Seine Tochter zerstört noch unsere Beziehung

    • (1) 05.07.16 - 13:45
      unmöglich

      Hallo

      ich muss jetzt wirklich meinem Ärger Luft machen, sonst platze ich. Es geht um die Tochter von meinem Mann aus einer vorherigen Beziehung. Sie ist furchtbar und bringt uns noch auseinander, wir streiten immer nur wegen ihr! Sie ist 17 und stinkfaul. Sie hat letztes Jahr eine Ausbildungsstelle gesucht, wurde aber nicht genommen, weil sie miese Noten hat.

      Mein Mann hat eine Metzgerei und so hat er sich entschieden sie als Azubi einzustellen. seitdem gibt es nur Ärger!! Es war ein großer Fehler. Sie macht einfach was sie will und jeder andere Arbeitgeber hätte sie längst gefeuert, aber Papa tut das natürlich nicht.

      Bei uns öffnet die Metzgerei schon um 7:00 Uhr morgens, weil wir in einem Gewerbegebiet angesiedelt sind, und die ganzen Angestellten vor Bürobeginn bei uns ihr essen kaufen. Also ist es so, wir machen morgens von ca, 7 bis 9 und Mittags 11 bis 13 unseren Hauptumsatz des ganzen Tages.

      Und es ist immer unglaublich viel los morgens, wir brauchen jede Mitarbeiterin. Und wer ist nie da um 7 Uhr? Seine Tochter :-[ Sie trudelt meistens erst nach 8 Uhr ein, weil sie es nie rechtzeitig schafft. Ich könnte ausflippen.

      Wie oft haben wir ihr gesagt sie muss pünktlich da sein. Es interessiert sie nicht.

      Ich bin in der 34 SSW und habe ein Kleinkind was schlecht schläft nachts, trotzdem bewege ich meinen Hintern jeden Morgen um 6:30 in den Laden und bereite alles vor, damit wir um 7 Uhr den Ansturm bewältigen können.

      Es interessiert sie nicht. Wir haben noch zwei Mitarbeiterinnen, die finden ihr verhalten unmöglich und fühlen sich zurecht benachteiligt. Nur weil sie die Tochter vom Chef ist.

      Heute ist das Fass über gelaufen. Nachdem sie morgens auch wieder erst nach 8 Uhr kam, ging sie genau zu Mittag, als wir 14 Gäste hatten, eine rauchen und spielte sage und schreibe 25 Minuten an ihrem Handy. Dann bin ich zu ihr hin und habe ihr gesagt sie weiß sie kann gerne nach 13 Uhr gehen, wenn weniger los ist. Da sagt sie tatsächlich ich soll mich verpissen.
      Ich war sehr sauer auf sie und habe ihr gesagt sie kann ihre Sachen packen, ich werfe sie raus, sie soll sich eine andere Ausbildungsstelle suchen.

      Das hat ihr natürlich nicht gepasst, sie hat direkt meinen Mann angerufen und sich ausgeheult wie böse ich zu ihr bin.

      Als er dann zurück gekommen ist, haben wir wieder gestritten und er meinte was ich mir einbilde ihr mit Kündigung zu drohen, ich hätte hier nichts zu sagen und er ist der Chef und er entscheidet das.

      Ich war perplex. Lässt er tatsächlich den Chef raus hängen. Gegen seine eigene Frau. Ich bin dann noch direkt in der Mittagszeit weg gegangen, zu meinem Frauenarzt und habe mich für zwei Wochen krank schreiben lassen. Ganz offiziell. Wenn er meint alles offiziell machen zu müssen. Ich kann es nicht glauben. Ich habe dicke, schmerzende Beine wegen Wassereinlagerungen und stehe oft 12 Stunden hinter der Theke und bediene die Gäste, jeden Tag. Und dann darf ich mir so etwas anhören.

      Er sieht nicht ein, dass er etwas falsch gemacht hat. Ich habe ihm jetzt geschrieben, ich werde in den nächsten 2 Wochen nicht arbeiten. Am Wochenende haben wir einen Bratwurststand auf einem Fest, dort werde ich natürlich auch nicht bedienen, soll er doch seine tolle Tochter fragen. Die wird ihm etwas husten.

      Es reicht mir einfach.

      Meint ihr ich übertreibe? Gehen die Hormone mit mir durch? Oder benimmt er sich wie ein Arsch? Ich könnte nur heulen wegen vorhin. Als sei ich für alle der Fußabtreter. Der nur arbeiten und die Klappe halten soll.

      Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Am liebsten würde ich da sofort kündigen und ihn alleine lassen. Eigentlich wollte ich nach dem Mutterschutz wieder einige Stunden mit arbeiten in der Hauptzeit. Doch das überlege ich mir auch noch. Soll er sehen wie sie zurecht kommen.

      :-(

      • (2) 05.07.16 - 14:04

        Er will, dass du dich wie eine Angestellte ohne Beziehung zu ihm benimmst, dann mach das und quäl dich nicht. Aber dann auch konsequent.

        Heißt, zieh das jetzt durch: arbeite so wie du arbeiten würdest, wenn du nicht mit ihm zusammen wärst, aber parallel geht dich das dann mit seiner Tochter auch nix an, nicht im Geschäft.

        Wenn ihr wirklich nur da ein Problem habt, dann wird eure Beziehung auch nicht daran scheitern.

        Ich würde einfach so tun, als hätte sie den Ausbildungsplatz nie bekommen.
        Wenn sie da ist, ist gut, wenn nicht, dann nicht.
        Ihr habt ja vorher auch ohne sie gearbeitet.

        Soll Dein Mann sich damit rumärgern, er möchte es ja so.

        Hallo,

        Ich kann verstehen dass du sauer bist, wenn du dich schwanger abrackerst und das Töchterchen kommt und geht wie es ihr passt. ABER: es ist wie du schreibst die Metzgerei deines Mannes, er ist der Chef, er entscheidet. Wenn er nicht dein Mann wäre könntest du der Azubine auch nicht die Kündigung aussprechen.

        Ich verstehe auch nicht dass du mit deinem Mann wegen der Göre streitest. Er ist der Chef und macht es so wie er meint. Fertig. Du kannst ihm als Ehefrau und Stiefmutter natürlich deine Meinung dazu sagen, aber reg dich nicht auf wenn er es eben anders macht. Das Mädel ist noch jung und in einer schwierigen Phase und er möchte ihr offensichtlich die eine oder andere Chance mehr geben als vielleicht üblich.

        Sie ist seine Tochter, er möchte ihr helfen. Das kann ich gut verstehen. Mein Sohn kam letztens und musste quasi über Nacht eine Mappe für Bio erstellen, für die er vorher wochenlang Zeit gehabt hätte. Bis dahin hatte er NICHTS gemacht. Ich war stinksauer und hab ihn das auch spüren lassen, aber dennoch habe ich ihm geholfen so gut ich konnte damit er noch etwas vorzeigbares abgeben konnte. Und vermutlich würde ich das auch nochmal machen und vielleicht auch ein drittes Mal ... einfach weil ich weiß dass das Teeniealter nicht leicht ist, dass man da die Wichtigkeit mancher Dinge noch nicht sieht und weil er mein Kind ist, ich ihn liebe und immer für ihn da bin, auch wenn er Mist baut. Hätte mein Mann (auch der Steifvater meines Sohnes) an diesem Abend Streit mit mir angefangen und gemeckert weil ich dem alten Schluderer auch noch helfe, wäre ich maßlos enttäuscht gewesen. Stattdessen hat er seinen Drucker runter gebracht und mehr Papier besorgt ...

        Dein Kind ist noch klein, du weißt nicht wie es sich mal verhält wenn es ein Teenager ist. Vielleicht kommst du auch mal in die Verlegenheit, deinem Kind aus diversen Patschen helfen zu müssen/wollen in die es durch eigene Faulheit getappt ist. Aber vermutlich wirst du dein Kind dennoch nicht hängen lassen.

        Also akzeptiere dass dein Mann in seinem eigenen Laden seinem Kind soviele Freiheiten und Chancen einräumt wie es ihm passt. Das erspart dir viele Nerven und die Streits mit deinem Mann. Not your business, not your monkeys.

        Dass du dich jetzt hast krank schreiben lassen sieht etwas nach Trotzreaktion aus, andererseits würdest du ja normalerweise auch jetzt in Mutterschutz gehen. Ich persönlich würde aber dennoch so gut es geht meinem Mann helfen und mich nicht auf die Stufe eines zickenden Teenagers begeben.

