Freund ist ein Muttersöhnchen

    • (1) 21.06.16 - 16:58
      äffchen

      Hallo

      ich brauche Rat wegen der Familie von meinem Freund. Er ist ein Muttersöhnchen und das geht mir inzwischen sehr auf den Schlips. Er wohnt noch zu Hause im Dachgeschoss mit nur einem Eingang. Er ist dicke mit seiner Familie und erwartet dass auch von mir. Ich habe keine gute Familie und keinen Kontakt. Seine Familie hält mich für unfreundlich aber das bin ich nicht. Nur weil ich nicht jedes Mal wenn ich zu Besuch komme mit ihnen zusammen Kaffee trinken will oder eine halbe Stunde quatschen. Ich komme ihn besuchen und nicht seine Mutter. Sie ist neugierig will wissen was ich gemacht habe, was geht sie das an? Dann wenn ich meine Tochter dabei habe will sie immer dass sie zu ihr kommt und drückt ihr Schokolade in die Hand. Jedes mal. Ich habe gesagt sie soll es lassen. Fand sie wieder unfreundlich. Wieso muss eine zweijährige immer Schokolade haben? Wenn ich bei ihm übernachte muss ich morgens mit ihnen frühstücken. Ich habe ihm gesagt ich mag das nicht.Er soll das Frühstück hoch bringen und wir frühstücken oben zusammen. Das wollte er nicht, also sollen wir eine Stunde zusammen sitzen und sie quetschen mich aus. Da frühstücke ich lieber nichts. Ich habe ihn gefragt wann er ausziehen will, doch das kommt für ihn zur Zeit nicht in Frage. Er spart sich sein Geld indem er keine Miete bezahlt. Doch was ist mit mir? Ich muss bei seinen Eltern ein und aus gehen und mich von ihnen herum kommandieren lassen. Ich mag viele Sachen die seine Mutter kocht nicht und wir kochen uns öfter selbst etwas extra. Da meckern sie dann immer dass es neumodisches Gezeugs ist und sie so etwas nie essen würden. Dabei würde ich auch ihr Essen nie essen. Mein Freund sagt ihnen zwar öfter dass jeder so leben und essen kann was er mag aber trotzdem versucht er mich immer zu überreden das Essen seiner Mutter zu essen. Ich möchte aber nicht. Und ich möchte auch nicht dass meine Tochter das Essen bekommt. Ich bin die Mutter und ich bestimme was gegessen wird. Letztes Wochenende waren wir weg und sie war bei seiner Mutter. Als wir zurück gekommen sind hat sie erzählt sie waren mit ihr einkaufen und haben ihr Klamotten gekauft. Was? Ich dachte ich höre nicht recht. Sie hat genug Klamotten. Sie haben ihr so hässliche Sachen gekauft die ich ihr nie anziehen würde und mein Freund will auch noch Dankbarkeit dafür haben. Wofür? Ich habe sie nicht darum gebeten. Er meint meine Tochter hat Sachen die ihr zu klein sind. Das stimmt nicht. Aber sie wächst so schnell, ich kann ihr nicht dauernd neues kaufen. Jetzt kaufen seine Eltern etwas und ich komme mir doof vor als ob ich nicht selbst für sie sorgen könnte. Am liebsten würde ich ihr sagen sie soll alles zurück bringen. Aber dann wäre mein Freund sicher eingeschnappt. Ich habe jetzt gesagt dann bleiben die Klamotten bei ihnen wenn sie dort welche braucht. Ich nehme sie nicht mit. Er sagt ich bin undankbar und zickig.

      Kann er nicht verstehen dass mir die Einmischung seiner Mutter zu weit geht? Ich liebe ihn aber seine Mutter geht mir auf die Nerven. Es belastet unsere Beziehung. Wie soll ich mit der Sache um gehen?

