Hat jemand nach Gewalt wieder eine gute Beziehung bekommen?

    • (1) 02.06.16 - 09:18
      Nicoline.

      Hallo

      Ich lese bei urbia sehr oft, dass wenn es in Beziehungen, Ehen, egal ob Kinder vorhanden oder nicht, zu Handgreiflichkeiten in Streits kommt, immer sehr kontinuierlich dazu geraten wird, sich zu trennen, da sei nichts mehr zu retten, und die Reaktionen sind immer sehr heftig und erbarmungslos.
      Daher wollte ich mal fragen, ob es nicht auch Beziehungen gibt, in denen sich alles gut gefangen hat, sowas einmalige Ausrutscher oder Phasen waren. Menschen können sich doch ändern.

      Hintergrund:
      Ich bin seit über 15 Jahren mit meinem Mann zusammen.
      Unsere ersten Jahre waren überschattet von seeeehr vielen Krisen und Intoleranz und Respektlosigkeit gegenüber dem anderen. So verliebt wir auch waren, teils tagelang das Bett nicht verließen, so heftig stritten wir im Gegenzug auch.

      Ich habe von meiner Mutter leider ein sehr schlechtes Rollenverständnis vorgelebt bekommen in einer Ehe.
      Mein Mann war für mich der Fußabtreter, der nach meiner Pfeife tanzen musste, ansonsten habe ich ihn stehen lassen.

      Wir haben viel diskutiert und schienen grundverschieden, ich habe ihn dann in meiner Wut getreten, geschubst, ihm eine Ohrfeige gegeben, und er hat sich nicht gewehrt.
      Öfters trennten wir uns, einmal packte er all seine Sachen.

      Wir bekamen unser erstes Kind, ich war lange nicht mehr so impulsiv, doch er wurde es umso mehr. Nun war ER es der körperlich wurde in Streits. Er schlug mich damals auch mal als ich schwanger war, er würgte mich, spuckte mich an, natürlich in verschiedenen Situationen, und diese Dinge passierten nur im Streit, in Auseinandersetzungen.
      Einmal war es besonders schlimm, denn er hatte grundsätzlich die Art, bevor er mir etwas tat, erst Gegenstände zu zerstören. Mir wäre es lieber gewesen er hätte die Sachen heil gelassen, und dafür mich geschlagen. Sowas heilt ab, aber die Dinge ersetzen tat mir mehr weh, war teils gar nicht möglich, und konnte ich mir schwer leisten finanziell.
      Einmal hat er dann zumindest nach einem schlimmen Verhalten meinerseits (möchte ich nicht näher drauf eingehen), meinen Laptop zerlegt, die Mikrowelle, eine Kommode... mir hielt er ein Messer an die Kehle.
      Einiges war kaputt, und ich habe mich sehr geschämt und es gegenüber den 2 Kleinkindern und meinen Eltern versucht zu vertuschen.
      Wir standen damals mehrmals an dem Punkt dass wir dachten wir trennen uns endgültig.
      Einmal hat er mich vor die Tür geschmissen und bei dem Versuch wieder reinzukommen prellte er mir die Rippen am Brustbein. Ich war bei der Ärztin und konnte dann 2 Wochen schlecht liegen oder niesen, weil es etwas wehtat.

      Die Kinder waren so klein, unter 5, dass sie nichts mehr davon wissen.

      Heute, Jahre später, sind wir sehr harmonisch miteinander, er ist nie wieder körperlich mir gegenüber geworden, ich ihm sowieso nicht gegenüber.
      Wenn wir streiten, werde ich laut, er hingegen zieht sich sofort zurück, schweigt, bittet mich dann auch energisch, weg zu gehen und ihn in Ruhe zu lassen, zieht sich zurück bis sich "die Wolken verzogen haben". Ich bin zwar gern der Typ der ausdiskutiert, aber damit kann ich nun besser leben.
      Im übrigen streiten wir nicht oft.
      Wir haben uns beide sehr verändert, sind ruhiger und erwachsener geworden, haben auch voneinander gelernt.
      Eine Paartherapie hatten wir nie.
      Und wir lieben uns nach wie vor.

