Tochter zieht nicht mit. Was tun?

    • (1) 01.07.16 - 12:45
      Bitte nicht - was tun

      Guten Morgen

      Mein Freund und ich ( beide über 40) wollen nach fast 6 Jahren Beziehung, endlich zusammenziehen.

      Wir ziehen in seine Gegend und wollen meine beiden Kinder natürlich mit dabei haben. 9 u 16.

      Plötzlich wo der Tag der Hauskaufs immer näher rückt, flippt meine Tochter aus und wo sonst immer Respekt und Achtung war ( vor meinem Freund) hasst sie ihn auf einmal und sagt sie will nicht umziehen und beschimpft ihn usw.

      Die beiden haben ohne mich nie Kontakt. Nicht mal Anrufe usw. Also da kann nichts gewesen sein.

      Sie will nicht umziehen.

      Was mach ich denn jetzt?

      Hier bleiben ist für mich keine Option.
      Sie hat jetzt die 10. klasse fertig und muss eh auf eine neue Schule.

      Der Vater lebt in einer 37 qm Eigentumswohnung. Zu ihm könnte sie, aber der Platz.......

      Was habe ich für Möglichkeiten?

      Er zieht nicht her wegen Arbeit. Ich bin selbstständige Hausfrau. Bin also von keinem Amt abhängig. Finanziell unabhängig. Ich würde sehr gerne neu anfangen in einer neuen Stadt.

      Ziel des Umzugs 80 km entfernt vom bisherigen Wohnort. Direkte Bahnverbindung: 60min
      Auto: 55 min

      Danke fürs lesen

      • und das verstehst du nicht, dass deine 16jährige Tochter nicht mit möchte?
        Ich verstehe es sehr gut...

        Könnt ihr nicht noch 2-3 Jahre warten, bis die Große auf - vermeintlich - eigenen Beinen steht?
        Hättet ihr diese Entscheidung vor 4-5 Jahren getroffen, wäre es für deine Tochter wesentlich leichter gewesen....
        Allerdings könnte dann in 2-3 Jahren der Sohn sagen, dass er ganz sicher nicht umziehen möchte.

        Ansonsten bleibt nur die Option Papa. Da du deiner Tochter dann zu Unterhalt verpflichtet sein wirst, kann er sich sicher eine größere Wohnung leisten.

        Viele Grüße
        Nina

        • (3) 01.07.16 - 12:54
          Bitte nicht - was tun

          Ich verstehe das schon. Klar. Wir können aber nicht ewig auf den richtigen Moment warten. Das tun wir schon seit 3 Jahren. Haben viel durch um uns herum und nun können wir starten.

          Sie will am liebsten das wir hier bleiben und ewig eine Fernbeziehung führen. Aber das geht nicht.

          (4) 02.07.16 - 21:35

          Die Mutter soll 2 bis 3 Jahre warten weil der 16 jährige Pubi Terror macht wegen Umzug? In der vagen Hoffnung, dass sie dann auf eigenen Füßen stehen KÖNNTE?

          Na schönen Dank auch.

          Meine Vorstellung von Lebensgestaltung und auch Erziehung wäre das definitiv nicht.

      Hallo,

      ich verstehe Deine Tochter vollkommen, Dich auch, aber da hätte ich schon lange vorher geschaut, wie eine Lösung für alle aussehen könnte. Die paar Jahre hättet Ihr noch warten können oder in Euer Gegend ein Haus suchen können, 1h Fahrt, herje, für 2 ode 3 Jahre, warum nicht. Oder ein Haus auf der Mitte der Strecke?

      LG

      also ich kann mich erinnern, wie es mir ging, als meine Mutter mit uns Kindern zu ihrem Freund ziehen wollte: das fand ich (damals 14) mega zum kotzen!!

      Ich hatte meine Freunde, durch die ich meine Nachmittage sinnvoll gestalten konnte; ich war nicht alleine. Ich mochte meine Stadt, weil sie einfach meine Heimatstadt war. Freunde und gewohnte Umgebung waren eine ganz wichtige Komponente, um mich weiter zu entwickeln, langsam vom Elternhaus zu lösen.