        LG und alles Gute für die Restschwangerschaft, Tina

        • Ich sehe durchaus Unterschiede zwischen einem schulpflichtigen "Penner", dem Muddi aus der Patsche hilft (denn genau dies täte ich wahrscheinlich auch) und einer impertinenten Looserbraut, welche wie eine Erwachsene behandelt werden will und nicht bereit ist, sich wie eine zu benehmen. Einen Tod muß man sterben - ent- oder weder.

          • Das Mädel ist 17, nicht Mitte 20. Und wir wissen alle auch nicht warum sie so ist. Vielleicht hat der Vater auch das Gefühl was gut machen zu müssen o.ä.
            Grundsätzlich würde ich persönlich mir halt wünschen dass mein Partner meinen Umgang mit meinem Kind akzeptiert, auch wenn er ihn vielleicht nicht gut heißt. (Es sei denn ich würde mein Kind misshandeln o.ä.)
            Und wenn der Vater und Chef meint er regelt es so, ist das eben so. Ich würde einer 17jährigen das vermutlich nicht so durchgehen lassen, aber wer weiß schon was man dann wirklich macht wenn das Kind evtl. vor dem Absturz steht ....

            • Natürlich wissen wir hier nicht die genauen Hintergründe. Aber deinen Satz >>Und wenn der Vater und Chef meint er regelt es so, ist das eben so.<< würde ich nicht unterschreiben.

              Muss jetzt seine hoch schwangere Frau ihren Kopf dafür hinhalten, dass seine Tochter nicht rechtzeitig auftaucht und mitarbeitet? Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Chef ständig eine Kollegin bevorzugt, sie sich alles erlauben darf und du ihre Arbeit mitmachen darfst?

              Da ihr Mann der Chef ist und ihr deutlich gemacht hat, dass sie nur seine Angestellte ist, würde ich mich an ihrer Stelle auch genauso benehmen.

              Die Tochter/der Azubi kommen zu spät? Pech, dann geht es eben langsamer und es können evtl. nicht alle Kunden bedient werden. Der Azubi meint, er muss in der Hauptzeit 25 min. rauchen gehen? Gut, dann stehen die Leute eben Schlange und gehen evtl. wieder, da ihnen die Warterei zu lang ist...

              Wenn ihr Mann "es so regeln möchte", dann sollte sie sich nun auch kein Bein mehr ausreißen und ihre Arbeit auffangen... Ich persönlich finde es sehr respektlos, wenn man seinen Partner so "niedermacht" und ihm deutlich macht, dass er gefälligst das zu tun hat, was er sagt und sich nicht einmischen soll.

        " Ich war stinksauer und hab ihn das auch spüren lassen, aber dennoch habe ich ihm geholfen so gut ich konnte damit er noch etwas vorzeigbares abgeben konnte. Und vermutlich würde ich das auch nochmal machen und vielleicht auch ein drittes Mal ... "

        Das ist so ziemlich genau die Definition von Helikoptermutter.

      Absolut

      pubertierendes Bübchen fällt plötzlich über Nacht ein, dass es noch eine Arbeit abliefern muss….und Mama steht parat…..wenn nicht Helikoptermutti was denn dann ?

      Ich hätte meinen Jungs schlichtweg auflaufen lassen…nur so lernen sie es….
      Dann brauche ich auch nicht einen Gedanken daran verschwenden es eventuell noch ein 2. und 3.Mal zu machen…

      • Ich habe insofern "parat" gestanden als dass ich ihm PC, Drucker und Materialien zur Verfügung gestellt, ihm Tipps gegeben und beim Entwurf des Deckblattes geholfen habe. Die Arbeit an sich musste er natürlich alleine machen, er saß bis fast 2 Uhr daran, als mein Mann und ich schon lange schlafen waren. Ich habe meinem Kind in einer Notsituation beigestanden. Dabei ist es mir egal ob er es selbstverschuldet hat oder nicht. Er ist ein Kind, er macht Fehler, so wie Erwachsene auch. Und ich bin es gewohnt dass man innerhalb der Familie hilft, auch wenn ich natürlich meinen Ärger nicht verborgen habe.
        Was daran Helikopter ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Immerhin ist mein Kind zu mir gekommen und hat mir gebeichtet dass er das noch machen muss und eigentlich lange Zeit dafür gehabt hätte. Einige andere hatten Schiss vor ihren Eltern, haben es nicht gesagt und heimlich versucht noch was zu schaffen, was gründlich daneben ging.
        Da ist es mir lieber dass mein Sohn die Erfahrung macht: ja, Mama und Stiefpapa sind keinesfalls erfreut über diese Faulheit, aber sie unterstützen mich und helfen mir die Sache noch so gut es geht fertig zu stellen.

