trennen oder nicht

    • (1) 22.05.16 - 10:38

      Hallo ihr Lieben

      Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht mehr was ich tun soll, darum wende ich mich an euch, vielleicht habt ihr als aussenstehende ein paar Ratschläge für mich

      Mein Mann und ich sind seit 13 Jahren zusammen und seit 2 Jahren verheiratet, und haben 3 kinder.

      Aber seit einiger Zeit bin ich einfach nicht mehr glücklich. Angefangen hat alles als er seinen Alkoholkonsum extrem erhöhte.

      Um ehrlich zu sein habe ich am Anfang meine Augen verschlossen wie extrem das geworden ist, da er "nur" abends bis in die nacht hinein getrunken hat funktionierte das anfänglich auch, aber irgendwann kam einfach der Punkt an dem mir klar geworden ist das ich so ein leben nie führen wollte und auch immer noch nicht will.

      Zum Beispiel hatten die Kinder und ich mal eine magen Darm Grippe, nur er ist davon verschont geblieben. Ich hatte mich irgendwie durch den Tag geschleppt mit dem Gedanken wenn er heute abend von der Arbeit kommt kann er sich ja um die Kinder kümmern. Abends hat er sich dann total betrunken so das ich mich auch nachts um die Kinder gekümmert habe, da er dazu nicht mehr fähig war. Und leider war das auch kein einzelfall. Er hat irgendwann fast täglich zu viel getrunken und wenn ich mit ihm darüber sprechen wollte das dass so nicht geht meinte er immer nur das ich total übertreiben würde und er kein alkoholproblem habe, es würde ihm eben beim einschlafen helfen. Wenn ich daraufhin gesagt habe das ein Mensch der kein alkoholproblem hat keinen Alkohol zum einschlafen braucht ist er sauer geworden und hat davon angefangen das ich dafür Verständnis haben müsse schliesslich hat er eine schlimme Kindheit gehabt. (Er ist mit 11 Jahren ins Heim gekommen weil seiner Mutter ihr damaliger Mann wichtiger war als die kinder).

      Ich habe so oft versucht mit ihm über unsere Probleme zu sprechen aber er hat immer nur abgeblockt und dann versucht das Thema zu wechseln, wenn ich hartnäckig geblieben bin gab es riesengrossen Streit weil ich angeblich Streit suchen würde.

      Irgendwann habe ich aufgegeben da es ja doch nix bringt, er sieht nicht das es den Kindern und mir nicht gut geht, und das er ein Problem hat. Schon seit einer ganzen weile findet bei uns auch kein richtiges Familienleben mehr statt. Ich kümmere mich um kinder, Haushalt, Einkäufe und auch Unternehmungen mache ich alleine mit den kindern. Ich mache das alles gerne weil ich meine Kinder liebe aber es wäre doch schön wenn er sich als Familienvater mal etwas mehr eingebracht hätte.

      Ich habe mich innerlich von ihm distanziert ohne es direkt zu merken. Irgendwann kamen Gedanken ob ich so für immer weiterleben will oder mich trennen sollte. Wieder versuchte ich mit ihm zu sprechen um unsere Beziehung vielleicht doch noch zu retten aber es endete genauso wie sonst auch, es kam kein Gespräch zustande.

      Schließlich war ich mir sicher das ich mich trennen will weil ich mir nicht sicher war ob ich ihn überhaupt noch liebe. An dem Tag an dem ich ihm das sagen wollte bekam ich das große heulen. Und war mir nicht mehr sicher ob eine Trennung das richtige ist weil ich Angst hatte das es doch ein Fehler ist.

      Ich beschloss zu versuchen mich ihm gegenüber nicht mehr so distanziert zu geben damit wir vielleicht doch mal über alles reden könnten und vielleicht doch noch eine Chance haben.

      Ich merkte an der Art wie er mit mir sprach oder mir in allem was ich sagte mir recht gab das er versuchte sich mühe zu geben.

      Nur den Wunsch nach einem Gespräch ùber unsere Probleme oder das er sich eingesteht das er ein alkoholproblem hat blieb nach wie vor unerfüllt, irgendwie schafft er es immer wieder sich diesen Gesprächen zu entziehen.

      Ich bin mir sicher das ein Teil von mir ihn noch liebt bzw. Den Mensch liebt der er früher war aber den Mensch der sich (fast)jeden Abend 1, 5 - 2 Flaschen wein oder sogar noch mehr Alkohol rein kippt und mit dem ich selbst über alltägliche Dinge nicht mehr reden kann den liebe ich glaube ich nicht mehr.

      Mich macht das ganze sehr traurig denn er war der Mensch mit dem ich zusammen alt werden wollte und der früher immer für mich da war egal welches Problem ich hatte. Und ich bin mir einfach nicht sicher was für die Kinder und für mich das richtigeist.

      Sorry für den langen Text, ich habe dienproblematik nur grob beschrieben dami es kein halber roman wird und totudem iat es einer geworden; )und danke fürs Lesen.

      LG

      • Ohh man du tust mir echt leid, aber ich denke wirklich das du alles getan hast was du tun kannst, du solltest dich jetzt nicht mehr um ihn bemühen sondern an dich und die Kinder denken , die bekommen nämlich mehr mir als man sich vorstellen kann .
        Ziehe einen Schlussstrich denn anders wird es so nicht werden außer das du und die kids noch mehr leiden und schade davon tragen werden.

        Du rutscht in eine Co. Abhängigkeit rein.
        Ich würde ihm bevor er anfängt zu trinken klipp und klar sagen , wenn er jetzt die Flasche Ansätzt seit ihr weg!

