Kinder leben beim Vater

    • (1) 29.06.16 - 21:04
      ?????

      Hallo,

      Unsere Kinder leben seit der Trennung vor 4 Jahren beim Vater.
      Mein Ex erntet immer Bewunderung dafür, dass er im Alltag so gut klar kommt und dazu noch Teilzeit arbeitet.
      Ich bekomme seit 4 Jahren immer wieder Unverständnis entgegen gebracht, warum die Kinder nicht bei mir leben.
      Gerade andere Mütter äußern da ungefragt ihr Unverständnis.
      Ist das tatsächliche immer noch so ungewöhnlich, wenn die Kinder brim Vater bleiben.

      Ich sehe sie regelmäßig, unser Verhältnis ist gut, die Kinder wollten es selbst so haben und sind zufrieden.

      Danach wird aber nie gefragt, wie es den Kindern geht, es wird nur gesehen, dass siw nicht bei mir leben und das wird dann sofort negativ bewertet.

      So, als ob etwas mit mir nicht stimmt.
      Dabei ist alles gut und alle Beteiligten stehen zu der Entscheidung.
      Ich arbeite Vollzeit und zahle Unterhalt.
      Meine Mutter macht das auch immer wieder zum Thema.

      Aber warum etwas ändern, was gut läuft, nur weil die " Gesellschaft " Druck ausübt?
      Müssen Kinder nach einer Trennung immer bei der Mutter bleiben?
      Isr das ein Muss?

      • Ich vermute, die Tatsache, dass du dafür Unverständnis erntest, liegt einfach daran, dass es nun mal sehr ungewöhnlich ist, dass die Kinder nicht bei der Mutter leben. Ich denke, die wenigsten Mütter könnten sich das für sich selbst vorstellen - ich übrigens auch nicht.

        Wobei das ja nicht heißen muss, dass das eine besser wäre als das andere - es ist nur einfach die ungewöhnlichere Konstellation. Und letztendlich wirst du schon wissen, ob und warum das für eure Familie genau so richtig ist, wie es ist.

        "Aber warum etwas ändern, was gut läuft, nur weil die " Gesellschaft " Druck ausübt?
        Müssen Kinder nach einer Trennung immer bei der Mutter bleiben?
        Isr das ein Muss? "

        Warum sich über die Gedanken der anderen Gedanken machen wenn's für euch passt?

        Mein Großer lebt inzwischen auch bei mir. Ich zahle weiterhin für die beiden Kleinen Unterhalt und bislang klappt es so.

        Was andere davon halten...who cares. Sei selbstbewusst.

        (4) 29.06.16 - 22:47
        wo ist das Problem?

        Was möchtest du gerne hören?
        Fishing for compliments?

      • (5) 30.06.16 - 06:53

        Ich sehe das Problem nicht. Wenn Menschen auf Dinge treffen, die sie nicht als alltäglich erleben, dann reagieren sie eben verwundert bis unverständig. Mir an Deiner Stelle wäre es lieber, ich würde direkt darauf angesprochen und könnte darüber selbst sprechen, als dass sie hinter meinem Rücken über die "Rabenmutter" lästern.

        Kinder müssen nicht bei ihrer Mutter leben. Sie müssen auch nicht beim Vater leben. Manche Kinder wachsen ja bei den Großeltern auf. Oder in Adoptivfamilien.

        Kinder sollten dort aufwachsen, wo es ihnen am Besten geht und den Standpunkt kann man sicher deutlich genug vertreten.

        (6) 30.06.16 - 08:35

        Verstehe Dich gut. Ich werde schon schräg angeschaut, weil ich doppelt so viel arbeite wie mein Mann (zeitlich) und er eben mehr Kinderzeit hat.

