Ich glaub ich krieg kalte Füße...

    • (1) 03.05.16 - 08:58
      Bald Ehefrau

      Hallo zusammen,

      es sind nur noch wenige Wochen, da steht meine Hochzeit an. Standesamtlich.

      Ich wollte immer heiraten und Kinder. Das war mein Ziel und immer mein Traum.
      Ich bin mit dem besten Mann dieser Welt zusammen und wir erwarten ein Krümelchen.
      Je näher der Termin zur Trauung jedoch rückt, umso mehr Schiss bekomme ich.

      Ich halte mich grob aus allem raus. Ich bin keine Frau, die penibel die Hochzeit plant und alles perfekt gestalten will.
      Irgendwie lasse ich meinen Verlobten alles machen, da ich es nicht für nötig finde.

      Er hat die Anregung dazu gegeben, dass wir nun die Einladungen bestellen müssen. er hat die Anregung dazu gegeben, dass wir die Ringe holen müssen.
      Und ich saß daneben, hab gesagt was mir gefällt und was nicht, aber im Endeffekt wars mir irgendwie doch egal.

      Am liebsten hätte ich schnell geheiratet, nur im Kreis der Eltern und Geschwister.
      Er wollte unbedingt noch die engsten Freunde einladen. Oh mann.

      Er sagt gerne mal "Nur noch xx Tage bis du meine Frau wirst"... und ich denk mir nur "Fuck." ....

      Ich will ja heiraten und ich liebe diesen Mann... Für mich gibt es keinen anderen... Aber wieso habe ich so eine Angst / Scheu ???

      Mein Vater freut sich wie klein Hänsi darüber, dass seine Tochter heiratet...

      Meine beste Freundin kann es kaum glauben und freut sich tierisch mit.

      Irgendwie freuen sich alle rundherum mehr darüber, als ich.

      Das kann doch nicht normal sein oder?

      Liegt es an meiner Schwangerschaft? Vielleicht an den Hormonen? Da ich mich momentan generell nicht wohl in meiner Haut fühle?

      Ich habe keine Ahnung ...

      Meine Hochzeit scheint grade für mich einfach nur ein Pflichttermin zu sein, zu dem ich erscheinen muss, weil es eben so ist.

      Wie die Termine für die Abiprüfung: Man hat 13 Jahre darauf hingearbeitet, um zu dem Termin sein Abi abzulegen. Schön ist aber anders.

      Ich weiss nicht einmal was ich mir hier von euch erhoffe.
      Vielleicht einfach zu hören, dass es normal ist und ich mir keine Sorgen machen muss...

      Schreibt einfach was... wie war das bei euch?

      LG ...

      • Hallo!

        Keine Ahnung, inwieweit das normal ist. Wenn Du Dir des Mannes sicher bist und auch keine Zweifel an Eurer Beziehung und dem ganzen hast, dann könnten es tatsächlich die Hormone sein.
        Eine Hochzeit ist eben immer noch etwas "endgültiges", zumindest im Kopf.

        Wobei Euer Krümelchen Euch ja viel enger aneinander bindet, als es ein Trauschein jemals könnte. ;-)

        Ich kann Dir aber sagen, dass ich in der Nacht vor unserer Hochzeit um drei Uhr morgens heulend im Bett gesessen habe und alles absagen wollte. #zitter Wir hatten zu diesem Zeitpunkt auch schon eine 7 Monate alte Tochter miteinander.
        Und auch die Wochen vorher bin ich nicht auf Wolken durch die Gegend gehüpft und hab die Stunden runter gezählt.
        Wir haben Vormittags standesamtlich im engsten Kreis geheiratet und Nachmittags kirchlich mit 40 Personen und anschließend gefeiert. Bis zur Kirche war ich ein Wrack, auch nach dem Standesamt noch.
        Aber als wir aus der Kirche raus kamen, habe ich es einfach nur genossen und wir hatten einen wunderbaren Tag, der nicht nur uns in toller Erinnerung geblieben ist.
        Mittlerweile sind wir fast 8 Jahre verheiratet und haben noch ein weiteres Kind bekommen. ;-)

