Angst um meine Tochter, hilflos

    • (1) 10.06.16 - 11:02
      lieber Schwarz

      Hallo,

      ich muss jetzt mir mal hier alles von der Seele schreiben.
      Also von Anfang an. Meine Tochter ist 22 Jahre alt und im 7.Monat schwanger.Mit ihrem Freund ist sie knapp ein Jahr zusammen und sie wohnen auch schon zusammen in einer sehr kleinen Wohnung.Meine Tochter hat eine Ausbildung, hat die Arbeitsstelle gewechselt und ist dort aber nach der Probezeit nicht übernommen worden.Im ersten drittel der SS ging es ihr sehr schlecht, so dass sie mehrmals im Krankenhaus war und bis jetzt auch nicht mehr arbeiten konnte.Ihr Freund ist 27 und arbeitslos, bezieht Hartz 4.Meine Tochter hat ihm einen Job besorgt wo er aber nicht lange war.Er ist nach der 8.Klasse ohne Abschluss abgegangen und hat mal hier mal da gearbeitet.Er versteht die leichtesten Dinge nicht.Zum Beispiel sollte er Eis mitbringen und hat Waffeleis einpacken lassen.
      Mein Hauptproblem liegt darin dass er stinkfaul ist .Und er versteht Zusammenhänge nicht.Meine Tochter möchte das ich mit zur Geburt gehe.Schon seit ich denken kann sagt sie das.Seine Reaktion und die war ernst gemeint:Dann geht mein Vater aber auch mit.Er ist auf dem Niveau von einem 15 ? jährigen??Selbst mein 12 jähriger ist weiter und sagt zu mir das ihm das Kind jetzt schon leid tut. Ich kann das alles so gar nicht wieder geben,aber glaubt mir ich möchte keinem was böses.Meiner Tochter wurde eine Gardarobe angeoboten.Haben nichts zum Aufhängen.Ist modern und einfach.Will er nicht. Hat sie aber genommen und steht jetzt immer noch im Flur.Jetzt geh ich hin und hänge sie mit ihr auf.Er kann so etwas nicht ,habe gesehen wir er ein Bild aufgehangen hat.Er kann handwerklich leider gar nichts.In der Wohnung hat mein Freund und mein anderer Sohn alles aufgebaut.Er versucht es aber noch nicht mal.Meine Tochter betreibt gerade "Nestbau"möchte alles ordentlich haben wenn das Baby da ist und er ist darüber sauer und redet nicht mehr mit ihr.Sie hat einen kaputten Schrank,bzw. Küchenschrank in der Diele weghaben wollen,(gehört ja auch in die Küche und ist oben offen,Putzmittel standen offen darin rum)den hat er bis heute nicht in den Keller getragen weil er sauer ist und diesen Schrank da stehen lassen wollte.Alles muss sie alleine bewerkstelligen oder sie fragt mich um Hilfe.Er schreibt keine Bewerbungen und selbst Plasmaspenden wo es ein paar Euros geben würde macht er nicht.War zweimal dort und das wars. Schläft lieber bis mittags und hängt dann am Handy.Er sagt es will ihn ja eh keiner und die rufen ja nicht mal zurück usw.
      Ich würde gern mal mit ihm vernünftig reden, schließlich bekommen sie ein Baby, aber er ist ganz schnell eingeschnappt und ich habe das Gefühl er meint man will ihm was böses.Hab auch schon oft gesagt ich helfe wenn er Hilfe braucht.Aber er ist einfach faul und ziemlich begrenzt in seinem Denken, was aber meiner Meinung kein Problem wäre.
      Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung das es für meine Tochter das beste wäre wenn sie allein wäre, da sie es schon oft durch die Blume und direkt gesagt hat wie er sie nervt, dass er arbeiten muss, sie das so nicht ertragen kann usw.Aber ich glaube sie hat nicht den Mut sich zu trennen.Ich würde sie unterstützen dass weiß sie auch.
      Ich möchte wirklich niemanden was Böses aber auch das Beste für meine Kinder.
      Ich weiß meine Tochter ist alt genug aber sie ist sehr introvertiert und zurückhalten und hat keine Freunde.Bis vor kurzem hatte sie eine aber sie haben sich zerstritten.Außerdem hat sie immer so Freunde gehabt die faul und nicht sehr intelligent,was ja nicht so schlimm für mich ist wenn der Mensch ansonsten, sozial, loyal ,ein Ziel vor Augen hat und eine Familie ernähren kann.Ich habe auch Bedenken , nach dem Verhalten ob er mit einem Baby mal allein umgehen könnte.Arbeite in dem Bereich, daher kann ich das denke ich einschätzen.
      Ich weiß sehr viel und wirr, aber ich habe Angst vor der Zukunft.Was gibt es für Möglichkeiten wenn sie sich trennen will aber Angst hat?Beratungsstellen??Danke für euer offenes Ohr.