      • (2) 21.06.16 - 17:09
        Beziehung zu dritt

        hallo,

        ihr schient ja eine dreier Beziehung zu haben
        und der Mann dazwischen kommt in einen Loyalitätskonflikt während die Schwiegermama und du in Konkurrenz tretet. wer hat recht? niemand...

        so wie du dein und ihr verhalten beschreibst, klingt es stellenweise fast bisschen ähnlich ;-)

        zumindest ist klar: er entscheidet sich nicht eindeutig für euch, euer Familienleben und will die Nähe zur Mutter, zur Familie behalten - aus welchen Gründen auch immer. ich vermute, dass es nicht altersbedingte und pflegetechnische Gründe sind...

        nimm ein bisschen von der Abwehr raus, von der Schärfe in der Kommunikation und sag freundlich, wo du hin möchtest
        du kannst ihn dazu einladen
        und er kann sich entscheiden
        und akzeptiere es am besten, wenn ihm seine Mutter wichtiger ist - dagegen würdest du nie ankommen! nicht bei dem, was du beschrieben hast...

        wenn du aus dem Kampf gegen die Mutter gehst, wirst du klarer sehen können, ob das wirklich dein Platz ist und wenn ja, wie du dazu beitragen kannst, dass es ein schönerer wird (und wenn du nur deine innere Haltung dazu änderst) - und wenn nein, dann sei froh, wenn du so bald wie möglich da raus bist, auch wenn es erst mal schmerzt. aber es kann auch leichtere Beziehungen geben, die Spaß machen und gut tun (und zwar beiden)...

        lg

        • (3) 21.06.16 - 17:22

          Genau so fühlt es sich an, wie eine Dreierbeziehung. Ich möchte nicht gegen sie kämpfen, sie soll mich/uns in Ruhe lassen. Zumindest wenn ich da bin. Wenn ich nicht da bin, kann sie tun und lassen was sie will und eng mit ihm sein. Doch wenn ich da bin, dann soll sie sich zurück halten.

          • (4) 21.06.16 - 17:59
            Beziehung zu dritt

            du schreibst immer, was "sie soll"

            das hinterlässt bei mir den Eindruck, dass du vehement gegen sie und ihr Verhalten ankämpfst
            aber das wird ein Kampf gegen Windmühlen, du wirst gegen Brustverbindungen nie ankommen

            und er hat eindeutig Schwierigkeiten, sich klar auf deiner Seite und "gegen sie", bzw "für euch" zu positionieren - was für dich die Sache noch unerträglicher macht.

            wenn du dagegen kämpfst, wirst du dir eher blutige Ellenbogen holen als dass du bei den beiden einen Millimeter bewegen kannst - nicht mit dieser Haltung
            ob es allerdings mit einer entspannteren Haltung funktioniert, kann ich auch nicht sagen.
            und wenn du nur entspannter bist, damit du vielleicht etwas erreichen könntest, werden die das spüren, das wäre vielleicht zu berechnend

            warum willst du etwas so dringend erzwingen? vielleicht findest du auf diplomatische Weise und über Kommunikation einen Weg? oder auch nicht...

            • (5) 21.06.16 - 18:05

              Blutsverbindung sollte es heißen

              was ich mich noch frage ist, ob du deswegen so vehement bist, weil du selbst Familie so nicht erlebt hast - und vielleicht leben sie ein stückweit auch einfach ein Modell einer Großfamilie, welches alle Beteiligten als recht entspannt empfinden

              ob es dich vielleicht ein bisschen auch schmerzt zu sehen, dass du als Kind so Familie - mit all der Unterstützung - erleben durftest?
              oder ob die Bindung einfach zwischen beiden auch einen Ticken zu eng ist und er ein Muttersöhnchen, der sich ernsthaft nur dann für eine Frau entscheidet, wenn die Mutter zustimmt und nur, wenn sie das Zepter in der Hand hält? das kann ich nicht sagen

              aber vielleicht kannst du in dich gehen und reinfühlen, ob in dem anderen Gedanken ein Fünkchen Wahrheit ist und dass du mit dem Kampf gegen sie versuchst, deinen eigenen Schmerz zu verstecken. ich könnte das verstehen, weil in der Kindheit empfunden fehlende Fürsorge und Liebe (wenn auch nicht komplett) heftig weh tut
              und als Kind denkt man ja immer, es läge an einem selbst...

