Mann ohne Empathie - komme an meine Grenzen

    • (1) 04.07.16 - 14:01
      -ratlos-

      Hallo in die Runde.

      Versuche mich kurz zu fassen.

      Bin seit etwas über einem Jahr mit meinem Freund zusammen.

      Wir sind Beide Ende 30, geschieden und haben jeweils 2 Kinder...

      Als ich ihn damals kennen lernte, erzählte er mir von seiner gescheiterten Ehe : Seine Ex Frau ist ihm mehrmals fremdgegangen. Ein Kind, welches aus einer Affäre "entstanden" ist, wurde abgetrieben.

      Zwei mal war es der Nachbar (darunter auch der Mann ihrer Freundin) und dann sind sie halt 2x umgezogen.

      Alles hat er ihr verziehen, hat 2 Kinder mit ihr bekommen und hat sie geheiratet. Kurz nach der Hochzeit der nächste Fehltritt. Es ist immer nur durch andere oder durch eindeutige Handy - Nachrichten rausbekommen. Gehen wollte sie nie und er hat verziehen.

      Bis vor zwei Jahren...da war es der gemeinsame Bekannte, der ihr das schönste Leben versprach. Daraufhin hat sie ihn verlassen.

      Mein Freund ist ausgezogen und kurz danach lernte ich ihn kennen.

      Als ihre Beziehung zerbrach wollte sie ihn zurück, doch da gab es mich schon. Wer weiß ob er sonst nicht wieder da wäre.

      Nun gut...das ist seine Vorgeschichte. Als ich es damals von ihm erzählt bekam (nicht alles...mehr erfuhr ich dann im Laufe von seiner Mutter oder Freunden), hatte ich echt schon Bedenken, was mit ihm nicht stimmt.

      Denke jetzt weiß ich es und komme damit nicht zurecht : er hat keine Empathie. Weder für sich noch für Andere.

      Ihm fehlt da dieses gewisse Gefühl.

      Ich weiß nicht, ob er so geworden ist oder schon immer so war.

      Er hat immer gute Laune. Versteht mich nicht falsch...ich beneide ihn teilweise dafür, aber es ist auch in diese Richtung sehr anstrengend.

      Geht es mir nicht gut (z.B. Ist meine Oma vor kurzem gestorben) fühlt er das nicht. Also er sagt "tut mir leid" kommt dann abends vorbei und nimmt mich diesbezüglich nicht in den Arm, oder fragt nicht wie es mir geht. Er kommt grinsend rein und alles ist gut. Für ihn.

      Streiten? Ja kurz. Versteht nicht warum ich drüber reden will und sauer bin. Er macht auch nie was "falsch".

      Seine Stiefmutter ist vor kurzem an Krebs erkrankt. Wir waren kurz vor ihrer 1.Chemo bei ihr. Mein Freund zu ihr "wird jetzt ne echt harte Zeit mit Schmerzen und wie Du wohl aussiehst ohne Haare" ...ich bin aus allen Wolken gefallen. Sie auch und dementsprechend sprachlos.

      Er hat es nicht gemerkt als ich ihn später drauf ansprach. Er hätte doch die Wahrheit gesagt.

      Habe noch etliche Beispiele.

      Er ist sonst wirklich liebevoll, fürsorglich und hilfsbereit. Aber nicht auf emotionaler Ebene.

      Ich rede natürlich mit ihm drüber. Doch er versteht mich nicht.

      Seinen Kindern gegenüber ist er übrigens genauso. Er merkt nicht das er manchmal mit Bemerkungen übertreibt und damit sehr verletzt. Seine große ist sehr dünn. Ist halt so...isst aber ganz normal. Ständig zieht er sie damit auf. Also so auf vermeintlich lustige Art "draußen ist windig, da fliegst du ja weg oder " im Flugzeug kostet dein Platz ja nur die Hälfte "...er lacht und der Rest nicht.

      Merkt er nicht.

      Mir gegenüber macht er sich auch oft lustig, doch ich bin erwachsen und es ist inzwischen etwas besser geworden, da ich ihm immer wieder sage das es NICHT schön ist (ich kann ja über mich selbst lachen, doch irgendwann ist genug).

