Vater in Elternzeit

    • (1) 24.05.16 - 20:16
      Uneinigkeit

      Hallo,
      Meine Tochter bekommt bald ihr 2. Kind.
      Sie möchte wie beim ersten Kind auch, nach 8 Wochen wieder Vollzeit arbeiten, während ihr Mann 12 Monate Elternzeit nimmt, wohl nach drei Monaten wieder Teilzeit im Homeoffice arbeitet.

      Ich finde das schade für meine Tochter und das Baby.
      Sie verpasst ja viel, da sie einen zeitlich anspruchsvollen Job hat und vom Stillen hält sie auch nichts.
      Anscheinend kann ich da aber nichts machen weil sie und ihr Mann sich einig sind , und auch ziemlich zufrieden mit ihrem Modell sind.

      Wenn ich dann die Mütter mit ihren Kleinen im Schwimmbad sehe oder beim Einkaufen oder im Fitnesscenter, dann denke ich, meine Tochter ist die einzige, die das nicht so macht.
      Was stimmt nicht mit ihr dass sie nicht mal 1 Jahr beim Kind bleibt?

      Fairer weiße muss ich allerdings dazu sagen dass ich immer gefördert habe dass sie Abitur macht und studiert.

      Aber jetzt sehe ich erst die" Nachteile ": sie ist natürlich ehrgeizig und hat auch schon viel geleistet, aber die Muttergefühle scheinen dabei verkümmert zu sein.
      Vielleicht sehe ich das auch zu eng.
      Wie seht ihr das?

      • Hallo!

        Warum denkst Du denn, dass sie keine Muttergefühle hat? Nur weil sie arbeitet? Sie sieht ihr Kind ja abends und am Wochenende, wie es in anderen Ehen der Vater hat - der seine Kinder ja auch liebt.

        Nur weil eine Frau Elternzeit hat heißt das auch noch lange nicht, dass es mit dem Stillen klappt. Manchmal klappt es, manchmal nicht, und manche Frauen wollen auch gar nicht Stillen.

        Das Kind ist ja bei keinem Wildfremden Menschen, sondern beim eigenen Vater, das ist doch nicht schlimm.

        Wenn sich beide Eltern einig sind, eine gute Betreuung organisiert haben und das Kind insgesamt nicht zu kurz kommt ist das schon absolut ok so! :-)

        Übrigens: warum muss sich solche Fragen und schiefe Blicke kein Mann gefallen lassen?

        LG

        Wo ist hier ernsthaft das Problem?

        Ela

        • (5) 24.05.16 - 20:42

          Ich finde das nicht " normal "
          Und sehe meine Tochter irgendwie mit anderen Augen.

          Ich bin ein Stück weit enttäuscht, dass sie so egoistisch ist.

          Natürlich war sie immer schon taff, selbstbewusst und zielstrebig.

          Als typische" Mutti", hab ich die nie gesehen.

          Die ist nicht gerade das was ich warmherzig nennen würde, sie hatte schon immer mehr " männliche" Eigenschaften.

          Hat als Kind mit Autos gespielt und war auch viel mit Jungs unterwegs.

          Sie konnte dich immer gut durchsetzen und ist halt eher der" Karrieretyp"
          Das passt abermals eher zu einem Mann.
          Mir fehlt die weibliche Seite etwas, das Weiche, Fürsorgliche.

          • Hi Uneinigikeit!

            Also unnormal finde ich es gar nicht. Von der Entwicklung der Zeit her war es früher halt nicht so und schon gar nicht selbstverständlich. Heute ist es einfach so das auch die Männer mehr ran müssen und stellenweise wollen. Schließlich haben sie das Kind ja mit entstehen lassen und somit sollen sie hier ruhig in die Pflicht genommen werden. Wieso soll die Frau alles alleine machen. Aber wie gesagt für die heutige Zeit ist das völlig normal das es eben auch mal so läuft. Für deine Zeit war das halt nicht so. Hast du das Gefühl die beiden sind deswegen nicht glücklich? Wenn sie es sind dann akzeptiere das es manche eben heute anders machen als früher.

            Egoistisch darf sie bis zu einem gewissen Grad doch auch ruhig sein wie ich finde. Wieso auch nicht? Soll eine Mutter sich komplett aufgeben? Sie hat schließlich auch als Mutter weiterhin Bedürfnisse! Die sollte man nicht vergessen. Und hier geht eben nicht der Vater arbeiten sondern die die Mutter. Somit sind die Rollen lediglich vertauscht. Wer fragt den sonst die Väter wieso sie so wenig Zeit mit dem Nachwuchs haben und ob sie das immer wollen. Sie machen das Kind aber sind immer außen vor wenns um Pflichten geht, das kann es an sich nicht sein.