      • Ich würde das Gespräch ganz neutral halten. Also ihn nicht schlecht machen... wie du sagst, sie weiß selber wie er ist und redet sich da vermutlich auch nichts schön.

        Frag doch mal deine tochter was sie an ihm gut findet, welhalb sie gerne mit ihm Zusammen ist und was sie sich wünschen würde und deinen Eindruck wiedergeben was schief läuft. Biete ihr an mit ihr zusammen eine Strategie zu überlegen wie ihr ihn in die richtige Richtung bringen könnt.

        Je nachdem wie das Gesrpäch läuft würde ich betonen
        dass sie sich nicht verpflichtet fühlen braucht und dass sie vermutlich weniger arbeit alleine mit Kind halt als mit Kind und ihm..... und dass du für sie da bist. Sie bestärken, dass wenn SIE die Trennung will es durchziehen soll.

        Hallo,

        da hat sich Deine Tochter ja den Jackpot ins Haus geholt #schwitz
        Dass Du Dir Sorgen machst, verstehe ich natürlich, aber sie ist alt genug um selbst zu entscheiden. Immerhin hat sie ein Kind mit dem Mann geplant...wie gesagt, Jackpot durch und durch :-(

        LG

        (4) 10.06.16 - 11:54

        Hallo,

        natürlich wird er merken das du nichts von ihm hältest und vielleicht ist es seine trotz Reaktion das er eben nichts macht....ich würde auch mit ihm reden...z.B.zum Kaffee und Kuchen einladen , neutraler Boden und dann eben anfangen mit das du nichts böses möchtest eben nur das beste für die beiden und dem Baby...

        Allerdings wenn deine Tochter möchte das du bei der Geburt dabei bist und er es eben nicht so toll finden , sollte man das auch akzeptieren und das zeigt auch das ihr eben kein gutes Verhältniss habt....

        Allerdings solltest du deine Tochter auch darin besterken , wenn sie keine Freunde hat nur dich und ihren Partner das kann doch auch nicht gesund sein ...das sie wenn das kleine da ist , z.a.Baby schwimmen etc.besucht...einfach das sie raus kommt und Kontakte knüpft

        Lg

      • (5) 10.06.16 - 12:05

        Typ bratzendoof, ein Jahr zusammen, eine Wohnung und nach 4 Monaten schwanger...na herzlichen Glückwunsch, aber auch alles falsch gemacht.

        Aber sie scheint ihn ja toll zu finden! Mir fiel da direkt dumm fi*** gut ein. Was anderes kann es ja nicht sein.

        Dein Tochter hat ihn sich ausgesucht und so schlimm scheint es nicht zu sein, sonst wäre sie getrennt. Du kannst ihr nur sagen, dass du für sie da bist, wenn sie sich trennt, den Rest muss sie alleine machen.
        Wer zahlt denn die Wohnung, wenn er (oder beide Hartz4 sind) Das Amt? Da kriegt sie auch alleine ne Wohnung mit Kind, muss sie sich halt nur mal kümmern.