      Ich würde einfach gerne wissen, ob es hier Userinnen gibt, die an ihrer Beziehung auch nach Gewalt festgehalten haben und die wieder zueinander gefunden haben. Also, ähnlich wie bei mir.
      Denn wenn man sonst so hier liest glaubt man, das ginge grundsätzlich nicht.

      • (2) 02.06.16 - 09:55

        Sehr krasse Geschichte die du da hast.
        Für mich ich Gewalt ein no go und ich würde sowas nie mit mir machen lassen.
        Meine Schwester (12 Jahre älter) wurde damals regelmäßig von ihrem Mann verprügelt. Einmal war dabei, ich war 12 Jahre alt! Ich habe Baby gesittet und sie kamen besoffen nachhause. Den Grund warum die sich gestritten haben, weiß ich nicht mehr. Aber ich kann mich noch genau dadran erinnern wie die zu Boden viel und mir voller Angst in die Augen schaute und mein Namen rief, ganz leise.

        Er hat sie mit Fäusten bewusstlos geschlagen und ich habe als Kind versucht ihn von ihr abzubekommen und habe ihn versucht zu schlagen. Er ist gegangen, als sie keine Regung mehr zeigte und ich rief darauf hin den Krankenwagen. Sie hat ihm natürlich wieder verziehen.
        An dem Tag habe ich mir geschworen das ich sowas nie mit mir machen lassen würde, was ich auch nie getan habe!
        Sie sind mittlerweile natürlich nicht mehr zusammen.

        Vielleicht könnt ihr das beide, weil ihr irgendwo auf Gewalt steht und es nicht so schlimm findet, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Bei euch ging es ja nicht um ne Ohrfeige sondern um Leben und Tod wenn er dir schon ein Messer an die Kehle hält.

        Ich könnte keine Nacht Ruig schlafen.

        Ich finde so ein Verhalten ungesund und habe auch nie erlebt das es sich geändert habt. Da seid ihr wohl die Ausnahme. Vielleicht wart ihr damals aber auch erst 16 und absolout dumm im Kopf, wer weiß.

        Verstehen kann ich es nicht, muss ich zum Glück auch nicht

        (3) 02.06.16 - 10:15
        Anonym, dem Kindes Willen

        Was du da schreibst, finde ich fatal und empfinde es als Ohrfeige für alle Menschen, die Gewaltopfer wurden! Schon allein, was ihr euren Kindern angetan habt - ich könnte Kotzen! "haben es nicht mitbekommen" - so ein Scheiß! :-[ Mein Sohn war 2, als ich mich von seinem gewalttätigen Vater trennen konnte - und hat dadurch immer noch Probleme! Nicht, weil er sich bewusst an etwas erinnert, sondern weil sein Urvertrauen erschüttert ist, weil er existentielle Ängste erleben musste, weil er hilflos sehen musste, dass Papa versucht, Mama totzuschlagen. So ein Erleben ist nicht weg, nur weil man sich nicht "bewusst" erinnern kann! Die Emotion sitzt viel tiefer als die Einnerung! Zum Glück haben wir eine kompetente Psychologin gefunden, die ihm nach und nach hilft, das Frühkindliche Trauma aufzuarbeiten. Wenn ich dann jemanden hör, der so einen Schmarrn verzapft wie du! Ich könnt Kotzen!!!

        An jede Frau, die geschlagen wird und den absolut verquerten Text der TE liest: Glaubt das Nicht! Ein Schläger ist ein Schläger! Wenn er nicht ERNSTHAFT an sich arbeitet, wird er es immer bleiben, weil so etwas in der Persönlichkeitssturkur verhaftet ist, die nur mit massiver Willensanstrengung beeinflusst werden kann! KEINER HAT DAS RECHT EUCH ZU SCHLAGEN! Und gebt euch nicht der Hoffnung hin, dass das schon irgendwann besser wird - sonst gehts euch wie mir und so vielen anderen und ihr seid irgendwann froh, wenn ihr euer blankes Leben retten konntet!!!

