Wozu eigentlich noch?

    • (1) 10.07.16 - 22:44
      Abendmensch

      Kennt ihr das auch, dass man abends keine Lust hat ins Ehebett zu gehen, weil man nach einem wiedermacht zerstrittenen Tag mit überforderten Eltern, durchdrehenden Kindern, jeder Menge Vorwürfe sich fragt, wozu das alles noch? Warum sollte ich mich ins selbe Bett wie dieser Mensch legen?

      "Und wenn die Menschen, die einander hassen,

      in einem Bett zusammen schlafen müssen:

      dann geht die Einsamkeit mit den Flüssen..."

      Rilke

      • Wenn keine pos. Gefühle mehr da sind machte wohl keinen Sinn mehr. Dennoch bin ich der Meinung. Alle Paare haben sich ja aus Liebe gefunden. Die Probleme die in jeder, ganz sicher in jeder langen Partnerschaft/ Ehe entstehen muss ma man eben einfach lösen und nach Wegen suchen. Auch bei mir ist schon eine Beziehung gescheitert. Mein damaliger Partner hatte sich damals komplett verschlossen und ich hatte keine Chance mehr. Neben jemanden her leben, dass brauchte ich nun auch nicht.

        • (3) 11.07.16 - 08:40

          Klar waren mal Gefühle da und sind es noch immer. Im Alltagsfrust gehen die aber leider immer unter, begraben unter einem Berg von ungelösten Problemen, enttäuschten Erwartungen und resultierenden Vorwürfen. Und bei jedem Streit geht mann/frau dann ein bisschen weiter.

          - Warum schlafen wir nicht mehr miteinander?
          - Du denkt immer nur ans Poppen.
          - Wir hatten seit Jahren keinen Sex mehr!
          - Dann geh doch zu einer anderen.
          - Dann ich auch gleich ganz gehen.
          - Dann geh doch, die Kinder bleiben bei mir.

          Usw. usf.

          Das einem vieles durch den Kopf geht, ist klar. Und das es im Streit auch mal unter die Gürtellinie geht, auch. Aber jedesmal geht's ein bisschen weiter...

      (4) 10.07.16 - 22:58

      Getrennte Betten?

    • (5) 10.07.16 - 23:22

      Ihr habt definitiv Probleme....du schreibst selbst ihr seid mit eurem Kindern überfordert, streitet deswegen viel - nein es bringt nichts sich einfach nebeneinander im Bett zu liegen und das zu ertragen.

      Ich bin der Meinung es lohnt sich meistens für eine Beziehung zu kämpfen in der Kinder sind.

      Wieviele Kinder habt ihr? Was überfordert euch und warum "drehen die Kinder durch"? Vielleicht spiegeln eure Kinder euch einfach? Vllt hilft eine paarTherapie, vllt etwas mehr paarzeit, vllt mal ein Ausbruch aus dem Alltag....du schreibst zu wenig um da etwas dazu um sagen....

      Aber lasst es nicht so schleifen sonst scheitert eure Ehe sicher früher oder später!

      • (6) 11.07.16 - 08:48

        (Kindergarten-) Kinder haben wir drei, mit wenig Altersabstand, eigentlich (nichts gegen eure) die tollsten auf der Welt.

        Ja, unsere Kinder spiegeln uns, die kleinen unbewusst, die Große beschwert sich tatsächlich schon über unsere Streitereien und freut sich wie ein Schnitzel, wenn wir uns mal wieder küssen (kommt selten vor).

        Paartherapie hatte ich vorgeschlagen, wollte sie nicht. Sie meint, sie braucht niemand, der uns sagt, dass wir zu wenig Sex haben (wir haben seit Jahren keinen mehr). Therapie kann wohl auch nur funktionieren, wenn beide erkennen, dass beide ein Problem haben.

        Ich habe bestimmt viele Probleme und müsste vieles ändern, aber ein Problem ist auch, dass sie mir - so empfinde ich das jedenfalls - bei jeder Sache, die mich stört, erklärt, was ich ändern müsste, ohne auch nur einzusehen, dass sie auch etwas ändern müsste oder auch nur erkennt, dass mein Problem auch Problem der Beziehung ist und damit auch sie betrifft.

