Streit wegen seiner Kinder

    • (1) 16.06.16 - 14:23
      medizini

      Hallo...

      Mein Freund und ich streiten öfter wegen seiner Kinder. Doch jetzt gerade hat es sich zugespitzt und bringt mich an meine Grenze des Verständnis für sie. Der Auslöser des letzten Streits war seine Tochter. Sie ist 8 und hat am Wochenende mein Armband bewundert. Sie sagte sie findet es sehr schön und ich habe gesagt, vielleicht bekommt sie auch so eins nächstes Jahr zu ihrer Kommunion. Damit war das Thema für mich erledigt. Am Montag ist mir aufgefallen, das Armband ist weg. Ich habe es überall gesucht, es ist nicht da. Ich habe meinen Freund gebeten sie zu fragen ob sie es genommen hat. Sie sagt am Telefon nein und die KM regt sich auf, wie man ihrem Kind so etwas unterstellen kann. Für meinen Freund ist nun klar, ich habe es unterwegs irgendwo verloren. Oder es ist hinter den Möbeln, oder sonst wo. Ich bin mir sicher ich hatte es an wir heim gekommen sind. Für mich war das Armband wichtig, ich möchte das geklärt haben, da ich mir sicher bin sie hat es. Ich finde er geht zu lasch damit um. Sie hat schon öfter Sachen aus dem Hort mit gehen lassen, wenn ihr ein Spielzeug so gut gefallen hat. Das weiß ich weil mein Freund ein Wörtchen mir ihr reden sollte deswegen und sie alles zurück bringen musste und sich entschuldigen.Ich möchte dass sie mir in die Augen sieht und mir sagt sie hat es nicht. Damit ich erkenne ob sie lügt. Er sagt das ist zu viel und sie hat gesagt sie hat es nicht. Wie soll ich damit umgehen? Es auf sich beruhen lassen? Oder kann ich verlangen, dass er noch einmal mit ihr redet? Oder kann ich sie noch einmal darauf ansprechen?

      GLG

      • Im Zweifel für den Angeklagten. Sie sagt, sie hat es nicht. Was willst du denn tun? Ihr die Daumenschrauben anlegen und ein Geständnis aus ihr herauspressen?

        Wenn sie nächstes Mal bei euch ist, dann würde ich beiläufig erwähnen, dass dein Armband immer noch nicht aufgetaucht ist und du darüber total traurig bist....
        Schau, wie sie reagiert.

        Ansonsten: Thema durch.

        Gruss
        agostea

        PS: Stell mal vor, du machst jetzt ein Fass auf und es stellt sich heraus, dass sie tatsächlich unschuldig ist? Auch blöd, oder?

        • (3) 16.06.16 - 14:43

          Ich hätte erwartet dass der Vater ihr Zimmer durchsucht. Oder noch einmal eindringlich mit ihr spricht. Thema durch ist etwas wenig für mich. Es war ein teures Pandora Armband mit verschiedenen Charms, die mir Freunde und Familie zu vielen Gelegenheiten geschenkt haben. Abgesehen von einem materiellen Wert von sicherlich mehr als 200 Euro, geht es um den Wert den es für mich hat.

          • Ich verstehe deinen Unmut durchaus, nur deine Vermutung basiert rein auf Unterstellungen, weil es da offenbar mal einen Vorfall gab.

            Das heißt aber nicht, dass sie weiterhin Dinge "abgreift".
            Du musst vorsichtig sein, mit deiner Haltung.

            Wie gesagt, läuft das aus dem Ruder und du findest das Armband am Ende im Jackenärmel oder unterm Bett, wird's peinlich.

            Was ärgert dich denn jetzt eigentlich? Der Vater, der deiner Meinung nach zu passiv reagiert?

            • (5) 16.06.16 - 15:31

              Ich finde er nimmt die Sache nicht ernst genug. Er fragt einmal nach, sie sagt nein und damit ich die Sache erledigt. Ich frage mich was er tun würde wenn Geld von ihm oder sein Handy weg wären. Dann wäre er nicht so uninteressiert. Und vor allem weil sie schon geklaut hat, und er weiß wie wichtig mir das Armband ist, hätte ich mehr von ihm erwartet.