      Wenn man über ihn Witze macht, stört ihn das übrigens nicht.

      Geht an ihm vorbei, so wie vieles andere eben auch.

      Oh je...was mache ich nur?

      Ich mag mich ja mittlerweile selbst nicht mehr reden hören, weil ich ihm zu verstehen geben möchte, WARUM es teilweise so anstrengend ist mit ihm.

      Er sagt dann, dass ich anstrengend bin. Hätte er mit seiner Ex nie so gehabt...
      Ein Teufelskreis.

      Jetzt ist es doch lang geworden. Sorry.

      Was würdet ihr tun?

      Hoffen auf das sich was ändert? Und bis dahin auf seine Bedürfnisse in einer Beziehung verzichten?

      Alles andere drum herum (Kinder, Freizeit, Spaß, Familie) passt ja prima.

      Wir lachen auch viel...
      .. Oder er alleine, weil ich beim Trampolin springen unglücklich aufgekommen bin und ein dickes Knie hatte. Tränen in den Augen. Er lacht und sagt in meinem Alter sollte man das lassen. Kein Mitgefühl.

      Wünsche Euch noch einen schönen Tag :-)

      • > Hoffen auf das sich was ändert?<

        Denkbar schlecht. warum sollte sich da was ändern?

        Man lernt sich kennen, nach etwas über einem Jahr finde ich ist das noch immer auch Kennenlernphase, viele Dinge kommen ja erst mit der Zeit und man macht seine Erfahrungen miteinander.

        Entweder nimmst Du ihn wie er ist und kannst damit leben oder Du lässt es. Wenn mein Leidensdruck zu hoch wäre, wäre ich lieber wieder Single. in einer Beziehung sollte es mir besser gehen als alleine - ist das nicht der Fall würde ich das ganze überdenken.

        und scheinbar leidest Du ja darunter oder?

        Lichtchen

        (3) 04.07.16 - 14:41

        So wirklich dramatisch klingt seine Art für mich nicht.

        Stellenweise anstrengend, das kann ich mir schon vorstellen. Aber wer ist das nicht?
        Möglicherweise bist du auch ein eher empfindlicher Mensch, dann treffen natürlich 2 Charaktere aufeinander, die nicht passen.

        Schau es dir halt noch eine Weile an und wenn dein Leidensdruck zu hoch wird, dann trennst du dich.

        Gruss
        agostea

      Ich habe Asperger-Autisten zuhause. Die waren auch mal so. Opa muss ins Krankenhaus um einen Tumor zu entfernen, Prognose mies, Enkel kommt mit Marmeladeglas an und fragt den Opa, ob er sich den Tumor einpacken lassen könne....
      ABER: die waren als kleine Kinder so, Empathie kann man nämlich lernen, wenn nicht über Intuition dann über Kognition.
      Damit muss man rechtzeitig beginnen, das Problem muss erkannt sein und der Betroffene muss an einer Verhaltenstherapie interessiert sein.
      Ändern wird sich dein Partner niemals "einfach so".

      Ob du langfristig mit seiner Art leben kannst und willst, und dies auch deinem Umfeld zumuten kannst und willst ist deine Entscheidung.
      Ob von seiner Seite her ein Interesse, eine Einsicht besteht, sich einer Abklärung und Verhaltenstherapie zu unterziehen? Zweifelhaft.

      (6) 04.07.16 - 15:22

      warum soll sich denn was ändern? er scheint doch recht zufrieden zu sein. seine art, bestimmte dinge nicht an sich heran zu lassen, halte ich sogar fuer erstrebenswert. was du für mangelnde emphatie haelst halte ich fuer einen sehr gesunden abstand zu den problemen anderer leute. da er ja anscheinend allen seinen verpflichtungen nachkommt (erziehung, hilfsbereitschaft) sehe ich überhaupt kein problem.

      "Wenn man über ihn Witze macht, stört ihn das übrigens nicht." - ich wünschte ich wäre so.

      und ja, auch und über krebskranke kann man lachen, nichts hat meinen vater so sehr gestoert, als die ernste, bedrückten gesichtern um sich herum. daher hat er sich meinst mit meiner damals zweijaehrigen nichte vergnuegt.

      brauchst du seine emphatie, sein mitleid? und wenn ja, wofuer?