        Du siehst, es muss nicht unbedingt was heißen. ;-)

        Ich rate Dir einfach: Nimm Deine Gefühle ernst, aber steigere Dich nicht unnötig in etwas hinein. Sieh es doch mal so: Heutzutage bedeutet eine Heirat keine große Veränderung mehr, außer vielleicht Nachname, Erbrecht und ggf. Steuerklasse, wenn überhaupt. ;-) Man lebt schon vorher miteinander, hat sich geprüft, ein Baby habt Ihr auch ohne Trauschein hinbekommen - es ändert sich nicht sooo viel. Wenn er vorher DER Mann für Dich war, dann ändert sich das durch die Hochzeit nicht.

        Ich wünsche Dir viel Glück, eine tolle Restschwangerschaft und eine Portion Gelassenheit.

        Alles Liebe! #klee

        Ich habe immer gesagt, ich will nicht heiraten. Ich habe es dann doch gemacht, weil deutsche Erbgesetze einfach bescheiden sind. Warum soll man dem Staat was schenken, wenn der Partner stirbt!? Und wenn man auch noch einige materielle Werte sein eigen nennt, schenkt man dem Staat ganz schön viel und vielleicht auch noch irgendwelchen bekloppten Verwandten, die man nicht mal richtig kennt.

        Wir sind beide alleine aufs Standesamt. Wir waren uns beide aber einig, dass wir das so machen und nicht anders. Diesen Traum von einmal Prinzessin-Sein, einmal im Mittelpunkt stehen den hatte ich nie. Daher kann ich auch nicht nachvollziehen, was manche für Gelder rausschleudern und über was sich manche so Gedanken machen. Für sowas hätte ich einfach nicht den Nerv und auch kein Interesse. Und ich habe auch einfach schon zu viele Scheidungen gesehen.

        Für uns hat sich nach der Heirat rein gefühlsmäßig auch nichts verändert. Wir haben nur etwas besiegelt, was wir 12 Jahre vorher sowieso schon waren: Mann & Frau.

        • Huhu - mir geht's ähnlich. Ich war schon mal verheiratet, es war alles wie gewünscht (kleiner Kreis, keine Kirche und eun Jahr später ne große Party) - gehalten hats trotzdem nicht.

          Mit meinem jetzigen Partner bin ich seit knapp 10 Jahren zusammen, wir haben einen Betrieb und ein Kind, Nr. 2 ist unterwegs. Ne zeitlang habe ich mir sehr gewünscht zu heiraten (ohne Prinzessinentraum, am liebsten auch wieder kleiner Kreis, da hat es sich irgendwie nicht ergeben... und jetzt hab ich eigentlich keine Lust mehr drauf, auch wenn ich den Mann bis ans Ende meiner Tage (oder seiner ;-) ) an meiner Seite haben möchte. Liegt aber auch an der Familie - die Taufe war schon Katastrophe, der Gedanke an eine Familuenfeier im engsten Kreis treibt mir jetzt schon Angstschweiß auf die Stirn. Ich bin mir sicher, wenn wir irgendwann heiraten (was vernünftig wäre) - dann am liebsten alleine mit unseren Kindern. #zitter

      (5) 03.05.16 - 11:20
      kann sein kann nicht sein

      Hm, keine Ahnung, ich habe mich auf unsere Hochzeit gefreut.

      Mein Mann hat mir an unserem 5. Jahrestag einen Antrag gemacht, geheiratet haben wir knapp 1 Jahr später. Eine kleine Hochzeit, mit Familie und engsten Freundin. Reichte für uns.

      Im Nachhinein hätten wir auch in unserem Urlaub (waren u.a. in Las Vegas, aber da wollte mein Mann nicht ohne Familie heiraten) heiraten können - wäre so "mein Ding" gewesen.
      Das hatte meine Mutter damals sogar erwartet und war fast enttäuscht dass es nicht so war ... #rofl

      Ich wollte eigentlich auch nie wirklich heiraten, aber mein Mann war und ist der Richtige und ich wollte es dann einfach. Und er wohl auch.