        Dem Kind ist zu wünschen, dass es nicht den Intellekt des Vaters erbt.

        Vielleicht ist er ja bestechlich?

      • Hallo!

        Es geht dich schlichtweg nichts an. Sorry. Deine Tochter ist erwachsen und sie liebt den Mann. Das Gerede gegen ihren Freund bleibt diesem und deiner Tochter nicht verborgen. Es erinnert mich ganz böse an das Gelaber meiner Mutter und deswegen ärgere ich mich gerade extrem.

        Ich bin nach 2 Monaten Beziehung mit meinem Mann zusammen gezogen. Da war ich 21 Jahre alt. Mit 22 bekam ich unser erstes geplantes Baby. Mittlerweile bin ich mit dem dritten schwanger und seit fast 6 Jahren verheiratet. Meine Mutter meint auch, dass mein Mann nichts drauf hat, faul ist und kein guter Ehemann und Vater. Habe sogar im Familienforum davon berichtet, dass sie sich Gedanken dazu macht, wie sie unsere Kinder von ihm wegbekommt, wenn ich bei der Geburt sterben sollte, redet auch Richtung Trennung usw. Total schlimm! (Ok, mein Mann hat ein Abi und studiert, somit eine bessere Bildung als der Mann deiner Tochter, aber ist auch (noch) nicht der ultimative Bestverdiener. Sie rät mir sogar mein Studium abzubrechen, damit ich beim Fall einer Trennung nicht für ihn zahlen muss. Total krank! Das geht sie alles schlichtweg nichts an. Punkt)

        Mir wurde im besagten Thread mehrfach geraten, den Kontakt zu meiner Mutter abzubrechen und gaaaanz weit wegzuziehen. Und ja, mehr oder weniger kommt es immer mehr so. Ein paar Jahre hat sie es geschafft, Stress bei uns zu streuen. Aber irgendwann durchschaut man das. Ich liebe meinen Mann. Meine Mutter muss ja nicht mit ihm verheiratet sein, aber hat zu akzeptieren, dass ich ihn liebe. Tut sie nicht. Ihr Pech. Da sie ihre Enkel nur noch sehen will, wenn mein Mann nicht zu Hause ist, sieht sie die beiden halt gar nicht mehr oder nur alle paar Wochen. Ich habe auch Termine und die Große ist im KiGa. Nachmittags ist mein Mann Zuhause.

        Im übrigen ist mein Mann auch der Typ Mensch, der ein wenig länger braucht, um einen Schrank in den Keller zu bringen oder auf dessen Meinung ich viel wert lege bezüglich Kleidung oder Möbel. Meine Mutter kräht ständig, dass ich meinen Stil selbst aufgegeben habe, da ich nicht mehr so viele Kleider trage und flache Schuhe. Damals war ich immer wie aus dem Ei gepellt. Ähm ja. Aber ich bin zweifache Mutter. Ich finde Kleider meist unpraktisch. Gehen wir aus, bin ich sehr schick angezogen. Hohe Schuhe trage ich wegen meiner Thrombose nicht usw. Alles Unterstellungen, die sie an meinem Mann auslässt.

        So weiß ich aber, dass manche Mütter den Teufel an die Wand malen und Dinge ihrem bösen, bösen Schwiegersohn anhängen oder unterstellen, die von den Töchtern ganz anders wahrgenommen werden. Vergesse das nicht. Denn das ist schließlich der Grund, warum es zwischen Müttern und Töchtern knallt.