        Du willst ihm helfen aber das geht nur wenn er endlich einsieht ein Problem zu haben , sollte er sich nicht darauf einlassen und weiter saufen, dann schmeiss entweder ihn raus o. Geh mit den kids. Viele brauchen diesen Schlussstrich des Partners um aufzuwachen , du kannst ihm nur helfen wenn er es selbst einsieht ...vorher ist hoffen und Malz verloren.

        Ich wünsche dir alles gute!

        Hallo.

        >>> An dem Tag an dem ich ihm das sagen wollte bekam ich das große heulen. Und war mir nicht mehr sicher ob eine Trennung das richtige ist weil ich Angst hatte das es doch ein Fehler ist. <<<

        Tja, da hast Du leider eine große Chance vertan. Aber es ist ja nicht zu spät, noch eine weitere Chance zu ergreifen und dafür zu sorgen, dass die Kinder NICHT in einem Alkoholiker-Haushalt mit einer co-abhängigen Mutter aufwachsen (um es deutlich zu sagen, was Frauen wie Du machen oder was für ein Scheißleben sie an der Seite von solchen Typen führen, ist mir völlig egal, aber hier sind Kinder im Spiel) ...

        >>> oder mir in allem was ich sagte mir recht gab das er versuchte sich mühe zu geben. <<<

        Echt jetzt ... so billig lässt Du Dich einlullen, weil Du unbedingt an die Idee einer Happy Familiy, die es bei Euch nicht gibt und auch nicht in absehbarer Zeit geben wird, glauben willst.

        Ich hoffe für Deine Kinder, dass Du endlich das Richtige tust ... und schlussendlich auch für Dich selbst ... in 2. Linie ...

        LG

        (4) 22.05.16 - 15:07

        Respekt, dass du das so lange ausgehalten hast. Wie alt sind deine Kinder? Wie verändert sich dein Mann, wenn er betrunken ist? Hilfst du sein Alkoholproblem zu verheimlichen?

        Ich bin selbst mit Alkoholiker-Eltern groß geworden, möchte da garnicht ins Detail gehen. Aber eine schlimme Kindheit muss nicht zu einem schlechten Leben werden. Heute habe ich ein richtiges Bilderbuch Leben und ich kann es manchmal selbst nicht glauben.
        Denke an deine Kinder. Sollen sie mit so einem Menschen groß werden? Was wenn sie ihn zum Vorbild nehmen? Was wenn sie in die Co-Abhängigkeit rutschen? Ihren Vater schützen? Sich in der Schule und vor Freunden schämen? ...
        Du musst ihn nicht gleich verlassen, aber er MUSS eine Therapie machen. Aus meiner Erfahrung muss ein Alkoholiker leider erst alles verlieren bevor er oder sie sein Problem erkennt. Solange Co-Abhängige ihn schützen und stützen gibt es kein Problem.

        Viel Erfolg!

      • Mein Vater betreut alkoholkranke Menschen und ich bin damit groß geworden.

        Es hilft nichts! Schmeiß ihn raus! Du hilfst deinem Mann nur, wenn du klar deine Grenze ziehst. Du bist bereits co-abhängig. Du übernimmst alle Aufgaben und deckst ihn.
        Hör auf zu reden und tu endlich was. Das muss nicht das Ende eurer Ehe sein! Es kann eine Chance sein! Dein Mann muss spüren, dass es dir Ernst ist. Viel Glück!

        Guten Morgen,

        das klingt nach einer verfahrenen Situation...

        Ich denke, du weisst schon selbst, dass die "beste Lösung" ein (vorläufiger) Schlussstrich sein wird, denn du hast erkannt, dass es ein Problem gibt.

        Da Alkoholismus eine Krankheit ist und keine Marotte, schafft es der Abhängige nicht immer alleine aus der Situation heraus, auch wenn er bestimmt selbst manchmal von der Entwicklung besorgt ist.

        Der Alkohol macht ihn zu keinem schlechten Menschen, es ist eine Sucht.

        Du kannst ihm erst helfen, wenn er selbst dazu bereit ist, vorher kannst du nur versuchen dich damit zu arrangieren.

        Es gibt Suchtberatung für Angehörige (Alanon), dort kannst du dich beraten lassen, dich austauschen und -organisiert- den Rückzug antreten.

        Viele Grüße und alles Gute!

      • Danke erstmal für eure antworten.

        In meinem Innern weiss ich glaube ich schon länger das ihr Recht habt.

        Ich werde mich von meinem Mann trennen.

        Unsere kinder sind 11, 8 und knapp 2 jahre alt. Mir ist natürlich klar das die Kinder das er zu viel trinkt auch mitbekommen, und das will ich schon alleine für die Kinder nicht mehr. Er ist unter Alkohol Einfluss sehr streitsüchtig, uns macht mir wegen allem was nicht so läuft wie er es gerne hätte Vorwürfe. Deswegen habe ich mir angewöhnt wenn er anfängt zu trinken früher schlafen zu gehen, da im betrunkenen Zustand sowieso nicht mit ihm zu reden ist. Natürlich ist mir klar, das ich damit in gewisser Weise weglaufe vor den Problemen.

        Ich hatte, zumindest bis gestern immer vor meinem inneren Auge gesehen wie es früher bei uns war und vielleicht habe ich auch einen tritt in den allerwertesten einfach mal gebraucht.

        Und den habe ich gestern von ihm selbst in gewisser Hinsicht auch bekommen. Denn gestern wurde meine Tochter von einem Auto angefahren, sie hatte Gott sei dank einen riesengroßen Schutzengel denn bis auf einen gehörigen Schreck ist ihr nichts passiert. Von ihm habe ich obwohl er nüchtern war aber kein bisschen Trost bekommen. Meine beste Freundin und meine Schwester waren diejenigen die für mich da waren, und da ist mir noch einmal so richtig klar geworden das ich zumindest fürs erste die Beziehung beenden muss.

        Lg

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