Werde ich ausgenutzt?

    • (1) 28.06.16 - 09:50
      kleindoofchen

      Hallo,

      ich hätte gerne eine Einschätzung von Euch. Mein Freund und ich haben ein 6mon. altes Baby. Ich bin in EZ, er arbeitet VZ. Wir wohnen bisher nicht zusammen, aber im Grunde ist er immer hier. Oder auch nicht, denn eigentlich kommt und geht er wie er will. Will sagen, dass er abends nie hier ist, um den Kleinen fertig zu machen.

      Das war bisher i.O., weil ich gestillt habe. Nun bekommt er abends Brei und einmal war er da und hat ihn gefüttert. Ist dann aber, ich war nach einer Stunde wieder da, zu sich, um zu duschen ec. und kam 2,5Std später wieder. Da lag der Kleine schon im Bett. Am WE fährt er auch meistens um die Abendzeit zu sich und kommt dann 2 Std. später wieder, wenn alles erledigt ist.

      Ansonsten ist er sehr liebevoll im Umgang und freut sich auch sehr über ihn. Aber es war noch nie so, dass er sich mal einen ganzen Vormittag am WE zB gekümmert hat. Ich war mal zum Sport, dann bin ich nach 1,5 Std aber wieder da.
      Und dann decke ich den Frühstückstisch, etc..

      Dazu kommt, dass er zwar hin und wieder den Einkauf zahlt, aber, obwohl ich nur Elterngeld bekomme, über sein weniges Einkommen klagt und daher keinen Unterhalt oder einfach einen Betrag x zahlt, um meine finanziellen Einbußen etwas zu verringern. Sage ich etwas, kommt sofort, er hätte mich am Anfang unserer Beziehung ja wohl auch unterstützt. Dann würde er am WE eben den Kleinen zu sich nehmen, er bräuchte mich nicht. Das meint er nicht so, aber dieses Überreagieren nervt mich zunehmend.

      Also erstens sehe ich das ja auch so, dass man sich gegenseitig unterstützen sollte, aber schließlich haben wir jetzt ein Kind. Das ist doch noch mal eine ganz andere Verantwortung. Und in erster Linie eine Sorgepflicht.
      Denn, für Ausgaben die ihm wichtig sind, ist irgendwie immer Geld da. Doch selbst das Kinderbettchen, Windeln und co. zahle alles ich.
      Langsam komme ich mir ziemlich ausgenutzt vor. Denn: wir sind nicht verheiratet und wenn er mich morgen verlässt, sehe ich alt aus.

      Mein Risiko ist ziemlich hoch, meine ich.
      Jetzt hat er für den Kleinen einen Sparvertrag gemacht. Da bekommt er zu seinem 16.LJ ein paar tausend Euro.
      Ärgert mich auch, dieser Alleingang. Dann steht er als der Große Held da und ich kann aber jetzt zusehen wie ich alles alleine wuppe.

      Dazu hätte ich gerne mal Eure Einschätzung.

      Viele Grüße

      • Habt ihr zuvor nie über Kosten gesprochen, wenn das Kind da ist?

        Wenn du mit dem Kleinen allein wohnst, und er quasi "nur" Gast ist, kann ich mir vorstellen, dass er auch keine rechte Beziehung zu ihm entwickeln kann. Vermutlich findet er sich noch regelrecht nett, weil er "euch" alleine lässt, damit du den Kleinen in Ruhe zu Bett bringen kannst.

        Ich würde mir den Mann mal in Ruhe schnappen und über geteilte Kosten für das Kind sprechen. Unterhalt steht dir zu, schau in der Düsseldorfer Tabelle nach, was er dir zahlen müsste und halt ihm den Betrag mal unter die Nase.

        Und genauso würde ich ansprechen, was er fest übernehmen möchte, damit die Kindesbetreuung nicht nur an dir hängenbleibt. Binde ihn ein, entweder abends den Kleinen baden, oder immer füttern oder oder oder.

        Solange er keine Verantwortung übernehmen muss, wird er das Baby auch mehr wie einen Fremden betrachten. Du kümmerst dich ja.

        Gruß Hezna #klee

        • (3) 28.06.16 - 10:52
          kleindoofchen

          Doch, haben wir. Es war ausgemacht, dass wir uns die Kosten teilen. Das passiert aber nicht, sondern er jammert mir ständig vor, dass er sich kaum noch was leisten kann. Kann aber jede Woche mehrmals in die Kneipe gehen. Das nervt mich dann, wenn ich dafür auf Dinge verzichten muss.

          Ja, ihn mehr einbinden sollte ich. Er "braucht" abends nach der Arbeit erstmal seine Ruhe. Schön, aber 5x die Woche?

