Neuer Partner, extreme Verlustangst, was kann ich tun?

    • (1) 06.06.16 - 15:06
      eigentlichglücklich

      Hallo miteinander, ich bin heute nach einem schönen Wochenende erneut so belastet, dass ich nicht mehr ein noch aus weiß.
      Zu mir, ich bin Anfang 40, habe eine gescheiterte lange Ehe hinter mir, auch meine restlichen Beziehungen waren gelinde gesagt schwierig... Beruhten, ebenso wie meine Ehe, stark auf Einseitigkeit, ich war die Liebende, die Gebende, wurde dafür ausgenutzt, belogen, betrogen, hingehalten, die ganze Palette.
      Eine Trennung und eine Therapie später lernte ich, so langsam endlich mal bei mir angekommen, meinen jetzigen Partner kennen. Wir sind seit acht Monaten zusammen. Ich KÖNNTE einmal richtig glücklich sein, denn unsere Beziehung ist an sich wunderschön und sein Umgang mit mir fantastisch.

      Aber jetzt ist es so, dass ich unter extremer Verlustangst leide. Dauernd befürchte ich, dass er sich von mir trennen könnte. Dabei gibt es gar keine Anzeichen dafür. Wir haben eine Fernbeziehung, sehen uns trotzdem ein- bis mehrmals die Woche. Ich habe diese Verlustängste auch nicht, wenn wir zusammen sind, sondern vor allem in den Zeiten, in denen wir uns nicht sehen können. Ich "belästige" ihn übrigens nicht damit, sondern mache das komplett mit mir aus. :-(

      In den letzten Wochen wurde es besonders schlimm, dabei wird unsere Beziehung gerade noch stabiler (gemeinsame Einladungen und dergleichen, geplanter Urlaub usw).

      Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Teilweise sind die Ängste so stark, dass ich morgens bereits richtig depressiv aufwache, den ganzen Tag weinen könnte.

      Einen neuen Therapieantrag kann ich noch nicht stellen.
      Hat jemand eine Ahnung, was das ist, wie ich daran arbeiten könnte? Wie das weg geht? :-(

      • Das sind höchstwahrscheinlich deine Altlasten aus den vorherigen Beziehungen und vielleicht noch ähnliche Muster und Verletzungen aus deiner Herkunftsfamilie.
        Ich denke du solltest so schnell wie möglich, wieder in therapeutische Behandlung.

        Alles Gute.

        Hallo,
        Ich kann dich voll verstehen, ich war letztes Jahr in genau der gleichen Situation.

        Alle sagen dir du sollst es genießen so glücklich verliebt zu sein und man selber hat so eine Angst das es vorbei sein könnte das es schon weh tut.

        Meine Strategie war meine Gedanken und Gefühle in ein Buch zu schreiben.
        Die Zeitlichen Abstände werden dann immer länger und heute lese ich noch gerne in diesem Buch und denke mir wie konnte ich nur so verrückt sein.
        Wir sind auch heute noch so glücklich und verliebt wie am Anfang und das ohne Verlustangst und so wird es sicher auch bei Euch werden.

        Liebe Grüße

        (4) 06.06.16 - 21:24

        ...mal den Kopf mit einzuschalten?

        Du hast Du eine Therapie gemacht, in der Deine vorherigen Beziehungen sicher ein Thema waren. Meinst Du eine zweite Therapie wird mehr nützen?

        Wahrscheinlich bist Du die Beziehung zu früh eingegangen.

      (7) 06.06.16 - 22:08

      <<<<Einen neuen Therapieantrag kann ich noch nicht stellen.>>>>

      ....ich hätte Therapeut werden sollen, scheint ja heute kaum noch jemanden zu geben, der damit keine Erfahrung hat

    (9) 07.06.16 - 07:59

    Wer sagt, dass du keinen neuen Antrag stellen kannst ?

    Wenn du eine Verhaltenstherapie hattest, mach eine tiefenpsychologische Therapie und andersherum.

    <<<Hat jemand eine Ahnung, was das ist, wie ich daran arbeiten könnte? Wie das weg geht? >>>

    Möglichkeit 1: Ihr zieht zusammen. Dadurch fallen die Zeiträume weg, in denen bei Dir die Gedanken unnötig kreisen.

    Möglichkeit 2: Du gibst Dir selbst einfach die nötige Zeit.

    Die Therapie war für Dich, um wieder halbwegs in die Spur zu kommen, aber die 8 Monate waren für EUCH....und 8 Monate....gerade in einer Fernbeziehung. Das nötige Vertrauen baut sich bei Euch gerade auf, und nach dem was Du bisher erlebt hast, dauert es noch länger um wirklich welches zu fassen, und das auch tief genug geht, um alle (selbst)Zweifel auszuräumen.

    Es ist auch immer hilfreich sich auf die / an den Dinge zu er/freuen die man hat, und sich nicht immer auf das zu konzentrieren, was man nun mal gerade nicht haben kann.

    <<<Ich "belästige" ihn übrigens nicht damit, sondern mache das komplett mit mir aus. >>>

    Nur sehr wenige Menschen sind so ausgeglichen und im Einklang mit sich selbst, um wirklich alles mit sich selbst ausmachen zu können....und bitte glaube mir dass ich das nicht böse meine wenn ich sage, dass Du NICHT zu diesen Menschen gehörst. Bei Dir ist es eher ein "reinfressen" ohne dass Du den Mist wieder irgendwo ablassen kannst.

    Es gehört in meinen Augen dazu, innerhalb einer Partnerschaft nicht nur die Sonnenseiten zu teilen, sondern auch mal über Sorgen und Ängste zu reden. Vielleicht hilft Dir auch das, diese zu zerstreuen wenn Dein Schmatzepuffer weiss, dass Dich das beschäftigt.

    LG
    Tomm

    Hallo.

    Also ich würde sagen, versuche dich in dieser Situation mit anderen Gedanken abzulenken. Was auf Arbeit zu tun ist, was du noch so die Woche zu erledigen hast etc. Und dann genieß die Zeit mit ihm. Ich denke mal, dass musst du erst mal realisieren, dass es auch anders geht.

    Meine Tochter hat mit Ängste zu kämpfen (unter Menschen oder auch beim Busfahren). Die Therapeutin sagt dann, sie soll sich Punkte setzen. D. h. sie soll sich in diesem Moment auf Geräusche oder Gegenstände konzentrieren, damit sie von ihrer Angst abgelenkt wird. Meine Tochter sagt, es klappt. Wenn sie wieder solch eine Angstpanik bekommt, dann hört sie intensiv auf drei verschiedene Geräusche oder Gegenstände und das klappt. Und schon kann sie wieder aussteigen.

    So meine ich es bei dir in etwa. Konzentriere dich, bevor du dich hineinsteigerst, auf andere Sachen. Lenk dich ab. Du wirst auch mit der Zeit sicherer, wenn du es realisiert hast, dass du jetzt DEN Partner gefunden hast.

    Alles Gute und viel Glück. Und nicht so viel grübeln.;-)

    LG

    Huhu,
    Schick mir gern mal ne PM!
    Lg

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