        Deine Hilfe in aller Ehren. Ich finde dich ein wenig übergriffig. Du bist nicht seine Mutter. Ich denke, dass du deiner Tochter häufig genug vermittelt hast, dass du ihren Freund für einen Taugenichts hälst. Stelle es lieber ein, bevor sie sich auch anfängt abzuwenden. Das mag vielleicht noch 2 oder 3 oder vielleicht auch 4 Jahre hin sein, aber es wird vermutlich kommen, wenn sie ihren Mann liebt und alt genug ist und versteht, dass du ständig gegen die Beziehung interagierst. Wenn sie ganz alleine meint, dass er ein Taugenichts ist, dann ist es an ihr, sich zu trennen. Es ist aber nicht an dir, sie dahin zu drängen...

        Ich kann verstehen, dass du dir Sorgen machst. Natürlich will eine Mutter keinen arbeitslosen Freund für die Tochter. Allerdings ist es ihr Leben. Du musst dich lösen und verstehen, dass sie erwachsen ist. Sie ist bald selbst Mutter. Lasse sie ihr Leben leben und sei für sie da, falls es irgendwann in die Brüche gehen sollte, aber mische dich nicht so krass ein. Das steht dir nicht zu. Lebe du dein Leben und lasse deiner Tochter das ihre!

        Alles Gute!

        (8) 10.06.16 - 12:28

        Hallo.

        Vielleicht solltest du Dich mal fragen, was bei der Prägung/Erziehung Deiner Tochter schief gelaufen ist, dass sie so einem Loser überhaupt als Partner und dann auch noch als Vater ihres Kindes in Betracht zieht ...

        ... und dann kannst Du nur hoffen, dass sie schleunigst aufwacht und den Typen aus ihrem Leben entfernt ... und beten, dass der Nächste nicht auch wieder so ein "Prachtexemplar" ist.

        Außerdem solltest Du sie unterstützen und anleiten, möglichst bald eine Kinderbetreuung zu organisieren (nach einem Jahr), damit sie beruflich wieder einsteigen kann und nicht länger als notwendig in der Hartz IV Falle bleibt ... je länger, umso größer die Chancen, dass die Männer, die ihr über den Weg laufen, nicht so dolle sind.

        LG

        • (9) 10.06.16 - 13:09

          >> Vielleicht solltest du Dich mal fragen, was bei der Prägung/Erziehung Deiner Tochter schief gelaufen ist, dass sie so einem Loser überhaupt als Partner und dann auch noch als Vater ihres Kindes in Betracht zieht ... <<

          Wow. Mal wieder sehr nett und rücksichtsvoll hier bei urbia...

          (10) 10.06.16 - 22:05

          Heute bist du aber mal wieder sehr freundlich!!! Was hat ihre Erziehung damit zu tun ? #kratz Sry aber die Tochter verliebt sich in den wo sie möchte!!! Deine unfreundlichen Kommentare sind einfach nur unnötig. #augen

          • (11) 10.06.16 - 23:02

            >>> Was hat ihre Erziehung damit zu tun ? <<<

            Eine ganze Menge ... wenn ich mein Kind zu einer selbstbewussten starken Frau mache, die weiß, was sie wert ist und dafür Sorge trage, dass sie sich in einem adäquaten Umfeld bewegt ... und ihr an die Hand gebe, wie wichtig z. B. auch eine Ausbildung ist ... steigert das die Chancen umgemein, dass sie sich NICHT irgendeinen dahergelaufenen Pfosten ans Bein bindet und von diesem auch noch schwanger wird.

            • (12) 11.06.16 - 00:17

              Wie du schon sagst, du steigerst die Chancen dazu, kannst sie aber niemals zu 100% davon abhalten. In wen sich deine Tochter verliebt, kannst du nicht beeinflussen. Deine Erziehung kann noch so gut sein, das ändert nichts. Du hörst dich immer mehr wie Maike an! Ich glaube das Wort "freundlich" kennst du nicht oder ?

              • (13) 11.06.16 - 00:55

                >>> kannst sie aber niemals zu 100% davon abhalten <<<

                Habe ich das behauptet?

                >>> Du hörst dich immer mehr wie Maike an! <<<

                Jetzt wird's lächerlich ...

