schlechtes gewissen

    • (1) 31.05.16 - 19:10
      schwarzaaaaaaaaaaaaa

      Hallo, Ich bin seit acht Jahren allein erziehend. Hatte einen Beziehungsversuch der scheiterte, da der Mann nicht mit meinem Kind klar kam. Außer einer Nachbarin habe ich vor meinem Kind keine engen sozialen Kontakte. Damit mein Kind überhaupt eine männliche Bezugsperson hat, habe ich vor einem Jahr einen Paten über eine Organisation installiert, der ein Mal die Woche was mit ihm macht. Da mein Kind einerseits Unbehagen gegenüber Männern hat, sich andererseits nach einer Vaterfigur sehnt, habe ich in unserem neuen Leben ( Frauenhaus als er Säugling war und Neuanfang in neuem Bundesland) bis auf diesen einen Versuch keine Männer in unseren Alltag integriert. Nun hatte Ich gestern Abend Besuch. Habe das meinem Sohn vorher gesagt, damit er nicht erschrickt wenn er wach wird. Er fand es nicht gut. Normalerweise gehe ich immer zeitgleich ins Bett. Er war auch noch wach, als der Besuch kam, mit dem ich mich in die Küche setzte. Ab und zu rief er mich weil er mir was sagen wollte. Bin auch immer hin und auf ihn eingegangen bis er irgendwann eingeschlafen ist. Im Laufe des Abends hatten mein Bekannter und ich Sex. Es tat mir gut mich mal wieder als Frau zu fühlen. Er ist dann in der Nacht noch gegangen Und morgens war Ich wieder in der Mamarolle. ABER HEUTE habe ich voll das schlechte Gewissen. Ich fühle mich, als hätte ich was Verbotenes getan, als hätte ich mein Kind hintergangen, als wäre ich eine Schlampe. Dennoch sehne ich mich nach mehr solcher Abende. Wie seht ihr das? Wie machen andere allein erziehende das?

      • Ohjemine... das klingt ein bisschen ungesund. Versteh mich nicht falsch: Ich finde es richtig, bei der Partnerwahl dem Wohl der bereits vorhandenen Kinder den höchsten Stellenwert einzuräumen - habe ich auch so gemacht. Aaaaber: Es ist völlig normal, dass ein kleiner Einzelprinz (so einen hatte ich auch daheim) seine Mama nicht kampflos teilen will. EIn schlechtes Gewissen hindert dich daran, die Fakten zu betrachten und damit letztlich dein Bedürfnis nach einem Mann sowie das Bedürfnis deines Kindes nach einem guten(!) Vater zu erfüllen. Deshalb solltest du das (vermutlich unbegründete) schlechte Gewissen beiseite schieben und stattdessen kucken, was neutral und sachlich betrachtet wirklich gut tut/schadet. Klar: Am anfang ist immer schwer. Sogar wenn das Kind den "Neuen" mag (wir hatten das Glück), wird es darunter leiden, nicht mehr 1000% Aufmerksamkeit zu bekommen - und dem auch auf manchmal ungerechte Weise Luft machen. Hier musst du Erwachsen handeln. Wenns dir hilft, dann gibt es Stellen, die dich darin unterstützen können, den Unterschied zwischen einer gefährlichen Symbiose (die letztlich auch dein Kind belastet, weil es in die Partnerrolle gedrängt wird, statt einfach Kind zu sein) und einer guten Mutter-Kind-Beziehung zu unterschieden - Beispielsweise eine Erziehungsberatung, eine Sozialpädagogische Familienhilfe oder im Härtefall einen Kinderpsychologen (hier musst du aber Spreu vom Weizen trennen ;-)).

