Aggressiv - ratlos

    • (1) 04.05.16 - 08:50
      Gizmo35

      H hallo zusammen! Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich habe ein Problem mit mir selbst. Ich habe einen Sohn von vier Monaten, der ist wirklich ein Sonnenschein und sehr pflegeleicht. Leider hatten wir einen schweren Start. Er kam fünf Wochen zu früh und lag fast sechs Wochen noch im Krankenhaus. Das hat sehr an mir gezerrt. Aber mittlerweile haben wir uns gut eingespielt und sind ein gutes Team zu Hause. Er ist wirklich pflegeleicht und ein fröhliches Kind kein Bauchschmerzen schläft gut und weint nicht so oft. Jedoch habe ich das Problem, dass ich das Gefühl habe ich bin noch nicht so in meiner Mutter Rolle angekommen. Auch wenn er pflegeleicht ist und fröhlich so ist es doch ist es doch anstrengend und in den ganzen Tag um mich herum zu haben und ihn immer dabei zu haben wenn ich zum Beispiel einkaufen gehe. Ein Mann geht den ganzen Tag arbeiten, aber er hilft auch viel im Haushalt und kümmert sich um den kleinen wenn ich mal zum Sport gehen möchte. Habe zwar manchmal das Gefühl dass er da etwas überfordert ist aber dann muss er eben durch.Jedoch habe ich das Problem das ich gegenüber ihm oft laut werde und ihn anschreie oft grundlos oder im Zusammenhang wenn es um den Kleinen geht. Es tut mir im Nachhinein leid aber ich kann mich einfach nicht kontrollieren. Das war früher nicht so und ich frag mich wo her das kommt. Kann das sein das die Hormone sind oder bin ich einfach unzufrieden mit mir und meiner Situation? Habe schon überlegt mit dem Frauenarzt oder der Hebamme zu sprechen. Weil so geht es nicht weiter am Ende geht noch unsere Ehe den Bach herunter. Habt ihr vielleicht Tipps was ich machen könnte

      • (2) 04.05.16 - 09:03

        Vielleicht bin ich auch etwas frustriert, da ich ja nicht arbeiten gehe und dies auch etwas vermisse. Aber dann denke ich mir wieder hey ich habe ein Jahr frei und kann mich ganz um mein Kind kümmern. Was ja aktuell bei diesem Wetter auch nicht das schlechteste ist. Wir unternehmen auch viel gehen in Krabbelgruppe Baby Massage besuchen Großeltern.

        Hallo,

        ein Kind bedeutet natürlich immer eine Umstellung. Vor allem beim ersten Kind ändert sich ja auch viel: die Berufstätigkeit fällt erst mal weg, damit auch bei vielen das Gefühl, täglich auch wirklich etwas zu "leisten" - denn es ist ja v. a. erst mal selbstverständlich, daß du dich um dein Kind kümmerst, da sagt dann keiner "Danke" oder "gut gemacht". Damit verändern sich auch die alltäglichen persönlichen Kontakte usw. Ja - es kann gut sein, daß du in deiner Mutterrolle erst nach und nach ankommen musst.

        Anscheindend verstehst du es, dir kleine "Oasen" zu schaffen, wie Sport, Babygruppe etc. Das ist gut so.

        Lerne, deinem Mann zu vertrauen, wenn er sich um euer Kind kümmert. Auch wenn er manches vlt. etwas anders angeht, als du dies tun würdest. Solange es dem Kind nicht schadet, sollte es für dich einfach in Ordnung sein. Dann kannst du nämlich "deine" Zeit wirklich genießen und Kraft daraus schöpfen.

        Die Hebamme darauf anzusprechen, finde ich eine gute Idee - die kann dir sicherlich noch ein paar Ratschläge geben, sie kennt dich ja auch ein Stück weit.

        Hast du großen Schlafmangel? Der kann natürlich auch ein Stück weit zur Gereiztheit beitragen.

        Vielleicht kannst du auch etwa einmal wöchentlich ein Großelternteil darum bitten, eine Stunde auf euren Sohn zu schauen, ihn vlt. spazieren zu fahren und du kannst diese Stunde dann für dringende Hausarbeiten nutzen. So erreichst du hier ein Stück freie Zeit für dich und deinem Mann.

        Mich hat damals am meisten gestresst, daß ich ständig das Gefühl hatte, allem "hinterherzulaufen", nichts mehr am Laufen halten zu können. Ständig dieser Zeitdruck... es war irgendwie alles zuviel. Ich hatte zwar den ganzen Tag Zeit mich um Kind, Garten, Hund, Schwiegermutter und kleine Hofstelle zu kümmern, doch es war eindeutig zuviel. Heute würde ich da manches einfach "abgeben"...
        LG

Top Diskussionen anzeigen