Partnerschaft und Geld

    • (1) 23.06.16 - 12:01

      Hallo,
      War euch bei der Partnerwahl wichtig, dass euer Mann gut verdient?
      Oder hätter ihr auch einen armen Schlucker genommen?

      Und wenn ihr selbst gut verdient, findet ihr es dann schlimm, wenn der Mann weniger Geld hat?
      Ist euch wichtig, dass der Mann die Familie ernähren kann?
      Bei uns ist es so, dass wir beide arbeiten und auch in etwa gleich viel verdienen.

      Aber gerade wenn Kinder kommen, kippt das ja oft, da die Frauen zu Hause bleiben oder Teilzeit arbeiten und dadurch wesentlich weniger verdienen als der Mann.
      Ist euch finanzielle Unabhängigkeit wichtig?

      Oder habt ihr einen Partner, der klar sagt, dass er die finanzielle Verantwortung nicht alleine tragen will?
      Hier ist es so, dass wir beide zu Hause unsere Aufgaben teilen, also Haushalt und alles was dazu gehört. Wird ein Kind krank, bleibt mal er, mal ich zu Hause. Liegen Termine in der Schule an, wird das auch aufgeteilt.

      Aber halt auch die finanzielle Versorgung der Familie ist unser beider Angelegenheit.

      Wie habt ihr euch da geeinigt?

      • (2) 23.06.16 - 12:25
        so ist es bei uns ......

        Hallo!

        >>>>>>><<War euch bei der Partnerwahl wichtig, dass euer Mann gut verdient?

        Ja, weil ich es auch tue und mir wäre es zu blöd, wenn ich mich einschränken müsste, dass er "mitziehen" kann.

        >>>>>>>>>> Oder hätter ihr auch einen armen Schlucker genommen?

        Nein, hätte ich nicht, weil für sein "armer Schlucker"-Status vermutlich selbstverschuldet ist (falsche Ausbildung, kein Beruf, etc.)

        >>>>>>>>>>>>Und wenn ihr selbst gut verdient, findet ihr es dann schlimm, wenn der Mann weniger Geld hat?

        Ja, fände ich!

        >>>>>>>>>>>>>Ist euch wichtig, dass der Mann die Familie ernähren kann?

        Ja, weil Kinder geplant waren und man weiß ja nie ob man selber dann noch vollumfänglich berufstätig sein kann. (Behinderung, Krankheit, kompliziertes Kind, etc.) Aber genauso wichtig war es mir selber einen Beruf zu haben wovon ich alleine meine Kinder ernähren kann. - Man weiß ja nie und irgendwie muss man der Verantwortung gerecht werden, oder wer soll es tun???

        >>>>>>>>>>>>>>Bei uns ist es so, dass wir beide arbeiten und auch in etwa gleich viel verdienen.
        Aber gerade wenn Kinder kommen, kippt das ja oft, da die Frauen zu Hause bleiben oder Teilzeit arbeiten und dadurch wesentlich weniger verdienen als der Mann.
        Ist euch finanzielle Unabhängigkeit wichtig?

        >>>>>>>>>>>>>>>Sehr wichtig, deswegen haben wird das so organisiert, dass ich recht schnell wieder beruflich in meinem Beruf (nicht 450,-Job) eingebunden war. Fand mein Mann auch eher entlastend, entspannend.

        >>>>>>>>>>>>>>>Oder habt ihr einen Partner, der klar sagt, dass er die finanzielle Verantwortung nicht alleine tragen will?

        Das auch! Er hat sich ja auch eine Partnerin ausgesucht, die das ja auch bringen kann.

        Hier ist es so, dass wir beide zu Hause unsere Aufgaben teilen, also Haushalt und alles was dazu gehört. Wird ein Kind krank, bleibt mal er, mal ich zu Hause. Liegen Termine in der Schule an, wird das auch aufgeteilt.

        Aber halt auch die finanzielle Versorgung der Familie ist unser beider Angelegenheit.

        Wie habt ihr euch da geeinigt?