                >>> Ich glaube das Wort "freundlich" kennst du nicht oder ? <<<

                Und Du das Wort Courage anscheinend auch nicht ... kleiner feiger Schwarznick ohne Poppes in der Hose ...

                • (14) 11.06.16 - 09:41

                  >>>Vielleicht solltest du Dich mal fragen, was bei der Prägung/Erziehung Deiner Tochter schief gelaufen ist, dass sie so einem Loser überhaupt als Partner und dann auch noch als Vater ihres Kindes in Betracht zieht ...<<<<

                  Ja hast du

                  • (15) 11.06.16 - 09:59

                    Ähmmm ... und woraus leitest Du dann ab, dass ich das behauptet habe:

                    >>> kannst sie aber niemals zu 100% davon abhalten <<<

                    Mensch, Mädel ... wenn Du mich vorführen willst, musst Du schon früher aufstehen ... komm rhetorisch, argumentativ und intellektuell auf Augenhöhe ... dann unterhalte ich mich von mir aus auch im feigen Schwarz mit Dir ... so ist das nur das Übliche ... #gaehn

        (16) 10.06.16 - 23:59

        Das heißt bei Dir im Umkehrschluß, dass ALLE, die sich in einen geistigen Tiefflieger verlieben, eine miserable Erziehung haben? Auf welchem Planeten lebst DU denn? Viel Erfahrung mit verliebten jungen Leuten hast Du offensichtlich nicht - und Dich auch noch nie in einen verknallt, der sich dann später als Niete herausstellte?
        Herzlichen Glückwunsch zur Perfektion - WOW!
        In meiner Familie hatten fast alle ihre Liebes-Flops, mich eingeschlossen - nur haben wir es eben auch mal gemerkt und korrigiert - was man von der Tochter der TE nur hoffen kann.
        Gruß Moni

        • (17) 11.06.16 - 00:01

          >>> Das heißt bei Dir im Umkehrschluß, dass ALLE, die sich in einen geistigen Tiefflieger verlieben, eine miserable Erziehung haben? <<<

          Nein, das heißt es nicht ...

    >> Was gibt es für Möglichkeiten wenn sie sich trennen will aber Angst hat? <<

    Ich kann aus deinem Thread leider nicht erkennen, dass sie sich trennen möchte. Wovor sollte sie auch Angst haben? Er scheint kein Mann zu sein, vor dem man Angst haben müsste und alleinerziehend ist sie auch nicht schlechter dran - sie verliert ja keinen "Ernährer".

    Meiner Ansicht nach solltest du mit deiner Tochter sprechen und nicht mit dem Freund. Wenn er einen so geringen Horizont hat, dass er Waffeleis einpacken lässt und seinen Vater zur Geburt mitnehmen möchte, bringt das bei ihm wahrscheinlich nicht ganz so viel. Dass er so keine Arbeit findet, kann ich mir auch vorstellen, vielleicht liegt ja auch eine geistige Beeinträchtigung vor, von der ihr keine Kenntnis habt.

    Ich denke also wenn, dann musst du den Hebel bei deiner Tochter ansetzen. Hier sehe ich aber die Gefahr, dass sie diesen Mann (warum auch immer) liebt und sich eben nicht trennen will. Das kommt dann vielleicht irgendwann, aber aktuell nicht. Je mehr du dich gegen ihren Freund stellst, desto mehr könnte sie sich von dir entfernen.

    (19) 10.06.16 - 13:16

    Ich war mal die Tochter. Deshalb kann ich dir sagen, was ich gebraucht hätte - vielleicht hilfts auch deiner Tochter.

