, WENN der vermeintlich "jüngere/unreifere" (man nenne es wie man will), bereit dazu ist "dazu zu lernen" und sich dementsprechend weiterzuentwickeln, reifer/erwachsen zu werden, oder? Wie gesagt, ich mit meinen 22 kann da vllt. noch gar nicht viel sagen? Deswegen bin ich dir/euch allen umso dankbarer für neue Denkanstöße :-)

            • Aus meinem Erfahrungsfundus möchte ich dazu nur schreiben, daß Verantwortungsbewustsein, Übersicht und emotionale Intelligenz nicht zwingend am Alter festgemacht werden sollten. Ich kenne echt ein paar "alte" Knacker.... - und die werden es nie lernen ;-).

              Allerdings würde ich mir nicht die Aufgabe auferlegen jemanden außer meiner Kinder dahin führen zu wollen oder sollen. Es heißt eben Partnerschaft und nicht Rudel #cool

              • Da gebe ich dir Recht, dass das nich zwangsläufig am Alter festgelegt werden muss, ich werde es wohl oder übel herausfinden müssen, aber ein Muttiersatz möchte ich ganz bestimmt nich sein, so viel steht fest.
                Danke und alles Gute :-)

            Hallo!

            Eine vernünftige Streitkultur und Kompromissbereitschaft muss man in jedem Alter und in jeder neuen Beziehung gemeinsam neu lernen.

            Weil eben jeder auf seine Art mit Konflikten umgeht, und jedes Paar eigene Vorstellungen von Kompromissen hat, mit denen beide leben können - in manchen ist es eben "ok, wir streichen das Wohnzimmer Pink mit Lila Plüschcouch und ich krieg dafür ne Vollausgestattete Werkstatt in die Garage" und bei anderen Paaren würde sich einer in dem Wohnzimmer so unwohl fühlen, dass ihn alle Werkzeuge der Welt nicht drüber hinweg trösten könnten. Man lernt sich gegenseitig besser kennen und findet damit immer bessere Wege, aber das kann durchaus Jahre dauern, bis man auf einem guten level ist.

            Und so wirklich gute Streitkultur haben meine Mutter und ihr Lebensgefährte mit über 70 immer noch nicht gelernt das kommt auch vor. Sowas wie Ich-Botschaften statt Vorwürfe und sowas... aber das kann man lernen, wenn man das will.

            Es gibt vieles, das man immer erst in jeder Beziehung neu lernt, weil Menschen eben verschieden sind, nur weil man schon mehrere Beziehungen hatte, muss er nicht mit jedem neuen partner genau gleich laufen.

      Mhh... wie erkläre ich dir das jetzt am besten ... ?

      Ich kann da eigentlich nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, um es dir zu verdeutlichen:

      Junge Männer reagieren, wie schon oft erwähnt, nicht wie erwachsene Männer.

      Ein erwachsener Mann nimmt sich einem unbekannten Problem an, sucht Lösungen und findet dann jene Lösung, die optimal ist. Spricht dieses eventuell noch mit der Partnerin ab.

      Ein junger Mann steht vor einem unbekannten Problem, ist überfordert und schiebt das Problem an jemand anderen ab. Ergo: Mutti macht das schon für mich.

      Und nun stell dir vor, dass diese beiden Männer dich als Partnerin hätten.

      Dein Verhalten wird sicherlich ganz unterschiedlich sein.

      1. Erwachsener Mann: Es herrscht eine Beziehung auf Augenhöhe. Er schlägt Lösungen vor, du wiegst diese mit im ab. Ihr entscheidet gemeinsam. (Partner-Partner-Beziehung)

      2. Junger Mann: Du denkst dir "Ach wie süß, der Kleine. Er hat noch keine Erfahrungen, Ich werde ihm jetzt aufzeigen, wie er das Problem lösen könnte" (übertrieben gesagt)
      Du "bemutterst" ihn, du erklärst ihm die Welt, die er noch nicht versteht. Das wäre eine "Eltern-Kind-Beziehungsebene".

      Junge Männer sind bei weitem nicht reif genug, um von allein auf die Idee zu kommen, Verantwortung zu übernehmen. Wenn sie eine Partnerin haben, die sich um alles kümmern, finden die das doch prima! Mama-Ersatz! Wie Zuhause ! "ich muss nichts machen, Mama macht das!"

      Wieso sollte er so einen Luxus aufgeben und "an dir wachsen"? Wieso sollte er auf die Idee kommen "erwachsen" zu werden, wenn es seine Partnerin doch schon ist?

      Ich habe das wirklich sehr pauschalisiert und überspitzt. Aber im Groben läuft es doch immer nach diesem Schema ab. Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Ich möchte dich nur darauf hinweisen, dass es eher ein nettes Wunschdenken ist, dass er durch dich erwachsen wird. Wenn er (noch) nicht erwachsen ist, wird er es durch dich mit Sicherheit nicht. Denn erwachsen wird man(n) nur, indem er auf sich selbst gestellt ist und erwachsen sein muss (!).

      Alles in allem kannst du dich gern in so eine Beziehung stürzen, ich kenne den Kerl nicht und kann ihn nicht beurteilen: das musst du wissen.
      ABER: meine Erfahrung sagt einfach, dass erwachsene Frauen (so wie du sagst, das du eine bist) auch eine erwachsene Beziehung mit einem erwachsenen Mann führen sollten.

      LG

      • Ok, jetzt verstehe ich worauf du hinaus wolltest!
        Aus der Sicht habe ich das Ganze noch gar nich betrachtet - ich stimme dir auf jeden Fall in allen Punkten zu!
        Allerdings kenne ich ihn auch noch gar nicht so gut, um das so genau beurteilen bzw. darüber reden zu können, aber ja, das ist eben meine Angst bei dem Altersunterschied gewesen, dass er wie du so schön gesagt hast, einfach noch nicht wissen kann "wie es funktioniert" (wenn dem wirklich so sein sollte), das wird sich noch herausstellen.
        Ich danke dir sehr für deine Antwort, dein Denkansatz hat mir auf jeden Fall weitergeholfen!

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