betrogen.. jetzt ist es auch bei uns passiert Seite: 3

                  • (51) 09.07.16 - 19:41

                    Liebe, Nähe, Zuneigung, sich berühren - gehört doch alles zu einer Beziehung, sei sie 2 oder 20 Jahre alt. Wenn man es nicht mehr geben kann, dann ist das wenigstens ein genau so großer Bruch mit der Beziehung wie ein Seitensprung. Ich denke die Verweigerung von Berührung, wenn sie konsequent ist, nur von einer Seite ausgeht und über lange Jahre unverändert anhält ist eine sehr quälende Art und Weise den Anderen um die Partnerschaft zu betrügen. Nur, dass man sich seinen Gefühlen dann nicht stellen muss, man kann passiv bleiben und so tun, als geschehe alles aus Gewohnheit.

                (52) 04.07.16 - 07:47

                Ich finde deine Antwort sehr gut #pro Auch, was du deinem Freund/deiner Freundin raten würdest, finde ich klasse :-)

        (54) 04.07.16 - 07:41

        Wie hat man hier doch so oft geschrieben: "Das kann man nicht miteinander vergleichen. Das eine ist eine Straftat und das andere nicht" :-)

        Ich glaube, dass es ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren ist. Ich finde es gut, wenn beide Partner sich einig sind und mit einer "offenen Beziehung" klarkommen. Ich könnte es nicht. Und ich könnte mich auch nicht „umpolen“, falls du verstehst, was ich meine ;-) Ich könnte ein Fremdgehen wahrscheinlich nie verzeihen, denn vergessen. Für mich ist Fremdgehen ein emotionaler Vertrauensbruch. Verlustängste spielen hier sicherlich auch eine Rolle und der Gedanke „Was hat(te) sie, was ich nicht habe?“ bzw. „Wieso ist er denn dann überhaupt noch mit mir zusammen“. Erziehung ist sicherlich auch nicht ganz unschuldig an der Situation, vor allem, wenn man sehr religiös aufwächst...

        Sollte mir mein Partner fremdgehen, weiß ich nicht, wie ich reagieren würde. Wir haben eine Tochter zusammen, aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die nur mit jemandem „der Kinder wegen“ zusammenbleibt. Meiner Meinung nach können auch getrennte/geschiedene Eltern genauso gute Väter und Mütter sein. Wenn nicht sogar bessere, da ständige Streitereien wegfallen und man endlich wieder „glücklich“ sein könnte – was sich auch auf die Kinder überträgt.

        Ich glaube auch, dass jeder Mensch Dinge/Situationen anderes bewertet.

        - Ich persönlich finde 3 h pendeln täglich, gekoppelt mit einem 10-Stunden-Tag zu 98 % nicht stressig. Andere Menschen würden evtl. nach einiger Zeit an Burn-Out leiden.

        - Ich persönlich finde es schrecklich, wenn man sein Kind schreien lässt, andere haben damit kein Problem.

        - Ich persönlich finde fremdgehen unfair, weil es für mich nur eine andere Form von Unehrlichkeit ist. Andere finden nichts schlimmes dran…

        Ich glaube, da gibt es kein schlechter und besser. Es ist einfach eine Sache der persönlichen Gewichtung.

        #winke

        • (55) 04.07.16 - 09:51

          Ich respektiere Deine Meinung genauso wie die von @ninly.

          Ihr seid Beide um die 30 und damals habe ich auch so gedacht wie ihr und hätte wahrscheinlich genauso geschrieben, Ihr habt kleine Kinder, wie ich damals, aber das Leben geht weiter und man wächst an seinen Erfahrungen.

          Es gibt fremd gehen und fremd gehen. Das fremd gehen, was ihr meint, ist das rücksichtslose Betrügen des Partners. Ihm oder ihr vorzugaukeln, dass er/sie der Einzige ist und hinter herum.....

