Mann der Freundin

    • (1) 03.06.16 - 10:13
      heute nicht...

      Hallo, ich hätte gerne einmal eure Einschätzung.
      Ich habe eine gute Freundin, aber ein großes Problem mit ihrem Mann. Ich kann diesen nicht ausstehen. Aus Gründen. Und einfach auch Unsympathie.

      Wenn sie mich bzgl ihrer Ehe um Rat fragt, versuche ich trotzdem immer, beide Sichtweisen zu sehen und möglichst neutral zu bleiben. Also, es ist nicht so, dass ich gezielt gegen ihren Mann schieße und interveniere. Genauer gesagt vertrete ich die Haltung, sie ist meine Freundin, aber dadurch muss ich nicht zwangsläufig ihren Mann mögen.

      Nun ist es aber so, dass ich mit jemandem, den ich nicht ausstehen kann, auch kein Small Talk führen möchte. Es bleibt also bei einem höflichen "Hallo" und "Tschüss" meinerseits. So geschehen letztens in größerer Runde (ihrem Geburtstag). Sie hat mir das hinterher angekreidet, wollte wissen, warum ich ihren Mann nicht mag usw. Ich finde, ich muss das nicht ausufernd begründen. Ich schlug ihr vor, dass ich nicht mehr zugegen bin, wenn er dabei ist, denn ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen und einen auf Kumpel machen. Das wollte sie auch nicht. Im Prinzip fordert sie von mir, dass ich ihm eine Chance gebe und mich anders verhalte ihrem Mann gegenüber. Wie gesagt bitte nicht missverstehen. Ich behandle ihn nicht abwertend, bin unhöflich oder unfreundlich, aber ich möchte mit ihm auch keine Gespräche führen müssen.

      Was sagt ihr zu dem Ganzen?

      • (2) 03.06.16 - 10:25

        Das sage ich dazu: Kindergarten.

        Ich mag den Mann meiner liebsten Freundin auch nicht. Weil ich eifersüchtig bin, dass sie ihn hat und damit einen anderen Seelenverwandten als mich. Weil sie ihre Zeit, seitdem er in ihrem und damit auch meinem Leben ist, anders einteilt und er als ihr Mann und Vater ihres Kindes einen höheren Stellenwert als ich bekommen hat.
        Sie macht jetzt viele Dinge nicht mehr mit mir, sondern erlebt sie mit ihm.

        Inzwischen habe ich auch Mann und Kinder, auch ich habe meine Prioritäten verschoben und teile die Zeit anders ein. Ich mache das gleiche wie sie und doch messe ich mit zweierlei Maß. Das ist einfach meine Eifersucht, weil ich sie als Menschen so liebe. Und weil ich sie liebe, gebe ich mir Mühe und kann über meinen Schatten springen. Ich kann mit ihrem Mann reden, kann mit ihm alleine am Tisch sitzen und Gespräche führen.

        Vielleicht solltest du froh sein, dass sie mit dir über deine Abneigung spricht und dir damit die Chance gibt, dass du es Zukunft besser machen kannst. Lerne darais, sonst bist du irgendwann vielleicht raus.

        • (3) 03.06.16 - 10:29

          Ich mag den Mann meiner liebsten Freundin auch nicht. Weil ich eifersüchtig bin, dass sie ihn hat und damit einen anderen Seelenverwandten als mich.

          Das ist nicht der Grund. Ich habe noch andere Freunde, bin nicht angewiesen. Trotzdem danke für deine Meinung.

          • (4) 03.06.16 - 10:36

            Du bist nicht angewiesen... Wow, klingt nach einer tollen Freundschaft. Wenn das so ist, dann würde ich mir an deiner Stelle den Stress nicht antun und die Freundschaft im Sande verlaufen lassen.

            • (5) 03.06.16 - 10:37

              Nein, bin ich nicht. Es geht nicht um Besitztum und Eifersucht. Wenn du sowas als tolle Freundschaft definierst ist das deine Sache. Ich hab andere Gründe für die ich mich auch vor einer Freundin nicht rechtfertigen muss, denn wir sind befreundet, aber haben keine Symbiosebeziehung.

