Meine Mutter lässt kein gutes Haar an meinem Mann und mir... Eure Erfahrungen und Tipps?

    • (1) 02.05.16 - 18:28
      EineTochter...

      Hallo!

      Heute möchte ich einfach mal in schwarz schreiben. Ich habe mich für das Forum entschieden, weil es zum einen um die Beziehung zu meiner Mutter geht und u.a. auch darum, dass sie sowohl an mir als auch an meinem Mann kein gutes Haar lässt…

      Und zwar glaube ich, dass meine Mutter eine narzisstische Störung hat oder zumindest eine extrem penetrante und einnehmende Art und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich war wohl schon in psychologischer Behandlung und habe gelernt mich zu lösen und mich abzugrenzen, aber egal, wann wir Kontakt haben, artet es immer wieder aus. Ich habe sie lieb, aber Besuche und Telefonate enden immer in Vorwürfen und Kritik an mich und mit Sticheleien gegenüber meinem Mann, den sie ja niemals geheiratet hätte, der ganz schlimm ist und uns nicht gut tut.

      Schon in der Kindheit und Jugend musste ich immer das machen, was sie wollte. Lernte ich, war das falsch, weil ich andere treffen sollte. Traf ich andere, war das auch nicht gut und sie brachte mich noch mit 16 Jahren in die Innenstadt zu meinen Verabredungen. Fahrradfahren durfte ich nicht. Zu gefährlich. Und im Bus hätte mir ja weiß Gott was passieren können. Abends weggehen durfte ich mit 18 oder 19 noch nicht mit wem ich wollte. Es musste die Tochter ihrer besten Freundin sein. Dazu muss man sagen, dass meine damaligen Freundinnen völlig normale Mädchen waren.

      Ich hatte damals eine wirklich gute Freundin, die hat mich unterstützt, dass ich mich durchsetze. Es war ein heftiger Kampf. Meine Mutter versuchte alles, um mir ein schlechtes Gewissen einzureden, mir Verbote zu geben. Als ich das erste Mal bei meinem heutigen Ehemann übernachten wollte, redete sie mir ein, dass sein Vater mich vergewaltigen wird. Als ich sagte, dass mein Freund das nicht zulassen würde, sagte sie, dass der gleich mitmacht. Und solch kranke Sachen musste ich mir anhören. Ich rebellierte also und auch wenn ich häufig Angst hatte, weil es mir eingeredet wurde, unternahm ich Sachen und erkämpfte mir meine Freiheit und legte die eingetrichterten Ängste nach und nach ab.

      Mit 20 zog ich dann aus. Es wurde mir zu viel und als ich zum erneuten Male einen Rausschmiss kassierte, weil ich nicht funktionierte wie sie wollte, zog ich wirklich aus. Wie immer versuchte sie nach den Gemeinheiten zu klammern. Aber ich löste mich und das ist das beste, was ich machen konnte!

      Mittlerweile ist das alles sehr viele Jahre her. Ich bin selbst Mutter und Ehefrau. Habe wie gesagt eine Therapie bereits gemacht, um mich lösen zu können und dennoch eskaliert es ständig. Mein Mann ist nicht gut genug, ist an allem Schuld. Neuerdings versucht sie ihm seinen Abschluss abzusprechen. Selbst mit Verweis auf das Zeugnis usw. behauptet sie weiterhin, dass er diesen nicht hat. Er sei wie mein Vater (den sie verlassen hat wegen Gewalt und Alkohol) und würde mir und meiner Familie nicht gut tun. Mein Mann ist manchmal verpeilt, aber absolut liebenswert. Es gab noch nie Gewalt, Alkohol trinkt er nur sehr selten und dann auch nur ein Bier. Normales Verhalten eben.

      Unsere Kleine ist 1,5 Jahre alt und mehr als Ja, nein, Mama, Papa und Miau sagt sie nicht. Aber sie versteht alles. Für meine Mutter steht fest, dass es an meinem Mann liegt, denn mit 18 Monaten müsse man schon viel mehr reden…Und da mein Mann ja so ein böser Mensch ist, traut sich die Kleine das nicht So ihre Argumentation. Sowas höre ich mir ständig an… Oder, dass das Jugendamt kommt, wenn ich mit meinen Kindern abends zur Kirmes gehe (es war 18 oder 19 Uhr). Wir haben extrem viele Kontakte, auch Kindergruppen usw. Wirklich niemand findet, dass unsere Kinder auffällig sind… Es sind völlig normale Kinder.