        • (4) 02.06.16 - 10:19

          Ach ja, ich vergaß! Mein prügelnder Ex kommt aus einer so intakten Familie, wie du deine beschreibst! Die Eltern haben sich nur "phasenweise" vor den Kindern geprügelt, bedroht, beschimpft. Irgendwann kamen sie dann "besser" miteinander klar. Prima! Das Ergebnis: Die Kinder wurden im Erwachsenenalter total kranke, fertige Individuen, die keine Bindung leben und in Beziehungen massive Gewalt ausüben mussten. Vielen dank an die Eltern, die Ihren Kindern so tolle Beziehungsmuster vorleben und damit ihr ganzes Leben zerstören!!!

        • >>so etwas in der Persönlichkeitssturkur verhaftet ist<<

          Ich gebe dir vollkommen Recht!

          Vielleicht kann der Kerl der TE sein Verhalten heute unterdrücken... Aber früher oder später wird es sowieso wieder an den Tag kommen... Dazu muss nur der Funke springen... Es liegt in seinem Naturell, dass er diese Grenze überschreiten kann, da er es schon mehrfach getan hat.. und er wird es auch wieder tun, wenn bei ihm die Sicherung durchbrennt!

          • (6) 02.06.16 - 11:17

            Meinst du wirklich?

            Ich kann nur für mich sagen, dass ich diese Grenze heute nicht mehr übertreten könnte wie ich es damals habe.
            Mein Mann sagt das zumindest auch von sich...

            • (7) 02.06.16 - 11:20

              ...und genaudeswegen musst du auch direkt aus dem Zimmer gehen (<<bittet mich dann auch energisch, weg zu gehen und ihn in Ruhe zu lassen,>>) - weil er sich sooooo gut unter Kontrolle hat? Echt jetzt? Denk mal nach, was du schreibst.

              (8) 02.06.16 - 11:25

              Würdest Du Frauen in Deiner Situation..... mit Messer im Spiel, das muss man sich mal vorstellen...... raten durchzuhalten? Irgendwann kann er sich ändern?
              Mann muss nur abwarten?

              ..... er hat dir ein Messer an die Kehle gehalten....

              ....da gehört wohl einiges mehr dazu als zu einer (einfachen) Ohrfeige...

              (wobei ich jetzt wohl bemerkt eine Ohrfeige nicht verharmlosen möchte!)

        >>Die Emotion sitzt viel tiefer als die Einnerung!<<
        Das meine ich aber auch! Wenn zwei impulsive Menschen aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund gut damit klar kommen, sich gegenseitig hin und wieder zu schlagen, treten, was auch immer - solln sie ruhig! Aber wenn Kinder ins Spiel kommen, hört der Spaß für mich echt auf!!!

        (11) 02.06.16 - 11:25

        Okay, da magst du Recht haben. Ich hoffe, dass meine Kinder keinen Knacks davon tragen, aufgrund dessen was sie vielleicht teils mitbekommen haben (Wir haben nie wirklich vor den Kindern gestritten).

        Deinen letzten Absatz verstehe ich nicht wirklich. Auch wir wissen, dass keiner das Recht hat den anderen zu schlagen. Wir haben bereut und an uns gearbeitet.
        Ich war damals so weit meinen Mann zu verlassen, wir waren wirklich ganz unten angekommen, und ich hatte Angst vor ihm.

        Aber aus heutiger Sicht sehe ich unsere Beziehung harmonisch, und ich finde, ein Mensch kann sich verändern. Man kann Respekt voreinander lernen, und man kann lernen sich zu beherrschen, und im Affekt anders zu reagieren, anders mit seiner Wut umzugehen.

        Ich verstehe nicht was jetzt so verquer an meinem Text ist.