    Hallo!

    das sind ja schon fast autistische Züge - aber nicht bei einem Kind, bei dem man noch was therapieren könnte, sondern bei einem Erwachsenen, der gar nicht merken will, dass er nicht "normal" ist.

    Für ihn ist ja alles supi, warum sollte er also was ändern? nur weil alle anderen so "empfindlich" sind?

    Er wird sich nicht ändern, Du musst selber entscheiden, ob Du das willst.

    Bitte bedenke auch, dass auch alles liebevolle und fürsorgliche Verhalten nicht von Herzen kommt, sondern er sich nur so verhält wie "man es eben von ihm erwartet" und nur so viel tut, dass für ihn auch die Gegenleistung von Deiner Seite aus für ihn stimmt. wenn Du mal längere zeit nichts weiter für ihn tust, wird er das weitgehend runter fahren, weil sich dann der Aufwand nicht lohnt für ihn.

    (10) 04.07.16 - 16:11

    Für mich klingt das autistisch.
    ER wird sich nicht ändern. Wenn Du mit ihm kommunizieren willst, dann darfst Du ihm "nicht zu verstehen geben, dass ..." und erwarten, dass es so sein wird. - Nein, Du musst es ganz objektiv formulieren und aussprechen.
    Du kannst auch nicht was "erwarten" sondern du musst es in Worte fassen und fordern.

    Und wenn man über ihn Witze macht, dann stört es ihn nicht - Hmm, vielleicht ist das so, bist Du sicher dass er die Witze "versteht"?

    Und wenn er eine VT macht, dann wird er "übliche Reaktionen" zeigen, die sind aber einstudiert, dass er in die Gesellschaft passt und entspringen nicht einem vorhandenen, instinktiven "Verhaltensrepertoire". Das sagt aber NICHTS über seine Empfindungen aus. Ich würde sogar eher davon ausgehen, dass seine Gefühle sehr wohl da sind nur wird er sie nicht so ausdrücken könne, dass Du sie verstehst.

    Was ich tun würde, ist mir Gedanken machen, ob das was "da ist" ausreichend ist für die (Liebes-)Beziehung und mit dem Rest komme ich klar, oder es reicht nicht aus.

    Ändern würde ich quasi nichts wollen, umerziehen auch nicht.

    LG, I.

    (11) 04.07.16 - 16:59

    Ist er Autist?

    Grüße
    Luka

    • (12) 04.07.16 - 17:03

      Entweder Autist oder Vollarschloch ;-)
      Bei ersterem gäbe es Möglichkeiten, nur sind diese hinfällig, wenn der Betroffene 0 Einsicht besitzt. Ich persönlich bin übrigens äusserst gerne mit Autisten zusammen, aber nur mit reflektierten, sich ihrer Besonderheit bewussten ;-)
      Wie heisst es so schön? Was heisst da 1 Geisterfahrer? Hunderte!!!!

      • (13) 04.07.16 - 20:50

        "Bei ersterem gäbe es Möglichkeiten, nur sind diese hinfällig, wenn der Betroffene 0 Einsicht besitzt." Um den Bedarf an einer "Verhaltenstherapie" zu sehen, müsste der Betreffende jedoch erst mal wissen, dass er Autist ist. Ich kannte eine Lehrerin, die eine "aus der Art geschlagene" Tochter hatte, die überall aneckte. Auch die Mutter hatte keine Ahnung davon, dass ihre Tochter Autistin ist. Die Diagnose wurde gestellt, als sie 28 Jahr alt war. Das war für alle Beteiligten eine Erlösung, denn ab diesem Zeitpunkt konnte man endlich "etwas machen". Für die Mutter war die Diagnose bitter. Man hätte der Tochter wohl einen langen Leidensweg (Schulversagen etc.pp.) erspart, wenn man früher bescheid gewusst hätte.