      Deiner Tochter geht es genauso und Deinen Freund wird sie wohl als Grund des Dilemmas ansehen, in das ihr sie jetzt bringt.

      Ich hatte die Möglichkeit, damals zu meiner älteren Schwester zu gehen, aber im Nachhinein wäre es für meine Entwicklung wichtig gewesen, wenn meine Mutter nicht weggezogen wäre und noch ein paar Jahre gewartet hätte. Ich hatte nämlich immer das Gefühl, mir fehlt irgendwie der letzte Schliff von zu Hause.

      Überstürtze lieber nichts! An Deiner Stelle würde ich noch etwas warten mit dem Wegzug...

      Gruß

      MARE88

    • Hallo,

      was ist denn eine selbständige Hausfrau?

      Und was ist daran so seltsam, dass Deine Teenagertochter sich nicht von ihrem gewohnten Umfeld, von ihren Freunden trennen will?

      Ich kann sie verstehen.

      Habt Ihr Deine Kinder in die Entscheidungsfindung einbezogen?

      Lass sie zum vater gehen.

      Und nicht wegen einem Teenager die beziehung aufs spiel setzen. Die Sind in ein paar jahren eh auf eigenen wegen unterwegs.

      Ich finde du sollst dein ding machen. Nimm deine kleine tochter mit und gib der großen die Möglichkeit nach zu kommen, wenn sie möchte.

      • >>Und nicht wegen einem Teenager die beziehung aufs spiel setzen.<<

        Deswegen muss man seine Beziehung ja nicht gleich aufs Spiel setzen.

        Meine Meinung ist auch, dass man Kinder bei solchen Entscheidungen nicht außen vor lassen darf. Dieser Teenager geht zwar bald seine eigenen Wege, aber dennoch kann durch so eine Entscheidung über den Kopf der Kinder hinweg die Eltern-Kind-Beziehung sehr zerstören.

        Und ich denke, die Mutter möchte auch weiterhin ein gutes Verhältnis zu ihren Kindern haben, auch wenn diese aus dem Haus sind. Das wird aber wahrscheinlich darunter leiden, wenn sie (ohne Rücksicht auf Verluste) "ihr Ding macht".

        (10) 01.07.16 - 14:12
        Bitte nicht- was tun !!

        Genauso wird es sein und das habe ich ihr auch gesagt. Ich werde keine funktionierende Partnerschaft aufgeben, wegen einer Laune meiner Tochter. Absolut nicht. Sie hat 3 Möglichkeiten :Sie kann zum Vater, wenn der will, sie darf pendeln und bei uns leben oder sie zieht ganz zu uns mit neuer Schule. Diese drei Möglichkeiten hat sie. Sobald sie 18 ist kann sie selbst schauen was sie macht.

        Wenn Eltern beruflich umziehen, kann auch nicht dem Prinzesschen's Wunschliste erfüllt werden.

        Kinder schön und gut Pubertät Freunde alles ok aber irgendwann hört es auch mal auf

        • #pro
          Finde ich absolut vernünftig!
          Das ist das Maß an Mitbestimmung, was sie haben sollte.

          Alles Gute für euch #klee

          • (12) 01.07.16 - 16:15

            Ja meine Liebe danke, aber soll ich Dir was sagen? Es reicht ihr nicht! Sie will!!! das alles so bleibt wie jetzt.

            Sie will ( schreibe absichtlich will!) nicht zum Vater, nicht pendeln und erst recht keine neue Schule.

            Ich soll ihr eine Wohung mieten.

            • oha, da gibt's Konfliktpotenzial.

              Wenn alle Diskussionen eskalieren, dann gemeinsam mit dem Vater einen Termin beim Jugendamt machen und die Situation schildern.

              Die coachen auch. Vielleicht gibt es tatsächlich eine solche Möglichkeit für deine Tochter. Ist sie reif genug für eine eigene Wohnung? Warum nicht?