    Ich habe mir einen antriebslosen Vollpfosten ins Haus geholt, weil ich bei einem ONS schwanger geworden bin (Verhütungspanne im volltrunkenen Zustand). Danach dachte ich, ich müsste eine heile Familie schaffen. Naiv wie ich damals mit 20 war, dachte ich doch tatsächlich, ich könne ihn ändern. Mit Liebe. Und Verständnis. Meine Familie sagte von Anfang an: "Schau, dass du den los wirst". Aber er war ja der Vater meines Kindes, bestimmt würde er sich ändern, wenn das Baby ersmal da wäre. Tat er auch: Er begann mich regelmäßig zu verprügeln und mir jede nur denkbare Form der Gewalt anzutun (auch wenn ich jetzt nicht denke, dass das im Fall deiner Tochter passieren wird - so klingt deine Beschreibung einfach nicht). Also hätte ich eigentlich genug Argumente gehabt, auf meine Mutter zu hören und die Trennung durchzuziehen. Ich wusste ja auch, dass meine Familie immer hinter mit stehen wird. Aber ich tats nicht. Es war mir unglaublich peinlich, v.a. nachdem mir alle immer gesagt haben, dass er ein A**** ist und ich ihn stets verteidigt habe (oder aus meiner damaligen Sicht verteidigen MUSSTE; weil alle anderen gegen ihn waren). Letztlich haben die Hilfsversuche meiner Familie also das komplette Gegenteil bewirkt, nämlich dass ich so lange an der Beziehung festgehalten habe, bis sie absolut unerträglich wurde.

    Vielleicht geht es deiner Tochter ähnlich: Zum einen denkt sie in jugendlicher Naivität, sie könne ihn "retten", zum anderen wünscht sie sich eine heile Familie. Dazu kommt, dass sie das Gefühl hat, ihn gegen euch zu "verteidigen" auch wenn sie sich innerlich längst von ihm distanziert hat.

    Deshalb denke ich, dass es ihr am besten hilft, wenn sie sieht, dass ihr für sie da seid, aber ohne sie zu einer Entscheidung zudrängen und ohne etwas negatives über ihren Partner zu sagen. Sagt lieber gar nichts, und gebt ihr zu verstehen, dass Ihr immer für sie da sein werdet, egal was passiert. Vor der Geburt trennt sie sich sicher nicht - schließlich denken ale, danach wird immer alles besser... Und danach wird der Hormoncocktail sie noch eine Weile an ihn binden. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo sie nicht mehr vor sich selbst verleugnen kann, dass er für sie kein Partner auf Augenhöhe ist. Und wenn sie dann aus dem "Verteidigungsmodus" raus ist, dann wird sie die richtige Entscheidung treffen. Auch wenn es schwer fällt zuzusehen: Vertrau ihr - du hast sie großgezogen.

    (20) 10.06.16 - 13:44

    Zum Schutz meiner Identität und meiner Tochter schreibe ich jetzt auch schwarz.

    Ich kenne das Problem nämlich. Meine Tochter hatte ebenfalls einen Freund, der aus einem sehr bildungsarmen Elternhaus kommt. Er ist sicherlich einer der Menschen mit dem niedrigsten IQ, die ich kenne. Manchmal hat er Dinge gesagt, da habe ich mich erstmal gefragt, ob er mich veräppelt, aber er meinte das leider immer völlig ernst.

    Er ist Handwerker und da ist er auch wirklich sehr geschickt. Leider aber auch relativ faul und sehr lange arbeitslos. Erst als der Groschen fiel, dass Geld vom Amt eben doch unbequemer (und viel weniger) ist, hat er einen Job auch mal behalten. Vorher immer Wechsel und natürlich lag es auch immer an den Anderen.

    Positiv war, dass er nicht raucht und auch nur im normalen Umfang Alkohol trinkt. Und dass er keiner ist, der handgreiflich gegenüber Dritten wird, auch wenn das in seinem Elternhaus gegenüber ihm und seinen Geschwistern wohl sogar bis weit in die 20er üblich war. Er ist also kein schlechter Mensch, nur ein einfacher Geist und halt teilweise auch ziemlich faul.

