Meine Männer

    • (1) 13.05.16 - 21:41

      Hallo und guten Abend,

      Ich bin neu hier angemeldet und bin mit meinem Thema denke ich, hier richtig.

      Ich habe seit 2 Jahre ändern einen Partner, wir haben es locker angehen lassen und von zusammen leben war nie die Rede.

      Ich habe drei Kinder , die ich größten Teils alleine erzogen habe, die Beziehung zu den Vätern habe ich jeweils beendet .
      Auch jetzt packt mich langsam wieder dieses Gefühl der Enge und ich bekomme Panik.

      Wir sind jetzt an dem Punkt wo die Frage aufkommt wie es weiter geht.

      Bleibt es unverbindlich oder wagen wir den nächsten Schritt und ziehen zusammen.

      Ich bin Mitte 40 und habe noch nie mit einem Mann zusammen gelebt.
      Vorher hab ich immer die Beine in die Hand genommen und bin weg.
      Mir fehlt auch nichts , ich liebe meine Unabhängigkeit.

      Soll ich es trotzdem wagen?
      Oder lieber auf mein BauchGefühl hören und es lassen?
      Ich würde am liebsten diese Unverbindlichkeit bei behalten, aber diese Themen kommen halt in jeder Beziehung immer wieder auf.

      Und wenn ich mich dann zurück ziehe, sind die Männer oft enttäuscht und die Beziehung ist beendet.
      Ist der nächste Schritt immer unausweichlich?

      • (2) 13.05.16 - 23:36

        Unsere Gesellschaft lebt uns in der Regel vor, dass man nur ein richtiges Paar ist, wenn man zusammen wohnt.

        Ich halte das für kompletten Nonsens. Es ist einfach nur eine Erwartungshaltung.

        Zusammenziehen bedeutet Enge, auch wenn man sich Freiheiten lässt.

        Ich wohne mit meinem Partner auch nicht zusammen und das ist auch gut. Und so will ich das.

        Wenn ich mit einem Partner zusammen gezogen bin, was ich im Gegensatz zu Dir schon gemacht habe, hat es nicht geklappt, da ich meine Unabhängigkeit aufgegeben habe.

        Ich würde es an Deiner Stelle nicht tun.

        Die Beziehung ist ja nicht unverbindlich, weil Ihr nicht zusammen lebt.
        Habt Ihr denn schon eine Zeit am Stück zusammen Alltag gehabt, ist er oft mehrere Tage und Nächte am Stück bei Dir oder Du bei ihm?
        Bist Du dann froh, allein in Deinen 4 Wänden zu sein?

        Nur weil dieser Ablauf normal ist, muss Du dem nicht folgen...

        Es gibt sogar viele Paare die ganz bewusst nicht zusammen ziehen. Die immer ihre Wohnung als Rückzugsort behalten, deswegen sind diese Beziehungen aber auf keinen Fall unverbindlich.

        Wichtig finde ich aber das du mit deinem Partner darüber sprichst. Nicht für jeden ist diese Form der Beziehung etwas und wenn dein jetziger Partner sich deswegen trennt, war er nicht der richtige.

        Ich könnte mir so eine Beziehung ohne zusammen wohnen zB nie vorstellen, aber ich bin mir sicher das es genügend Männer gibt die es begrüßen wenn Frau so selbstständig sein will.

      • Du bist 2 Jahre mit einem Mann in einer Beziehung, nun will er mit dir zusammenziehen, o.k. - erstmal ganz normaler Verlauf

        Warum sagtest du ihm nicht geraderaus, dass du nicht mit ihm zusammenwohnen willst, als er dich fragte?

        Hast du Angst, dass er sich dann von dir trennt?

        Wahrscheinlich hast du von Anfang an nicht mit offenen Karten gespielt, denn sonst wüsste er, dass du nie mit einem Mann zusammenleben wolltest. Und er hätte sich diese Frage an dich sparen können und hätte sich evtl. erst garnicht auf dich eingelassen.

        Was versteht man denn unter "locker angehen lassen"? Entweder bin ich in einer Beziehung oder nicht - alles andere ist für mich nur Freundschaften plus.

        Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie eine Beziehung funktioniert, in der beide in getrennten Wohnungen leben. Das, was eine Beziehung, Partnerschaft, Ehe ausmacht, wird hier doch garnicht gelebt.