      Auch unser Hund ist nicht gut, unsere finanzielle Lage nicht (wir finanzieren uns komplett selbst durch Arbeit). Gehe ich arbeiten, ist es falsch, weil das mein Mann machen soll. Bin ich Zuhause, ist das auch nicht gut, weil das faul und asig ist (sie ist aber diejenige, die seit Jahren von Harz 4 lebt. Das sei aber ok, weil sie ja zuvor Jahre lang arbeiten war).

      Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Wer hat ähnliche Erfahrungen und wie habt ihr das geregelt? Hilft da wirklich nur ein Kontaktabbruch? Das Problem dabei ist, dass mir über Jahrzehnte eingeredet wurde, dass man sich niemals verzeiht, wenn der Gegenüber dann stirbt. Aber sobald ich Kontakt aufnehme, werde ich wieder fertig gemacht. Mir tut ein Kontaktabbruch echt weh. Aber ich muss mich doch auch selbst schützen. Über Jahre geht es so und wenn ich darum bete, diese Themen auszuklammern, wird erst recht drauf rum geritten und am Ende meint sie auflegen zu müssen, weil ich in meinem Tunnel gefangen bin, weil ich nicht das mache, was sie erwartet… Das ist extrem anstrengend und müßig…

      Mein Mann meidet meine Mutter, aber kommt mir zu Liebe mal mit. Er ist extrem verletzt von dem Verhalten. Das verstehe ich gut. Dass er überhaupt mal mitkommt, erwarte ich bei den ganzen Gemeinheiten nicht mal. Ich glaube, dass es mich aber mehr belastet wie ihn. Und dennoch ist es eben häufig Thema hier.

      Natürlich habt ihr jetzt nur meine Sicht. Das ist mir klar. Die Sicht meiner Mutter kann ich nicht wiedergeben. Aber vielleicht mögt ihr mir ja dennoch Tipps und Anregungen aus eurer persönlichen Erfahrung geben.

      Ich bin gespannt, wie ihr euch in eventuell ähnlichen Situationen verhalten habt.

      Vielen Dank für das Lesen!

      • (2) 02.05.16 - 18:58

        Mhm Kontakabbruch wäre wirklich das Letzte was ich machen würde, aber ich würde viele Punkte nicht diskutieren.
        Sie sagt, dein Mann hat keinen Abschluss, dann sagt sie das eben. Zeugnisse zeigen? Warum? Lass sie reden, frag sie nicht um Rat und reduziere den Kontakt bis auf einmal im Monat einen Kaffee.
        Ich habe nicht den Eindruck, dass du dich wirklich gelöst hast.

        • (3) 02.05.16 - 19:21

          Danke für deine Antwort.
          Vielleicht hast du recht, dass ich das alles zu sehr an mich ran lasse und noch nicht so gelöst bin wie ich dachte. War am überlegen, ob ich noch ein zweites Mal in Therapie gehen sollte. Schaden kann es nicht.
          Mich trifft es eben sehr, wenn sie nachweisliche Lügen erzählt. Mittlerweile gebe ich ohne schlechtes Gewissen contra und weiß mich zu positionieren. Das habe ich in erster Therapie gelernt. Es ist eben nur so anstrengend, dass alles schlecht gemacht wird, was mich und meinen Mann betrifft. Wobei man das einmal im Monat vielleicht erträgt. Hatte heute das erste mal seit 2 Wochen Kontakt...

          • Mich trifft es eben sehr, wenn sie nachweisliche Lügen erzählt. Mittlerweile gebe ich ohne schlechtes Gewissen contra und weiß mich zu positionieren. Das habe ich in erster Therapie gelernt.

            ---

            Die Therapie war auf diese Art sicher damals sinnvoll, als du dich ihrem Einfluss aufgrund deines Alters nicht komplett entziehen konntest.