          Und dann gibt es das notgedrungene fremd gehen. Wenn der Partner nicht will. Wenn man alles versucht hat, es zu ändern. Wenn man dem Partner sogar gesagt hat, ich halte diese Lieblosigkeiten nicht mehr aus. Wenn man bewußt am langen Arm verhungert. Und auch die Hinweise, dass ich mir dann Sex woanders hole, den Partner nicht aus der Reserve lockt.... Diese Situation kennt ihr wohl Beide nicht. Naja, mit 30 kannte ich das auch nicht. ;-)

          • (56) 04.07.16 - 11:38

            Hi ulliv,

            so, wie ninly schon geschrieben hat, finde ich diese Art von „Fremdgehen“ nicht als Fremdgehen.
            Deine Frau wusste Bescheid und hat die deutliche (!) Warnung/Ansage gehört und ignoriert, es nicht geglaubt bzw. es so hingenommen.

            Du hast jedoch offen gesagt, dass du dir die Zärtlichkeiten woanders holen wirst, wenn die Situation nicht besser wird.
            Deine Frau hatte somit die Gelegenheit zu reagieren und hat es nicht getan.

            Das ist für mich kein wirkliches Fremdgehen (so wie ich es persönlich definiere. Das mag nun jeder anders sehen)…

            Wichtig ist für mich in deinem Fall, dass deine Frau eine Wahl hatte und du nicht für sie entschieden hast und sie im Ungewissen gelassen hast.
            Jetzt wäre es an ihr gewesen zu reagieren.

            Es gibt ja auch genügend Ehen, wo es so eine Art "„stumme Vereinbarung“ gibt. Frau/Mann weiß, dass der Partner fremdgeht, möchte aber nichts ändern, weil ihm/ihr die Sicherheit/finanzielle Unabhängigkeit/Routine wichtiger ist. Finde ich vollkommen in Ordnung, weil sich dann beide Parteien dafür entschieden haben.

          • (57) 04.07.16 - 11:46

            So ist es, es gibt fremdgehen und fremdgehen. Man oft das Bild vom Mann im Kopf, dem's zu Hause gut geht, sozusagen alles bekommt und trotzdem den Hals nicht voll genug kriegen kann und fremdschläft.

            Aber vielleicht Fremdgehen häufig auch einen sehr guten Grund, wie von Dir beschrieben.

            Insofern sollte man mit dem Verurteilen immer sehr vorsichtig sein, denn was weiß man denn wirklich, was bei den Leuten im Schlafzimmer los ist, wenn der letzte Gast gegangen, die Schminke runter ist und die Fetzen fliegen...

            Von außen meint man immer: Er oder sie hat doch gar keinen Grund dazu. Doch, den gibt's immer. Nur kennt man den Grund üblicherweise nicht und kann daher auch nicht beurteilen, ob er verwerflich oder verständlich ist.

            Auch wenn Du es nicht so meintest, aber diese Antworten a la "in eurem Alter hab ich auch noch so gedacht!" Und "Das versteht man erst, wenn man älter ist!", sind so überheblich. Denn damit nimmst Du dem Gesprächspartner jegliche Basis eines Argumentes oder einer eigenen Meinung.
            Man kann ja gar nichts mehr erwidern, man ist ja noch zu jung und hat noch nicht ausreichend Lebenserfahrung.
            Ich bin fast 39 Jahre alt. Ist das auch noch zu jung um bei dem Thema mitreden zu können? Ich bin mit meinem Mann seit 16 Jahren zusammen. Ohne betrügen.

            Zählt das?

            • Es ist nun mal so, wenn man Mitte 50 ist, man mehr Erfahrung hat. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun.

              Außerdem, jedem wie es ihm gefällt. Ich sage nur, dass ich mit 30 auch anders gedacht habe als heute und mit 39 auch noch ;-).

              Ich will lediglich aufzeigen, dass man auch anders leben kann und meine Erkenntnis, dass man viel glücklicher lebt, wenn man sich nicht an die gesellschaftliche Normalität hält, spät und auch erst im zunehmender Alter kam.

              Wenn Du Dein so glückliches, monogames Leben so weiter führen willst... fine with me.

              Warum bist Du dann überhaupt hier, wenn Du sooo glücklich bist?

          (61) 09.07.16 - 19:46

          Es hat sicher auch bedingt mit dem Alter zu tun, aber Liebesentzug kann in jeder Ehe/Beziehung vorkommen.

          Der Unterschied ist auch der, dass man mit 30 eine Trennung als Neuanfang wahrnehmen kann, mit 50+ vielleicht nur als Scheitern.