        In unserer Gesellschaft denken viele immer noch die Mutter muss der Nabel der Welt für die Kinder sein, gleichzeitig schieben viele ihre keiner als Kleinstkinder bereits in Ganztagsbetreuungen ab und reduzieren damit ihre Mutterfunktion - fällt aber natürlich keinem auf. den tollen Nicht-Raben-Müttern
        Solange Ihr Eltern und die Kinder so gut zusammenleben können ist doch alles in Butter. Mach Dir keine Vorwürfe.

      • Hallo!

        Leg Dir ein dickeres Fell zu!

        Warum interessiert es Dich überhaupt was andere zur Gestaltung DEINES Familienlebens zu kommentieren haben?

        LG, I.

        PS. Irgendwo ist man doch immer mal wieder ein Alien - so what?

        (8) 30.06.16 - 17:41

        Hallo,
        wir haben genau hälftige Betreuung, jeweils im Wochenwechsel. Die Gesellschaft bzw die 'Sitten' entwickeln sich ja immer weiter, ob zum Guten oder Schlechten kann beurteilen wer will. Ich fand's am Anfang kacke gelinde gesagt, hab furchtbar gelitten in der kinderlosen Woche. Mein jetziger Mann musste da viel abfangen. Inzwischen freue ich mich jede Woche wenn die Kinder kommen und vermisse sie zwar wenn sie nicht hier sind, kann aber die Zeit soo gut nutzen, länger schlafen, länger arbeiten, abends laute Filme gucken und Popcorn machen...
        Mit meinem jetzigen Mann bekomme ich im November noch ein Kind und weil ich mehr verdiene als er, macht er 12 Monate Elternzeit. Jeder schluckt, wenn wir das sagen, aber dumme Kommentare kamen bisher keine. Aber ich kann mir vorstellen, sollten wir uns jemals trennen, hat er die engere Bindung zu seinem Kind und wenn er wegziehen würde, so daß Wechselmodell nicht ginge, würde das Kind eher bei ihm bleiben...#schwitz
        Und nein, ich würde nicht dagegen kämpfen wenn das Kind klar seinen Wunsch äußert zum Papa zu ziehen.

        Die Gesellschaft - deren Meinung ist mir schnuppe, solange es meiner Kernfamilie (Kinder, Partner, in genau dieser Reihenfolge) gut geht. Meine Eltern sind geschieden seit ich 9 war und damals war es unvorstellbar, daß ich bei meinem Vater hätte bleiben können. Gesellschaftlich. Ich bin daher nur alle 4 Wochen am Wochenende zu ihm.

        Mein Vater unterstützt mich seit ich denken kann bei was auch immer ich tue und meine Mutter würde mir so oft Sprüche reindrücken - darum habe ich seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr mit ihr.

        (9) 30.06.16 - 20:15

        "Ist das tatsächliche immer noch so ungewöhnlich, wenn die Kinder beim Vater bleiben?"

        Ja, in meinem Umfeld ist es ungewöhnlich. Ich kenne tatsächlich in meinem Bekanntenkreis so gut wie keinen einzigen Fall, bei dem es nach der Trennung so war, dass die Kinder beim Vater blieben. Die einzige Ausnahme, die ich erlebt habe, war bei uns im Dorf. Die Mutter trennte sich. Die Kinder waren schon größer und wollten weder den Vater, noch das Dorf, noch ihr Haus verlassen.

        Diese Mutter hatte es dann auch nicht leicht - es ist aber auch wirklich eine schwierige Situation gewesen! Der Vater ging ja weiterhin Vollzeit arbeiten, die "Kinder" (zwischen 13 und 18) blieben tagsüber sich selbst überlassen, kochten und schmissen den Haushalt, während die halbzeitarbeitende Mutter alleine in ihrer leeren 4-Zimmerwohnung hockte. Das Ende vom Lied war, dass sie wieder nach Hause zurückkehrte.

        Also: Ja, es ist ungewöhnlich, was natürlich nicht heißt, dass es deshalb die "weniger gute" Lösung für die Kinder sein muss!

