Ich habe ein Problem

    • (1) 27.04.16 - 13:29
      imany

      Hallo

      mein Problem ist etwas kompliziert und ich möchte bitte keine Beschimpfungen und Beleidigungen denn ich weiss es war nicht richtig wie ich gehandelt habe. Ich bin mit meiner ersten Tochter früh schwanger geworden und mein damaliger Freund mit dem ich erst einen Monat zusammen war wollte nichts von der Schwangerschaft wissen und wollte dass ich abtreibe. Ich habe es nicht gemacht und er ist dann abgehauen und hat den Kontakt abgebrochen und sagte ich bin für ihn gestorben und das Kind sowieso. Nachdem ich am Boden zerstört war hat mich meine Familie aufgebaut und mich unterstützt und ich war ein Jahr alleine mit meiner Tochter. Er ist nicht als Vater eingetragen. Dann lernte ich meinen jetzigen Freund kennen und er akzeptierte meine Tochter wie seine eigene. Sie nannte ihn auch von Anfang an Papa und für sie ist es ihr Papa. Wir haben dann noch eine zweite Tochter bekommen und er ist für beide ein toller Vater. Wir wohnen zusammen und niemand weiss, dass er nicht der Vater von der Großen ist. Egal ob Schule oder Hort, er unterschreibt auch als Vater und es machte für mich keinen Unterschied.
      Nun hat sich plötzlich mein Ex gemeldet und will seine Tochter kennen lernen!!! Ich dachte ich habe mich verhört als er mich angerufen hat. Was soll ich jetzt tun? Meine Tochter ist jetzt 8 und weiss nicht dass er ihr Vater ist. Muss ich denk Kontakt zwischen beiden zu lassen wenn er nicht als Vater eingetragen ist? Er hat auch niemals Unterhalt bezahlt, also hat er doch auch keine Rechte an ihr, oder?

      Ich wollte dieses Kapitel eigentlich nie wieder aufrollen, warum musste er jetzt auftauchen? Ich bin fix und fertig deswegen. Mein Freund sagt er will den Ex nicht in unserem Leben haben, ich will es auch nicht. Doch kann ich es verhindern?

      Vielleicht kennt sich jemand mit der Rechtslage aus.
      Danke vorab.

      • Der Rechtslage wegen solltest Du Dich an einen Anwalt wenden.

        Gefühlt?

        irgendwann würde ich meiner Tochter wohl erzählen, daß ein Strang ihrer DNA von einem Unbekannten kommt. Allerhöchstens in 6 oder 7 Jahren.

        Dem Erzeuger würde ich freundlich aber bestimmt empfehlen, sich von der Familie fernzuhalten und ihn darauf hinweisen, daß er bestimmt nicht möchte, daß ich unfreundliche werde.

        • (3) 27.04.16 - 13:46

          So fühle ich das auch. Ich möchte ihn nicht in unserem Leben haben. Aber was mache ich wenn er darauf besteht? Vielleicht schreckt es ihn ab wenn er den ganzen Unterhalt von 8 Jahren nach zahlen müsste wenn er die offiziellen Wege geht? Oder muss er das nicht? Ich habe Angst er steht irgendwann vor unserer Türe und spricht meine Tochter direkt an. Das wäre ein Schock für sie den ich ihr ersparen möchte.

          • Hallo,

            das ist eine schwierige Kiste !

            Theoretisch könnte er eine Vaterschaftsfststellung per Gericht erwirken und sich die Rechte erkämpfen!

            Allerdings muss er dann halt auch damit rechnen, dass er Unterhalt zahlen, bzw. nachzahlen muss.

            Was nicht passieren wird ist, dass er sofort volles und uneingeschränktes Umgangsrecht bekommt. Da spielt euch die Zeit in die Karten. Er ist ja ein völlig fremder Mann für eure Tochter!
            Wenn es allerdings keine massiven Gründe gegen eine Kontaktaufnahme gibt, kann es sein, dass er das Recht auf Umgang unter der Aufsicht Dritter bekommt und Vater und Tochter mithilfe vom JA z.B. langsam zusammengeführt werden.