            Aber was bringt es dir jetzt, wenn du Kontra geben kannst? Ihr seid doch nicht bei einem Debattierwettbewerb und dein Seelenfrieden hängt nicht davon ab, ob du deine Mutter von der Wahrheit überzeugen kannst.

            Und natürlich ist es anstrengend und du verschwendest wertvolle Energie damit. Und so hart es auch klingt: Ihr habt (Gott sei Dank) noch keine wirklichen Probleme, weil ihr Zeit und Energie habt, euch mit solch unwichtigen Dingen auseinander zu setzen und versucht, deine Mutter zu bekehren.

            Du brauchst allenfalls eine Therapie, um zu lernen, wie du sie dir vom Hals hältst und wie du dich erfolgreich angrenzen kannst, wenn sie dir ein schlechtes Gewissen einreden willst, wenn du dich zurückziehst.

      Es fällt mir schwer zu verstehen, dass du mit dieser Frau noch Kontakt hast, Mutter hin, Mutter her.
      Von niemandem würdest du dir so ein Verhalten bieten lassen, warum von deiner Mutter?

      Erschreckend...........

      Was hast du denn aus der Therapie mitgenommen? Ich wundere mich, dass dennoch deine Mutter derart inzwischen EUER Leben bestimmt. Und das ist das fatale. So lange es um dich allein ging, war es deine Sache. Inzwischen sind sogar dein Mann und euer Kind betroffen. Dein Mann ist erwachsen und wird vermutlich damit umgehen können. Aber euer Kind müsst ihr schützen.

      Du machst dir leider zu viele Gedanken, warum deine Mutter so ist, wie sie ist und du lässt dich immer wieder auf Diskussionen ein, die du niemals gewinnen kannst. Das bringt doch nichts, wie du selbst merkst.

      Ich halte es für totalen Unsinn, dass Blut dicker ist als Wasser und dass man unter allen Umständen zu seiner Familie stehen sollte. Jeder hat nur ein Leben und uns wurde der Verstand mitgegeben, selbst zu entscheiden, wie wir leben möchten und was uns gut tut. Deine Mutter tut weder dir noch deiner Familie gut - und nicht einmal sich selber, aber das ist ihre Entscheidung.

      Ich würde mich komplett zurückziehen und ihr das auch so deutlich sagen. Hört auf, euch zu erklären und zu rechtfertigen. Das hat niemand nötig, egal wem gegenüber. Du trägst für dich und euer Kind die Verantwortung. Für sonst niemanden und wenn du eurem Kind beibringen möchtest, dass niemand das Recht hat, über das Leben eines anderen zu bestimmen, dann fang gleich bei dir damit an Stärke zu zeigen. Oder würdest du wollen, dass jemand euer Kind schlecht macht, die Leistungen ihm gegenüber in Abrede stellt und damit erreicht, dass es sich schlecht fühlt, obwohl es gar nichts falsches getan hat????

      Vielleicht solltest du die Therapie noch einmal aufgreifen. Deine Mutter hat dich noch so sehr im Geiff und dein Mann scheint auch keine besonders große Hilfe zu sein, dass du Strategien an die Hand brauchst, um dich abzugrenzen.

    • Zu Menschen die mein Leben nur belasten habe ich generell (wenn möglich) keinen Kontakt.

      Nach all dem was du über deine Mutter schreibst und auch wie sie über dich, deinen Mann und deine Kinder spricht wäre für mich persönlich der Zug abgefahren. Meine "Familie" (Onkel, Tanten ect.) finden mich auch komisch und haben schon früher blöde Kommentare abgelassen, gut das ich sie nicht mehr sehen muss.

      Ich würde meinen Mann eine solche Schwiegermutter nicht antun.

      Bevor ich jetzt noch eine zweite Therapie wegen meiner Mutter machen würde, würde ich ehrlich überlegen, ob man sich das weiterhin antun muss.