        • Hallo

          Warum habt ihr seid Jahren keinen Sex? Warst du nur zur Fortpflanzung da? Oder hat sie eine Depression oder eine andere Erkrankung?

          Habt ihr mal Zeit für euch allein? Klar hat man mit Kindern,Arbeit usw. Viel zu tun aber auch die Partnerschaft muss gepflegt werden.

          Ich liebe meinen Mann und wir haben fünf Kinder . Klar haben wir viel zu tun aber wir gucken das wir abends mal ne kurze Runde alleine spazieren gehen. Gestern waren wir wandern. Letztes Wochenende hatten wir kinderfrei. Am Samstag waren wir mit Freunden aus.

          Wir kochen zusammen. Oder ab und zu fahren wir in die Sauna. Man muss sich die Zeit nehmen.

          Ich finde die Idee mit der paartherapie gut so. Dafür sollte sie zustimmen. Sollte sie es nicht würde ich mir für Sex jemanden suchen. Wäre ich ein sexmuffel dürfte mein Mann das auch. Das ist klar geregelt. Jemanden am langen Arm "verhungern" lassen ist nicht schön.

          Euch alles gute,

          Lg

          • (8) 11.07.16 - 09:57

            Sie hat sicher Stress, aber keine Depression. Ihr sexuelles Bedürfnis war ganz zu Anfang unserer Beziehung voll da, später immer weniger. Als es dann zur Fortpflanzung ging, wollte sie dann mehr als ich, aber mit der Schwangerschaft war es vorbei (z.T. auch medizinisch induziert). Die Geburt war operativ nicht ganz unproblematisch (Dammschnitt, der schlecht verheilt ist, aber sie war deshalb auch nicht wieder beim Arzt, obwohl ich ihr das vorgeschlagen habe). Danach war lange Zeit nichts, ich habe gewartet, bis sie wieder auf mich zu kam, wofür sie mir auch dankbar war. Ich glaube, es hat keine fünf Mal gebraucht, da war sie wieder schwanger, diesmal Zwillinge. Gesundheitlich hatten wir mit den beiden viel Glück, kaum Probleme. Dann kam das Haus, Renovierung, die bis heute nicht abgeschlossen ist (Handwerker! :( und seit dem ist tote Hose.

            Verhütung könnte auch ein Thema sein, sie war kurz interessiert, als ich vorschlug, mich sterilisieren zu lassen, aber dann kam auch nichts mehr.

            Wir haben leider keine Familie vor Ort, die Großeltern sind auch nicht mehr die jüngsten, ein kinderfreies Wochenende pure Illusion. Klar, wir haben viel zu wenig Zeit miteinander, Handwerker nerven, Kindergartenkinder halten einen mit Ausdauer auf Trab, sind aber noch kaum selbsständig genug, um sie mal allein zu lassen, geschweige zu dritt.

            Es ist auch nicht so, dass ich selbst bei unserem Programm Libido in Tüten hätte, mit Stress, Müdigkeit und allem was dazu gehört. Aber es treibt einen zur Verzweiflung, dass in den letzten Jahren offenbar nicht ein Tag, nicht ein einziger stress- und streitarm genug gewesen sein sollte, um sich auch mal wieder körperlich nahe zu sein.

            Ach ja, sie sagt, ich sei nicht zärtlich genug im Alltag, kein Begrüssungsküsschen etc. Stimmt, das ist uns irgendwann abhanden gekommen, in der Tat.

            Sie sagt: Keine Zärtlichkeiten im Alltag, da kann es auch keinen Sex geben. Und wenn ich mal zärtlich bin, wolle ich ja eh nur poppen.
            Ich sage: Klar will ich auch poppen, nach mehreren Jahren als Mönch bin ich so ausgehungert, dass es mich schon erregt, wenn wir uns mal wieder küssen und ich ihren Körper spüre. Wenn ich aber "nur poppen" wollte, dann wäre ich nach über vier Jahren Sex ja wahrscheinlich schon über alle Berge.

            Und ich denke: Ist das schlimm, wenn ich mit ihr schlafen möchte, noch immer und wieder? Ist das nicht - wenn überhaupt - eher ein Kompliment nach 15 Jahren, anstrengenden Schwangerschaften etc.? Muss ich mir deshalb wie ein sexlüsterndes Schwein vorkommen?