        Beziehung ist für mich "UNS" und nicht "MEIN" und "DEIN"

        Hi,
        meine Mutter lebt dieses Modell schon seit über 30 Jahren. Bei den beiden war es aber eine einvernehmliche Entscheidung und der Partner meiner Mutter ist ein etwas schräger Vogel. Jetzt, da ich schon lange ausgezogen bin und er unabhängig (bei ihm war's die Mutter, nicht eine Ehefrau), verbringen sie mehr Zeit miteinander und sie wohnt fast die halbe Woche bei ihm.
        Es kann also funktionieren...
        Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich, wenn wir uns trennen sollten, wieder eine so feste Bindung eingehen wollen würde. Aber das ist natürlich rein hypothetisch.

        Vlg tina

      • (7) 14.05.16 - 10:23

        Hallo,

        ich würde es lassen mit dem Zusammenziehen. Und dem aktuellen Partner erklären, wie das bei dir ist. Eigentlich wäre es sinnvoll, das zu klären, bevor bei dir Panik aufkommt. Vielleicht gelingt euch das ja noch. Wenn es bisher locker lief, warum sollte es nicht weiter locker laufen?

        Ich bin seit 25 Jahren mit meinem Mann zusammen, aber die Angst vor Enge tauchte immer wieder auf bei mir. Wir haben nach anfänglichem Zusammenwohnen mehrere Jahre in Fernbeziehung gelebt und mehrere Jahre in zwei Wohnungen im gleichen Ort - im Nachhinein betrachtet waren das die besten Zeiten unserer Beziehung. Als ich schwanger wurde, sind wir dann wieder zusammengezogen, weil ich Angst hatte, mit Kindern allein nicht klarzukommen. Das hat unserer Beziehung nicht gut getan. Den Fehler musst du ja nun nicht machen, weil du schon seit langem allein mit Kindern lebst, ist doch prima. Heute können wir nicht mehr so einfach auseinanderziehen, dafür leben wir jetzt eine offene Beziehung - ist ein anderes Thema, aber auch da geht es um Unabhängigkeit und Freiheit.

        Manche haben halt das Bedürfnis nach mehr Freiheit in einer Beziehung, das ist doch völlig okay. Ich hab auch lange damit gehadert und sogar versucht, es therapeutisch anzugehen. Hat sich aber nicht geändert. Höre auf dein Bauchgefühl.

        LG B.

        Ich finde, man sollte sich bei solch existenziellen Fagen selbst treu bleiben.

        Du fühlst dich bei dem Gedanken schon jetzt unwohl. Warum solltest du das Risiko eingehen und eine Beziehung so leben, wie es vermeintlich gesellschaftlich akzeptiert wird? Never change a running system!

        Wenn beide mit dem Arrangement einverstanden sind, ist doch alles prima. Du hast dein Leben im Griff, brauchst keinen Mann ständig um dich herum, nur um dich komplett und geliebt zu fühlen und ihr genießt die Quality-Zeit, die ihr miteinander verbringt. Das finde ich erbaulicher, als alles, was man hier oft liest. Da wird auf Teufel komm raus zusammen gezogen obwohl es grundsätzlich schon hakt oder weil man sich davon vespricht, den Partner sicher zu haben.

        Vermutlich hängt es auch mit dem Alter und der Lebenserfahrung zusammen. Ihr plant keine gemeinsamen Kinder und der Partner ist die Kirsche auf der Torte des Lebens, der dieses um einen Teil bereichert. Ich bin etwas älter als du und würde es auch so handhaben, sollte ich irgendwann mal in die Situation kommen. Was ja nicht heißt, dass man sich mit 65 J. nochmal anders entscheiden kann. Ich kenne mehrere Paare, die es so erfolgreich leben und aktuell auch nicht ändern würden. Teils weil sie die geläufige Variante jahrelang gelebt haben und die Freiheiten jetzt sehr zu schätzen wissen und ihr Leben auch allein längere Zeit im Griff hatten. Da wurde zwar ein Partner vermisst - aber nicht vordringlich für gemeinsame Zeit 24/7.

        • Danke für die Anregungen.

          Wir haben zu Anfang natürlich über unsere Vorstellungen und Pläne und Einstellungen zu vielen Dingen geredet.
          Er ist etwas jünger als ich und als erstes habe ich klar gemacht dass ich keine Kinder mehr möchte ( mit 45 such logisch) , außerdem sterilisiert bin und mittlerweile auch in den WechselJahren.

          Das war für mich der wichtigste Punkt den es klar zu stellen galt.
          Er selbst hat auch zwei Kinder von daher sind Kinder für ihn auch kein Thema mehr obwohl er erst 39 ist.
          Das Zusammen wohnen war auch Thema und ich habe sofort gesagt dass ich schon immer alleine gelebt habe und das auch nicht ändern möchte.
          Er fand das damals in Ordnung aber mittlerweile hat er da wohl andere Vorstellungen.