    Ich kann Dir nur ernsthaft raten, das Deiner Tochter nicht zu sagen. Nie hab ich mein Denken gegenüber meinem Kind geäussert, auch wenn ich deutlich eingeschritten bin, wenn er in meinem Beisein vehement versuchte, irgendwelchen Blödsinn als Wahrheit zu verkaufen. Ich habe ihn immer mit Respekt und Freundlichkeit behandelt und heute weiss ich, sie hat ganz genau gemerkt, was er für Einer ist. Nur hätte sie das damals sicher nicht von mir angenommen. Sie hat ihn schliesslich lieb gehabt.

    Sei für sie da, bring die Garderobe an, wenn sie sonst niemanden hat, umso mehr bindest Du sie doch an Dich! Schimpfst Du über ihn, treibst Du sie von Dir weg und sie wird Dich nächstes Mal wohl kaum fragen, wenn etwas zu erledigen ist. Biete ihr jegliche erdenkliche Hilfe an, ohne aufdringlich zu sein. Sei da, wenn sie Dich braucht, aber nur, wenn sie Dich bittet.
    Und wenn sie Dir erzählt, dass er merkwürdige oder dumme Dinge sagt, dann kommentiere auch das nicht, sondern frag sie einfach, was sie dazu denkt und sag ihr Deine Meinung, wenn sie fragt. Deine Tochter ist klug genug irgendwann zu merken, dass ihr Freund nicht mehr als ein lästiges Anhängsel ist. Und dann sollte Euer Verhältnis so sein, dass sie weiss, sie kann zu Dir zurück kommen oder Dich um Hilfe bitten, ohne dass Du möglicherweise sagst "Siehst Du Kind, ich habs Dir immer gesagt, der taugt nix!". Denn das ist ganz sicher das Letzte, was sie hören will.

    Oh, so einen hatte ich auch mal... zum Glück aber kein Kind zusammen...
    Ich will dir das mal aus der Tochters sicht erklären.. Sie liebt ihn.. auch wenn er sie manchmal nervt oder es ihr selbst nicht passt wie es läuft.
    Sie muss auf die Nase fallen. Je mehr druck du da ausübst desto mehr könnte es nach hinten los gehen..
    Eigentlich müsstest du all deine Hilfe komplett einstellen damit sie auf die Nase fällt..
    denn du bist ja immer da wenn Hilfe benötigt wird, also warum soll er sich mühe geben & sie sich gedanken machen? ich meine ihr gegenüber das nicht böse, aber so dachte ich auch Jahrelang. Warum trennen? Mama hilft doch, das klappt schon irgendwie..

    Sie muss selbst voll und ganz merken, dass sie im leben MIT ihm stehen bleibt.

    Natürlich ist das nicht einfach für dich, auch grade nicht weil da nachwuchs unterwegs ist..

    Zumal deine Tochter mal daran denken sollte, was das für ein Vorbild fürs Kind sein soll..
    Er kann selbst nichts dafür zurückgeblieben zu sein... aber das wahre ist es nicht für eine Familiengründung.
    Ein Mann der nicht für seine Familie sorgen kann ist kein Mann, ganz einfach.
    Mein Mann war auch kurzfristig mal arbeitslos & ging dann 3x die Woche zur Plasmaspende, das waren monatlich auch um die 250+ in der Haushaltskasse, abgesehen von seinem Arbeitslosengeld. Dass das mal passiert, da ist keiner gewappnet vor. Ist mir nach 10 Jahren auch schon passiert..
    Du musst offen mit ihr reden auch über deine Ängste und ihr vielleicht auch klar machen, dass du nicht dein Leben lang für die parat stehen kannst/wirst.. Denn du wirst ja auch älter. Eine mama bleibt leider nicht ein Leben lang.

    (22) 10.06.16 - 14:53

    Hallo,

    hast du das Problem oder deine Tochter? Mir kommt das so vor, als ob du das sehr einseitig siehst - klar hatte deine Tochter "Pech". Aber "Pech" im Beruf und "Pech" in der Beziehung und noch "Pech" ausversehen schwanger geworden zu sein.

