Ehe kurz vorm aus!

    • (1) 21.05.16 - 05:45

      Hallo,

      Ich brauche euren Rat .

      Mein Mann und ich haben vor 2 Monaten einen Sohn bekommen.

      Mein Mann war in der Schwangerschaft liebevoll und rücksichtsvoll.

      Seit der kurze auf der Welt ist, ist alles anders !

      Ich habe mich nach nem Kaiserschnitt nach vier Tagen entlassen lassen weil ich einfach bei meinem Mann sein wollte.

      Nun kam ich also aus dem Krankenhaus und man meint ich müsste mich schonen.

      Nichts da... Mein Mann hat in der Wohnung eine Bombe platzen lassen... Die Wohnung War Chaos pur.

      Da ich so nicht entspannen kann habe ich direkt aufgeräumt, was ein Fehler war mir ging es dennoch noch nich so gut.

      6 Wochen später hat man bei mir eine 4 etagen thrombose mit Lungenembuli diagnostiziert(noch mal Glück gehabt, habe nichts davon gemerkt bis auf die schmerzen im Bein ) heißt jetzt mal piano machen und alles mit der Ruhe.
      Nach einem 5 tägigen Aufenthalt im Krankenhaus kam ich heim und wäre am liebsten wieder gefahren.

      Also habe ich wieder die wohnung aufgeräumt!
      Trotz das ich eigentlich noch bettruhe einhalten sollte.

      2 Wochen danach hat man gemerkt das meine blutwerte extrem im Keller waren weil ich ein extreme Blutarmut habe.

      So und nun kommt der Hammer!

      Ich meine ich konnte mir ja jetzt endlich erklären warum es mir nicht gut ging und ich immer so müde und ko war.

      Aber mein mann der eine 35 Stunden Woche hat ...
      Gönnt mir die ruhr nicht....
      Ich muss 24 Stunden am Stück 7 Tage die Woche fürs Baby da sein an sich auch kein Problem aber ich merke ich kann nicht mehr!!!
      Ich würde gerne am Wochenende ausschlafen bzw nicht auf stehen müssen!!
      Und muss darum quasi betteln :, (

      Weil er immer damit ankommt ich würde auch gerne mal ausschlafen!

      Meiner Meinung nach eine Frechheit weil in der Woche wird er zwar mit wach macht aber an sich nichts Nachts!
      Weil er ja auch arbeiten muss!

      Selbst wenn er heim kommt kommt es vor das er gerade mal eine Flasche gibt und einmal Windeln wechselt und dann das Kind mir gibt wieder!!

      Und dann bekomm ich noch von ihm zuhören...

      Hast ja wieder nichts im Haushalt geschafft!!
      Und ich wäre nur noch zickig...

      Mich macht das wütend und aus der liebe weswegen wir geheiratet hatten vor ein paar Monaten entwickelt sich wut!
      Ich sehe meine Ehe den bach runter gehen.
      Wenn sich nichts ändert ;(

      Wie würdet ihr versuchen die ehe zureden??

      Vielen Dank für die Antworten

      Lieben Gruß

      Sahneschnitte1991

      • Die Zeit direkt nach der Geburt ist oft die schwierigste, weil sich vieles erst einspielen muss. Damit, dass du trotz verordneter Bettruhe aufgeräumt hast, hast du den ersten Schritt in die falsche Richtung getan und ihm signalisiert, dass der Rat deines Arztes nicht ernstgenommen werden muss, sondern du trotzdem voll "arbeitsfähig" bist. Die Folgen davon, hast du jetzt.

        Was du tun kannst? Mit ihm sprechen. Ernst und ehrlich. Im Zweifelsfall unter zuhilfesnahme einer neutralen dritten Person (z.B. dem Arzt, der dir die Bettruhe verordnet hat - indem du deinen Mann zum nächsten Untersuchungstermin mitnimmst und das Thema "wie schonen, wenn..." ansprichst).
        Und was ich wichtiger finde: LERNE, deine GRENZEN in Zukunft besser zu achten. Du hilfst niemanden, wenn du deine eigenen Bedürfnisse missachtest und deine Gesundheit aufs Spiel setzt, nur damits nicht so unordentlich ist #contra#nanana

        Dein Mann wird zunächst in seine Rolle hineinwachsen müssen - das kann er aber nur dann, wenn dafür eine Notwendigkeit besteht - und die tuts nicht, solang du im Zweifelsfall doch alles selbst machst, weil du nie gelernt hast "auszuhalten". Sollte sich dann heraustellen, dass dein Mann tatsächlich nicht in der Lage ist, mit seiner neuen Vaterrolle und auch der Tatrsache, dass du nun mehrUnterstützung brauchst, umzugehen, könnt ihr euch immer noch professionelle Hilfe bei einer Paar- oder Familienberatung holen und / oder über Trennung nachdenken.