    "Es ist doch einfach mal Sex mit jemand anderen, mehr nicht."

    Äh, also wenn Du so denkst, dann ist ja für Dich die Welt völlig in Ordnung, wenn Dein Partner Dich betrügt.
    Aber sei doch bitte nicht so überrascht, wenn die Mehrheit da glücklicherweise eine andere Ansicht hat. Das hat auch nichts mit Moral zu tun oder mit Besitzdenken.
    Schlicht und einfach mit einem Mindestmaß an gegenseitigem Respekt und Höflichkeit. "Ich habe z.B. überhaupt kein Problem, dass ..."
    Ja, solche Antworten helfen immer ungemein weiter.
    DU hast damit kein Problem. Wie toll.
    Die TE hat damit aber ein Problem. Und sie hat um Rat gefragt. Da hilft es kaum weiter, zu schreiben, dass Du gern offene "Beziehungen" führst.

    • Warum so angreifend? Selbst betrogen worden?

      Ich werde nicht betrogen, wenn meine Partnerin mal Sex mit jemand anders hat, da wir uns diesen Freiraum gegenseitig eingeräumt haben. Monogamie ist uns einfach nicht mehr wichtig. Wir haben halt keine Verlustängste, neigen nicht zur Eifersucht und halt sehr, sehr gut Liebe und Sex trennen.

      Warum? Weil Monogamie einfach fast immer verlogen ist. Angeblich ist man ja so treu und hinten herum... Kopfkino ist da noch die harmloseste Variante.

      Es muss niemand so leben wie ich. Wenn jemand eine monogame Beziehung führt und damit glücklich ist, habe ich da gar kein Problem. Ich habe nur bereits sehr häufig erebt, dass man auch gern offener leben würde, man sich nur nicht traut, weil man die Normalität nicht verlassen will.

      Und auf die TE zurück zu kommen. Sie hat regelrecht ihren Partner in die Arme einer Anderen getrieben. Und das kann auch denen so gehen (egal, ob Mann oder Frau), die ihre Partner sex. verhungern lassen und sich dann wundern, wenn der Partner fremde Früchte nascht.

      • Nein, ich wurde noch nie betrogen und hab auch noch nie jemanden betrogen. Das ist für mich selbstverständlich.
        Und ich weiß nicht, was Du mit Deinem ständigen Hinweis auf Besitz und Verlustangst hast?!?
        Ich glaube weder, dass ich meinen Partner besitze, noch bin ich besonders eifersüchtig. Aber wir respektieren uns gegenseitig so sehr, dass wir uns eben nicht betrügen. Weil Sexualität etwas ist, was ich nur mit einem Menschen ausüben möchte, weil es etwas besonderes ist. Ich lebe ja auch nur mit einem Menschen zusammen. Nur ihm vertraue ich so sehr, nur mit ihm führe ich eine Ehe. Da haben für mich keine anderen Personen etwas zu suchen.

        Aber es geht nicht um mich, sondern es geht um die TE. Sie möchte offenbar ebenfalls eine monogame Beziehung führen und auch bei ihr hat anscheinend Sexualität so einen hohen Stellenwert, dass sie das nur mit ihrem Ehemann teilen möchte und nicht mit x-beliebig anderen Leuten. Sie leidet darunter und da finde ich es überflüssig, wenn dann jemand wie Du daher kommt, der davon erzählt, dass man ja auch mit anderen Sex haben kann und dass doch Monogamie für Dich eh unwichtig ist.
        Inwiefern ist diese Antwort hilfreich?

        (65) 04.07.16 - 20:41

        Meiner Meinung nach schließt du ganz oft von dir auf andere.:ch kenne z.B. zig Personen über 50 und die sind trotz ihres Alters und ihrer Erfahrung nicht für offene Beziehungen zu begeistern ;-)

        Du versuchst hier ganz oft monogame Beziehungen zu verteufeln. Vielleicht hast du “schlechte“ Beispiele in deinem Freundeskreis gesehen etc. Aber das ist eine rein subjektive Sichtweise, die ich z.B. überhaupt nicht bestätigen kann.