            Ich fange auch nur noch ganz selten an, mich an sie kuscheln und vorsichtigst zu berühren, zu streicheln. Weil mein Akku so leer, dass mich das erregt wie einen Teenie beim ersten Petting. Ihr ist es dann irgendwann zuviel und sie will nicht mehr und ich bleibe wieder enttäuscht zurück. Diese Enttäuschung merke ich mir dann und dann ist wieder wochenlang Ruhe, bis ich dann - ich weiss gar nicht wieso - dann wieder denke, vielleicht könnte es ja doch heute noch mal anders sein, vielleicht klappt's ja heute...

            • Hallo

              Ooh das ist hart. Wie gesagt wir haben auch einige Probleme aber wir lieben uns. Und es gibt doch echt nichts schöneres als in den Arm genommen zu werden,gestreichelt zu werden. Wir lieben Massagen.

              Das tut mir leid für dich. Da würde ich mal eine Flasche Wein öffnen und Kerzen an und dann reden. Ansonsten Therapie.

              Sonst geht es komplett den Bach runter.

              Lg

              Ohjemine... Eure Situation scheint ziemlich festgefahren zu sein. 4 Jahre keinen Sex, für mich unvorstellbar. Sie möchte mehr Zärtlichkeiten von Dir, hat aber nach ein bisschen kuscheln "Angst", dass du Sex möchtest? Woher diese Angst? Warum will sie keinen Sex mehr? Ist es tatsächlich ihr Ernst, dass Du zu einer anderen Frau gehen sollst wegen Sex oder sagt sie das aus dem Streit heraus (der absolut nicht konstruktiv ist). Sie scheint Dir ja auszuweichen, wenn Du sie fragst, warum sie nicht mit Dir schlafen will. Und eine Therapie ist ja nicht dafür da, damit man gesagt bekommt, dass man wenig Sex hat, sondern die hilft, die jeweiligen Bedürfnisse zu äußern. Das scheint sie nicht zu können, also Dir zu sagen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Und Du stehst vor einem Rätsel. Vielleicht habt Ihr Euch als Paar mit dem Alltag und den Kindern verloren. Wie wäre es, wenn Ihr Euch mal einen Tag frei nehmt und in der Zeit, wo die Kinder im Kindergarten sind, mal spazieren geht, Euch an einem neutralen Ort unterhaltet? Raus aus der Bude und mal in Ruhe sprechen?

              • (11) 11.07.16 - 13:08

                Ich kann's nicht sagen, warum sie keinen Sex mehr möchte. Vielleicht ging auch dieses Bedürfnis bei ihr im Alltag verloren. Jedenfalls sagte sie mal in einer einigermaßen ruhigen Minute, sie würde es sich auch nicht selbst machen. Insofern ist das wohl schon auch eine grundsätzliche Unlust und nicht nur auf mich bezogen. Ich glaube, sie fühlt sich auch nach den Schwangerschaften und der Entbindung nicht mehr wirklich wohl in ihrer Haut, hat auch noch Beschwerden nach dem Dammschnitt. Das kann ich auch nachvollziehen, aber was ich nicht verstehe, warum sie dann nicht noch mal zum Arzt geht?

                Der Spruch mit der anderen Frau kam im Streit. In aller Ruhe haben wir über dieses Thema noch nicht gesprochen, meistens eskaliert es schnell und dann werden beiderseits die Visiere runtergeklappt und es hagelt Vorwürfe. Vielleicht sollte ich das wirklich mal konkret in einer ruhigen Stunde ansprechen, aber ich könnte mir fast vorstellen, dass sie das so sieht. Jedenfalls glaube ich nicht, dass sie meine sexuellen Bedürfnisse als etwas sieht, wofür sie in irgendeiner Weise zuständig wäre (in welcher Form und Rhythmus auch immer).