        • (3) 31.05.16 - 19:23

          Ich vergaß: Auch als Mama DARFST du Bedürfnisse haben und du MUSST sie manchmal ausleben dürfen, um eine GUTE und zufriedene Mama sein zu können. Und dein Kind ist (wenn ich das richitg verstanden habe) schon 8 - da sollte es durchaus möglich sein, ihm verständlich zu machen, dass du auch eigene Bedürfnisse hast. Klar würd ich das dem Kind gegenüber nicht mit Sex begründen, aber beispielsweise Treffen mit Freundinnen, mal in Ruhe allein zum Sport gehen oder ähnliches OHNE dass das Kind dabei sein darf, kann man einem 8-jährigen durchaus erklären. ;-)

          (4) 31.05.16 - 19:46
          schwarzaaaaaaaaaaaaa

          Danke für Deine Antwort. Spfh bekomme ich nicht, da ich dafür laut Jugendamt zu kompetent bin, hatte mich da schon beraten lassen. Bin selber Erzieherin und hab Im Grunde wenn es nicht gerade um mich geht ein gutes Gefühl für zwischenmenschliche Probleme. Die Symbiose zwischen meinem Kind und mir ist sehr stark auf Grund der Vergangenheit. Aber als krank oder ungesund würde ich sie nicht so gern bezeichnen. Mein Kind ist Kind. Darauf achte Ich sehr. Mein Problem ist eher, was darf Ich, kann Ich, will Ich, ohne Das mein Kind Schaden nimmt.

          • Ich wollte dich nicht angreifen oder dir Erzieherische Inkompetenz unterstellen. Ich habe selbst eine heftge Missbrauchsbeziehung hinter mir - aus der ich einen wundervollen Sohn habe. Und ich bin Sozialpädagogin mit Schwerpunkt Kinder, war jahrelang aus persönlichen Gründen als Erzieherin tätig - dennoch ist der Übergang zwischen ungesunde Symbiose und gesunde Mutter-Kind-Beziehung schwimmend und war bei uns zeitweilig überschritten. Bei anderen kann man hier besser unterscheiden, ist neutral, fachlich, souverän. Beim eigenen Kind spielen so viele Gefühle mit - vom Schuldgefühl, dass man den "falschen" Vater gewählt hat, über die Angst, dass es ohne Vater aufwächst und dadurch einen Schaden nimmt, über das Gefühl, es nicht rehctzeitig/genug beschützt zu haben und und und. Da spielt so vieles rein, was man auf der professionellen Ebene einfach nicht hat. Und als Außenstehende mit professionellem Hintergrund muss ich dir leider ganz klar sagen: Wenn du Sorgen hast, dass die Erfüllung des Wunsches nach einer partnerschaftlichen Beziehung auf Erwachsenen Ebene dein Kind verstören oder gar ihm schaden könnte, dann ist die Grenze bei euch eindeutig überschritten. Aber: Das ist kein Vorwurf. Und das soll auch nicht heißen, dass du "gescheitert" bist. Das heißt nur, dass du ein Mensch bist und das beste für dein Kind willst und dabei Ängst überträgst und Projektionen stattfinden lässt. Das lässt sich nie vollständig einstellen. Aber besser wärs, wenn du das auflöst, im Zweifelsfall auch mit professioneller Hilfe, damit dein Kind "frei" aufwachsen kann. Ich sage dir das mit einem festen Drücker, weil ich weiß, wie eng die Grenze zwischen sehr enger Beziehung (haben wir immer noch) und ungesunder Symbiose (hatte sich unbemerkt mit Ängsten und Sorgen eingeschlichen) sein kann und wie gut es BEIDEN (Mutter, Kind und später auch dem neuen Partner) tut, wenn es gelingt, loszulassen und seine eigenen Bedürfnisse wieder zu achten, statt in Sorge und schlechtem Gewissen zu verharren und damit unbewusst auch das Kind mit zu belasten.

            Ganz liebe Grüße. Ich hoffe, du verstehst, wie ichs meine.