              • (6) 16.06.16 - 15:45

                für mich klingt das nach zwei unterschiedlichen Konfliktpunkten, die sich hier ungünstig vermischen:

                1. zum einen, dass dein Armabdn weg ist und du aufgrund der bisherigen Erfahrungen stark davon ausgehst, dass es die Tochter mitgenommen hat

                2. zum anderen, dass du genervt davon bist, dass er sich nicht mehr einsetzt.

                im 1. Punkt bist du ziemlich machtlos - und kannst darauf hoffen, dass das Armband wieder auftaucht oder du es sogar bei dir im Haus findest - oder eben noch ein dezentes Gespräch mit der Tochter führen

                zum 2. Punkt: kommt das öfter vor, dass du das Gefühl hast, dass er sich nicht richtig "für dich einsetzt", dir zur Seite steht oder dass du nicht die Nummer 1 an seiner Seite bist? Gibt es da etwas, was dich an seinem Verhalten in anderen ähnlichen Situationen auch so ärgert?

                lg

                ps: ich verstehe deinen Frust auch. ich weiß nur, dass ich mit mehr Abstand (ob zeitlich oder hier persönlich) solche Situationen entspannter sehen kann. entscheidend wäre für mich, herauszufinden, ob mich dieses Verhalten von ihm immer wieder mal nervt. weil dann gäbe es da vielleicht Bedarf für einen lösungsorientierten Blick für euch beide...

                • (7) 16.06.16 - 15:55

                  Das kommt öfter vor, dass er Dinge für nicht so wichtig hält. Nicht so schlimm wie jetzt, doch immer wieder ärgert es mich. Wenn ich zum Beispiel den Eingangsbereich wische und es ist matschwetter wie so oft in den letzten Wochen und ich bitte die Kinder sich die Schuhe vor der Türe auszuziehen. Sie machen es nicht und laufen 3 Meter über die weißen Fliesen. Da könnte ich platzen. Er sagt nichts dazu, ich kann doch am Abend noch einmal wischen.

                  Oder wenn sein Sohn dauernd das Handy in der Hand hat und ich ihn um etwas bitte. Er reagiert nicht. Er bekommt nichts mit. Dann geht er nicht hin und sagt ihm er soll das Ding weg legen. Nein, er macht es lieber selbst, damit ich zufrieden bin. Dabei geht es mir nicht nur darum dass etwas erledigt wird.

                  Es gibt so viele Beispiele.

                  • (8) 16.06.16 - 16:07

                    verstehe...

                    ein paar Gedanken kommen mir dazu:

                    er nimmt deine Bedürfnisse nicht so ernst und sucht schnell eine weiche Zwischenlösung nach dem Motto "dann sind alle wieder entspannt"

                    du wirst ihn in diesem Charakterzug nicht verändern können.

                    Gäbe es eine Zwischenlösung für dich?

                    beispielsweise dass in deinem Haus deine Regeln gelten (Schuhe werden vorne ausgezogen) - und die Regel gilt für alle.

                    die Beziehungsgestaltung zwischen dir und den Kindern wird euch überlassen (Frage an Erfahrenere: ist das gut? mir wäre es lieber, wenn ich und die Kinder eigenverantwortlich eine Beziehung aufbauen können, ohne dass Mama und Papa sich einmischen. dafür erziehe ich die Kinder nicht, soweit es geht). Spielt jemand am Handy oder Computer ist es nicht ungewöhnlich, wenn derjenige nicht ansprechbar ist. deswegen gilt: erst mal die Gesprächsbereitschaft sichern (z.B. Namen rufen, hingehen,...) und dann die Frage stellen.

                    mehr fällt mir gerade nicht ein...

                    • (9) 16.06.16 - 16:18

                      Ich versuche sie nicht zu erziehen oder zu viel zu schimpfen. Doch wie bei dem Beispiel mit den Schuhen, da platzt mir dann schon der Kragen. Eben weil sie sich nicht an die Regeln halten. Und da er nichts dazu sagt, bleibt die Rolle der "bösen Stiefmutter" an mir hängen. Das ist frustrierend.