                Neulich hatten wir sogar mal einen Tag bis Nachmittag kinderfrei. Morgens waren wir schön frühstücken, ganz entspannt, mittags habe wir uns nochmal hingelegt -- ich in Unterwäsche, bei ihr blieb die Kleidung. Kein Kuscheln wie zu der Zeit, als wir noch kinderlos waren. Nach etwas Umarmung ging's weiter auf der unendlichen Erledigungsliste: dies noch anschrauben, jenes besorgen, das durchsprechen und dann schon wieder die Kinder abholen.

                Wenn man noch Sex hat, dann führt man ja bestimmte Gelegenheiten herbei, bei denen es dann dazu kommen kann, im Bett, im Badezimmer etc. Das ist bei ihr genau umgekehrt: Wenn schon beim Kuscheln ist, dann wird das Thema rausgeholt, damit es im Bett nicht weitergehen kann, Vermeidungsverhalten also im Grunde.

                • "Jedenfalls sagte sie mal in einer einigermaßen ruhigen Minute, sie würde es sich auch nicht selbst machen. Insofern ist das wohl schon auch eine grundsätzliche Unlust und nicht nur auf mich bezogen. Ich glaube, sie fühlt sich auch nach den Schwangerschaften und der Entbindung nicht mehr wirklich wohl in ihrer Haut, hat auch noch Beschwerden nach dem Dammschnitt. Das kann ich auch nachvollziehen, aber was ich nicht verstehe, warum sie dann nicht noch mal zum Arzt geht?"

                  Ja, es hört sich tatsächlich so an, als ob sie sich nicht attraktiv fühlt. Vielleicht schämt sie sich sogar und geht auch deshalb nicht zum Arzt. Sieht dann da auch nicht die gewisse Notwendigkeit (fühle mich eh nicht schön, warum dann überhaupt zum Arzt). Selbstbefriedigung hat ja auch was mit Selbstliebe zu tun. Was auch immer nach dem Dammschnitt ihr noch Probleme bereitet, aber es fühlt sich einfach wohl scheiße an und dann hilft auch Selbstbefriedigung nix. Hört sich nach einer sehr frustrierten Frau an... Vielleicht fühlt sie sich auch nach den Schwangerschaften nicht mehr so richtig als Frau.

                  Ich finde den Vorschlag mit den Komplimenten gar nicht so schlecht. Ist auf jeden Fall interessant, wie sie dann reagiert: kann sie das annehmen? Oder glaubt sie Dir nicht? Vielleicht sagt sie Dir dann auch endlich mal "Ne, ich bin nicht hübsch, guck doch mal..."

                  Ja, auch die beschriebene Vermeidungstaktik bei anfänglichem Kuscheln zeigt: sie hat Angst vor Sex. Aber nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Hast ja schon gemerkt, dass direkte Vorwürfe nix bringen. Scheint Puzzlearbeit für Dich zu bedeuten, das aus ihr herauszukitzeln. Also, warum sie Angst hat/sich nicht leiden kann/nicht zum Arzt geht usw.. Eigentlich sollte sie Dir vertrauen, schließlich bist Du seit 15 Jahren an ihrer Seite. Das würde ich ihr auch sagen. Dass Du sie liebst, sie schön findest wie sie ist und ihr gern helfen möchtest. Nicht, dass nur Dein eigenes "Vergnügen" im Vordergrund steht, sondern dass Dir auch wichtig ist, dass es ihr gut geht. Dass sie wieder Spass hat, mit Dir zu Kuscheln und intim zu sein.

    (13) 11.07.16 - 16:28

    Hallo,
    sucht Euch eine Babysitterin, feste Zeit einmal in der Woche. Wenn es finanziell knapp bei Euch ist: im Falle einer Trennung wär der finanzielle Schaden noch größer. So kommt Deine Frau zumindest mal zur Ruhe. Sie soll sich überlegen ob sie das zu einer Zeit möchte wo sie dann Mittagsschlaf macht oder in Ruhe saubermachen will, Kaffee trinken mit einer Freundin oder mit Dir ausgeht. So entsteht kein Druck.

    Ich brauche regelmäßigen Körperkontakt, Augenzwinkern, Kuscheln, Stirn an Stirn, den Duft des anderen, damit die Liebe bleibt. Und damit meine ich nur das Gefühl, daß mich zum Lächeln bringt, wenn ich an ihn denke. Nicht daß ich Sex will. Das kommt irgendwann ganz von alleine. Und wenn die Hürde zum Sex durch die Zeit ohne zu hoch ist, hilft nur Reden - und dazu müsst Ihr Euch überhaupt erst wieder in Ruhe annähern.