          Er weiß ja, was er eigentlich zahlen müsste, aber irgendwie versucht er dieses Thema zu umgehen. Er müsste schließlich auch noch etwas leben.....#kratz

          • Dir geht es doch aber nicht anders. Die Kosten sind jetzt nunmal da. Ob er das will oder nicht. Das er sich nun nichts mehr leisten kann, hätte er sich vorher überlegen sollen oder könnte man durch einen Zusammenzug eindämmen.
            Ich würde mich da nicht drauf einlassen. Das Kind war sicherlich von beiden gewollt, also muss man sich nun auch gerecht einbringen.

            Lass ihn jammern und fordere von ihm den dir zustehenden Unterhalt ein.

            Er kann ja nach der Arbeit eine Stunde zu sich fahren und dann kommt er zu dir und macht den Kleinen bettfertig.

            Und wenn jetzt alle Stricke reißen und er sich null verhandlungsbereit zeigt solltest du dir beizeiten überlegen, ob das wohl der richtige ist, gemeinsam ein Kind aufzuziehen.

      Hallo,

      ich kann nicht beurteilen, ob er dich ausnutzt. Aber eure Situation erfordert viel Absprache und Zuverlässigkeit und Organisation.
      Wie wollt ihr weiter planen? Zieht ihr irgendwann in eine gemeinsame Wohnung? ( das würde die laufenden Kosten erheblich senken)

      Ich rate euch: viel reden, absprechen und austauschen. Sag ihm, was dir Sorgen bereitet und auch was du dir von ihm wünschst.

      Und wenn er dich tatsächlich verlässt, stehst du wahrscheinlich finanziell besser da als jetzt. Dann ist nämlich Unterhalt fällig und du hast einen Esser weniger am Tisch.
      Deine finanziellen Verpflichtungen stemmst du doch bisher eh alleine.

      Viel Glück,

      lady

      • (6) 28.06.16 - 11:25

        Tja, das Zusammen Wohnen ist so ein Thema. Für unseren Sohn wäre es sicher das Beste. Allerdings genießen wir auch beide Hin-und Wieder unsere Freiräume. Einmal die Woche schläft mein Freund in der Regel bei sich.
        Das ist noch nicht abschließend geregelt.

        Wären wir getrennt hätte ich definitiv mehr Geld, ja. Aber das möchte ich ja nicht. Wenn ich etwas ansprechen will, dann sagt er immer sofort, das hätte ich doch gewusst, dass er keine Reichtümer hat. Äh, ja, aber ich oder was?

    Warum wohnt ihr nicht zusammen?

    Bei zwei getrennten Wohnungen ist es ja klar, dass er neben der Arbeit auch bei sich ist und du eben mit dem Kind die Hauptlast trägst. Geht ja irgendwie nicht anders, er ist ja nur ein Besuchsvater.

    Die Möglichkeit sich zurückzuziehen wird ja auch der Hintergedanken bei den getrennten Wohnungen sein, oder?

    Auch verstehe ich nicht, warum er für das Kind nicht zahlt. Die Tatsache, dass ihr noch eine Beziehung führt, entbindet ihn doch nicht von seinen finanziellen Verpflichtungen bzgl des Kindes. Er sollte ganz normal Unterhalt zahlen, wie andere getrenntlebende Väter eben auch.

    Habt ihr euch denn darüber im Vorfeld keine Gedanken gemacht? Dann solltet ihr das aber schleunigst nachholen, denn so eine wischiwaschi Erwartungshaltung bringt nur Stress mit sich. Besprecht das und macht einen Dauerauftrag, dann könnt ihr das Finanzielle schon mal aus der Beziehung raushalten.

    Der Sparvertrag ist seine sache, da würde ich mich nicht weiter einmischen. Allerdings würde mir das Alter der Auszahlung Bauchschmerzen bereiten. Was will ein 16jähriger mit ein paar Tausend Euro? Da würde ich mir noch was einfallen lassen.

    • "Was will ein 16jähriger mit ein paar Tausend Euro? "

      MIt vollen Händen ausgeben, na klar! #huepf

      Ernsthaft: Ich denke nicht, dass dieses Sparkonto bis dahin hält. Der gute Freund und Vater des Kindes wird das irgendwann selbst nutzen müssen/wollen.

was mir sofort durch den Kopf schoss: Wie hat er einen Sparvertrag für den Kleinen im Alleingang machen können? Ich bin alleinerziehend und allein sorgeberechtigt, trotzdem muss ich bei Eröffnung eines Kontos/Sparbuchs/Bausparers fürmeinen Sohn zunächst die Negationsbescheinigung vorlegen, die belegt, dass keine Einverständnis des anderen Elternteils erforderlich ist. Bist du dir sicher, dass dieser Sparvertrag wirklich existiert? Bzw. auf den Namen deines Sohnes Existiert? Und ganz ehrlich: Die "paar tausend Euro" von denen du da sprichst waren bei uns trotz geringer EInzahlsumme noch vor dem 6. Geburtstag drauf - was da bis zum 16.(!) drauf ist, dürfte ganz anders aussehen... Klingt für mich, als würde da was nicht stimmen...