              Und genau das wäre mein Vorschlag gewesen:

              Dass sie sich eine eigene Wohnung nimmt.

              Möglicherweise könnte man erst einmal deine Wohnung behalten, für eine gewisse Übergangsphase und du versuchst häufig da zu sein.

              Die Alternative zu pendeln ist doch Unsinn!

        Wenn Deine Tochter nur durchschnittlich intelligent ist, erkennt sie aber den Unterschied zu

        "Mama/Papa hat einen neuen Job, deshalb müssen wir umziehen"

        und

        "Mama möchte keine Fernbeziehung mehr führen, obwohl das seit Jahren gut klappt, deshalb soll ich umziehen"

        Hallo,
        aus deinem Kommentar erlese ich, dass die Meinung eines Teenagers weniger zählt als die Deine. Dass sie, gerade in dem Alter, nicht aus ihrem Umfeld will, ist doch klar. Mit deiner Entscheidung muss sie definitiv mehr zurück stecken als du. Für dich ist alles toll, neues Umfeld, neuer Mann, neues Leben. Du bist Hausfrau, hast nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Deine Tochter hat ihr Leben, ihre Peergroup, die in diesem Alter sogar wichtiger für die Entwicklung ist, als die Familie. Dann gibst du vor, sie hätte ja die Wahl: eine Wahl ist allerdings gleichwertig. Du schickst sie entweder in eine 37 Zimmerbutze oder lässt sie eine Stunde pendeln. Was ist das fur ne Wahl. Sie wird nicht täglich eine Stunde fahren, um ihre Freunde zu sehen. Somit solltest du noch ein Jahr zurück stecken, bis sie volljährig ist.
        Ich verstehe dein Bedürfnis aber du bist Mutter eines noch nicht 18 Jährigen Menschens, der das gleiche Recht auf Mitbestimmung hat wie du. Es geht auch um ihr Leben.

        • (17) 03.07.16 - 10:29
          Bitte nicht was tun

          Was redest Du da?

          Ich bin Hausfrau und hab nix zu verlieren.
          Ich lebe seit 45 Jahren in dieser Stadt und habe mein ganzes Leben hier verankert, wie wohl jeder in meinem Alter.

          Und es war auch nie die Rede davon das ich sie entwurzeln möchte, sie kann gerne das WE beim Vater schlafen und weiterhin alte Kontakte pflegen insofern sie das möchte, auch bei ihm leben geht von mir aus klar, sie kann auch irgendwann anderer Meinung sein und nachziehen usw.

          Nur sie soll uns bitte mal respektieren. Halt die Fresse hier und Du kannst mich mal da muss ich mir nicht bieten lassen. Und mein Partner, der sich ihr gegenüber immer mehr als korrekt verhalten hat, muss sich das genausowenig bieten lassen.

          Wir sind hier keine dahergelaufenen Asis, von wegen Stecher oder Muddi die ihrem Kerl nachrennt. Unsere Beziehung hat ein 6 Jahre aufgebautes Fundament und es wäre schön, wenn sie uns vertrauen könnte und mitzieht. Wenn nicht, dann eben anders.

          Das es für alle schwer werden wird, steht außer Frage, dennoch würde ich es gerne wagen, weil ich fest dran glaube das es sich lohnt.

          Und Hausfrau bin ich um für meine Kinder jederzeit da zusein und bis jetzt hat sie das auch sehr genossen. Und solange bis wir uns eingelebt haben werden in der neuen Wohnlage, werde ich das auch bleiben eben für meine beiden Kinder.

          Was im einzelnen auf uns zukommt werde ich bald selbst erstmal erfahren und danach handeln.

(18) 01.07.16 - 13:45

Ich finde die Entscheidung: ich zieh um und die Kinder müssen mit, ziemlich egoistisch. Oder war das abgesprochen?

Ansonsten: vielleicht könnt ihr einen Kompromiss schaffen. Sie zieht mit, kann aber zur Schule pendeln und muss nicht wechseln oder zumindest das Gebiet nicht wo sie ihre Freunde hat. (weil du geschrieben hast, dass eh ein Schulwechsel ansteht)

(19) 01.07.16 - 14:03

Ich verstehe nicht warum wegen neuen Beziehungen immer die Kinder entwurzelt werden müssen. Und ich finde es egoistisch.