    Meine erste Ehe habe ich beendet weil ich meinen Ex-Mann nicht mehr geliebt habe. Wir hatten regelmäßig Sex, weil ich das brauchte und mir geholt habe - kuscheln, Körperkontakt oder einfach Zärtlichkeiten war einfach nichts für ihn. Und ich brauche das wie eine Blume Wasser, um meine Gefühle zu erhalten.

    Mit meinem jetzigen Mann teile ich das Bedürfnis nach Nähe, wir gehen kaum aneinander vorbei ohne eine Berührung oder ein Lächeln. Nach fast 5 Jahren. Wacht einer nachts auf und wir liegen nicht aneinander, robben wir schnell hin und schlafen weiter. Wenn wir Stress haben, gibts auch mal 2 Wochen keinen Sex, aber die Nähe erhalten wir uns bewusst - weil wir wissen wie wichtig das ist für unsere Beziehung. Wissen wir beide aus schlechter Erfahrung in gescheiterten Beziehungen davor.

    Arbeitet dran, denn es klingt nicht, als wäre bei Euch Hopfen und Malz verloren. Aber rechne vielleicht damit, daß Ihr ein halbes Jahr an der Beziehung arbeitet, bevor auch Sex wieder zugelassen wird. Und sie sollte nicht das Gefühl haben, daß nur der Sex das Ziel ist, sondern Ihr als Paar und Familie. Aufgabe für Dich: jeden Tag einen lieben Satz zu Ihr sagen, daß sie eine gute Mutter ist, ihr ein neues Kleidungsstück gut steht oder eine gemeinsame Erinnerung, die Dich grad zum Lächeln brachte. Und denk DU bewusst an die schönen Zeiten, damit du weißt, wo Du wieder hin willst. Nicht daran was Dir gerade fehlt.
    VG

    • (14) 12.07.16 - 11:45

      Hallo Morgenmuffeline,

      danke für die klare Ansage :-) Ich glaube auch nicht, dass bei uns Hopfen und Malz verloren ist, eigentlich. Aber was mir manchmal fehlt, ist einfach die Perspektive, nach so langer Zeit und dann ist es Zeit für ein entsprechendes Frustposting. Eigentlich sollte man sagen: Über 4 Jahre sind schon rum, wie schlimm kann ein weiteres 1/2 ohne Sex sein? (Sorry, wenn jetzt manche hier allein bei dem Gedanken in Ohnmacht gefallen sind ;-) Aber tatsächlich dreht man(n) deshalb irgendwann am Rad und fokussiert dann genau auf das, was einem fehlt. Und ja, das ist nicht konstruktiv, da hast Du vollkommen recht, aber trotzdem ist es auch nicht ganz unverständlich, oder?

      Ab und an fragt sie dann, warum ich so miespetrig gucke, woran ich gerade denke. Und da ich ein schlechter Lügner bin, sage ich ihr das dann auch bisweilen, was es natürlich auch nicht besser macht.

      Ich könnte es vermutlich besser ertragen, wenn ich merken würde, dass auch sie sich in irgendeiner Weise bemüht, z.B. schon mal zum Frauenarzt geht und sich checken lässt, aber das passiert leider auch nicht. Und so habe ich das Gefühl, immer tun und machen zu müssen, nur um Ende festzustellen - nee, war doch nicht harmonisch genug, das wird nichts.

      Deshalb kam mir auch die Idee mit der Paartherapie, bei der es für beide Seiten "Hausaufgaben" gäbe, nicht nur für mich (zumindest stelle ich mir das so vor). Aber das sehe ich derzeit nicht, habe es aber auch noch nicht ultimativ angesprochen. Wenn es nach ihr ginge, könnte das vermutlich so die nächsten 20 Jahre weitergehen...

      Trotzdem nochmals Danke für die Aufgaben, da ist schon was dran, auch wenn ich gerade nicht weiß, wo ich die Kraft dazu hernehmen soll ! #gruebel

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