            Das ist abhängig, wie das Gericht und das JA die Situation deiner Tochter einschätzen!

            Ob es für sie und ihre Entwicklung positiv ist, dem leiblichen Vater in ihrem Leben zu haben, oder ob es negative, evtl. sogar traumatische Auswirkungen hätte.

            Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Ich würde da wirklich zum Anwalt gehen und ggfls. auch das JA mit ins Boot holen. Sollte er da was einklagen o.Ä. wird er auch nicht am dem JA vorbeikommen.

            Wenn er einfach so vor der Tür steht kannst du selbstverständlich die Tür zu machen und ihn ggfls. auch mitHilfe der Polizei vom Grundstück entfernen lassen. Da bist du zu nichts verpflichtet!

            Ich würde mir überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass er da jetzt Ernst macht und schauen , was da die beste Lösung ist.

            Ihn ganz von eurer Tochter fern zu halten wird schwer, wenn er glaubhaft und überzeugend dalegen kann , dass er ein ernsthaftes und langfrustiges Interesse hat und es bereut, dass er den Kontakt nie gesucht hat. Wenn da nachvollziehbare Gründe vorliegen und er überzeugend ist, sind die Gerichte oft gewillt einen Kontakt zu erlauben.

            Wie gesagt, ich würde mich da beraten lassen wie das im eurem konkreten Fall aussieht!

            LG

            Hallo,

            für die Unterhaltszahlung hättest Du ihn erstmal als Vater angeben müssen. Hast Du Unterhaltsvorschuss für Deine Tochter erhalten? Und Du verwechselst zwei Dinge: die Pflicht zur Unterhaltszahlung und das Umgangsrecht sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Auch wenn er kein Unterhalt zahlt, hat er ein Recht bzw. das Kind hat ein Umgangsrecht mit seinem Vater. Du kannst den Umgang nicht verweigern, wenn er die Unterhaltszahlungen verweigert. Und wenn Du so ihm gegenüber argumentierst, kann daraus kann schnell Erpressung werden.
            Wie schon geraten wurde, hilft ein Anwalt eher. Aber einen Umgang wirst Du nicht verhindern können, wenn der leibliche Vater seine Tochter sehen will. Ich denke, es ist höchste Zeit für ein Gespräch mit Deiner Tochter. Es ist nicht schlimm, wenn ein Kind "meherere" Elternteile hat, so lange das Wohl des Kindes gesehen wird und die Erwachsenen sich vernünftig verhalten.

            LG
            Lexy

      Hi :-)

      Mit der Rechtslage solltest du dich wirklich an einen Anwalt für Familienrecht wenden.
      Da kann dir hier sicherlich niemand fachlich drauf antworten, da jeder Fall dann doch irgendwie anders zu behandeln ist.

      Mein Bauchgefühl sagt mir jedoch, dass die Tatsache, dass er keinen Unterhalt gezahlt hat, ihn nicht daran hindert seine Tochter kennenlernen zu dürfen.

      Das ist nämlich genau das, was ich einer TE in einem anderen post versucht habe zu erklären. Sie wollte den Erzeuger nicht eintragen lassen und auf jeglichen Unterhalt verzichten. Grober Fehler meiner Meinung nach, denn wie wir an deinem Beispiel sehen, holt einen die Vergangenheit dann doch ein.

      Und wie ich es einfach nicht verstehe, dass Männer, die so unreif waren und ihren schwangeren Freundinnen den Tod an den Hals gewünscht haben, nach 10 oder 20 Jahren wieder auftauchen und ihre Vatergefühle entwickeln !! #klatsch

      Versetze dich mal in die Lage von vor 9 Jahren, als du von der Schwangerschaft erfahren hast. Er hat dich im Stich gelassen und dich beschimpft. Wie hast dud ich damals gefühlt? Ruf dir das noch einmal ins Gedächtnis.

      Und jetzt: Wie entscheidest du? Würdest du ihm eine Chance geben, um seine Tochter zu sehen?

      Ich nicht.

