Meinung von Außenstehenden gesucht

    • (1) 23.06.16 - 21:18

      Hallo,

      in der Hoffnung, dass das jemand liest und mir vielleicht einen Rat geben kann bzw. eine außenstehende Meinung, fange ich nun mal an mein Herz auszuschütten...

      Ich 22, seit 2 Jahren in einer Beziehung, habe langsam das Gefühl Gespenster zu sehen.

      Seitdem ich meinen Partner kennengelernt habe, habe ich eine sehr starke Verlustangst/ Angststörung entwickelt. Ich arbeite seit meinem psychischen Tiefpunkt daran und versuche mir oft bewusst zu machen, dass diese unbegründet ist...den Auslöser habe ich bisher nur bedingt gefunden, jedoch habe ich mittlerweile Fortschritte gemacht (Panikattacken durchstehen).

      Bisher hat er immer viel Verständnis aufgebracht. Doch seit meinem absolutem o.g. Tiefpunkt, habe ich das Gefühl, dass sich etwas zwischen uns verändert hat.

      Mein Problem ist, dass ich Angst habe mir das alles einzubilden und total paranoid zu sein, daher brauchte ich Rat.:

      Auf der einen Seite sagt er mir, er liebt mich, er merkt sich Dinge von denen ich erzähle, schenkt mir Aufmerksamtkeit, ist für mich da usw. auf der anderen Seite jedoch verhält er sich komisch.

      Er nimmt sein Handy dauernd überall mit hin (ich gehe da nicht ran). Wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist, ist dauernd der Akku leer und er kommt erst spät in der Nacht nach Hause (was früher jedoch auch so war, nur jetzt halt häufiger), dazu muss man sagen, dass ich durch die gemeinsame PC Nutzung darauf aufmerksam geworden bin, dass er als ich über das Wochenende nicht da war, sich die Profile seiner Ex und Exaffären angeschaut hat, kurz nachdem er sich Pornos angesehen hat (letzteres gar kein Problem, die Kombination tut jedoch sehr weh).

      Ich weiß nicht, ob ich ihn auf meine Unsicherheit/Misstrauen ansprechen soll. Brauche wirklich einfach mal eine Meinung...

      • (2) 23.06.16 - 21:41

        Hallo liebe ratgesucht,

        vor 8 Jahren habe ich etwas ähnliches erlebt. In meiner Beziehung mit meinem damaligen Freund habe ich auf einmal angefangen, Angstzustände und Panikattacken zu bekommen. Ich habe ihn angesprochen, ob etwas anders sei, er mich noch liebe, etc. Er hat immer wieder gesagt, es ist alles gut. Ich habe das mehrere Wochen durchlebt, bis ich sogar Psychopharmaka bekommen habe. Endlich - ja, endlich, denn es war eine Erlösung - hat er mir unter Tränen gestanden, dass er sich in eine andere verliebt hat. Genau zu dem Zeitpunkt, wo das bei mir angefangen hatte. Mein Bauchgefühl war also komplett richtig und in meinem Inneren hat etwas nicht zusammengepasst.
        Ich will jetzt auf keinen Fall sagen, dass dies bei Deinem Freund so sein muss. Aber ich würde ihn ansprechen. Eine Beziehung besteht nur, wenn man offen miteinander redet. Vertraue auf Dein Bauchgefühl.

        Ich habe von da an nie wieder an meinem Bauchgefühl gezweifelt.

        Ich wünsche Dir, dass Du eine ehrliche Antwort von ihm bekommst und wenn nicht, dass Du Deinem Bauchgefühl folgst.
        Alles Liebe

        • Puh erstmal vielen Dank für deine Antwort... ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie ich die ganze Sache angehen soll... es gibt da soviel was ich sagen und loswerden möchte, habe aber Angst, dass es zu vorwurfsvoll rüberkommt und das ganze Gespräch falsch läuft.

          Konfliktsituationen waren noch nie mein Ding. Momentan vertraue ich darauf, dass er ein sehr direkter Mensch ist und rufe mir immer wieder den Satz in Erinnerung, den er am Anfang der Beziehung gesagt hat: "Ich verstehe nicht warum Menschen fremdgehen, wenn man Gefühle für jemanden Anderen hat, ist es doch nur fair, die jetzige zu beenden, bevor etwas passiert."

          • (4) 23.06.16 - 22:10

            Konfliktsituationen sind auch schwer... Aus meiner Erfahrung heraus kann ich Dir evtl. ein paar Tipps geben:

            1. Sprich von Deinen Gefühlen und Deinen Eindrücken. z.B. Ich erlebe das so... Ich fühle, dass sich etwas verändert hat... Ich habe den Eindruck. Das wirkt weniger vorwurfsvoll. Nicht: Du hast, Du bist, Du machst...

            2. Stelle Fragen, die ganz offen Deine Ängste ansprechen: Triffst Du Dich mit... In welchem Kontakt stehst Du mit... Sowas zum Beispiel

            3. Suche Dir einen Moment aus, der günstig ist. z.B. am Wochenende im Bad. Das ist ein altes Zitat aus einem 80er Jahre Film - aber ich habe genau das bei meinem damaligen Freund gemacht und es funktioniert auch jetzt bei meinem Mann ;-) am Wochenende ist man(n) morgens im Bad am entspanntesten.

            Alles Gute!

            • z.B. am Wochenende im Bad. Das ist ein altes Zitat aus einem 80er Jahre Film
              ..........................................

              La Boum die Fete...Poupette hat das gesagt.:-D

              Sorry völlig OT, aber hat mir gerade ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert.

          (6) 23.06.16 - 23:16

          ***Ich verstehe nicht warum Menschen fremdgehen, wenn man Gefühle für jemanden Anderen hat, ist es doch nur fair, die jetzige zu beenden, bevor etwas passiert***

          Weil es Menschen gibt, für die Sex mit Anderen eine Ergänzung zum Beziehungsleben ist. Sie trennen Sex und Liebe. Das hat dann gar nichts mit dem Partner zu tun.

    Panikattacken entstehen unter anderem, wenn man längere Zeit seine Seele (=Psyche) vernachlässigt, nicht auf sie hört und Dinge verdrängt.
    Hast du in dich hineingehört, ob du etwas verdrängt hast?
    Bekommst du professionelle Hilfe?

    (8) 24.06.16 - 01:07

    Ich hatte auf einmal auch "plötzlich" Panikattacken und Verlustängste wegen meinem Freund. Ich hatte Angst davor dass er nicht ehrlich mit mir ist und ohne einen Ton zu sagen geht, weil er eine andere hat. War wohl das Unterbewusstsein, traf nämlich genau so ein. Genauer gesagt waren es mehrere die er hatte. Mir ist hinterher aufgefallen dass ich ganz deutlich die Anzeichen gesehen habe, aber mich von seinem gelaber beeinflusst haben lasse. Ich habe verdrängt. Soll jetzt nicht heissen dass dein Freund auch so ist. Kann ja auch sein dass es ganz woanders dran was du verdrängt hast.

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