      Nur weil man Mutter ist darf man nicht an sich denken und seine eigenen Bedürfnisse haben?#gruebel Du bist doch trotzdem eine Frau und lebst wohl gerade deine "besten Jahre" ;-) Ich finde es schade, dass du ein schlechtes Gewissen hast wenn du auch an dich denkst. #kratz Klar mosert dein Sohn, der kennt es doch nur so dass du immer nur alleine für ihn da bist und Zeit mit ihm verbringst und zusammen mit ihm ins Bett gehst #gruebel
      Hast du nicht auch noch ein eigenes Leben? Gehst du nie mit Freundinnen weg? Ich würde langsam auch mal anfangen an dich zu denken.

      Ein bischen hast Du wohl Deinen Sohn als Deinen Partnerersatz im Kopf, deswegen das schlechte Gewissen. Vielleicht probierst Du nächstes Mal aus, wie es klappt, wenn Du ausgehst und jemand bei Deinem Sohn babysittet?

      Ihr lebt da eine eigenartige Symbiose, finde ich.

      Warum hat dein Sohn Unbehagen gegenüber Männern? Hat er schlechte Erfahrungen gemacht?

      Geht dein Sohn keinem Hobby nach? Beim Fußball, Handball etc. kommt er doch automatisch mit überwiegend Männern in Kontakt und erlebt Positives mit Ihnen.
      Es klingt so ein wenig, als würdest du deine Ängste und dein Unbehagen auf das Kind übertragen. Allein die vorherige Ansprache, ein Mann sei abends zu Besuch, er solle nicht erschrecken.......wofür das Ganze? Du stellst es dar, als sei ein Gewaltverbrecher im Anmarsch.

      Kein Ahnung, warum du ein schlechtes Gewissen hast. Was ich ganz sicher nicht getan hätte, wäre Sex in den eigenen 4 Wänden zu haben, mit dem Kind nebenan. Erst machst du eine ziemliche Welle und dann riskierst du, dass er Dickmilch einem völlig Fremden beim Sex überrascht oder du erklären muss, was der Mann in deinem Schlafzimmer tut. Das passt für meine Begriffe nicht zusammen.

      • (10) 31.05.16 - 20:14

        Wie bitte? Kein Sex mit Kind im Haus? Wie soll das gehen? Lebenslange Enthaltsamkeit, weil man ein Kind hat, das mit im Haus wohnt? Ich glaub, das ist irgendwie unglücklich formuliert, oder? ;-)

        • (11) 31.05.16 - 20:20

          Du solltest bitte nicht einzelne Aussagen aus dem Kontext reißen!!!!! Du willst nur das lesen, was dir passt, oder?

          Ich habe es im Zusammenhang der gesamten vorherigen Situation gesagt. Erst bittet die TE den Jungen nicht zu erschrecken, als käme der Leibhaftige persönlich zu Besuch und dann haben Sie Sex im Nebenzimmer. Wie das zusammen passt, erschließt sich mir nicht. Vermutlich werden sie noch peinlich darauf geachtet haben, bloß keine eindeutigen Geräusche zu verursachen, um den Jungen ja nicht aufzuscheuchen.

          • (12) 01.06.16 - 06:56
            schwarzaaaaaaaa

            Ich habe meinem Kind keine Ansage gemacht a'la : Achtung, Krieg keimen Schock, ein Mann kommt zu Besuch. Wo liest Du Das raus? Ich habe einfach gesagt, dass Ich noch Besuch bekomme, Wie Ich es auch getan hätte, wenn eine Frau gekommen wäre. Da war nicht's mit Welle machen.

            • Du hast ihm nicht gesagt, er solle keinen Schock bekommen.....

              Naja, das liest sich aber nicht viel anders:

              .....Habe das meinem Sohn vorher gesagt, damit er nicht erschrickt wenn er wach wird. .....

              Jetzt könnte man sich über die Definition von Schock und Schreck streiten. Normalerweise würde niemand den ich kenne dem Kind sagen, es solle nicht erschrecken, wenn es Besuch vorfindet. So vereinsamt und fern ab von sozialen Leben kan. doch kaum jemand existieren.

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