        Hallo!

        Ich hatte 2006 eine 4 Etagen Thrombose, an der ich fast gestorben wäre und habe im März wieder eine Thrombose gehabt. Bin in der 19. SSW und habe ein behindertes und ein gesundes Kind zu Hause. Ich weiß also, was du gerade durchmachst. Allerdings ist mir die Lungenembolie erspart geblieben.

        Bei uns gab es im März und auch noch im April richtig Ärger, weil mein Mann nicht aufgeräumt hat wie ich wollte. Ich war allerdings nicht so dämlich (sorry) und habe es nicht selbst gemacht, sondern habe dann eher gestritten. Es ist echt heftig gefährlich mit frischer Thrombose Haushalt usw. zu machen. Stelle das direkt ein! Ja, in den Wochen habe ich unsere Ehe auch angezweifelt, obwohl wir schon so viele Hochs und Tiefs hatte. Die Situation ist eine Ausnahmesituation. Die Thrombose und Lungenembolie sind lebensbedrohlich. Ein Kind bringt riesige Veränderungen. Das ist völlig normal.

        Auch habe ich noch nie von einem Mann gehört, der neben Arbeit auch noch 1000% zu Hause geben kann. Mir wurde mehrmals gesagt, dass ich eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse bekommen kann und wenn ich diese Hilfe nicht annehme, ich selbst Schuld bin... Ja, ich habe 2 Wochen gebraucht bis ich eingesehen habe, dass ich eben nicht kann und jeder mal in eine solche Situation kommen kann. Ich habe eingesehen, dass mein Mann eben nicht ich ist und nicht alles so machen und managen kann wie ich und ja, ich habe die Haushaltshilfe angenommen. Das nervt gelegentlich gewaltig, weil man eben immer jemanden im Dunstkreis hat und man nicht für sich ist, aber seitdem gab es keinen Streit mehr mit meinem Mann und alles ist wieder so wie vorher zwischen uns und alle zufrieden. Klar, es gibt mal Knartsch. Aber das gibt es ja in jeder Ehe. Und das auch definitiv nach einer Geburt. Da ordnet man sich neu und muss erst seine neue Rolle finden. Vor allem beim ersten Kind.

        Vielleicht solltest du dich auch um eine Haushaltshilfe bemühen? Dann wäre der Haushalt schon mal gesichert oder zumindest halbwegs, je nachdem wie gut die Haushaltshilfe ist. In deiner Situation steht dir eine über die Krankenkasse zu.

        Dann rede mit deinem Mann offen darüber, wie du dich fühlst. Er wird ganz sicher auch überfordert sein. Er hätte seine Frau an der Lungenembolie verlieren können. Denn dies ist Todesursache Nr. 1 bei Schwangeren und im Wochenbett. Das kann ein heftiges Trauma bei ihm aufgerissen haben. Oder aber es ist andersherum und er ist sich der Gefahr nicht bewusst!

        Ich dachte, dass mein Mann beispielsweise wüsste, was Thrombose heißt. Denn ich hatte ja schon eine und die ersten beiden SS waren immer mit reichlich Risiko verbunden. Aber erst im März hat er verstanden, was das wirklich heißt. Von "Hach, morgen kannst du ja wieder" ging es in "omg, ich hätte dich verlieren können" über. Er ist heftig bemüht. Kümmert sich ohne Mucken um unsere Großen und achtete sehr auf mich. Ist momentan aber zu Hause und geht nicht arbeiten (das fängt jetzt erst bald wieder an) und schafft den Haushalt ohne Hilfe auch nicht.

        Vergesse nicht, dass du gerade in einer heftigen Situation bist. Man reagiert anders in solchen Lebenssituationen. Als ich 2006 die 4 Etagen Thrombose hatte, habe ich auch echt extrem reagiert. Ich wollte die Schule abbrechen, auswandern, habe sämtliche Freundschaften in Frage gestellt (und leider auch viele davon verloren)...

        Und so war es auch diesmal. Eine heftige Situation, die mich wieder voll aus der Kurve geworfen hat. Das bekam mein Mann ab. Also wäre mein Tipp, dass du akzeptieren musst, dass du momentan nicht so kannst wie du willst (ich weiß, dass das mega scheiße ist. Ich habe im März den selben Tipp hier im SS Forum erhalten und war wirklich sauer. Aber am Ende hatten die anderen Frauen recht), dir Hilfe in Form einer Haushaltshilfe besorgst und dann kommst du auch zur Ruhe und kannst wieder klar denken...

        Vielleicht wäre der Club auch was für dich?

        http://www.urbia.de/club/leben+mit+thrombose+und+bzw+oder+thrombophilie

        Gute Besserung und liebe Grüße,
        Ninly

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