    Ich war auch mal deine Tochter - ich habe Abitur und studiert, mein Mann kommt aus unmöglichsten Verhältnissen und wurde ab frühster Kindheit genötigt, im bankrotten mütterlichen Betrieb auszuhelfen - so entstanden Lücken in der Schule, Schulfrust und dann der Abbruch. Er hat nie eine Ausbildung gemacht. Bildungsbürgerliche Werte kannte er nicht.

    Meine Eltern waren gelinde gesagt mehr als entsetzt, als ich erzählte, dass ich schwanger wäre und wir heiraten würden - es führte sogar zu einem Kontaktabbruch, weil meine Mutter (selbst "nur" Realschulabschluss) meinte, sie würde sich in der Öffentlichkeit mit einem solchen Schwiegersohn schämen. So ein Post hätte auch meine Mutter verfassen können. "Kann nichts, taugt nichts...".

    Seither sind fast 20 Jahre vergangen. Wir sind immer noch verheiratet, haben mehrere Kinder. Mir war wichtig, dass diese nach spießig-bildungsbürgerlichen Werten erzogen werden. Das hat funktioniert - die Bildungsdifferenz zwischen uns hat sich angenähert, mein Mann arbeitet auch und meine Eltern haben sich mit ihm inzwischen arrangiert.

    Ich finde, es muss beiden geholfen werden - er sollte schauen, dass er einen Schulabschluss bekommt. Sie sollte sich bewusst sein, dass das kein Mann für eine klassische Versorgerehe ist und sollte sich auch schnellstmöglich wieder um eine feste Anstellung bemühen - restliche Problem: Lösen, wenn sie keine Hirngespinste mehr sind, sondern wirklich auftauchen.

    (23) 10.06.16 - 15:42

    Hallo,
    erstmal Danke für die zahlreichen Antworten.Ich habe mich bei vielen wied.er gefunden bei manchen nicht.
    Ich erläutere vielleicht nocheimal ein paar Dinge.Ich rede nicht schlecht von ihm vor meiner Tochter.Ich wurde z.B. von ihr gefragt ob ich die Zeitung Samstags aufheben kann , da sie diese nicht haben wegen Jobs. Wenn ich was höre schicke ich es ihnen.(Auf Wunsch)Aber er bewirbt sich nicht.Ich sage auch nichts wenn ich dort bin.Ich habe zwei drei mal Hilfe angeboten, wenn irgendwas ist oder ich helfen kann. Meine Tochter heult sich eher bei mir aus und ich habe und würde ihr auch nicht raten sich zu trennen,ich sage immer das sie in der Beziehung ist und nicht ich aber wenn was ist sie immer auf meine Hilfe hoffen kann.Klar helfe ich bei gewissen Dingen.Da kann ich einfach nicht anders.Ich habe auch nichts gegen ihn da er keinen Abschluss und nichts gelernt hat.Aber wenn man von Grund auf faul ist und vom Staat lebt habe ich sehr wohl was dagegen.Und wenn man zusieht wie andere was in der Wohnung tun und selber am Handy hängt sorry, kein Verständnis.
    Diejenigen die gesagt haben sie muss es selber erkennen und handeln ....Ihr habt Recht.Ich

    versuche es die ganze Zeit zu akzeptieren und mache es auch ,aber es ist für ein Mutterherz schlimm.Sie wird daraus lernen.
    Für diejenigen mit der Prägung.Vieln Dank aber da spielen noch weitaus andere Faktoren eine Rolle.
    Diejenigen die in so einer Situation waren oder sind verstehen mich.
    Alles in einem hat es einfach gut getan zu reden und im eigentlich wusste ich bzw. weiss ich die Antwort ja selbst.Es ist ihr Leben und ich bin da wenn sie mich braucht.

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