Dann lass das Kind / die Kinder zum Vater ziehen. Bzw. den Vater die jetzige Wohnung übernehmen. Dann zahlst du Unterhalt, suchst dir am neuen Wohnort einen ordentlichen 40h-Job.

Dann müssen es nicht die Kinder ausbaden.

Gruß Küstenkönigin

  • (20) 01.07.16 - 14:17
    Bitte nicht - was tun!

    Ich lebe in meinem Eigentum. Von daher kann der Vater nicht dort einziehen. Unterhalt usw wären kein Thema müsste ich dann. Ja. Kompromisse ok. Aber der Umzug steht fest. Sonst warte ich noch 3-4 Jahre und dann ist mein Sohn soweit??? Und will nicht mehr? Nein danke.

    • Wieso kann der Vater nicht in Dein Eigentum einziehen? Mietvertrag, bzw. Miete mit dem Unterhalt verrechnen, udn fertig ist. Seine ETW vermietet er, und gut ist.

      • (22) 01.07.16 - 14:31
        Bitte nicht was tun

        Weil er es sich nicht leisten kann in ein Haus von fast 180 qm zu ziehen nur weil Töchterchen wieder etwas quer liegt.

        Bis vor kurzem war der Vater noch der asoziale und der peinliche Vater, da sollte mein Freund überall mit: Elternsprechtage und jegliche Veranstaltungen.

        Nun auf einmal wieder andersrum.

        In 3 Monaten? Krach mit Vater und doch zu uns?

        • So lange Du nicht im Ansatz die Position Deiner Tochter verstehen kannst, solange Du ihr Verhalten als Bockigkeit und Zickigkeit empfindest und denkst, sie würde sich wie ein Prinzesschen verhalten, so lange werdet Ihr keine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung finden lassen.

          Deine Tochter ist in der Pubertät. Da ist eh alles anders. Da ist jedes Kind bockig und zickig und Prinz/Prinzessin. Jetzt kommt bei Ihr noch was Existentielles dazu. Sie hat schlicht Angst! In dem Alter sind Freunde wichtig. Aber im Grunde sind die Pubertenden doch nur Kinder, die ihre Eltern brauchen. Die wollen sich von den Eltern abgrenzen, aber gleichzeitig brauchen sie die Gewissheit, dass ihre Eltern immer für sie da sind. Also hab ein bisschen Verständnis!

    Was machst Du denn mit Deinem Eigentum, wenn Ihr wegzieht? Wird es verkauft? Was ich auch nicht verstehe, dass Dein erwachsener Freund nicht pendeln würde, Du es aber Deiner 16 jährigen Tochter zumuten würdest. Wenn ich mir vorstelle, ich würde meine große Tochter vor so eine Entscheidung stellen, ich könnte verstehen, wenn sie zu ihrem Freund ziehen würde.

    (25) 01.07.16 - 17:41

    Ja vielleicht ist das so, wenn du Pech hast. Gerade wenn du auch ein Eigenheim hast, verstehe ich nicht, warum du alles aufgibst.

    Der von einer anderen Userin genannte Plan ist doch nicht verkehrt. Dann vermiete an deinen Ex.

    Ich kann schon verstehen, dass es für dich verlockend ist. Nur die Kinder verlieren eben alles, was ihnen wichtig ist. Ihre Heimat. Mir wäre das wichtiger. Ein erwachsener Mann kann pendeln. Kinder können das nicht.

    In diesen Konstellationen müssen sich drei Leute für einen komplett umstellen. Und wenn es nicht funktioniert, dann müssen sie wieder packen. Umgekehrt würde im Fall, dass das Zusammenleben nicht klappt, für sie alles bleiben wie vorher. Nur Mamas Typ ist dann weg.

    Grüße, Küstenkönigin

Top Diskussionen anzeigen