Kann ich die Türe wieder öffnen?

    • (1) 27.06.16 - 08:55

      Liebe Leute,

      mein Mann und ich sind seit Monaten in einer Ehekrise. #aerger

      Ich bin der Meinung, dass Ehekrisen in langen Beziehungen normal sind, durch diese schreitet jeder früher oder später.

      Ich habe das Geheimnis langer Ehen im Kopf: "Sich nicht trennen, auch wenn man die Liebe mal nicht spürt!"

      Wir sind beide verantwortlich dafür, dass wir uns leider in den letzten zwei Jahren auseinander gelebt haben.

      Ich denke aber, dass wir - wenn wir beide bereit sind, daran zu arbeiten, etwas ändern können und wieder eine erfüllte Beziehung auf Augenhöhe führen können, für uns, und auch meiner Tochter zur Liebe.

      Mein Mann sieht diese Möglichkeit aber nur, wenn wir uns räumlich trennen. Er hat sich so in diese Idee verrannt, und ich komme nicht an ihn heran. Es ist irgendwie, als hätte er eine Türe zu gemacht, dabei war diese vor sechs Wochen noch auf - wir haben uns allerdings auch immer wieder gestritten in den letzten Wochen.

      Ich weiß nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll; mein Mann ist so stur, und ich habe alles versucht in den letzten Wochen. Ich habe die Dinge, die er an mir bemängelt, geändert und ich will weiter an mir arbeiten - aber seine Türe geht nicht auf, egal was ich tue (wie gesagt - vor ein paar Wochen sah das noch anders aus).

      Was kann ich noch tun? Wie soll ich mich verhalten? Wenn ich auch auf Rückzug gehe, entfernen wir uns immer weiter voneinander. :-(

      Gruß,

      Turquoise

      • Sich nicht trennen ist ganz sicher das Rezept für eine lange Ehe ;-) Aber ist es auch richtig für eine glückliche Ehe?

        Ich weiß natürlich nicht, was sich für deinen Mann geändert hat, du wirst ihn sicher gefragt haben und keine Antwort bekommen haben. Aber wenn es jetzt Abstand braucht, solltest du ihn lassen. Du erreichst nur das Gegenteil, wenn du ihn bedrängst, damit entfernt er sich noch weiter zu dir. Vielleicht könnt ihr einen Kompromiss finden. Ihr trennt euch räumlich für eine bestimmte Zeit, trefft euch aber einmal wöchentlich (vielleicht sogar zur Paartherapie?).
        Manche Sachen brauchen einfach Zeit und Abstand. Das ist nicht immer leicht auszuhalten, wenn man selbst anders tickt, aber du wirst es wohl akzeptieren müssen.

        Was freue ich mich, mal wieder von dir zu lesen, aber dann das :-(
        Es tut mir leid, dass es dir nicht gutgeht.

        Ist es der Alltag, der euch aufgefressen hat, weswegen ihr viel streitet?

        Warum musst nur du Dinge ändern?

        Ich habe die Erfahrung gemacht: wenn eine Tür zu ist, dann hilft es nicht, dagegen zu rennen, bis man blaue Flecken hat.
        Dann hilft es, die Tür geschlossen zu lassen und zu versuchen, eine neue Tür zu finden, die sich öffnen lässt.

        Vielleicht ist die neue Tür eine momentane, räumliche Trennung.

        Weshalb ist dein Mann der Meinung, dass dieses eine Lösung darstellt?

        Du musst nicht auf Rückzug gehen, aber ihn zu bedrängen wird dich nicht weiterbringen. Denn dadurch wird er sich nur noch mehr genötigt fühlen, zurückzuweichen.

        Wenn er nun der Ansicht ist, ihr müsst euch räumlich trennen, um wieder zusammen zu finden, dann lass ihn gehen.

        Manchmal muss man Dinge erst vermissen um zu merken, dass sie einem wichtig sind.

        Alles Liebe

        Hezna #klee

        • Hi Hezna,

          schön, Dich zu lesen. :-)

          Irgendwie hat der Alltag uns aufgefressen. Ich habe viel gearbeitet, wir haben wenig als Paar unternommen, wir waren irgendwie nur noch Eltern und hatten auch viele private Termine. Als Paar sind wir dabei zu kurz gekommen.

          Er meint, wir können uns - wenn überhaupt - nur aus Abstand heraus wieder annähern.

          Er wird nicht gehen, denn es ist sein Haus.

