Wer trägt den "Gehaltsausfall" durch Teilzeit auch alleine?

    • (1) 04.07.16 - 12:21
      ist es so?

      Ich muss mal eine Frage loswerden.

      Mein Partner nimmt es finanziell sehr genau. Kosten wurden schon immer 50/50 aufgeteilt.

      Nun haben wir vor 2 Jahren ein Kind bekommen. Ich war ein Jahr in Elternzeit und arbeite seitdem wieder Teilzeit.
      Währrend der Elternzeit und auch jetzt in Teilzeit hat sich von unserer Aufteilung nichts geändert. Ich trage nach wie vor die Gleichen Kosten wir vor dem Kind, habe aber ja viel weniger Einkommen. Kosten für das Kind teilen wir ebenfalls 50/50.
      Ich muss oft ganz schön kämpfen um über die Runden zu kommen und kann fast gar nichts mehr sparen (habe vorher viel sparen können im Monat).

      Findet ihr das fair? Ja ich arbeite weniger, ich verdiene weniger also habe ich auch weniger zur Verfügung. Auf der einen Seite sehe ich es als Privileg nur noch "Halbtags" zu arbeiten, und möchte mein Kind auch gar nicht den ganzen Tag irgendwo unterbringen und nur abends sehen.
      Aber es ist ja auch sein Kind, das ich da Betreue. Ist es fair dass wir immer noch 50/50 alles zahlen obwohl ich jetzt viel weniger verdiene?

      Würde gerne mal ein paar Meinungen hören - und ja eine Trennung steht bereits im Raum und ich würde ihn gerne damit konfrontieren, dass unsere finanzielle "Aufteilung" nicht normal ist. Da ich aber in dieser Familie schnell als "rachgierig" und "will uns abzocken" abgestempelt werden, würde ich gerne wissen ob ich mit meinen Gedanken da wirklich so falsch liege.....

      • Euer Kind ist schon 2 Jahre alt und es gibt noch immer sein und dein Geld??? Das werde ich nie verstehen.....

        Nein, ich finde eine weiterhin hälftige Aufteilung nicht fair.
        Die Frage ist nur, warum habt ihr das finazielle im Vorfeld nicht besprochen? Hast du alleine entschieden, jetzt Teilzeit zu arbeiten? (Und ja, Teilzeit empfinde ich persönlich auch als Luxus.... Daher klar, das dann alle nach der gemeinsamen (?) Entscheidung etwas kürzer treten müssen...)

        Du steckst dem Kind zuliebe...EUREM Kind zuliebe, zurück und musst trotzdem soviel zahlen wie vorher???
        Soll er doch Teilzeit arbeiten und genau so viel zahlen wie vorher.

        Sowas gibt es bei uns nicht.
        WIR haben GEMEINSAM entschieden, dass ich Teilzeit mit den Kids arbeite. Ich zahle meine Sachen (Auto, Handy, Riester..) und Kita kosten. Der Rest zahlt mein Mann. Er verdient gut 3x soviel wie ich in Vollzeit.

        Brauche ich Geld, überweise ich mir was von ihm auf mein Konto (ja, wir haben immer ich getrennte Konten und es läuft super so) und gut ist. Er fragt nie nach, ich muss nie um Erlaubnis fragen, er zahlt das meiste.

        Eure Aufteilung ist mehr als ungerecht und vor allem auch hirnrissig.

        Hallo..
        Ich finde es auch sehr unfair..
        Bin im Moment auch noch in Elternzeit, in 2 Wochen fange ich wieder an zu Arbeiten, halbtags so wie du. Über welches Gehalt seinerseits u deinerseits reden wir denn? Da mein mann so ungefähr das 4 fache meines Gehaltes hat, muss ich hier überhaupt nicht bei steuern..kaufe allerdings alles an Sachen für unseren Sohn..

      • Unabhängig von meiner persönlichen Meinung: Wie steht er zur Kinderbetreuung? Möchte er, dass euer Kind den ganzen Tag fremdbetreut wird, damit du deine 50% beisteuern kannst? Oder findet er gut, dass du nur noch Teilzeit arbeitest?
        Wenn er die komplette Fremdbetreuung wünscht, hast du mit seiner Argumentation wohl schlechte Karten.

        Wünscht er sich schon, dass du dich auch "vernünftig" ums Kind kümmerst, bestehe auf eine andere Aufteilung! (Denn nur die Ausgaben 50/50 aufzuteilen ist nicht gerecht, auch gemeinsame Projekte (in diesem Fall euer Kind und die Betreuung) müssen 5% geteilt werden.
        Ansonsten muss er auf Teilzeit zurückstufen.
        Teilt ihr wenigstens den Haushalt zu 50%? Das würde ich machen. Mein eigenes Waschmittel kaufen, nur meine Wäsche waschen, Den kühlschrank aufteilen ubd nur für mich kocgen Geld von ihm für das Essen, Windeln, Kleidung etc. Für euer Kind verlangen .. Vielleicht merkt ers dann...