            Kann es vielleicht auch sein das du „neidisch“ bist weil sie mehr Wahl hat als du früher? Glaubst du das sie sich weniger ums Kind kümmert oder er ihr weniger bedeutet nur weil sie diejenige ist die arbeiten geht?
            Ach na ja und nur weil sie mit Jungs mehr spielte und Autos und so weiter heißt das nicht gleich das sie männlicher ist. Ich finde es gut.

            Ich denke schon das sie auch eine weibliche und weiche Seite hat. Nur jeder Mensch ist anders. Vielleicht, will dir damit aber nichts böses, wirkst du auf manche auch kälter als du wirklich bist. Du bist eben einfach du. Und jeder Mensch hat Eigenarten.

            Ela

            >> Ich bin ein Stück weit enttäuscht, dass sie so egoistisch ist. <<

            Warum ist in der heutigen Zeit noch immer eine Mutter, die ihre beruflichen Ziele nach der Geburt weiter verfolgt "egoistisch" - der Mann hingegen ist nie egoistisch, sondern der Ernährer der Familie??? #klatsch

            Du siehst deine Tochter mit anderen Augen nur weil sie ihr Leben anders ausgerichtet hat als du es dir vorstellst?
            Du merkst aber schon, dass es dir weder um dein Enkelkind noch um deiner Tochter sondern nur um dich geht?
            Du hast eine Vorstellung wie es sein sollte und dem haben sich dann deine Tochter und dein Schwiegersohn anzupassen.
            Ich glaube nicht, dass deine Tochter hier die Egoistin ist.
            Das bist ganz und alleine du.
            Du hast eine Tochter die:
            1. erfolgreich Schule und Studium beendet hat
            2. anscheinend eine stabile und glückliche Partnerschaft führt
            3. mit ihrem Partner ein Betreuungskonzept gefunden hat was zu den Bedürfnissen IHRER kleinen Familie passt
            4. mit diesem Partner zwei Kinder in diese Welt gesetzt hat die 24 h/Tag mit einem Elternteil und einem Geschwisterchen verbringen können (morgens/vielleicht auch nachmittags/ abends/nachts und am Wochenende ist Mama ja auch da)
            Das ist für dich egoistisch???????

            Zu deiner Einteilung in männliche und weibliche Eigenschaften...das ist der größte Blödsinn.
            Männer die Karriere machen sind taff und Frauen die zu Hause mit drei Kindern sitzen, den Haushalt stemmen und eventuell noch die Großeltern versorgen sind nicht taff?

            Ach übrigens:
            zu der weiblichen. weichen Fürsorge die du so vermisst, du weißt schon, dass Müttern nicht seltener die Hand ausrutscht als Männern?
            Gerade wenn es um Alltagsgewalt bei Kindern geht sind es häufig die Frauen....auch die die zu Hause beim Nachwuchs sitzen.
            Aber die sind dann ja wahrscheinlich weiblich und fürsorglich#augen

            Überleg vielleicht mal ob DU deiner Tochter gerecht wirst

      Ich weiß jetzt echt nicht...solche Fragen in " schwarz" und teils provokant....liest sich immer nach Meike & Co.

    Ich könnte früh arbeiten gehen, wenn ich mein Kind in guten Händen weiß. Vielleicht geht es ihr ähnlich?

    Wie stehst du zu deinem Schwiegersohn?

    Stillen und arbeiten schließen sich nicht zwangsläufig aus. Aber sie wird andere Prioritäten haben.

    Letztlich würde ich mir keine Geanken machen, wenn die Familie so glücklich ist.

    LG

    Was bist Du denn für eine entsetzliche Mutter?

    Kannst Du Deine Tochter nicht so annehmen und lieben wie sie ist? Musst Du sie unbedingt als "Weibchen" mädchenhaft, zurückhaltend als Hausfrau sehen? Kann sie nicht im Beruf stehen wie jeder Mann?

    Sie hat sich für Kinder entschieden, aber auch ganz ohne Kinder wäre sie alle Mütterliche Liebe von DIR wert.

    Ich denke, da fehlt eher ganz viel Liebe bei DIR!

    >>>Anscheinend kann ich da aber nichts machen<<<

    Und das ist auch gut so, es geht dich nämlich nichts an.

    >>>Wie seht ihr das?<<<

    Entweder bist du ein Fake oder gedanklich nicht ganz sauber.

    "..Was stimmt nicht mit ihr dass sie nicht mal 1 Jahr beim Kind bleibt?.."

    Ist das dein ernst? #augen

    Mit deiner Tochter ist wohl alles in Ordnung und wenn sie mit ihrem Mann die optimale Lösung gefunden hat, dann ist das doch super. Es ist ihr Lebensmodell und auch wenn es nicht deinen Vorstellungen entspricht solltest du das akzeptieren. Es geht dich auch einfach nichts an und deswegen ihre Muttergefühle in frage zu stellen finde ich echt unmöglich.

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