        • (12) 02.06.16 - 11:44

          >>ich habe ihn dann in meiner Wut getreten, geschubst, ihm eine Ohrfeige gegeben [...]<<

          >> Er schlug mich damals auch mal als ich schwanger war, er würgte mich, spuckte mich an […] meinen Laptop zerlegt, die Mikrowelle, eine Kommode... mir hielt er ein Messer an die Kehle.<<

          Du schienst eine ziemliche Cholerikerin gewesen zu sein. Die sich nicht im Griff hat und ihren Mann tritt, schubst und ihm eine watscht.

          Dein Kerl dagegen hat dich geschlagen als du SCHWANGER warst, ihm schien es egal zu sein, dass du das Kind verlieren könntest. Er hat dich angespuckt, was ein Symbol höchster Erniedrigung der anderen Person ist. Respekt und Wertschätzung gleich Null. Er hat Gegenstände zerlegt, die wirklich nur mit viel Krafteinwirkung richtig zerstört werden können.

          Er hat dir ein MESSER an die Kehle gehalten!

          Du bringst hier einen familiären Zustand an den Tag, den kennt man sonst nur aus dem Fernsehen, echt.

          Und du vergleichst Äpfel mit Birnen, wenn du der Meinung bist, dass deine Ausartungen mit denen von dem Typen gleichzusetzen sind!

          (13) 02.06.16 - 11:50
          Anonym, dem Kindes Willen

          "Ich verstehe nicht was jetzt so verquer an meinem Text ist."
          --> Fragst du das jetzt ERNSTHAFT????

          1. du suggerierst Betroffenen, dass sie einfach nur weiter machen müssen, irgendwann hört die Gewalt schon von allein auf und dann ist alles harmonisch.

          2. Du suggerierst, dass man keinerlei Hilfe oder Unterstützung braucht, damit am Ende alles in Butter ist und als wäre "Liebe" die einzige Komponente, dies dafür braucht ("Eine Paartherapie hatten wir nie. Und wir lieben uns nach wie vor.") - wegen dieser Einstellung, lassen sich täglich Frauen verprügeln und haben auch noch Schuldgefühle, weil sie denken, der Partner täte dasnur, weil sie ihn zuwenig Lieben und es eben nicht "richtig" machen.

          3. du tust, als wär das alles für die Kinder kein Problem ("Die Kinder waren so klein, unter 5, dass sie nichts mehr davon wissen.")

          Zu alledem muss ich noch sagen: Mit dir hab ich keinerlei Mitleid. Durch dein beschriebenes gewalttätiges Verhalten hast du die Gewalttätigkeit bei deinem Mann hervorgerufen: Du hast ihn jahrelang getreten und gequält - das gab dir scheinbar einen Machtkick. Als er dann begonnen hat, sich zu wehren, hast du zurückgerudert - jetzt war er der mächtige, du musstest offenbar deine "Methoden" ändern. Und was du jetzt als "harmonisch" beschreibst heißt tatsächlich: DU hast gelernt, dass er sich bei Gewalt wehren kann und dir körperlich als auch an Gewaltbereitschaft überlegen ist, also hältst du dich zurück - ER hat gelernt, dass er deine Gewalt umgehen kann, in dem er seinerseits Gewalt androht. ALSO "löst" ihr das Problem in dem ihr euch ausweicht, wenn Gewalt in der Luft liegt. Echt: Super!

          Wer mir WIRKLICH leid tut, sind eure Kinder.

          • (14) 02.06.16 - 14:55

            Ich verstehe nicht warum du so fies bist.

            Ich mache mir große Sorgen um meine Kinder.
            Und ich wollte GAR NICHTS suggerieren, hab nur einfach mal alles grob umrandet niedergeschrieben.

            Ja, du hast Recht, unsere Art zu streiten ist nicht die beste, mein Mann ist wohl leider so erzogen, dass man entweder völlig ausrastet, oder sich zurück zieht und alles in sich rein frisst.
            Ausdiekutieren kann er nicht,
            Aber das mag einfach auch sein Wesen sein.