        • Es war eigentlich von vornherein klar, dass ich dann teilzeit arbeite und er war auch damit einverstanden.
          Ich wäre gerne 2 Jahre zu Hause geblieben - ging aber nicht.
          Er verdient nicht ein vielfaches von mir, ich sag mal vor der SS haben wir gleich verdient. Kann man nicht immer ganz genau sagen, da er selbständig ist und es dadurch gute und schlechte Monate gibt, was er genau verdient weiß ich aber nicht, das ist ein geheimnis.

          Haushalt.... also Haushaltsgeld wird schon geteilt. also wenn ich Waschmittel, Lebensmittel, windeln fürs Kind kaufe..... davon bezahlt er immer die Hälfte. Auch vom Krippenplatz zahlt er die hälfte.
          Aber es ist eben immer 50/50 obwohl ich jetzt weniger verdiene.

      Also ich finde es generell bescheuert es so genau mit dem Geld zu nehmen und gerade in Elternzeit ist es einfach daneben. Nun stellt sich für mich noch die Frage, was für Vorstellungen dein Partner vom Familienleben hat. Ist er der Meinung, dass ihr eigentlich beide Vollzeit arbeiten solltet? Dann könnte das evtl. eine Trotzgeschichte sein, so nach dem Motto: Sie will weniger arbeiten, warum sollte ich den Nachteil daraus ziehen? Dann fänd ich es immer noch doof, aber wenigstens irgendwie nachvollziehbar. Ist es aber auch sein präferiertes Familienmodell, dann ist es wirklich extrem dreist. Wer stempelt dich denn so ab? Er oder seine Familie?

      • Es war so abgesprochen, dass ich dann Teilzeit arbeite und er zahlt auch die Hälfte vom krippenplatz.
        Aber ich finde es trotzdem irgendwie nicht fair.

        Der Stempel kommt denke ich von seiner familie, die sehr viel Einfluss auf ihn hat. Sie sind insgesamt sehr darauf bedacht auf ihr Eigentum usw. Ich denke diese denkweise hat er übernommen.

        • Diese Denke kann ich aber auch nicht verstehen, das Geld bleibt doch in der Familie, durch Diene Heirat bist Du doch Teil dieser Familie geworden. Oder sieht er das anders ? Das allerdings fände ich merkwürdig.

          • Wir sind nicht verheiratet.... vielleicht liegt es daran?

            • Oh, das hatte ich so nicht verstanden. Für mich macht das aber keine Unterschied, wenn ich Kinder habe, bin ich Familie. Aber nicht jeder sieht das so, wer kein amtliches Siegel hat, gehört nicht zur Familie. Vielleicht hättest Du unter diesen Voraussetzungen auf einen Trauschein vor der Familiengründung bestehen sollen.....

              • Auch ein Trauschein schützt einen nicht davor, nicht zur "Familie" zu gehören. Ein "dazugehören" ist m. E. eher eine emotionale Verbundenheit. Dann sind auch finanzkräftigere Familien durchaus bereit sich ohne Legitimierung einer Beziehung auf Partner einzulassen. Sollten allerdings grundsätzliche Resaintimentes bestehen, wird das weder mit noch ohne Trauschein etwas.

                • Scheinst Dich ja auszukennen auf dem Gebiet, Irmchen ;-)

                  Aber ich finde die Grundhaltung des Mannes ziemlich daneben, aber die TE hat ja eigentlich selbst Schuld, hätte sich ja vorher Gedanken machen sollen WEN sie sich für ihr Kind aussucht, statt hinterher zu jammern ....

    Es ist traurig, dass hier immer wieder solche Fragen gestellt werden :-( Schlimm, dass Eltern ihre Kosten aufrechnen und jeden Cent 50:50 teilen müssen/wollen.
    Du kannst ihm ja mal aufrechnen, was ihn eine Köchin, eine Putzfrau, Betreuungskosten, Unterhalt für sein Kind etc. kosten würden.

    Schlimm, dass (nachdem man ein gemeinsames Kind gezeugt hat) das Thema „Geld“ und dieses Meins und Deins bei vielen so vorherrscht :-(

    Ich bin da ganz ehrlich: Für mich wäre so eine Beziehung nichts. Und wenn man schon mit „Listen“ kommen muss und aufrechnen muss, wer wie viel bezahlt, dann wäre mir das zu blöd. Wenn man jemanden liebt, dann gibt man doch gerne, oder nicht? Vor allem, wenn der andere wegen einem gemeinsamen Kind finanzielle Einbußen hinnimmt.

    >>Mein Partner nimmt es finanziell sehr genau. Kosten wurden schon immer 50/50 aufgeteilt. <<

    Mit so einem "Pfennigfuchser" wär ich gar nicht so weit gekommen, über Familie nachzudenken, dieses Projekt hätte ich vorher stoppt.

    Aber davon abgesehen: Wenn ich das Projekt Familie angehe ist für mich klar, dass es ein gemeinsames Projekt ist, in das jeder sich nach seinen Möglichkeiten einbringt. Wenn nun der Eine, was wohl eher die Regel ist, mehr verdient als der oder die Andere, finanziert er einen größeren Anteil der Gesamtausgaben als der Andere, alles andere macht doch keine Sinn. Wenn er seine Familie an seinem beruflichen Erfolg nicht teilhaben lassen möchte, hätte er doch, meiner Meinung nach, auf Familiengründung verzichten sollen.

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