      Narzisstischen Müttern zu entkommen ist kein Spaziergang. Da gibt es in der Tat nur das Mittel des Kontaktabbruchs oder eine rigorose, vom Kind ausgehende Abgrenzung. Letztere sieht so aus, dass Du ihr gnadenlos spiegelst, wie sie sich verhält. Beispielsweise bei einem Telefonat sofort unterbrichst, wenn sie über Deinen Mann lästert: "Mama, ich kenne Deine Meinung über ihn zur Genüge. Wir sollten das Thema wechseln oder aufhören zu telefonieren. Ich möchte nämlich nicht über meinen Mann in dieser Form sprechen.". Darauf wird sie natürlich nicht eingehen, das muss dann zur Folge haben, dass Du das Gespräch beendest: "Mama, ich möchte nicht mehr reden, das Gespräch nervt mich jetzt. Dir steht es nicht zu, so über meinen Mann zu urteilen. Schönen Tag noch, ich melde mich irgendwann wieder.". Dann kann ruhig eine Auszeit erfolgen, Du hattest es ja angekündigt. Bist dann aber in einer ganz anderen Situation, als wenn Du minutenlang versuchst, Dich zu rechtfertigen oder zu verteidigen und sie dann auflegt.

      Wenn Du damit leben kannst, dass es immer wieder zu Kontaktabbrüchen kommt, dann sollten die auch von Dir ausgehen. Zwischenzeitlich kannst Du Dich mit weiteren Abgrenzungsmassnahmen beschäftigen.

      Letztlich ist es aber schon so, dass endgültige Ruhe nur dann einkehren wird, wenn Du den Kontakt dauerhaft abbrichst. Sie wird sich nicht ändern.

      • (10) 13.11.17 - 09:57

        Ach ich möchte mich auch in euer Gespräch einbinden. Auch ich bin eine Tochter einer und narzistischen bzw. "gestörten" Mutter und eines Vaters der keine eigene Meinung hat und nach dem Mund meiner Mutter redet. Das ist eine hoch explosive Mischung geworden. Leider habe ich die Rolle der Rechtfertigung viel zu lange mitgemacht. Es hat mich fertig gemacht, meine Ehe gekostet und ich bin jetzt in der Verantwortung dem ganzen ein Ende zusetzen, damit mein Enkel ihr Urenkel in Ruhe aufwachsen kann. Mein Exmann hatte damals versucht, dass ein oder andere Mal sie darauf anzusprechen ohne Erfolg. Es wurde für mich nur dann immer schlimmer. Jemand anders der es nicht erlebt hat, kann es nicht verstehen, wie es ist. Ich würde gerne mit euch über dieses Thema mich weiter unterhalten. Denn einst ist klar, es hilft keinen von unser weiter, solche Aussprüche: "Es wird schon. Es sind doch deine Eltern. Du solltest Verständnis haben, sie sind zu alt usw..."

        • (11) 13.11.17 - 13:53

          Der Thread ist von Mai, vielleicht versuchst Du, Dich mit der Threaderstellerin persönlich in Verbindung zu setzen. Schreib ihr eine private Nachricht (falls ihr Account noch aktiv ist), dann könnt ihr euch besser austauschen. Ich bezweifle nämlich, dass sie Dein Posting noch lesen wird, sie bekommt es nicht automatisch mitgeteilt, dass Du ihr geschrieben hast.

    Hallo!

    Für mich gäbe es zwei Möglichkeiten.

    Jedes Mal, wenn sie anfängt, ihr sagen, dass sie ihren geistigen Dünnschiss in den Schrank quatschen und mir damit nicht auf den Keks gehen soll. Und gehen.

    Oder Kontakt abbrechen. Das vor allem, weil ihre Art Menschen schadet, nicht nur dir, sondern auch deinem Mann und deinem Kind.

    Das schreit alles nach Narzissmus. Und dagegen bist du machtlos, das kannst du nicht in den Griff kriegen.

    LG

    Hi du! Also an sich ist es ja deine Entscheidung aber ich frage mich ernsthaft wieso du zu dieser Frau überhaupt noch hingehst!

    Ela

    Hallo!

    Einerseits solltest Du die Therapie fortsetzen, so ganz auf Abstand bist Du innerlich noch nicht und glaubst ihr immer wieder.

    Andererseits würde ich den Kontakt weitgehend begrenzen. Weihnachten, Geburtstag, ein Besuch zwischendrin. Alle 4-8 Wochen telefonieren reicht völlig. Und jedes mal, wenn sie wieder anfängt, brichst Du das Gespräch ab und fertig, das war es dann mit Kontakt wieder bis die Zeit rum ist.