              Oh Gott, ja es regnet, ja, es ist kalt. Welt ist böse. *tröst*
              Hohl dir eine schöne Tasse Tee und komm runter.

              thyme

    (9) 03.06.16 - 10:43

    ... ich fände es auch heftig, wenn meine beste Freundin meinem Mann nur hallo und tschüss sagt und würde genauso nachfragen, was da los ist.

    Der Mann meiner Freundin ist auch eigen, ich finde auch nicht alles gut was er tut, genauso geht es unseren anderen Freunden und auch meinem Mann. Deswegen ist er doch immer da wenn man ihn braucht und ich kann trotzdem mit ihm ein Gespräch führen. Und wenn er Hilfe bräuchte, wären wir genauso da. Dafür ist er auch der Mann meiner Freundin.

    Finde es ist traurig, dass du so reagierst und ihnen nicht mal die Chance gibst etwas zu ändern bzw. zu wissen was dich stört.

    Kenn ich.

    Meine Ex hatte auch so zwei, drei Freundinnen die ich dermaßen dämlich fand...bei einer Freundin von ihr war es ebenfalls der Mann der ein nervendes, wichtigtuerisches Ekel war der jeden mit seiner (natürlich richtigen!) Meinung überrollte.

    Ich hab mir angewöhnt, bei Veranstaltungen wo wir notgedrungen aufeinandertrafen höflich zurückhaltend zu sein und wenn diese Leute mit mir direkt sprachen und ich nicht "flüchten" konnte, habe ich die Unterhaltung im Kopf kommentiert...habe also nach außen nur aha und hm gesagt und in mir mich so richtig befreit..."man, hörst du dir eigentlich selbst mal zu", "mekrst du eigentlich wie dämlich du bist"...sowas. Mir hat das gehplfen und dem allgemeinen Frieden hat's gut getan.

Naja, schwierig zu beurteilen, ohne zu wissen, was die Gründe sind. Bei akuter Apathie ohne tiefere Vorgeschichte finde ich jedoch, dass man schon gewisse Normen wahren darf, ohne gleich mit inneren Konflikte zu ringen. Und sei es nur um der Freundin willen.

Ich würde, sofern ich nicht elegant aus der Situation flüchten könnte, die Konversation auf einige höfliche Floskeln beschränken und ansonsten mir halt meinen Teil denken.

lg thyme

  • (13) 03.06.16 - 10:52
    heute nicht...

    Die Gründe sind leider, dass ich Dinge von ihm, seitens meiner Freundin, wohlgemerkt, weiß, die meinem inneren Wertesystem völlig widersprechen, ich will mit einem solchen Menschen nichts zu tun haben. Ich habe zu akzeptieren, dass sie mit einem solchen Mann verheiratet ist, ich akzeptiere es auch, weil sie meine Freundin ist, aber ich finde es viel verlangt, maximal nett und zugewandt zu sein, von mir aus ein Gespräch zu suchen.

    Er sucht übrigens auch keins mit mir.

    Wie gesagt bin ich in meinem Auftreten ihm gegenüber nicht beleidigend, abwertend, boshaft, etc. Nur auf ihn zugehen möchte ich einfach nicht.

    • Ich kann deine Haltung schon verstehen.
      Ich würde andererseits aber von meiner Freundin auch wissen wollen, was sie für ein Problem mit meinem Mann hat, dass sie über "Hallo" und "Tschüß" nicht hinaus kommt, denn im Normalfall sind mit beide Menschen sehr wichtig. (Und vermultlich würde ich auch keine Ruhe geben, bis ich es weiß....) Daher... Smalltalk oder klär sie auf;-)

      Ok. Dann sag ihr das und bleib bei offiziellen Anlässen einfach unverbindlich. Da er mit dir auch nicht kann, dürfte das ja einfach zu schaffen sein.

      lg thyme

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