        Wenn das für dich Helikoptermäßig ist, bitte. Ich verstehe darunter ganz andere Verhaltensweisen, die ich in meiner Arbeit mit Kindern und Familien täglich beobachten kann.

>>Und vermutlich würde ich das auch nochmal machen und vielleicht auch ein drittes Mal ... <<

Ich kann nur von mir sprechen, aber ICH habe mir sowas im Teenageralter gemerkt und es schamlos ausgenutzt #gruebel ;-) Kinder sind nicht blöd! Und oft nicht so "hilflos" wie sie vorgeben zu sein... #nanana

Ich wusste, Mutti hilft mir schon, wenn es soweit ist. Warum sich denn dann vorher anstrengen?

Und einmal hat mir meine Mutter nicht geholfen (weil mein Vater ein "Machtwort" gesprochen hat). Es ist blöd für mich gelaufen... "Mangelhaft" stand dann im Zeugnis. Das war mir eine Lehre, sag ich dir! Ab da habe ich gelernt, weil ich wusste, dass Mutti eben nicht ständig "richtet" und aushilft, sondern dass ich selber etwas leisten muss.

Die augenscheinliche "Hilfe" von meiner Mutter (mir ständig auszuhelfen und es zu "richten", damit ich etwas in der Schule vorzeigen kann) war keine Hilfe. Sie hat mich persönlich nur in meiner Faulheit bestärkt. Erst, als sie damit aufgehört hat, hat sie mir wirklich geholfen!

Jedes Kind ist anders, aber man sollte Kinder auch ruhig mal die Konsequenzen spüren lassen. Wie sollen sie denn später sonst im Leben zurechtkommen? Ist Mutti dann auch immer zur Stelle? #kratz

(18) 05.07.16 - 14:27

Es ist wohl kaum die Tochter, die eure Beziehung zerstört. Oder wäre eure Beziehung genauso gefährdert, wenn bei gleichen Verhalten der Tochter, dein Mann konsequenter auftreten würde?

Es ist doch eher dein Mann das Problem, weil er nicht bereit ist, seine Tochter zu erziehen und ihr klare Grenzen zu setzen.

Grüße
Luka

Welche Position genau bekleidest Du in "Eurem" Betrieb ?

Wärest Du befugt, die Tochter Deines Mannes zu entlassen? Ärgert sich Dein Mann denn kein bisschen über seine Teenietochter oder lässt er es zugunsten der Beziehung zu ihr einfach nicht raus? Sagt die Mutter der faulen Socke etwas dazu? Wohnt dies Pflänzchen bei Ihr oder bei Euch? Wie ist das Verhältnis sonst zwischen Euch?

Es war natürlich ungeschickt sie rauszuwerfen.

Denn dass sich das nicht einfach so durchziehen lässt, war ja klar. Jetzt stehst du erst recht wie die unglaubwürdige Meckertante da, die eh nichts zu sagen hat.

Ich kann auch verstehen, dass dein Mann deine Kurzschlusskündigung so natürlich nicht bestätigen kann und will. Er musste dir ja quasi in den Rücken fallen.
Sprich, an der Situation so wie sie jetzt ist, bist du schon auch mit schuld.

Natürlich verstehe ich, dass die Tochter nebst ihrem Verhalten nervt. Ich kann aber auch nicht nachvollziehen, warum dein Mann ihr das durchgehen lässt. Er will seiner Tochter natürlich eine Ausbildung ermöglichen, weiß aber wohl, dass sie das so, wie sie momentan drauf ist, nur bei ihm schafft. Er hält ihr mit einer Mischung aus schlechtem Gewissen, Hilflosigkeit und Pflichtgefühl die Stange. Sich gegen das eigene Kind zu entscheiden ist unwahrscheinlich schwer.

Vielleicht schafft ihr es ja nochmal miteinander zu reden. Vielleicht kannst du ihm klar machen, dass er seiner Tochter so keinen großen Gefallen tut und es seine Pflicht als Vater ist ihr jetzt auch ein gewisses Pflichtbewusstsein anzuerziehen. Vielleicht denkt ihr zusammen über eine vernünftige Maßnahme bei Unpünktlichkeit, Respektlosigkeit oder Arbeitsverweigerung nach. Er ist der Chef, er muss handelt. Denn das Verhalten der Tochter dir gegenüber geht so natürlich überhaupt nicht. Mach ihm klar, dass du nicht bereit bist, dies länger hinzunehmen.