    So besteht weiterhin Kontakt, aber in erträglichem Ausmaß und Du brauchst Dir keinen Quark anhören.

    In Sachen Kontaktabbruch macht einen unglücklich wenn jemand stirbt - nur bedingt. Manchmal tut der Kontakt mit lebenden Personen viel mehr weh. Schadet einem wesentlich mehr. Mein Mann hat schon eine Weile keinen Kontakt zu seiner Mutter und seinen Halbgeschwistern. Aber Himmel, als sein Vater gestorben ist mussten wir seine Mutter anrufen, weil wir das Scheidungsurteil für die Sterbeurkunde gebraucht haben. Das hat mir völlig gereicht, da ist kein Kontakt die beste Lösung. Mein mann muss nicht dauernd hören, dass sein Vater für den Rest seiner Familie ja schon viel früher gestorben ist und dass er da keinen Kontakt hätte halten sollen. Sowas braucht man sich auch nicht antun.

    (15) 02.05.16 - 21:53
    Eine andere Tochter

    Hallo und guten Abend,

    bei mir sind es beide Eltern.
    Einer spinnt immer.

    Und als ich jung war wurden auch teilweise so seltsame Lügen erzählt.

    Über Freundinnen, über meinen Freund und mehr.

    Ich habe einmal bei ihm übernachtet, nach seiner Geburtstagsparty.
    Meine Eltern behaupteten Stein auf Bein, dass ich nicht bei ihm übernachtet habe.
    Ich sei dort gar nicht willkommen.Ich hätte irgendwo draussen übernachtet.
    Und seine Mutter wäre auch nicht bei der Fa. ABC als Abteilungsleiterin tätig, sondern würde dort putzen.

    Sie wussten selber, dass das was sie da verzapfen, gelogen und erfunden ist, aber liessen sich nich abbringen. Es wurde am Schluss sogar so hingestellt, als ob ich diejenige sei, die sich was einbilden würde und ich soll mich nicht so aufregen.

    Als mein Freund sein Studium begann, dementierte mein Vater das vehement.
    Der studiert nicht. Er habe sich erkundigt.

    Ich meinte, er soll keinen Unsinn erzählen.

    Nein, das sei schon richtig. Der ist dort nicht immatrikuliert. Er habe sich selber und persönlich mehrfach erkundigt. Der studiert nicht. Basta.

    Ich frage mich oft genug, wie man jemandem solche Pistolen erzählen kann.
    Dass man vl den Freund oder so nicht mag ist das eine, aber dass man Unwahrheiten verbreitet, die selbst ein Depp durchschaut, das verstehe ich nicht.
    Man macht sich doch nicht selber zum Kasper.

    Und es ging immer so weiter.

    Wir hatten schon mehrfach, auch über Jahre, keinen Kontakt.

    Es gibt immer wieder was zu kritisieren.
    Vor allem haben beide auch das Problem, dass sie sehr verhuscht sind.
    Sie können keine Meinung klar sagen.
    Alles ist schön, toll, super, wenn alle zusammen sitzen.

    Und kaum ist man alleine, hagelt es Vorwürfe, man wird mit nicht erfüllten Erwartungen kritisiert. man weiß nie, woran man bei ihnen ist.
    Es ist wie Theater.

    Unser Haus wurde schon kritisiert, mein Mann ist komisch, unsere Hochzeit, unsere Kinder haben sowieso beide einen Knacks weil sie nicht immer so parieren wie erwartet, unsere Katzen sind dumm, die Hasen stinken, die Meerschweine passen nicht, und so weiter.
    Warum gehst Du auf ein Konzert oder mit Freundinnen in einen Club? dafür bist Du viel zu alt.
    Warum geht dein Mann mit Freunden aus? Der reißt da noch eine auf.

    Ich binde inzwischen meinen Eltern kaum noch was auf die Nase.

    Mit wem mein Mann oder ich weggehen oder telefonieren oder uns treffen, ist unsere Sache.