          Aber um auf DEIN kind aufzupassen ist sie dann wieder gut genug?? Dein Freund sollte dich in den Wind schießen so wie du mit seiner Mutter umgehst.

    > Wie soll ich mit der Sache um gehen? <

    Mal etwas entspannter werden vielleicht?

    Ich konnte jetzt nichts lesen, was so verwerflich wäre, dafür finde ich dich etwas krampfig und verbissen.

    • (8) 21.06.16 - 17:16

      ich möchte ein Beziehung mit ihm, nicht mit seiner Mutter. Wenn ich ihn besuche, dann besuche ich ihn, nicht die Mutter. Wenn ich bei ihm übernachte, will ich nicht den Vormittag mit der Mutter verbringen und mit ihr frühstücken. Wenn meine Tochter da ist, soll sie darauf hören was ich möchte und nicht einfach das tun was sie möchte. Ich könnte endlos weiter aufzählen.

      • Dann soll er dich besuchen, wenn du so einen Pratz auf seine Mutter hast, Problem gelöst.

        Meine Güte, hoffentlich bringt mir keiner meiner Söhne so eine verbissen Zicke ins Haus #augen

        • (10) 21.06.16 - 17:25

          Bei mir ist es eng. Ich habe nur eine 40 qm Ein Zimmer Wohnung und das ist blöd mit Kind. Darum sind wir meistens bei ihm. Warum bin ich verbissen? Nur weil ich Zweisamkeit haben will wenn ich bei ihm bin und nicht jedes Mal stunden lang mit seiner Mutter verbringen will?

          • Dann musst du dich eben trennen, wenn dich dieses Wir-sind-alle-eine-große-happy-family-und-hängen-immer-zusammen so stresst.

            Vielleicht solltest du aber mal deine Kindheit aufarbeiten, da liegt wohl der Hase begraben.

            • (12) 21.06.16 - 18:25

              das kann sein dass es an meiner Kindheit liegt. Bei mir war es anders extrem und bei denen ist es in die andere Richtung extrem. Trotzdem liebe ich ihn und wünsche mir nur ein wenig Zweisamkeit. Ohne seine Mutter, Eltern und oft auch noch Geschwister mit dabei.

              • Meine Erzeugerin ist ein Narzisst, meine Kindheit war auch kein Zucker schlecken, da mein Erzeuger die ganze Woche unterwegs war (Fernverkehr) und ich dieser Person ausgeliefert war. Diese Erkenntnis kam aber erst sehr spät bei mir.

                Als ich damals meinen Mann kennen lernte, dachte ich zuerst auch nur "Huch, wo bin ich hier gelandet", da es genau das Gegenteil von dem war, was ich kannte, von daher kann ich doch nachvollziehen, wie es dir geht mit der Situation.

                Ich finde, da solltest du bei dir evtl ansetzen und ggf eine Therapie in Betracht ziehen.

                • #pro#pro#pro

                  Sehr schön geschrieben. Genau das denke ich auch. In der Vergangenheit liegt das Problem, nicht in der Familie des Partners.

                  Zur TE:
                  Ich denke auch, dass du mal eine Therapie anstreben solltest. Mit solch einer Gegenwehr ist dein neuer Partner schneller weg, als dir lieb ist. Und wenn du ihn liebst, dann gehst du auf ihn zu und spielst nicht gegen ihn. Er hat seine Beziehung zur Mutter bzw. zur Familie. Erfreu dich doch dem. So lernst du auch mal eine andere Seite vom Familienleben. Und deinem Kind kann dies auch guttun.

                  Alles Gute.

                  LG

          Er wohnt aber nunmal bei seinen Eltern! Wenn er keine abgeschlossene Wohnung hat dann ist doch logisch das gemeinsam gefrühstückt wird usw, es ist IHR Haus und du bist nichts als ein Gast in IHREM Haus, das vergisst du offenbar!

          Du lebst in einer ein Zimmer wohnung mit kind? Such dir was größeres dann musst du auch nicht immer in das Haus seiner Eltern!

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