Und wenn sich nichts tut, würde ich mir tatsächlich eine andere Arbeit suchen. So hältst du den Stress nämlich aus dem Familienleben raus.

Das hätte ich ganz genauso gemacht!
Wenn er der Chef ist und du die Angestellte bist, warum muss sich die Göre nicht wie ein Azubi verhalten? Jeder Chef hätte ihr schon eine Abmahnung geschrieben!
Und mit 17 ist man definitiv in der Lage seine Ausbildung ordentlich zu absolvieren!

(22) 05.07.16 - 15:26

ich finde du übertreibst absolut nicht.

wenn ich im betrieb meines mannes so involviert wäre wie du, dann habe ich auch das recht etwas zu sagen, egal ob über seiner tochter oder über jemand anderen wenn mir etwas nicht passt...denn sozusagen bin ich chefin.

ich hatte aber auch noch nie einen partner der mich da anders gestellt sah, würde ich allerdings auch nicht bei bleiben.niemals würde ich mich als "nur" angestellt darstellen auch wenn ich nur putzen würde und dafür hat auch der mann zu sorgen.

man muss das nicht raushängen lassen oder erklären, aber der chef zeigt es durch seine art und wie er einen mit einbezieht bei bedarf.
das geht auch alles stillschweigen...
das ich nicht einen auf große mackerin mache oder benutze ist klar, arbeitsmäßig steh ich da wie jedermann, aber dennoch ist klar wohin ich gehöre.

das du seiner tochter gekündigt hast, finde ich allerdings auch zuviel, darum kann ich dennoch verstehen das er dich da so angegangen ist und etwas herablassend war.wenn dem immer so ist, könnte er mich mal.ist es jetzt nur 1x gewesen das er mich diesbezüglich zurecht weist, ist es für mich ok.

ich denke es war richtig das du jetzt erstmal 2 wochen krank machst, es ist berechtigt und vielleicht wird er ein wenig wach.
ansonsten versteh ich sowieso nicht wie er dich noch so hart arbeiten lässt...bist du sicher das sonst bei euch alles ok ist und nur die tochter schwierig?
ich kann mir das nicht vorstellen..

ansonsten kann ich dir ebenfalls nur raten es versuchen zu klären, sachlich und ruhig, ohne vorwürfe...ich würde fakten wissen wollen, wo ich stehe, was er sich vorstellt ...

und die tochter..nun, ich hoffe sie wohnt nicht bei euch, somit arbeite und organisiere so als wenn es sie nicht geben würde....und mach dein dingen

für mich wäre am wichtigsten wo ich bei meinem mann stehe.wenn ich nicht da stehe wo ICH meine, dann würde ich die konsequenzen ziehen...da wäre mir völlig egal ob ich 10 kinder und 5 häuser hätte, aber ich möchte glücklich sein und genau das meinen kindern vorleben und nicht eine innerlich traurige mutter die immer nur im stress ist.

(23) 05.07.16 - 15:34

hier vermischt sich so viel...

und du bist diejenige die "normal" ist...

der Vater ist in seiner Rolle mit seinen Komplexen und ich weiß nicht was verwurschtelt mit der Tochter

die Tochter in der Pubertät und als Protestierende wegen ihre Geschichte als Scheidungskind

und du: schwanger, versuchst zu unterstützen und das Ganze am Laufen zu halten... und der Vater zieht keine Grenzen und du überschreitest diese, weil du keine Kündigung aussprechen kannst (hätte ich in der Wut und Verzweiflung vermutlich auch am liebsten gemacht).

Ich würde ihm sagen, dass ich mich aus dem Betrieb ausklinken werde. Und nach der Geburt etwas anderes suchen werde. Auf diese Vermischungen und am Ende immer die Blöde zu sein, hätte ich keinen Nerv. Und wenn es nicht klappt in einem Betrieb sich so zu verhalten und es nicht mit dem Familienleben zu verwechseln, dann wird es einfach richtig schwierig... Proteste und Unlust-Veranstaltungen der Tochter haben dort nichts zu suchen. Und dem keine Grenzen zu setzen - auch nicht!

Du bringst ein paar Sachen durcheinander.