            Und ja, ich weiß, dass ich ihn lange provoziert habe mit meinem Verhalten, und das mein Verhalten damals falsch war.

            Was hätte ich später anders machen sollen?
            Wir haben uns irgendwann zusammengerauft, haben die Scherben aufgehoben und uns seither bemüht, liebevolle Eltern zu sein und eine liebevolle Beziehung zu führen.

            • (15) 02.06.16 - 18:51
              Anonym, dem Kindes Willen

              Aha. Bitte les dir alles, was hier geschrieben steht noch einmal durch. Dann übelege.

              Ich bin gemein. Aha. Du ohrfeigst und trittst deinen Partner, dein Partner hält dir u.a. ein Messer an die Kehle, würgt dich. Und ich bin gemein. Füge das bitte noch zu meinen obigen Ausführungen, weshalb dein Text verquert ist hinzu.

              Ich habe selbst massive Gewalt erleben müssen - ohne zuvor provoziert zu haben. Ich habe erleben müssen, welche Auswirkungen das auf ein Kind haben kann. Und ich bin nicht bereit, hier was schön zu reden, nur weil du dich dann rückblickend besser fühlst. Wahrheit ist nicht immer schön, aber zumindest ist sie wahr.

              • (16) 02.06.16 - 18:54

                ... und wenn du schon dabei bist: Googel mal die Bedeutung des Wortes "suggerieren".

                (17) 02.06.16 - 20:53

                Okay.
                Ich habe aber auch gar nie behauptet dass das cool war von uns.
                Ganz im Gegenteil, ich fühle mich deswegen wirklich sehr mies, aber kann es ja nur noch besser machen, und hoffen dass meine Kinder gut durchs Leben kommen und keinen Schaden abbekommen haben.
                Seit mehreren Jahren haben wir nun diese Vorfälle nicht mehr, und gehen anders im Streit um. Wie gesagt.

                Nachtreten wenn jemand Scheiße gebaut hat und sich dessen bewusst ist und das bereut und nicht mehr tut, und anerkennt dass es scheiße war, das finde ich halt dennoch bisschen mies.

      (18) 05.06.16 - 19:01

      Danke das du es so gut auf den Punkt gebracht hast ich finde das so verstörend was sie da geschrieben hat ich kann da gar nicht drauf antworten ich bin echt perplex und weiß ja wie schwer es für mich ist damit klar zu kommen umso besser verstehe ich wie es meinem Kind gehen muss!

(19) 02.06.16 - 10:48

-----mir hielt er ein Messer an die Kehle.----

Sowas kann man vergessen und dagen, diesen Mann liebt man?

Ich hoffe für Dich, dass die Ruhe anhält und nicht irgendwann eine Situation eintritt, die noch schlimmer endet als das Messer AM Hals.

Eine Partnerin so wie Du Dich selbst /oder auch Deinen Mann schilderst, käme für mich niemals in Frage.

Das Wort "asozial" schleicht sich beim lesen unweigerlich bei mir ein. Pack schlägt sich....Pack verträgt sich. Damit will ich Dir nicht zu nahe treten....es ist nur das, was mir als erstes in den Sinn kam !!

Schön dass ihr trotz allem einen Weg gefunden habt, um nicht nur damit klar zu kommen, sondern auch Euer Verhalten zu ändern.

<<<Denn wenn man sonst so hier liest glaubt man, das ginge grundsätzlich nicht.>>>

Hat etwas mit Selbstachtung und Würde zu tun....entweder man hat welche, oder eben nicht.

(21) 02.06.16 - 11:21

Die Kinder waren so klein, unter 5, dass sie nichts mehr davon wissen.
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Das meinst aber auch nur Du! Die haben alles mitbekommen und man kann nur hoffen, dass sie für ihr Sozailleben keinen Schaden genommen haben.

  • (22) 02.06.16 - 11:28

    Das hoffe ich auch.
    Sie waren aber bei Streits auch normal nicht dabei.
    Dennoch hab ich natürlich Sorge ob sie was geprägt hat.