          Lg

      (6) 27.06.16 - 11:27

      du bist der meinung das ehekrisen in langen beziehungen normal sind und man diese kitten kann....
      das beide sich nur bemühen müssen...

      monatelange eine ehekrise zu haben, heißt nicht das es letzlich ok ist, wird ja schon wieder...mal ne woche streit, ok, aber monatelang ist eine ganz andere hausnummer. und dummerweise fängt meist der eine sich erst dann an zu ändern wenn der andere ernsthaft zur tat schreitet, nur dann ist es zu spät.man hätte vielleicht mal früher denken sollen und sich dem anderen nicht so sicher sein nur weil man kind und alles anderes gemeinsam hat.
      selbstvertständlichkeit ist der tot jeder beziehung..

      und wenn ein mann eine räumliche trennung möchte, dann möchte er diese auch und ganz, gaaaanz, ganz selten steckt da hinter mal nicht eine andere frau, was er allerdings logischerweise nie zugeben würde, den ärger bei dem ganzen stress macht er nicht auch noch freiwillig mit.

      egal wie, ob ne andere und/oder weil er dich nicht mehr ertragen kann, er möchte die räumliche trennung und diese würde ich ihm auch geben, das wäre deine einzige chance...wenn überhaupt.

    • Für mich liest es sich so, als hättest du es auf die Spitze getrieben.

      Zu spät hast du erkannt, wie es um deinen Mann steht.

      Was bedeuten da schon hektische Versuche, sich zu ändern?

      Das wirkt auf mich, als ob du einen Steppenbrand mit den Füßen austreten willst. Du begreifst es immer noch nicht, sondern bezeichnest deinen Mann als stur, weil du nur deine Gefühlslage siehst.
      Mich würde seine Sicht der Situation interessieren.

      • Also ganz ehrlich, wir sind beide verantwortlich, nicht nur ich.

        Was meinst Du damit, dass ich es auf die Spitze getrieben habe?

        Mein Mann kann nicht reden. Es hat es mir somit sehr schwer gemacht, zu verstehen, was in seinem Kopf vorgeht.

        Und in einer Partnerschaft erwarte ich auch, dass man sich mal hinsetzt und redet und vielleicht erwähnt, warum man unzufrieden/unglücklich ist, und was man braucht, und nicht zu sagen, wenn es zu spät ist "ich liebe Dich nicht mehr".

        Ich habe öfters das Gespräch gesucht, da hat er gesagt, ihm fehlt nichts.

        • Du schreibst, dass es seit ca zwei Jahren nicht mehr rundläuft und ihr seit einigen Monaten in einer Krise steckt.

          Du wirfst deinem Mann vor, dass man mit ihm nicht reden kann.

          Woher weißt du dann, was er an dir bemängelt?

          >>>und ich habe alles versucht in den letzten Wochen. Ich habe die Dinge, die er an mir bemängelt, geändert<<<

          Warum hast du das erst in den letzten Wochen versucht? Weil du gemerkt hast, dass dir die Felle davonschwimmen? DAS meinte ich mit "auf die Spitze getrieben".

          • Ich habe es in den letzten 1,5 Jahren mehrfach versucht, mit ihm zu sprechen, das hat er immer abgeblockt. Er hat gesagt, es sei alles ok, und ihm fehle nichts.

            Ich weiß, was er an mir bemängelt, weil er es mir gesagt hat.

            Das er nicht spricht, damit meine ich, dass er nie gesagt hat, was in ihm vorgeht, immer erst, wenn es mal geknallt hat. Und das ist sehr schwierig, wenn jemand kaum spricht. Er macht halt alles mit sich selbst aus.

    Ihr laboriert seit zwei Jahren an der Misere Ehe herum und kurz bevor dein Mann die Segel streicht, brichst du in Aktionismus aus und änderst schnell noch, was dein Mann an dir zu bemängeln hatte. Was habt ihr die vergangenen zwei Jahre gemacht? Und wieso musst DU dich nur am Riemen reißen? Das widerspricht doch völlig deiner Aussage, dass ihr beide die Verantwortung tragt. Oder hast du bisher den Ernst der Lage nicht erkannt?

    Manchmal ist es einfach zu spät. Lass ihn ziehen. Jeder tickt da anders, aber wenn ich mich zu solch einem Schritt wie dein Mann entschieden hätte, würde ich irgendwann regelrecht aggressiv, wenn mich ständig jemand vom Gegenteil überzeugen wollen würde.
    Für mich grenzt sowas an Übergriffigkeit, wenn der Partner meine Entscheidung nicht respektieren und akzeptieren würde und mir damit demonstriert, dass mein Be- und Empfinden weniger Wert ist, als seines.

    „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere; aber wir sehen meist so lange mit Bedauern auf die geschlossene Tür, dass wir die, die sich für uns geöffnet hat, nicht sehen.“

    Du kannst ihn nicht mit der Brechstange zwingen, je mehr Du machst desto mehr wird er zumachen. Also lass ihn machen und den Dingen seinen Lauf. Sei selbstbewußt und mach Deine Ding ohne nur auf ihn zu hoffen, dann sieht er auch, dass Du ohne ihn leben kannst, vielleicht rüttelt das etwas wach.

Top Diskussionen anzeigen