      Dahingehend kann ICH mir bei "kalten Füßen" immer nur vorstellen, dass es dann vielleicht eben nicht der richtige Mann ist.
      Mit Hormonen hab ich da keine Erfahrung ...

      Hoffe du kommst schnell drauf, an was es liegt!

      Hi,
      Ich muss ein bisschen schmunzeln ;-)

      Ich hab auch schwanger standesamtlich geheiratet. Wir waren 8 Jahre zusammen und es wurde Zeit ;-) Mein Mann hatte beim Antrag schon Vorschläge für die Lokation, hat ausgesucht wer das Essen bringt und aus ein paar Gästen wurden dann 50 #schwitz Ich wollte ihn immer heiraten. Er ist ein super Mann und wir sind ein spitzen Team. Trotzdem hatte ich auch Angst vor diesem Schritt. Ich war hin und her gerissen zwischen der Freunde und dem beängstigenden neuen Weg Eltern und Ehepaar zu sein. An unserem Hochzeitstag war ich sehr aufgeregt aber kein Zweifel oder Angst wäre je so groß gewesen es nicht durchzuziehen. Ich wollte ihn ja.

      Wir hatten eine tolle Hochzeit und 1,5 Jahre später haben wir noch kirchlich mit etwas über 100 Gästen geheiratet. Das war für mich etwas ganz anderes. Ich wusste das wir uns als Eltern gut machen und verheiratet sein wundervoll ist. Es war eine Feier für UNS und unsere Familie. Es war ein wunderschöner Tag und ich denke gerne daran zurück. Bei der Planung habe ich mich auch mehr beteiligt. Trotzdem war mein Umfeld wieder viel emotionaler als ich. Beim Brautkleid anprobieren wurden einige Tränen vergossen und auch die Trauung war für extrem emotional. Ich war bloß aufgeregt und glücklich.

      Nun hatten wir schon unseren 7ten Hochzeitstag und ich habe diesen Schritt nie bereut. Es bedeutet mir sehr viel, dass mein Mann mich geheiratet hat. Ein Mann der sowas komplett ablehnt wär nichts für mich gewesen. Verheiratet sein ist wirklich toll. Und das mit dem Kind bekommen wir auch super hin.

      Ich nehme an Zweifel streuen oft unglückliche Paare und blöde Witze. Aber das Unglück der anderen muss ja nicht auf einen selbst zutreffen. Wir sind auch nach 15 Jahren Beziehung noch sehr glücklich, haben tollen Sex und ne gute Zeit. Frag mal nen Paar das lange zusammen und unglücklich ist ob es eine gute Idee ist zu heiraten :-p Konzentriert euch auf euch.

      • (7) 03.05.16 - 13:02

        >>An unserem Hochzeitstag war ich sehr aufgeregt aber kein Zweifel oder Angst wäre je so groß gewesen es nicht durchzuziehen. Ich wollte ihn ja.

        Wir hatten eine tolle Hochzeit und 1,5 Jahre später haben wir noch kirchlich mit etwas über 100 Gästen geheiratet.<<

        GENAU SO ! Wir wollen auch in 1-2 Jahren noch einmal kirchlich nachlegen.

        Oh mann, du hast mir echt Mut gemacht...

        Ich weiss wirklich nicht woher die Zweifel kommen, aber dein Beitrag spricht mir genau aus der Seele. Vielleicht sollte ich mir dessen bewusst sein, dass eine Heirat ein großer Schritt in Richtung Familie ist. Es ist dann etwas Festes, ein Band, das unser Krümelchen bald komplett machen wird.

        Und was soll sich danach schon ändern? Außer mein Name...

        Danke für deine Worte :-)

        • Schön, wenn Dir meine Worte helfen konnten.

          Ihr habt euch ja schon viel früher füreinander entschieden. Die Hormone können echt fies sein. Es ist auch schön sich wirklich offiziell füreinander zu entscheiden. Ich fühle mich jetzt wirklich als Familie und es ist auch für jeden ersichtlich, dass wir eine Familie sind. Wir wollten gerne noch vor der Geburt heiraten, weil es auch einfach ist, wenn der Mann nicht noch irgendwelche Formulare ausfüllen muss um der Vater zu sein und Entscheidungen für unser Kind und auch mich treffen kann - und ich für ihn. Es ist einfach viel unkomplizierter verheiratet zu sein. Und wenn man eh zusammen sein möchte und zusammen alt werden möchte, warum nicht auch heiraten?