    Mach es genauso, denn Du wirst sie nicht mehr ändern können.
    Diese Illusion habe ich auch abgelegt.
    Ich habe es zu oft versucht, ich habe Briefe und Mails geschrieben und an meine Eltern appelliert. Es half keinen Millimeter.
    Und wenn es eskalierte, war ich die Böse, weil ich laut wurde um meinem Ärger Luft zu machen.

    Ich hake die Sache ab und suche auch nicht mehr so den engen Kontakt zu meinen Eltern.
    Hier und da ist okay, aber ich brauche nicht dauernd da antanzen.
    Und auch meinen Kindern erspare ich es.
    Die haben auch schon von sich aus gesagt, dass sie sich dort nicht wohl fühlen und reagierten dort schon als Kleinkinder stets schüchtern und irgendwie verängstigt.

    (bei den anderen Großeltern habe ich dieses Verhalten nie beobachtet).

    Mache es genauso.
    Konzentriere Dich auf Deine Kernfamilie.
    Und erzähle Deiner Mutter nichts, ob ihr auf der Kirmes wart oder sonst was.
    Stell auf Durchzug.

    Viele Grüße und ich wünsche Dir gute Nerven

    Hallo,

    ich habe auch eine sehr verworrene Familiengeschichte in der es um vor allem psychische Misshandlung geht. Ganz lange habe ich das als normal empfunden und hätte meine Kindheit nichtmal als schlecht empfunden.

    Bei mir kam durch mein erstes Kind und wirkliche finanzielle Unabhängigkeit erst die wirkliche Loslösung von Mutter und Oma. Beide haben auch ein völlig verzerrtes Realitätsbild. Dadurch, dass ich nicht mehr unter ihrem Einfluss stand, wurde der Kontakt zu mir abgebrochen.

    Tatsächlich habe ich selbst in den letzten drei Jahren alles erst wirklich begriffen, WIE DERART schlecht und unnormal meine Kindheit war. Dennoch kann ich manche eingetrichterten Verhaltensmuster wider besseren Wissens nicht ganz ablegen. Das muss so sein, wie die Unsicherheit, die immernoch bei dir vorhanden ist, zB bezgl der Entwicklung deines Kindes...überall rechtfertigst du dich...vollkommen unnötig, aber du musst dich scheinbar immernoch rückversichern, ob dein Weg wirklich gut ist?!

    Durch meine Gewissheit kann ich nun den Kontaktabbruch konsequent aufrecht erhalten und knicke bei erneuten Machtspielchen der Familie nicht ein, denn eins ist Fakt: OHNE SOLCHE FAMILIEN IST MAN BESSER DRAN! Und ich bin nun viel glücklicher als vorher und schaffe es, keinen Groll zu hegen.

    Ich empfehle dir unbedingt, den Kontakt dir und deiner eigenen Familie zuliebe abzubrechen.

    Falls du das (noch) nicht kannst, distanziere dich und brich immer sofort jede Kommunikation ab, sobald deine Mutter dich angreift. Vielleicht bringt das etwas. Schlechtestenfalls wird es dir vielleicht ermöglichen, irgendwann doch den Schritt des Abbruchs zu schaffen! Sei stark!

    Lass nicht zu, dass deine Mutter deine Ehe gefährdet oder gar deiner Tochter ähnlichen Schaden zufügt wie dir!

    LG und alles Gute

    (17) 03.05.16 - 07:23

    Es wird nie reichen, egal was du tust. Deine Mutter ist gar nicht in der Lage, sich zu ändern. Das ist zwar sehr traurig für euch alle, aber Tatsache. Deine Mutter hat eine Art geistige Querschnittlähmung.

    Wenn du die Situation so siehts, dan hast du auch deine Strategie. Kontra geben laugt dich aus und bringt dich keinen Schritt weiter, denn sie wird niemals verstehen oder aufhören können.

    Du kannst dich schützen, in dem du den Kontakt abbrichst. Oder, wenn du das nicht schaffst, indem du ihre Worte als das siehst, was sie sind: Die Worte einer geistig Kranken, die für dich und dein Leben keine Bedeutung haben.

    Alles Gute, thyme

    (18) 03.05.16 - 07:34

    Ja Hi...

    Ich verstehe dich so wunderbar gut.