        Nicht alle Ehen gehen daran kaputt, weil man fremdv* bzw. mehr S*x haben möchte oder wie Du so schön sagst “am langen Arm verhungert“... Bei Ehen bzw. dann Scheidungen geht es nicht immer “um das Eine“. Du reduzierst das aber darauf.

        Als würde es keine Scheidungen geben, wenn wir alle polygam wären #kratz

        Und weil ich gerade so einen “Fall“ im Freundeskreis habe: Oft hat dieses “am langen Arm verhungern lassen“ tiefgründige Wurzeln. Selten liegt es nur an einer Person in der Beziehung. In diesem Fall wollte sie nicht mehr, weil er nur noch arbeitet und kaum zu Hause ist, die Kindererziehung zu 90% ihr überlässt, sich ständig darüber beklagt, dass er keine Zeit für seine Hobbys hat, ihren Kleidungsstil ständig moniert, ihr immer unterschwellig vorhält, was sie doch für ein tolles Leben dank ihm hat und sie sich nicht beschweren soll - schließlich hat er den anstrengenden Job und sie ist ja “nur“ Hausfrau und Mutti...

        Und dann fordert er regelmäßig Zärtlichkeiten ein und beschwert sich, wenn sie “nicht spurt“. Sie hat gemeint, wenn er ihr mehr im täglichen Leben zur Hand gehen würde, auch ihr mal einen freien Abend göhnen würde, die Kinder auch regelmäßig ins Bett bringen würde und das alles nicht auf ihren Schultern liegen würde etc., würde sie viel mehr Zuneigung für ihn empfinden und würde ihn auch wieder begehren. Aber so? Warum soll sie mit einem Mann intim werden, der sie fast wie eine Dienstmagd behandelt, ständig nur meckert und hauptsächlich fordert? Weil er das Geld nach Hause bringt und ihr einen gewissen Lebensstandard bietet? Ihre Antwort darauf war “Ich bin keine Prostituierte!“

        Die Geschichte finde ich sehr traurig, weil sich beide Parteien im Recht sehen. Dabei liegen die Probleme eigentlich nicht im fehlendem S*x, sondern erstmal in ganz anderen Dingen... Ihr Mann sagt den berühmten Satz “sie lässt mich am langen Arm verhungern“. Vielleicht orientiert er sich bald anders... Der Todesstoss für die Beziehung, da damit die Probleme nicht gelöst werden. Schade...

        • (66) 05.07.16 - 10:26

          Nein, nein. Ich verteufele keine monogame Beziehungen. Wer darin glücklich ist, toll!!! Ich glaube jedoch, wenn man manchmal etwas offener und tolleranter wäre, manche Ehen/Beziehungen besser funktionieren könnten. Ich weiß auch nicht, ob offene bzw. polygame Beziehungen des Weisheits letzter Schluss ist.

          Grundsätzlich wollen wir sicherlich mit einem Partner glücklich bis zum Tode, aber bis dahin ist ein sehr, sehr steiniger Weg und glücklich???

          Natürlich gibt es bei dem "am langen Arm verhungern" Gründe und die Gründe liegen nicht nur bei der/dem Unlustigen. Dein geschilderten Fall kenne ich in meinem Umfeld zu genüge. Und ich verstehe auch beide Seiten. Mann rackert, Frau zieht die Kinder gross. Jede funktioniert in seiner Rolle, aber die gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung fehlen. Viele Frauen benötigen jedoch für Sex ein rundum geliebt werden, Männer benötigen das meist nicht. Ein Teufelskreis. Was tut ein Mensch, wenn er lange hungert oder durstig ist? Irgend wann geht der Mann dann fremd und die Kacke ist noch mehr am dampfen.

          Du bist Anfang 30. Da war meine und auch die Ehen in meinem Umfeld auch noch alle intakt. Da war ich auch noch glücklich im Hausbau etc. Jetzt bin ich Mitte 50 und in unserem Bekanntenkreis sind nahezu alle Ehen gescheitert. Wir reden in 20 Jahren nochmals ;-).