1. Du bist nicht die Mutter von seiner Tochter.

2. Er versucht seine Tochter zu unterstützen, vermutlich auch weil sie es schwer hat, Mama weg und dann "die Stiefmama" sie immer Stress macht...

Sry aber er ist seine Metzgerei und wenn er seine Tochter da arbeiten lässt mit all ihren Macken, dann geht dich das nichts an!

Wenn du nicht mit ihr zusammenarbeiten kannst, dann such dir eine andere Stelle.

Was du tust ist dich in die Beziehung, die dein Mann zu seiner Tochter hat, einzumischen.

Das kann nur schiefgehen! #nanana

Entweder dein Mann macht was seine Tochter mit ihm verabredet, dann muss er dich vor den Kopf stoßen, Eigentor. #wolke
Oder dein Mann macht was du willst, dann muss e r seine Tochter vor den Kopf stoßen, die wird ihm das vorhalten und er wird es dir übel nehmen, Eigentor... #wolke

Die Tochter wird schon noch merken wie weit sie mit ihrer 0-Bock-Haltung kommt aber solange der Papa sie unterstützt kannst und solltest du nichts machen.

LG
Ano

(25) 05.07.16 - 15:54

Danke für eure netten Worte. Es tat gut sich erst einmal hier ausweinen zu können. Jetzt geht es mir auch schon besser und ich bin nicht mehr so auf 180 wie Mittags. Seine Tochter wohnt nicht bei uns, Gott sei dank. Trotzdem will er natürlich, dass sie ihre Ausbildung durch zieht und nicht ohne alles da steht.

Man muss dazu sagen, sie hatte auch von Anfang an keine Lust auf diese Ausbildung in einer Metzgerei. Sie hatte ganz andere Ansprüche, doch mit ihren miesen Noten kamen nur Absagen.

Ich bin normal bei ihm angestellt und maße mir auch nicht an eine Extraposition zu haben nur weil er mein Mann ist. Ich packe im Gegenteil oft viel mehr an auch nach Feierabend, anders als meine Kollegen, weil ich will dass alles gut läuft. Es geht immerhin auch um unser Familieneinkommen. Ich lasse nie die Chefin-Frau heraus hängen, aber heute hat sie mich so auf die Palme gebracht, dass ich nicht anders konnte.

Ich hätte mir gewünscht er steht wenigstens hinter mir und macht ihr die Hölle heiß, sei es auch nur mit einer Abmahnung, damit sie merkt ihr Verhalten geht garnicht. Doch es kam nichts von ihm, außer ein wenig Bla Bla von wegen sie soll sich zusammen reißen.

Ich stehe nun wirklich da wie die hysterische Ziege, die ihr eigentlich nichts zu sagen hat. So kann ich nicht mir ihr arbeiten.

Ich werde jetzt 2 Wochen zu Hause bleiben und alles für das Baby vorbeiten, weil ich wegen der vielen Arbeit noch nicht dazu gekommen bin. Eigentlich wollte ich noch bis zur 38 SSW arbeiten wie bei unserem ersten Kind, doch das überlege ich mir noch. Ob ich mir diesen Stress antun soll.

Ihr Mutter ist da wenig kooperativ. Wenn er ihr sagt, sie soll sie morgens rechtzeitig aus dem Bett werfen damit sie pünktlich zur Arbeit erscheint, dann sagt sie nur, sie ist kein Baby mehr und sie muss das alleine hin bekommen. Nun, sie bekommt es nicht hin.

Ich würde so lange neben dem Bett meiner Tochter stehen und sie nerven, bis sie aufsteht. Das sehe ich als Aufgabe als Mutter so lange mein Kind nicht 18 und erwachsen ist. Wenn sie später woanders angestellt ist, wird auch kein Chef solche Dinge dulden.

Ich finde beide Eltern sind da zu nachlässig. Und nun sehe ich, dass es von mir nicht gewünscht ist mich einzumischen und ihr in den Hintern zu treten. Das verletzt mich, doch ab jetzt werde ich sie ignorieren. Anders geht es nicht.

Sie akzeptierte mich von Anfang an nicht, wohl weil ich nur 10 Jahre älter bin als sie. Dabei scheint ihr niemand anders zu sagen was man darf und wie man sich verhalten muss. Aber mir ist es jetzt egal. Sie ist für mich endgültig unten durch und ich werde sie weder privat noch im Beruf beachten.

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