        Grüße
        Luka

        • (14) 04.07.16 - 21:10

          Mir ist durchaus bewusst, dass der erwachsene Betroffene zuerst wissen müsste, dass er Autist ist, beziehungsweise die Einsicht und Bereitschaft haben, dass eine Abklärung sinnvoll ist.
          Leider weisen zudem manche die Möglichkeit Autist zu sein so weit von sich, dass sie sich lieber eine bipolare Störung anhängen lassen und sich mit Neuroleptika zudröhnen lassen.

          Ich habe noch jedesmal die Erfahrung gemacht, dass eine Autismusdiagnose grosse Erleichterung bedeutet.

(15) 04.07.16 - 17:56

Erstmal danke für Eure Antworten.

Manchmal ist es gut, daß Ganze von außen zu betrachten.

Ich leide nicht unter ihm und ich brauche nicht sein Mitleid, sondern es stellt sich für mich eben die Frage warum er so ist.

Nie zuvor bin ich so jemanden begegnet.

Und ich bin ein totaler Gefühlsmensch. Habe gerne Nähe und kann mich mit anderen freuen oder traurig sein.

Autisten lassen keine Nähe zu, oder?

Das meinte ich nämlich mit liebevoll : er nimmt mich in den Arm wenn wir nebeneinander sitzen. Er nimmt meine Hand und sucht den Kontakt.

Aber es ist tatsächlich so, dass sein Verhalten teilweise so rüber kommt, das er es tut, weil es eben SO ist.

Das meinte ich mit "ohne Emotionen"...

Klare Ansagen. Keine Erwartungen. Ich werde es mal versuchen....

  • (16) 04.07.16 - 18:36

    Ich versuche es mal aus meiner Sicht, denn ich habe starke asperger Züge.
    Ich verstehe vieles oft nicht, die Faktenlage ist da, jemand ist krank? Ok, ist dann wohl so, da ist es gewissermaßen schon empathisch, auf die Person einzugehen, dass dabei das Wie oft daneben ist merke ich ggf. erst, wenn mich jemand darauf hinweist. Inzwischen weiß ich zwar was erwartet wird, erscheint mir aber oft sinnlos.
    Smalltalk? Wozu?
    Ich weiß mitlerweile, dass ich in anderen Strukturen denke, trotzdem kann ich oft nicht verstehen, dass andere mich oft nicht verstehen.
    Und wenn mich jemand nicht versteht, nervt und verärgert es mich massiv.
    Interessanterweise kann ich mit meiner Familie liebevoll umgehen, meinen Kindern gegenüber bin ich auch empathisch, kann mich in sie hineinversetzen. Die Gefühle meines Mannes, uh, hartes Thema, sagen wir es so, im raten bin ich mitlerweile gut.

    Ein Mensch mit asperger Zügen muss nicht zwingend komplett emotionslos sein, ist trotzdem aber nicht leicht zu verstehen und zu händeln.
    Einiges entdecke ich da in deiner Beschreibung durchaus wieder

    Asperger ist eine mode diagnose. Du könntest dich mal über die schiziode Persönlichkeit (nicht Persönlichkeitsstörung!!!) belesen.

    • Du lehnst dich recht weit zum Fenster hinaus mit der Behauptung, Asperger wäre eine Mode-Diagnose!

      • (19) 04.07.16 - 19:29

        Wusstest Du nicht?

        Burn Out ist Mode, Depression ist Mode, AD(H)S ist Mode, jetzt halt auch Asperger.
        Gabs früher ja alles nicht, also muss es erfunden sein. Ganz klar, oder?

        Nee, natürlich ist das eine tatsächliche Erkrankung.
        Ich meine damit , dass dieses Wort aktuell gerne gebraucht wird.
        Vor ein, zwei Jahren wäre diese Diagnose nicht von so vielen Usern genannt worden.

    Auf emotionaler Ebene mag das ggf. teilweise passen, da sich das Spektrum aber nicht nur auf sozio-emotionaler Ebene bewegt, nenne es Mode, aber trifft es Asperger deutlich besser.
    Ob es Mode ist, eine feinere Eingruppierung mit neuen Begriffen zu treffen sei mal dahin gestellt.
    Auch Begriffe wie z.B.genannte schizoide Persönlichkeit etc. waren einstmals Modebegriffe, die eingeführt und genutzt wurden, um zu Klassifizieren und mit entsprechenden Persönlichkeiten umgehen und arbeiten zu können.