          • Tut mir leid, dass Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast.
            Meine Erfahrungen sind anders.
            Auch in meinem Freundeskreis/Verwandtschaftskreis sind Beziehungen/Ehen von Menschen jenseits der 50.
            Kaputt und/oder geschieden sind davon 2. Dagegen stehen 8 Beziehungen/Ehen, die auf mich einen recht glücklichen Eindruck machen. Zusätzlich 4 intakte Ehen von Leuten, um die 40, die aber schon ca. 20 Jahre als Paar zusammen sind.
            Ich glaube, dass Deine Wahrnehmung bedingt durch ein paar sehr persönliche Erlebnisse etwas verschoben ist.

            • 12:2, wenn ich richtig gerechnet habe. Dann bist Du wohl auf der Sonnenseite des Glückes bzw. wir haben einfach einen zu großen Altersunterschied, den auch die Ehen die ich kenne, waren fast alle mit um die 40 noch intakt und es deckt sich auch nicht mit der statistischen Scheidungsquote von etwa 50 %.

              Natürlich gibt es auch in meinem Umfeld intakte Ehen. Was heißt intakt. Sie leben noch zusammen. Schaut man hinter die Fassade und fragt mal nach, keine einzige hatte nicht mindestens eine schwere Ehekrise, aber haben diese überstanden.

              • "...keine einzige hatte nicht mindestens eine schwere Ehekrise, aber haben diese überstanden."

                Aber das ist doch normal, oder? #gruebel
                Glaubst Du denn wirklich, eine Ehe wäre nur dann "gut", wenn man keine Krisen hätte? Ist eine Ehe nicht intakt, nur weil man Krisen überwunden hat?
                Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, eine Ehe ist nur dann "gut" und "intakt", wenn man schon Krisen überwunden hat!
                In schönen Zeiten zusammen zu sein, ist einfach. Das kann doch jeder!
                Ob ich mich auf meinen Partner und auf meine/unsere Liebe verlassen kann, weiß ich erst in/nach Krisenzeiten.
                Vielleicht sollte man definieren, was man unter einer intakten Beziehung versteht.
                Ich verstehe darunter, dass man sich trotz allen Schwierigkeiten/Streits liebt, respektiert, wertschätzt, ähnliche Lebensziele hat usw.
                Das schließt aber nicht aus, dass ich mich mit meinem Partner auch mal sehr heftig streite und ihn in einem Streitmoment auch mal weiter als zum Mond wünsche. Oder auch mal an der Liebe und der gemeinsamen Zukunft zweifele.
                Auch schwere Krisen mit großen Gefühlsverletzungen müssen dennoch nicht bedeuten, dass gleich die ganze Ehe im Eimer ist. Die Frage ist doch immer, was man draus macht, ob man sich zusammenrauft, um die Beziehung kämpft etc.
                Ja, eine gute Ehe/Beziehung ist viel Arbeit. Sehr viel. Und ich finde auch, dass es Momente gibt, in denen man durchaus heftig um seine Ehe kämpfen muß.

                Aber der Fakt, DASS man kämpft, zeigt doch, dass es die Beziehung Wert ist.

Ich glaube nicht, dass eure Beziehung noch zu retten ist! Er ist fremdgegangen, nach dem es eh schon drunter und drüber ging zwischen euch beiden. Und das kannst du ihm nicht verzeihen, wie schreibst. Würde ich auch nicht können, vor allem nach allem was er davor schon gemacht hat. Das er auf Montage gehe 'musste', weil er nicht mit Geld umgehen kann, obwohl er ein Kind hat um das er sich deshalb kaum kümmern kann. Das findet er auch noch bequem und zickt noch rum. Und du musstest während dessen neben dem ganzen Lernstress bei der Uni, nicht nur nebenher arbeiten, sondern auch euer gemeinsames Kind versorgen und dich um den Haushalt und Hausbau gekümmert hat. Wenigsten moralisch hätte er dich da unterstützen müssen, aber er war nicht mal bereit über die Probleme zu reden. Stattdessen sitzt er im Hotel und schreibt er mit anderen Frauen.

Ich hätte ihm das gleiche gesagt! Und ich kann auch verstehen, dass du das so gemeint hast...

Du kannst ja die Paartheraphie versuchen, aber ich denke nicht, dass du ihm sein ganzes Verhalten und das fremdgehen dauerhaft verzeihen kannst.