        >>>>>>>>>>>> ?????

        LG, I.

      Ich habe mich damals für einen armen Schlucker entschieden. Weil das Geld bei der Partnerwahl keine Rolle gespielt hat. Am Anfang war ich Hauptverdienerin, mittlerweile ist er im Berufsleben angekommen und verdient in seinem Job viel, viel mehr als ich jemals. Tja, so kanns kommen! ;-) Tatsächlich haben wir mittlerweile mit Familie, Kindern, Haus und Garten entschieden, dass ich weniger arbeite. Mein Mann könnte und würde es mir auch ermöglichen ganz Hausfrau zu sein - das will ich allerdings wegen der Abhängigkeit nicht. WIr hatten auch schon im Gespräch, die Hausarbeit durch eine Putzfrau erledigen zu lassen, wenn ich wieder mehr arbeiten will, aber um ehrlich zu sein: Gerade ist es uns beiden wichtiger, dass ich ausreichend zuhause bin, um die Kinder zu versorgen.

      Warum ich weniger arbeite und nicht er? Ganz einfach weil ich im sozialen Bereich tätig bin und er Ingenieur ist. Oder mit anderen Worten: Als Vollzeitkraft habe ich 2.400€ BRUTTO bekommen, er bekommt mehr als das doppelte (unfair, wenn man bedenkt, das wir die gleiche Schulbildung haben und gleichlang studiert haben - aber so ist das nunmal, Augen auf bei der Berufswahl!). Da fällt einem die Entscheidung leicht, nicht wahr?

      • Als Vollzeitkraft habe ich 2.400€ BRUTTO bekommen, er bekommt mehr als das doppelte (unfair, wenn man bedenkt, das wir die gleiche Schulbildung haben und gleichlang studiert haben

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        Mit einem Studium?#schock Da bekommt man doch in jedem Büro mehr!

    • Im Büro - kannst du das konkretisieren? Als Schreibkraft? Sachbearbeiterin? Was ist das für eine Aussage?
      Ich weiss nicht, was die TE studiert hat, warum ihr akademischer Grad ihr ein so ungemein knappes Vollzeitgehalt beschert, aber nicht jeder strebt einen Beruf oder einen akademischen Titel allein des Geldes wegen an.

      Siehe arianes Kommentar zu den SozPäds. Wir werden nicht reich, es sei denn, wir siedeln uns in der freien Wirtschaft an, beraten alkoholkranke Manager und verhandeln unser Gehalt selbst.
      Ansonsten sind wir im öffentlichen Dienst, bei den sozialen Trägern und Kirchen in der Tat vom Gehalt her nicht sonderlich weit oben angesiedelt. Das liegt bestimmt an der allgemein verankerten Sicht auf "uns" - wir machen doch eh nix anderes als Kaffee trinken, herumlabern und Socken stricken, oder? ;-)
      In Anbetracht der Tatsache, dass aber gleichzeitig die Bildungsansprüche an Kinder und Jugendliche kontinuierlich enorm ansteigen, muss man das Paradoxon dabei nicht näher beleuchten - denn es sind bei Weitem nicht nur die Lehrer zuständig, dass die Kids "funktionieren und die geforderten Leistungen erbringen... Nur so als Beispiel.

      Was passieren würde, wenn niemand mehr diese Studiengänge belegte, da die später angestrebten Berufe schlecht bezahlt sind, kann man sich natürlich mal überlegen.

      • Was passieren würde, wenn niemand mehr diese Studiengänge belegte, da die später angestrebten Berufe schlecht bezahlt sind, kann man sich natürlich mal überlegen.

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        Vielleicht würde aber genau das die Branche (ich nenn es jetzt mal so) zum Umdenken bringen!

        Aussage bezogen auf Sachbearbeiterin/Vollzeit Import/Export...nur mal als Beispiel.

        Nicht dass Du das falsch verstehst, ich empfinde das einen Skandal, dass man im sozialen Bereich solche Hungerlöhne zahlt.

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