    Das ist doch Unsinn.

    Einerseits ist das keine Modedisgnose, sondern die sind eben früher einfach "mitgelaufen" oder in stärkeren Ausprägungen weg gesperrt worden.

    Andererseits würde ein mensch mit schizoider Persönlichkeit nicht erst eine Frau heiraten um nach der Scheidung wieder eine neue Freundin zu finden. Der wäre eher heilfroh, wieder alleine zu sein, wenn er überhaupt je eine Beziehung begonnen hätte.

    #rofl

    Fragt sich nur, inwiefern dann deiner Meinung nach die "schizoide Persönlichkeit" auch eine Modeerscheinung ist...

    Also ehrlich, Asperger eine Modediagnose? Wer erzählt denn so etwas?

(24) 04.07.16 - 19:13

"Autisten lassen keine Nähe zu, oder?"

Abgesehen davon, dass es DEN Autisten nicht gibt, deshalb heisst es ja auch Autismus-Spektrum, doch, natürlich lassen viele Autisten Nähe zu. Viele sind verheiratet, haben Kinder, Freunde, Geschwister, sind beruflich erfolgreich, leben ein "normales" Leben. In welcher Form und IntensitätNähe gelebt wird variert, aber Autisten sind definitiv keine emotionslosen Monster. Sie sind anders in ihrer Wahrnehmung, in ihren Bedürfnissen, ihrer Sicht der Welt. Insbesondere früh diagnostizierte und kognitiv begabte Menschen mit Autismus können ein äusserst hohes Mass an Empathie entwickeln, gerade weil sie die Gefühlswelt ihres Umfeldes kognitiv-analytisch und vorallem sachlich angehen und über ein hohes Reflexionsvermögen verfügen können (Perspektivenwechseltraining).
Deshalb finden sich Autisten in Berufsgruppen wie Psychologie, Pflegewissenschaften, Pädagogik. Da diese ihre Besonderheit selten publik machen, ist diese Tatsache vielen Menschen nicht bewusst. Zudem spukt so manchem noch der hirnverbrannte Film "Rain Man" im Kopf rum. Dieser gehört auf einen Index, ich wüsste nichts was Autisten mehr geschadet hat als dieser vermaledeite Film, der hat mit Autismus so gut wie nichts zu tun, denn Rain Man ist ein Kanner Autist mit Savant Syndrom, davon gibt es weltweit nur eine Handvoll Menschen.

(25) 04.07.16 - 20:03

Autismus ist ein ganz weites feld, und allzu deutlich kann die Ausprägung bei Deinem mann ja nicht sein, wenn er bisher immer normal gelebt hat, und nur die menschen die ihm nahe stehen ab und zu heftig vor den Kopf stößt.

Es gibt durchaus Autisten die gerne kuscheln und normale, die berührungen nicht so arg genießen. er hat halt einige Autistische Züge, eben fehlende Empathie, aber leider auch kein großes Einsehen dahinein, dass er da eben nicht normal ist und weit über das Ziel hinaus schießt.

Wenn er seiner tochter sagt, dass sie so Mager ist dass man alle Knochen sieht, spricht er eine Tatsache aus, und merkt gar nicht, dass das verletzend wirkt. Und ebenso sagt er Dir dass Du Krähenfüße und rettungsringe an den Hüften hat - nimmt es seinerseits aber niemandem böse, wenn man ihn einen Glatzkopf nennt, wenn das eben so ist.

Das ist eben einer der Punkte, wo ihm die Empathie fehlt, aber andere Bereiche funktionieren wiederrum viel besser.

Nur will er sich nicht ändern und DU musst für Dich entscheiden, was du willst. Auf jeden Fall immer klare ansagen machen und ihn drauf hinweisen, wenn er andere verletzt. Deutlich. Nicht mit Worten wie "Wie würdest Du Dich da fühlen" sondern "Schau, jetzt ist Deine Tochter traurig".

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