Wahrscheinlich willst du ihn jetzt nur behalten, weil es dich so geschockt hat mit der anderen Frau und du letztlich die Familie retten will. Auf Dauer wird es dir ohne ihn besser gehen. Wo er auf Montage warst, hast du es auch geschafft und wenn dann nich der Stress wegen ihm weg ist... Du bist ja auch finanziell nicht angewiesen auf ihn.

(71) 04.07.16 - 07:08

>>Woher weiß ich dass es nicht nochmal passiert? Ich würde so gern einen richtigen Grund kennen... aber leider kann er mir keinen nennen.<<

Naja, eigentlich hat er dir den Grund doch gesagt: Euer Streit. Wenn mir mein Partner mehrmals sagen würde, er ist nur noch wegen unserer Tochter mit mir zusammen (und nicht, weil er mich liebt), dann hätte ich auch keinen Grund mehr gesehen, im treu zu bleiben #kratz

Ihr habt beide Fehler gemacht und nach deiner emotionalen Verletzung hat er Trost bei jemandem anderen gesucht. Nicht die "feine Art", aber mehr als verständlich.

Wichtig ist doch, dass er genügend Schritte eingeleitet hat und dir damit bewiesen hat, dass er es bereut und ernsthaft einen Neuanfang beginnen möchte. Tu du das auch...

(72) 04.07.16 - 07:19

Dein Mann ist nicht mehr als ein kastriertes Eichhörnchen. Mein Geld, dein Geld. Du hast das Geld im Haus und hilfst ihm aus der Patsche, wenn der Ärmste sich übernommen hat. Wie Muddi! Dunhast studiert und wirst mehr verdienen als er mit seinem wohnortnahen Job jetzt. 2/3 des Hauses werden von deinem Geld getragen und er steuert den kläglichen Rest bei wenn überhaupt. Ihm wird da auch nix von Wert gehören auf Dauer. Du behandelst ihn von oben herab und wertest ihn ab. Das lässt sich keine Mann ein Leben lang gefallen. Ich gebe euch maximal 5 Jahre. Dann hat er eine andere die mit ihm auf Augenhöhe ist.

Shit happens !

Um den grossen Jack Sparrow zu zitieren: "Die Frage ist, was ein Mann tun kann und was nicht !"

Soll heissen: Wenn Du ihm verzeihen kannst, dann tu das. War sicher keine Glanzleistung von ihm, und auch wenn er ganz alleine dem Weg in ein fremdes Bett gefunden hat, warst Du an den "Begleitumständen" ja wohl nicht ganz unschuldig.

Das soll sein Verhalten nicht entschuldigen.....aber wegen einmal fi.....vö.....auswärts Liebe machen gleich alles wegwerfen......halte ich nun auch für übertrieben, besonders weil er sich bemüht, und Du endlich gemerkt hast, das er (für Dich) doch mehr ist als Versorger und Häuslebauer.

<<<Ich würde so gern einen richtigen Grund kennen>>>

Na überlege mal. Unzufriedene Frau auf die man(n) sich eigentlich freut, die einem aber durch ihre Launen grundsätzlich auch noch das bisschen Zeit versaut, das man mit ihr hat. Da muss man schon SEHR gefestigt sein, wenn einem das nicht an die Nieren geht !

Auch das soll keine Entschuldigung für ihn sein....aber zumindest wundern tut mich sein Verhalten nicht wirklich.

Hallo,
dein Mann ist nicht dein Besitz und ehrlich...wenn mein Partner mir sagen würde, dass er nur noch wegen dem Kind bei mir bleibt, dann wüsste ich nicht, wie ich reagieren würde! Ich nenne das Ursache und Wirkung. Es ist natürlich nicht ehrenhaft, was er da machte, aber menschlich! Und wenn du dauerhaft mit diesem Menschen dein Leben teilen möchtest, dann rate ich dir dringend, jetzt nicht die beleidigte Leberwurst zu spielen, damit er in seinem schlechten Gewissen dahinsiecht, sondern dass ihr einen Strich unter das Geschehene zieht und aus euren Fehlern lernt, damit ihr gestärkt nach vorn schauen könnt! Alles andere ist vertane Zeit und kostet nur unnötige Energie. Verzeihen heisst das Zauberwort :-)!

LG

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