      Ich würde dem direkt zeigen wo der Pfeffer wächst und dass er alle Chancen verspielt hat. Nicht nur aus meinem persönlichen Blickwinkel als Mutter, stell dir auch vor, wie sich deine Tochter in der Situation fühlen könnte, wenn die beiden sich kennenlernen würden.

      Aber dafür wäre es wirklich am allerbesten, dass du dich vorerst bei einem Anwalt informierst, ob du das überhaupt so machen DARFST. Vielleicht sieht das Gesetz ja doch vor, dass er sich den Umgang einklagen darf, vielleicht mittels Vaterschaftsfeststellung (auch wenn er keinen Unterhalt gezahlt hat und sich die ersten Jahre nicht interessierte)...

      Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und lass dich wirklich ausführlich deswegen Beraten!

      LG Jessi

      Hallo,

      ich finde auch, dass du das schützen solltest, was dir lieb ist.
      Wenn dein Ex in sein Leben Ordnung bringen will, dann nicht zu Lasten deiner Familie.
      Ihm bist du nichts schuldig.

      Du hast deine Mädchen und deinen Freund und das Thema "leiblicher Vater" steht Erst an, wenn ihr beide (jetziger Freund und du) es wollt.

      Ich würde es allerdings nicht in und um die Pubertät herum machen. Da ist man eh schon auf verzweifelter Suche nach Sinn und Sein.

      Simone

      (9) 27.04.16 - 14:07

      oh man meine Tochter ist auch 8 und ich kann mir vorstellen was für ein Gefühlschaos ausbrechen würde wenn sie so etwas erfahren würde. Man kann es dir nicht verübeln das du es ihr nie gesagt hast. Alles war perfekt. Leider hat deine Tochter aber ein Recht auf das Wissen wer ihr Vater bzw Erzeuger ist. Ich finde er selber hat nach der Geschichte kein Recht darauf aber eben deine Tochter. Ich würde mit ihm reden und ihm klarmachen was das für ihn bedeutet wenn er jetzt das Leben der Tochter auf den Kopf stellt. Das er Pflichten hat die eingehalten werden müssen. Wenn du Glück hast ist er wieder weg. Wenn nicht dann fordere dir unbedingt Zeit ein. Zeit die du benötigst um eure Tochter darauf vorzubereiten das sie einen anderen Erzeuger hat. Ich persönlich halte nicht von einem Gespräch wo das ganze auf den Tisch gebracht wird. Egal wie feinfühlig . Es gibt da schöne Bücher darüber wie man das Step bei Step dem Kind nahebringt. Man kann wieder abbremsen, warten bis eigene Fragen kommen. Sowas kann Wochen und Monate dauern. Erst dann ist ein Treffen sinnvoll. Die Seele des Kindes steht hier an erster Stelle.

      Ps: dieser Trottel !!!!

      alles Gute dir #winke

      kulo

      • (10) 27.04.16 - 15:44

        "und ihm klarmachen was das für ihn bedeutet wenn er jetzt das Leben der Tochter auf den Kopf stellt. Das er Pflichten hat die eingehalten werden müssen"

        Welche Pflichten müssen denn von ihm eingehalten werden? Theoretisch vielleicht, aber in der Praxis sieht es doch wieder ganz anders aus.
        -Besuchsrecht? Wenn er kein Bock drauf hat, dann holt er das Kind einfach nicht, egal was ausgemacht war.
        -Unterhalt? Müsste er spätestens ab jetzt eigentlich bezahlen, aber auch hier wird ihn niemand zwingen. Ich kenne genügend Männer die einfach nicht bezahlen.

        Ich finde es eine absolute Frechheit, dass Männer (in den meisten Fall sind es nunmal die Männer) sich einfach aus dem Staub machen und nach Jahren wieder ankommen können und dann auch noch vom Gericht Recht bekommen.

        Wer sich ab der Schwangerschaft der Frau verabschiedet, keinen Unterhalt zahlt und sich 8 Jahre lang nicht gemeldet hat, der hat meiner Meinung nach kein Recht auf das Kind!
        Die TE und die Tochter haben sich ein eigenes Leben aufgebaut, ohne den leiblichen Vater. Er kennt das Kind nicht und wollte nichts mit ihm zu tun haben, warum jetzt nach acht Jahren?