          Ist ja auch ok, man entwickelt sich ja auch und damit können sich auch Einstellungen ändern.

          Das Thema ist jetzt auf dem Tisch und er hat da anscheinend andere Bedürfnisse als ich.
          Er hatte wohl gehofft dass ich das Bedürfnis nach einer gemeinsamen Wohnung entwickeln würde, wenn wir länger zusammen sind.
          Wie leben auch keine monogame Partnerschaft.

          Darin waren wir uns einig.
          Und daher finde ich getrennte Wohnungen einfach praktisch und sinnvoll da ich jederzeit jemanden mit nach Hause nehmen kann.
          Jetzt wo meine Kinder groß sind, wird das wieder einfacher und das finde ich auch gut so.

          • "Wie leben auch keine monogame Partnerschaft.

            Darin waren wir uns einig.
            Und daher finde ich getrennte Wohnungen einfach praktisch und sinnvoll da ich jederzeit jemanden mit nach Hause nehmen kann.
            Jetzt wo meine Kinder groß sind, wird das wieder einfacher und das finde ich auch gut so. "

            o.k., jeder wie er will

            geht er auch mit anderen Frauen ins Bett?

            • Davon gehe ich aus.

              Er muss mir daß doch nicht erzählen.

              Und eine offene Beziehung funktioniert nur wenn beide so leben möchten.

              Daher finde ich deine Frage komisch.

              Habe ich mich vielleicht unverständlich ausgedrückt als ich schrieb dass wir!!! nicht monogam leben und ins da einig sind?

          (12) 14.05.16 - 15:24
          Aussen Hui Innen Pfui

          WER WILL EINE SOLCHE MUTTER

          • (13) 14.05.16 - 21:39

            *WER WILL EINE SOLCHE MUTTER *

            Das muss wieder von einer Userin kommen, die nur das normale gesellschaftliche Leben kennt und das als das wahre Leben ansieht.

            *WER WILL EINE SOLCHE MUTTER *
            Ich habe z.B. eine solche Mutter als Partnerin. Wir leben auch in getrennten Wohnungen und haben uns von Anfang an gesagt, dass wir unsere Beziehung nicht monogam führen. Ich liebe diese Frau und sie mich. Wir haben tolle gemeinsame Zeiten. Sie will aber ihr Kind alleine erziehen und daher werden wir nicht zusammen ziehen. Ein wenig Spaß mit Anderen haben wir uns immer gegenseitig erlaubt. Diese Freiheiten genießen wir und unsere Beziehung funktioniert besser als jede monogame Beziehung, die ich vorher geführt habe. Diese waren von Eifersucht, Einengungen und Kontrollen geprägt. Den Frauen ging es immer nur um Sicherheit.

            Ich war mit meiner jetzigen Partnerin einfach mutig, einen anderen Weg zu gehen, der zwar gesellschaftlich nicht so anerkannt ist, aber ich sche... auf das gesellschaftliche "so muss man leben".

    Hallo narcotica,
    man kann sicher nicht alle Menschen über einen Kamm scheren.
    Ich habe dreißig Jahre mit meiner Partnerin zusammen gelebt. Bin jetzt seit zig Jahren alleine und würde das nie wieder aufgeben.
    Ich bin wohl der Typ, der ab und zu mal Luft holen muß, ohne mit jemandem zu sprechen oder jemanden zu sehen. Wobei das zwischen zwei Menschen noch einfacher ist, als mit Kindern.
    Wenn Du zusammen lebst, wird der Partner zwangsweise mehr Einfluß auf Deine Kinder nehmen. Bei meinen Kindern wollte ich das nicht. Darin liegt oft der Anfang von Streit und unangenehmen Auseinandersetzungen.
    Das muß garnichts Großes sein. Da genügt das berühmte Haar im Waschbecken oder die zu lange Badbenutzung.
    Ich würde nie mehr meine Freiheit aufgeben, aber natürlich ist jeder Mensch anders.
    Gruß Bernd

    • Danke für deine Antwort.

      Meine Kinder sind schon erwachsen bzw. fast.
      Nur die Jüngste wohnt noch bei mir.
      Als die Kinder jünger waren und noch bei mir gelebt haben hätte ich mit einem Mann genau aus den von dir genannten Gründen nicht zusammen leben wollen.
      Er ist nicht der Vater , sondern mein Partnerschaft und meine Kinder sind meine Sache.
      Von wie auch immer gearteten Patchwork Konstellationen halte ich gar nichts

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