    Klingt fast nach meiner Mutter.

    hab ich TV gesehen, sollte ich für die Schule lernen.
    Habe ich für die Schule gelernt, dann kam "Du lernst doch eh nicht. Du tust nur so. Hilf mir lieber beim Putzen" #klatsch Haarsträubend war das.

    Meine Partner waren auch nie gut genug. Penner, Asis, Säufer, Nichtsnutz.

    Ja... Es waren keine Goldstücke. Aber die Erfahrung wollte ich verdammt nochmal selbst machen!

    Jetzt habe ich aber ein echtes Goldstück. Ich bin mit meinem Mann verheiratet, er kümmert sich um alles und ist der liebste Mensch, den ich kenne. Klar, hat auch er seine Fehler - aber wer ist schon fehlerfrei ?

    Den muss meine Mutter natürlich auch ständig schlecht reden.

    Sollte ich mal ein Problem mit ihm haben, dann kann ich auch unter keinen Umständen mit ihr darüber sprechen! Sie würde ihn sofort hassen und sagen ich sollte mich von ihm trennen, weil er so furchtbar ist .... sei es ein Streit um die Position der Garderobe... also etwas komplett banales.

    Sie sieht ihn auch nicht als Familienmitglied an. Er ist für sie "ein Fremder"....

    Und finanziell will sie sich auch einmischen. Ständig fragt sie nach dem Stand unseres Sparkontos. Da wir ja genug verdienen, und wieso wir nur so wenig Geld beiseite legen würden... Aber ich müsste es ja selbst wissen, wenn ich mein Geld mit vollen Händen aus dem Fenster werfe für "mal eben einen Kaffee trinken gehen". #klatsch

    Sie hat mich auch nie frei entfalten lassen. Ich MUSSTE immer ihre Meinung annehmen. Etwas anderes hat sie nicht akzeptiert. Obwohl ich trotzdem meinem eigenen Kopf gefolgt bin, habe ich mich oft dabei erwischt, dass ich ihre Meinung annektiert habe. Auch mein Mann sagt manchmal "Du bist auch manchmal wie deine Mutter".... Dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter. So will ich nicht sein!!

    Und das ist nur das Grobe... Ich könnte mehr erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen.

    Ein Kontaktabbruch kommt für mich dennoch nicht in Frage. Sie ist meine Mutter und die Oma für mein Kind. Bis auf diese Differenzen verstehen wir uns eigentlich gut.

    Ich habe Kontakt mit ihr, nur ich muss stark darauf achten, dass wir uns nicht zu oft und nicht zu lange am Stück sehen, sonst artet es auch aus.

    Ich habe auch für mich entdeckt einfach immer "JA und AMEN" zu sagen, aber mir trotzdem meinen eigenen Teil zu denken. Einfach um diesen Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
    Bei mir schlägt wirklich NUR die Vermeidungstaktik an. Alles andere endet in Diskussionen und Streits.

    LG

    Hallo!

    Habe alles durchgelesen. Wollte aber schon in der Mitte aufhören, weil ich mir das nicht bieten lassen würde. Deine Mama wirst du nicht ändern können. Aber ich würde den Kontakt abrechen. Du siehst und merkst ja selber wie ihr alle darunter leidet und das darf und kann nicht sein. Sei froh, dass du einen Mann hast der für dich und dein Kind da ist. Mein Mann hat auch leider eine Mama die sehr dominant ist und sich überall einmischen will. Bei uns wird es wahrscheinlich auch zum totalen Kontaktabbruch kommen. Mein Mann leidet unter ihrem Verhalten und ihren Aussagen.

    Schau auf dich und deine Familie. Du hast doch ein tolles Umfeld. Freunde, Bekannte. Natürlich ist es schade und man hätte es gerne anders aber Menschen die einen verletzen und runter ziehen würde ich meiden. Das Leben ist zu kurz dafür.

    Alles Liebe
    Gabi

    Meine Schwiegermutter ist ähnlich..... Wenn es die eigenen Mutter ist, ist es natürlich anders.

    du kannst versuchen es einfach nicht an dich ranzulassen. Ich überhöre ihren Schmarrn meistens einfach oder ich sage ganz klar "das geht dich nichts an!" oder "darüber diskutiere ich nicht" und gehe.