        Er soll sie einfach in Ruhe lassen!

        I

    (11) 27.04.16 - 14:22

    Hallo,

    erlich gesagt finde ich es unmöglich ...egal was zwischen dir und deinem Ex vorgefallen ist....das du deine Tochter von Anfang an im glauen gelassen hast,das dein jetziger Freund ihr Vater ist.
    Irgenwie klar das doch irgendwann der Zeitpunkt kommt , wo es auffliegen könnte und ja dein Ex hat das recht seine Tochter kennen zulernen -egal ob Unterhalt gezahlt wird oder nicht.
    Und glaube mir wenn er das Jugendamt einschaltet und einen Anwalt -auch das Jugendamt wird dir sagen egal was vorgefallen ist dein Ex hat das recht seine Tochter kennen zulernen.

    Lg

    • Wie will man denn einem kleinen Kind erklären, dass der Mann, der jeden Tag für einen da ist, NICHT der Vater ist, sondern ein anderer, der sich nie blicken lassen hat?

      Das ist schon bei größeren Kindern schwierig. Kleine Kinder verstehen das nicht.

      • So ein Schwachfug. Wenn man keine Ahnung hat dann einfach mal seinen unqualifizierten Senf für sich behalten. Man sollte kinder NIE mir einer Lüge aufwachsen lassen und umso älter sie werden umso schlimmer wird der Schock.

        Meiner Tochter haben wir mit 2.5 Jahren kindgerecht erklärt das ihr papa sie adoptiert hat und das es da noch jemand anderen gibt..... Daa haben wir ihr immer mal wieder ins Gedächtnis gerufen. Sie ist jetzt 11 Jahre und es ist für sie völlig normal und problemlos dass sie von ihrem papa adoptiert ist und das es noch einen erzeuger gibt. Was glaubst du wie schlimm es so ein kind aus der Bahn wirft wenn sie ihr Leben lang mit einer Lüge aufwächst und dann erfährt das papa garnicht der leibliche ist ...!

        es wundert mich, dass ausgerechnet du dich in kinder hineinzuversetzen kannst??

        deine aussage ist absoluter quatsch.

        ich hätte meine tochter gleich mit diesem wissen erzogen, genau wie ich damit erzogen wurde. mit 8 ist es zu spät, da geht die bombe hoch. einem kind das im pubertierenden alter angedeihen zu lassen finde ich dramatisch.
        wenn man nicht gerade auf einer rosa wolke leben möchte, wo es nur DIE happy family gibt, sondern mal realistisch an die sache herangeht und die dinge altersgerecht formuliert, haben es alle seiten um ein vielfaches leichter.

        ich glaube, der zusammenbruch der eigenen weltsicht, der im späteren alter immer erfolgt, ist nämlich viel dramatischer, als diese tatsache.

        wenn man solche dinge frühzeitig einbindet, erspart man seinem kind das gefühl, den boden unter den füssen zu verlieren und erstmal an niemanden und nichts mehr vertrauensvoll glauben zu können.
        v

    (15) 27.04.16 - 15:49

    Und ich finde es unmöglich, dass der Mann sich 8 (!!) Jahre hat nicht blicken lassen, sich nicht gemeldet hat, das Kind noch nie gesehen hat, keinen Unterhalt gezahlt hat und sich absolut gar nicht gekümmert hat.
    Jetzt nach acht Jahren will er plötzlich Kontakt? Wozu?

    Was hat er die 8 Jahre über gemacht?

    Nur weil er jetzt plötzlich merkt, dass er eine Tochter hat, darf er einfach so ankommen?
    Das finde ich UMÖGLICH und zwar von ihm.

    Sich acht Jahre noch schön austoben, sein Leben genießen und jetzt wo er alt und erwachsen genug ist, da erinnert er sich an sein Kind?
    Ihn hat doch acht Jahre lang auch nicht interessiert, wie es seiner Ex und dem Kind geht.

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