Im Übrigen Unterhalt steht da dein Sohn unter3 ist nicht nur deinem Kind (!Wichtig: Es ist ein Anspruch DES KINDES - welches Recht hast du als Mutter darauf zu verzichten, da dem Kind durch deine Entscheidung ein finanzieller Nachteil entsteht?) sondern auch DIR zu. Wenn er nicht zahlen will, dann mach erstmal ein Gespräch mit der Unterhaltsstelle vom Jugendamt (gern erst allein, aber auf jedenfall auch zu zweit!) - reagiert er beleidigt und begreift nicht, dass das nix mit Geldgeilheit zu tun hat, sondern einfach damit, ein Kind angemessen zu versorgen und Verantwortung zu übernehmen, dann trenn dich und lass den Unterhalt im Notfall vor Gericht regeln. Ganz ehrlich, ich krieg das kotzen, wenn ich sowas höre... du brauchst wahrscheinlich deine ganzen Ersparnisse (und Nerven) auf, während er Vollzeit arbeitet und verdient und sich nur die Rosinen vom Vatersein rauspickt....

(10) 28.06.16 - 10:24

ausnutzen nicht, aber er macht es sich verdammt einfach und abgesehen davon, machst du es ihm auch sehr einfach ;-)

du moserst zwar rum, aber letzlich kommt er mit seinem tun ja durch und redest es dir dadurch wieder schön weil er ja lieb zu dem kleinen ist bzw. du nimmst seine dümmlichen ausreden/argumente auch noch ernst und stellst dich selber in frage....sogesehen hast du dir deinen nick passend überlegt ;-)

es ist ok, wenn du dich mit dem kind mehr befasst und umsorgst, denn es kann sein, dass er noch recht unsicher ist, ängste hat oder sonstwas und er den umgang erst lernen muss.beobachte es ob es wirklich so ist oder ob er einfach nur bequem ist.ist es das erste, dann versuche ihn über 10 ecken, auf lockere art, zum baby zu führen damit er mehr sicherheit bekommt....

geld: er hat zu zahlen, ganz einfach und wenn jemand zusieht wie ich kriechen muss damit ich über die runden komme und sich selber einiges aus jux leistet, dann werde ich mit sicherheit nicht auf MEIN geld verzichten...für so blöd lasse ich mich bestimmt nicht verkaufen, da kann mein gegenüber so dümmlich argumentieren wie er will, denn so dümmlich kann ich nicht sein mir den quatsch auch noch anzunehmen.

dann geht man ganz einfach zum jugendamt und die regeln den rest - ganz einfach! und da kann der junge mann motzen wie er will, denn immerhin muss du ja auch klar kommen.
zeigt er guten willen und bezahlt vernünftig, man findet eine einigung woran er sich hält, ok...ansonsten, sofort geld einfordern.

aber in der regel ist es so, dass die frauen sich belabern lassen und sich damit entschuldigen, dass er ja eiiigentlich ganz lieb und toll ist....

ich fasse zusammen: Du bist alleinerziehend, bekommst keinen Unterhalt und lässt Dich vom Kindsvater vögeln.

Ja - Deine aktuelle Position ist nicht toll und dringend klärungsbedüftig.
Viel Erfolg bei den Unterhaltsvereinbarungen - eine Beziehung ist das nicht (mehr?).

Ich würde jetzt einfach mal sagen, dass jeder seinen Teil beitragen muss wenn es ein gemeinsames Kind gibt.

Das soll heißen, dass jeder die Hälfte der Kinderbeteuung übernimmt!

Mann kann das auch so regeln das einer arbeiten geht und der/die andere die Beteuung übernimmt, aber dann ist das Einkommen eben ein gemeinsames Einkommen.

Sag ihm einfach, dass du erwartest das er seine Pflicht erfüllt. Es ist zu 50% sein Kind, er soll es auch zu 50% betreuen. Auf die Reaktion bin ich gespannt.

LG
Ano

  • (15) 28.06.16 - 11:28

    Dann kann ich dir sagen was passiert. Er sagt dann, dass er ja viel lieber an meiner Stelle wäre, er wäre gerne mit seinem Sohn zusammen (will er mir damit unterstellen, dass ich das nicht bin?) aber das könne er sich nicht leisten und dann bräuchte er auch nicht mehr an seine Arbeitsstelle zurück kehren......

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