    Wenn du das nicht kannst - dann brich den Kontakt ab. Es bringt ja nichts.

    Einen Kontaktabbruch zur eigenen Mutter würde ich nicht "leichtfertig" vornehmen.

    Ich habe leider auch so ein ähnliches Exemplar von Mutter und mit den Jahren wird es immer schlimmer. Seine Spitze erreicht es momentan, da sie kein gutes Haar an meinem Mann lassen kann, zu dem ich nun aber mal zu 100% stehe. Auch an unserer Kindererziehung kann sie oft nur rummäkeln und findet nicht viel Positives daran. Von anderen höre ich aber sehr häufig, was für einen tollen Mann ich habe und wie wohl erzogen unser Kind ist.

    Ich habe gelernt, ihr bestimmte Dinge einfach nicht mehr zu erzählen. Dies betrifft z.B. Kindererziehung, bestimmte Lebensentscheidungen und Unstimmigkeiten mit meinem Mann. Diese bleiben eben komplett außen vor in unseren Gesprächen.

    Regt sie sich über irgendetwas auf oder möchte irgendwas diskutieren, auf das ich keine Lust habe, würge ich die Diskussion einfach ab.

    Hallo,

    versetz Dich bitte in Deine Kinder. Und dann überleg Dir, ob Du ihnen das wirklich antun willst. Auf kurz oder lang wird sie vor ihnen auch keinen Halt machen.

    LG
    Karin

    Hallo,
    ich habe über Jahre den Kontakt immer weiter reduziert, weil ich mich nach fast jedem Telefonat aufgeregt habe. Und vorher schon genervt war, daß ich sie anrufen muss. Besuche haben bei mir schon 2 Wochen vorher zu Aggressionen geführt. Ich bin mit 19 ausgezogen und anfangs haben wir jeden Tag telefoniert, 15 Jahre später noch alle 2 Wochen und selbst das war zuviel.

    Mein Mann und seine Familie war scheiße, nachdem ich mich getrennt hatte, waren mein Ex-Mann und seine Familie die Tollsten und ich war scheiße. Wie ich die Kinder erziehe war nicht gut. Jeder wurde gegeneinander ausgespielt, schon seit meiner frühen Kindheit. Alle Freunde vorher und der nach meiner Ehe wurden schlechtgeredet und ihre Meinung wechselte ständig. Egal was man sagte, Wochen später wurde mir das völlig verdreht um die Ohren gehauen.

    Narzistische Mütter sind anstrengend, verletzend. Sie tat mir nicht gut und eines Tages war bei mir die Liebe einfach aufgebraucht. Nachdem ich mich von meinem Mann getrennt hatte, habe ich mich in den folgenden Monaten von vielem getrennt, was mir nicht guttat. Ich habe ihr am Telefon gesagt, daß ich nicht so mit mir reden lasse und hab aufgelegt. Das ist 3 Jahre her, seitdem habe ich keinen Kontakt mehr mit ihr. Nachher habe ich erfahren, daß sie mich einige Wochen vorher schon enterbt hatte, wie meinen Bruder Jahre zuvor - weil wir eben nicht nett genug zu ihr waren.

    Mir geht es seither viel besser, auch wenn ich immer noch im Kopf mit ihr schimpfe und ehrlichgesagt Gewaltphantasien habe. Aber kein Vergleich mehr mit den Stimmungsschwankungen, Aggressionen und purer Verzweiflung vorher.

    Lass Dir Zeit, wenn du soweit bist, tut der Kontaktabbruch gar nicht so weh. Aber wenn du Dir noch nicht sicher bist, kann es sein daß Du es nicht durchziehst. Entwickel Dich weiter von ihr weg und irgendwann macht es 'klick'.

    Ich habe oft genug versucht mit ihr zu reden - ich habe ihr nichts mehr zu sagen. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, daß überhaupt etwas davon bei ihr ankommt. Daß sie sich ändert. Das war mein 'klick'. Da hab ich auf reinen Selbstschutz umgeschaltet.

    Alles Liebe #liebdrueck

    Gib mir mal deine persönliche Mail. Ich habe so etwas ähnliches erlebt und möchte mich gerne mit dir austauschen. Gritti66

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