(23) 02.06.16 - 11:24

Ich glaube ehrlich gesagt, wenn sich beide Partner bei der verbalen und körperlichen Gewalttätigkeit nichts geben, ist das was anderes, als wenn das vollkommen einseitig ist.

Wenn man tatsächlich, auch nach rationalen Maßstäben, zusammen die gleiche Scheisse baut, wenn tatsächlich beide sowohl Täter als auch Opfer sind, ist ein Vergeben, ein Akzeptieren, ein... Damitleben leichter. Denn man kann weder so stark Vorwürfe machen noch so stark Schuldgefühle empfinden wie in einer Situation, in der das nur einseitig passiert. Man ist weniger Opfer und weniger Täter, weil man beides ist.

In deinem Fall weißt du vermutlich ganz genau, warum dein Mann angefangen hat, dich zu bedrohen und zu schlagen: weil du ihn offensichtlich jahrelang bis aufs Blut provozierst und misshandelt hast. Kannst du ihm die Reaktion also wirklich übelnehmen? Vermutlich nicht. Ihr habt euch verdient, so wie es sich liest.
Wenn man das aber über sich ergehen lassen soll, wenn man selber nichts getan hat, tja... Das ist eine ganz andere Kiste.

Um eure Kinder tut es mir allerdings echt leid. Ich hoffe, ihr schämt euch, und ich hoffe, beide sind wegen eures asozialen und gewalttätigen Verhaltens in professionellen Händen. Das werden sie verdammt nötig haben...

(24) 02.06.16 - 11:39

und ich habe heute jeglichen respekt vor beiden verloren.
sehr oft habe ich mitbekommen, wie meine eltern sich gestritten und geprügelt haben. manchmal war jahre ruhe, aber es hörte nie auf.
ich war noch klein als ich zum ersten mal hörte, wie meine eltern sich schlugen.

ich habe es so sehr gehasst und erst als erwachsene sagte ich ihnen was ich alles mitbekommen habe.
sie sind immer noch zusammen und ich möchte nichts mehr mit ihnen zu tun haben.
die schlaflosen nächte und die ängste als kind werde ich nie vergessen und verzeihen.
ich habe keinen respekt vor meiner mutter, weil sie das zugelassen und getan hat und keinen vor meinem vater weil er es zugelassen und getan hat.
einmal an silvester haben sie sich mit dem messer bedroht und sowas darf ein kind eigentlich niemals erleben.
das schale gefühl in meinem bauch hielt jahre an, immer die angst in der luft, es passiert nochmal was.

rede dir nur weiter ein, die kinder haben nie was mitbekommen. vielleicht stehst du auch eines tages mit deinem mann alleine da.

(25) 02.06.16 - 11:52

Hallo,

eine Schlagzeile in unserer Zeitung heute lautet: "45-jähriger bedrohte Ehefrau in Pistole"#schock...ich frage mich dann immer, was müssen das für Menschen sein, die den eigenen Partner DAS antun#schock????

Und wenn ich mir dann deine Geschichte so durchlese, dann kommt mir das nackte Grauen#zitter#zitter....da wundere ich mich nicht, wenn sich soviele Eheleute gegenseitig erschlagen und umbringen#schock....

Dein Mann hat dir schon mal ein MESSER an den Hals gehalten und du kannst allen Ernstes in Ruhe mit ihm weiterleben??????? Ich könnte vor lauter Angst keine Sekunde mehr mit ihm alleine sein....Manchmal frage ich mich echt, wie man sich als erwachsener und geistig zurechnungsfähiger Mensch so etwas gefallen lassen kann#gruebel....

Dein Mann wird sich niemals ändern, irgendwann wird wieder eine Situation kommen, in der er ausrastet und dann wars das mit Ruhe und Harmonie....abgesehen davon was er dir dann antun kann#zitter....

Aber am ärmsten sind wie immer die Kinder, die ein Leben lang ein Trauma dank seines/eures vorbildlichen Verhaltens mit sich rumschleppen müssen.....

Lg

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