          Macht euch ne schöne Hochzeit. So wie ihr es wollt. Nach unserer kirchlichen Trauung waren sogar Hochzeitsphobiker total begeistert. Wir haben ein ungezwungenes Fest auf einer Schutzhütte gefeiert. Niemand musste im Anzug kommen aber durfte natürlich, Freunde der Familie haben bedient, das Caterer hat gegrillt, meine Schwiegereltern haben uns eine Live Band geschenkt, wir hatten großartiges Wetter und wundervolle Gäste. Wir haben keinen Walzer getanzt und auch nichts einstudiert. Wir haben einfach auf unser Lied getanzt. Eine Cousine hat nachts bei uns zu Hause nach unserem Sohn geguckt und wir konnten beide bis in die Nacht mit feiern. Die Hochzeitsreise haben wir dann zusammen mit dem Kind gemacht.

          Den Junggesellenabschied hab ich auch erst vor der kirchlichen Hochzeit gemacht. Der Abend war legendär #rofl Man braucht für alles nur die richtigen Leute. Und wenn die dann noch aufgeregter sind als man selbst ist das auch nur hilfreich :-)

          Alles Gute für Euch und euer Baby#herzlich

    Hi
    Ich habe vor 10 Jahren geheiratet. Kirchlich und standesamtlich. Ich war bei der Hochzeit im 6 Monat schwanger.
    Klar ich wollte immer heiraten und Kinder. Als ich schwanger würde haben wir uns im 3 Monat entschieden zu heiraten, damit das Kind den gleichen Namen hat,.....

    Ich kann dir gar nicht sagen wie zuwider mir alles war. Jeder hat sich gefreut, über dies und jenes wegen der Planung mit mir gesprochen und ich........ich wollte nur noch mein Baby. Die Hochzeitsvorbereitung war mir auf einmal so unwichtig. Das ganze Drum herum der Familie zuviel.

    Der Tag selber war dann auch ganz schön ABER ich war Vorfällen froh dass er vorbei war.

    Bereut habe ich den Schritt nie. Ich liebe ja meinen Mann aber bedeuten tut mir der Tag selbst bis heute nichts. Das Gefühl verheiratet zu sein allerdings schon. :-)

    Ich verstehe auch nicht warum das auf einmal sooooo unwichtig erschien, denke aber es hing mit der ss zusammen . Und damit auch zu erkennen dass eine Hochzeit weit weniger wichtig, schön, spannend, erfüllend ist als ein Baby.

    Ich wollte immer " klein" heiraten . Auch mir ist das nicht " gelungen". Ich dachte damals dass es vielleicht daran lag, aber ich denke ich bin auch wirklich nicht gerne der Typ Mensch der im Mittelpunkt stehen will. Das hat sicher mitgespielt.

    Ps. Wir haben auch Nie ein hochzeitsvild aufgestellt. War mir nie wichtig,
    Dafür unzählige Bilder von unseren Kids!!

    Kopf hoch!!

    (10) 04.05.16 - 07:04

    Gibt es denn Grund zu zweifeln ? Fühlst du dich denn mit der geplanten Feier wohl ? Wie lange seid ihr denn überhaupt ein Paar? Schreib doch mal ein paar Eckdaten zu euch.

    Ein paar Grundregeln von mir zum Thema Ehe:

    - entscheide dich nicht während einer Schwangerschaft für oder gegen eine Hochzeit. Die Hormone verdrehen sehr viel.

    - gehe jedem Zweifel nach ob er seine Berechtigtung hat.

    - heirate erst nach längerer Beziehung. Menschen haben so viele Facetten. Man muss sich erst kennenlernen.

    - wenn du dir unsicher bist, denke über einen Ehevertrag nach

    - sorge dafür, dass es auch DEIN Tag wird. Du machst dir sonst Vorwürfe.

    - heirate nicht wenn du daran zweifelst

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