        Nach einer Trennung muss man sich ein dickes Fell zulegen. Wenn ihr alle zufrieden seid, musst du über diesen wertenden Kommentaren stehen.

        Grüße
        Luka

        • Wenn das für deine Kinder kein Problem ist, ist doch alles gut. Ihr habt euren Weg gefunden.

          Bei uns war das vor 3 Jahren nicht so schön. Die Mutter meines Stiefsohnes hat ihn uns quasi von heute auf morgen vor die Tür gesetzt. Sie kam mit ihm nicht mehr klar, wollte in Schichtdienst arbeiten. Sie hatte keine Betreuung für ihn. Da kam ihn der Vater gerade recht, und wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon 4 Kinder im Haus. Unter anderem die Tochter, die sie nach der Trennung freiwillig beim Vater gelassen hat. Ich habe auch 2 mit in die Ehe gebracht. Wir waren dann auf einen Schlag 7 im Haus. Mein Mann musste vor Gericht den Umgang einklagen. Sie wollte beide Kinder nur alle 6 Wochen sehen oder so wie es ihr in ihren Dienstplan passte. Der Junge vermisst seine Mutter sehr, sieht sie nur alle 3 Wochen an 2 Tagen. Das ist einfach zu wenig für einen 9 jährigen.

      Wieviele Kinder in welchem Alter leben beim Vater und arbeitet er auch Vollzeit?

      Wenn er nämlich "nur" Teilzeit oder garnicht arbeitet wird ER wohl auch Unverständnis in seinem Umfeld erfahren.

      • (12) 01.07.16 - 17:22

        Er arbeitet 30 Stunden die Woche.

        Die Kinder sind 14, 12 und 7.
        Und er bekommt fast nur Anerkennung, gerade von anderen Müttern.

        (13) 01.07.16 - 17:36

        Als wir uns trennten war die Kleine knapp 3.
        Das war vielen unverständlich, wie ein kleines Kind nicht bei der Mutter bleiben kann.
        Mittlerweile wird es besser, weil die Kinder ältee sind. Ältere Kinder werden wojl einem Vater eher zugetraut bzw.bei denen ist es eher akzeptabel, dass sie brim Vater bleiben.

        Je kleiner das Kind, desto weniger Verständnis dafür, warum die Mutter das Kind nich bei sich behält.

        Mein Ex und ich haben beide keine neuen Partner, das macht vieles einfacher.

        Mein Ex hatte zwar schon ein paar Affären, aber er sagt, er möchte keine Stiefmutter für die Kinder.

        Das ist ihm zu kompliziert.

        Er möchte auch keine Patchwork Situation.

        Und mehr Kinder will er auch auf keinen Fall.
        Ich bin gerne Single und vermisse gar nichts

        Ich möchte keinen festen Partner mehr.
        Das hatte ich alles 20 Jahre lang und ich möchte keine Kompromisse mehr eingehen.
        Wir sind alle zufrieden, wie es jetzt ist.

    Zunächst mal musst du allen klar machen, dass du voll hinter dem Modell stehst das ihr beide gewählt habt.

    Am besten lobst du seine Qualitäten als Vater ebenfalls vor allen, denn damit untermauerst du indirekt deine/eure Entscheidung.

    Sag allen, dass es euch so gefällt wie es ist, dass alles gut läuft und du natürlich auch sehr viel Zeit mit den Kindern verbringst, die du so auch besonders genießen kannst.

    Du liebst deine Kinder, bist immer da wenn sie dich brauchen und du bist davon überzeugt, dass es so am besten ist.

    LG
    Ano

    (15) 08.01.17 - 11:49

    Hör bitte nicht auf andere.....
    Meine Tochter lebt jetzt auch seit 5 Jahren bei ihrem Vater

    Solange du immer für deine Kinder da bist und die gemeinsame Zeit harmonisch und glücklich mit deinem Kind verbringst ist das wohl das wichtigste....

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