und jetzt?

    • (1) 14.05.16 - 13:38
      grgrgr

      Hallo,
      mein Mann ist verbal agressiv,ungeduldig und grob mit unserem Kind. Zudem hat er mir mit Schlägen gedroht.
      Nun will ich gehen.
      Das kann er nicht verstehen. War alles nicht so gemeint.

      Er meint,ich soll gehn, Kind bleibt bei ihm.
      Also bleib ich, damit ich beim Kind bin?
      Oder wie oder was?

      Danke

      Grgrgr

      • Lass Dich beraten, hier kann Dir bestimmt noch gesagt werden, an wen Du dich wenden kannst, spontan habe ich www.hilfetelefon.de gegoogelt.

        Solange Du noch da bist, würde ich mir nichts anmerken lassen, aber unbemerkt von ihm meinen Auszug so voran treiben, dass er Hand und Fuß hat und auch euer Kind sicher ist.

        Willst du mit dem Mann zusammen bleiben, bis euer Kind volljährig ist?

        Wenn nicht, dann erkundige dich beim Jugendamt und erzähl dort, warum du dich trennen willst und auf jeden Fall das Kind mitnehmen willst. Dann weiß das Jugendamt erstmal Bescheid.
        Als nächstes suchst du dir einen guten Rechtsanwalt.
        Außerdem würde ich alle wichtigen Unterlagen kopieren und aus dem Haus schaffen.

        Droht er dir noch einmal Schläge an, dann geh ins Frauenhaus. Erkundige dich vorher, wo es ist und packe wichtige Sachen zusammen.

        Falls er dich schlagen solltest, geh zum Arzt und lass es dokumentieren.

        (4) 15.05.16 - 20:51

        Das Kind bleibt auf keinen Fall bei ihm. Ich war vorJahren auch in der Situation: Er sagte mir, er würde dafür sorgen, dass ich mein Kind niewiedersehe, weil ich doch "psychisch krank" wäre (nachdem er mich jahrelang gequält, geschlagen, misshandelt und vergewaltigt hat, war ich sehr verunsichert, hatte kein Selbstbewusstsein mehr und eine leichte Depression - allerdings nur WEGEN seiner andauernden Misshandlungen) - ich könne mein Kind nur weiterhin sehen, wenn ich bei ihm bliebe, ansonsten würde er mich in die Klapse bringen lassen. Zum Glück bin ich irgendwann einfach in Nacht und Nebel mit Kind abgehauen, er hatte zuvor angekündigt, mich umzubringen und hätte es wahrscheinlich auch gemacht. Ich bin Froh, dass ich mein Kind in Sicherheit gebracht habe und ich bereue es, dass mein Kind so lange mit so einem Vater leben musste, weil er dadurch auch jetzt noch viele diffuse Ängste hat, die in großen Teilen vermutlich daher rühren, dass er als Kleinstkind existentielle Ängste erleben musste, sehen musste, wie seine Mutter durchs halbe Haus geprügelt wird und wie ich selbst in ständiger Todesangst lebte - das hätte ich ihm ersparen können, wenn ich eher gegangen wäre.

        Wende dich an ein Frauenhaus in deiner Nähe - das Wohnen dort ist kein Luxushotel, aber die Mitarbeiter helfen dir unheimlich bei den Terminen am Jugendamt, vor Gericht und bei der Frage, wie du dich und dein Kind am Besten vor Übergriffen durch den Vater schützen kannst. Natürlich kannst du auch ohne Frauenhaus fliegen - aber tatsächlich hilft es gerade in einer Situation, inder man eingeschüchtert und unsicher ist enorm, eine ruhige, verlässliche Person an seiner Seite zu wissen, die einen berät und auch wirklich weiß, was in so einer Extremsituation das sinnvollste ist.

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