                      • (10) 16.06.16 - 16:24

                        aber die Hutschnur würde dir als Nicht-Stiefmutter genauso platzen, oder?

                        deswegen: klare Regeln aufstellen, ruhig und bestimmt darauf bestehen und dann gibt es einen Diskussionspunkt weniger
                        sobald du geleitet wärest von der Angst, als böse Stiefmutter gesehen zu werden, hast du vielleicht schon verloren. so eine Konstellation ist einfach nicht leicht! und es braucht viel Ruhe und Klarheit und auch Liebe, bis jeder seine Position neu gefunden hat und bis Vertrauen wächst. und als Erwachsener muss man da mehr Vorschuss geben... was nicht heißt, dass du den Kasperl machen sollst. keineswegs.

                        ich sehe es eher als Herausforderung für dich, dir selbst treu zu bleiben, nicht in die Falle zu fallen "gemocht werden zu wollen" und deine Grenzen zu wissen (was lässt du zu, was nicht, wo hältst du dich raus, wo bestehst du drauf, wo bist du flexibel usw)...

                        kannst du damit etwas anfangen?

                  Sie machen es nicht und laufen 3 Meter über die weißen Fliesen. Da könnte ich platzen. Er sagt nichts dazu, ich kann doch am Abend noch einmal wischen.
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                  Da würde ich den Dreck gerade stehen lassen und nicht wischen#cool

                  Und wenn die KInder Dich etwas bitten, dann überhörst Du es auch eben...spiegel ihr Verhalten, das geht manchmal besser als schimpfen.

                  (12) 17.06.16 - 08:26

                  Unmöglich, der Mann. Echt jetzt! Sowas geht gar nicht. Abgesehen von der Arbeit, die du doppelt hast, ist das für mich eine wirklich heftige Respektlosigkeit.

                  Ich würde den Teufel tun und nochmals wischen. Nach so einer Aktion würden bei mir die Kinder höchstpersönlich Korridor wischen und zwar so lange, bis alles glänzt.

                  Aber es liegt an dir, das durchzusetzen.

                  Es sind seine Kinder, richtig? Nicht deine, ja? Dann sprich ernsthaft mit ihm und mach ihm klar, dass mit seiner Passivität dein Verhältnis zu seinem Nachwuchs garantiert ruinieren wird. Es geht nicht, dass die Stiefmutter mit einer derartigen Respektlosigkeit begegenet wird und der Vater dieses Verhalten auch noch unterstützt.

                  lg thyme

        Hallo,

        Du kannst nicht mehr machen. Die Mutter weiß ja nun auch Bescheid und wird bestimmt reagieren, falls sie bei ihrer Tochter das Armband sieht. Ich würde es auch beim nächsten Besuch beiläufig erwähnen und schauen, wie die reagiert.
        Nur mal kurz: Du hast mein volles Mitgefühl und mir würde es bei der "Vorgeschichte" auch schwer fallen, sie nicht zu verdächtigen.

        Hoffentlich klärt es sich schnell!

        (14) 16.06.16 - 18:04

        "Ich hätte erwartet dass der Vater ihr Zimmer durchsucht. Oder noch einmal eindringlich mit ihr spricht."

        Kannst du das nicht selber?

Wo legst Du denn das Armband immer ab? Immer an der gleichen Stelle? Und Du bist 100% sicher, dass Du es dort abgelegt hast und als das Kind weg war, hast Du den Verlust gemerkt?

Puh, schwierig. Wenn es niemand bei ihr findet, dann kannst Du nichts beweisen, aber ich würde Schmuck, Geld etc wegsperren, wenn sie da ist, nur um sicher zu sein.

Wenn sie wieder da ist, würde ich fragen, ob sie das Armband genommen hat. Du kannst sagen, dass Du sehr traurig ist, weil es weg ist.
An der Reaktion siehst Du dann, ob sie es hat, es sei denn sie ist mit ihren 8 Jahren extrem abgebrüht, aber das sind die wenigsten.

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