Bin ich zu soft?

    • (1) 11.07.16 - 13:08
      schande

      Hallo! Ich darf mir dauernd von meinem Freund anhören ich bin zu soft und deswegen tanzen mir meine Kinder auf der Nase herum. Es stimmt auch sie hören Null und machen nur Mist und streiten und zicken den ganzen Tag und zwar von morgens wenn sie aufstehen bis Abends wenn sie ins Bett gehen. Ich schimpfe schon aber sie hören nicht. Inzwischen haut mich mein Sohn wenn ich ihm etwas verbiete und ich habe keine Kraft mehr dauernd wegen allem nein zu sagen. Es nervt mich schon selbst aber sie kommen wirklich auf die dümmsten Gedanken was sie anstellen könnten. Inzwischen sind sie bis 17 Uhr im Kindergarten und Hort weil es mir schwer fällt sie zu Hause zu haben wenn ich genau weiss es endet im Geschrei. Sie hauen sich, sie ziehen sich an den haaren, jedes Wort was der andere sagt muss kommentiert werden und sie schaukeln sich total hoch. Bis einer schreit und heult oder beide. Oder bis ich schreie und sie in ihr Zimmer stecke wo sie aber auch nicht bleiben wollen und das nächste Drama kommt. Ich habe keine Lust mehr und will manchmal nur noch weg. Mein Freund meint ich habe das alles selbst Schuld aber ich habe mich immer bemüht eine gute Mutter zu sein und trotzdem sie zu erziehen doch langsam zweifel ich daran. Wenn er etwas sagt dann machen sie es komischerweise sofort und das ärgert mich. Was soll das? Letzten Freitag war ich so fertig dass ich nur noch flüchten wollte. Ich hab sie zu meinem Freund gefahren und sie waren dann das ganze Wochenende da weil ich dachte ich werde verrückt am Wochenende. Wir streiten auch dauernd wegen der Kinder und der Erziehung weil wir verschiedene Ansichten haben doch inzwischen glaube ich er hat Recht und ich war zu soft. Dabei wollte ich nur eine gute Mutter sein und habe total versagt. Wir versuchen eigentlich gerade noch ein gemeinsames Kind zu bekommen aber zur zeit kann ich mir das fast nicht mehr vorstellen. Das versteht er dann wieder nicht. Es ist alles zum verzweifeln. Komme mir vor wie die größe Versagerin weil die Kinder machen was sie wollen. Und er immer alles besser weiss. Wer hat Rat?

      • Hallo!

        Es geht nicht um weich oder hart, sondern darum, dass gewisse unerwünschte verhaltensweisen sinnvollen Konsequenzen nach sich ziehen, die dann auch eingehalten werden.

        Vor allen anderen Dingen musst Du konsequent sein.

        Wenn ein Kind auf sein Zimmer soll, dann muss es da auch bleiben. Es geht nicht, wenn es nach einer selbst bestimmten zeit wieder raus geht. Wenn sie streiten und Du sie trennen musst, dann muss die Trennung so lange bestehen, bis Du sie aufhebst.

        Ich denke, Du schaffst es einfach bisher nicht, einerseits richtige Konsequenzen zu finden, andererseits zu bestimmen, wie lange die gelten und sie wieder aufzuheben. Vielleicht hast du mal ein Kind auf sein Zimmer geschickt und nach 20 Minuten immer noch nicht wieder raus geholt - und ein anderes mal kommt das Kind selber nach 3 Minuten raus und du schickst es nicht wieder zurück.

        Es gibt erziehungsberatungsstellen wo man dir dabei helfen kann. wende Dich bitte ans Jugendamt, da kann man dir helfen, zur Not kommt da jemand zu euch nach Hause, guckt zu und gibt vor ort tipps, was du in dieser oder jener Situation richtig machen kannst.

        du musst das nicht alles von alleine können, Du kannst ja wahrscheinlich auch kein Auto reparieren oder sowas. Es gibt Experten für sowas, und die helfen Dir gerne. keine Angst, niemand will Dir die Kinder weg nehmen, es geht nur um sinnvolle hilfen.

        • (3) 11.07.16 - 13:46

          Das ist nicht einfach mit dem Konsequent sein. Was mache ich wenn sie nicht in ihren Zimmern bleiben wollen? Ich schicke sie immer wieder zurück aber nach dem dritten mal ist es mir egal, wie lange soll das gehen? Mein Freund sperrt dann einfach zu. Dann heulen sie natürlich aber er sagt nur so bleiben sie drin. Das ist so ein Beispiel wo ich mir denke ich bin zu soft. Und er sagt ich merke wo es mich hin bringt.

          • Ob ich das Einsperren jetzt so dolle finde, weiß ich grad nicht.Und ich glaube auch nicht, dass der Zweck alle Mittel heiligt.

            Aber immerhin ist Dein Freund konsequent. Da könntest Du Dir ja mal was abgucken. Vielleicht ist es bei einem KiTa- und einem Schulkind schon ein bisschen spät, em mit der Erziehung zu beginnen, umso mehr Kraft wirst Du brauchen. Aber entweder, Du schaffst es mal, konsequent Deine Ansagen durchzusetzen, oder der Terror zieht sich durch, bis die Kinder mal ausziehen.

          • Einsperren wie in dem Beispiel ist jetzt auch nicht das wahre.

            Da musst du einfach den längeren Atem haben. Wenn sie wieder raus kommen entweder Ansage und zurück, oder wenn sie nicht freiwillig gehen kommentarlos zurückbringen. Und vorallem auch sagen wie lange sie drin bleiben müssen.
            "Du darfst wieder ins Wohnzimmer wenn du 30 min im Zimmer bist" so...wenn er/sie nun vor der abgemachten Zeit rauskommen -> wieder rein und die Zeit gehr von vorne los. Wenn sie noch zu klein sind für zweiten eben bis du sie holst. Dann würd ich aber nur 5-10 Minuten machen.

            Ja das ist anstrengend aber konsequent. Du schreibst beim dritten Mal ist es dir egal...DAs sehe ich als das Problem. Zieh durch was du ankündigst...auch wenn es nervt

            • (6) 11.07.16 - 14:19

              Sie würden niemals 30 Minuten in ihrem Zimmer bleiben. Nach 2 Minuten ist Schluss. Das artet total aus. Wenn ich versuche sie in Ihr zimmer zu bringen. Mein Sohn haut mich inzwischen und tritt nach mir, er bleibt einfach nicht drin. Was soll ich sonst machen ausser einsperren? Sie bleiben einfach nicht drin. Das ist auch nur ein Beispiel. Alles ist ein Kampf. Nichts geht einfach nur so, dass ich etwas sage und sie machen es. Es wird diskutiert und sich geweigert. Ich kann nicht den ganzen Tag nur schimpfen oder strafen und ich will es auch nicht. Aber sie hören einfach nicht.

              Als ich jetzt gefragt habe wie das Wochenende war, meinte mein Freund super. Sie haben gehört wie ne Eins. Klasse. Da komme ich mir noch mehr wie eine Versagerin vor. :-(

              • Naja, es wird diskutiert, weil Du mit Dir diskutieren lässt. Je älter sie werden, umso anstrengender wird es, Konsequenz zu leben. Entweder, Du ziehst es halt mal eine Weile durch, auch wenn es Dich anfangs sehr schlaucht, dann hast Du vermutlich bald nicht mehr so viel Last damit, oder Du lebst damit, zwei kleine, verzogene Tyrannen heranzuziehen und weiter an Dir zu zweifeln.

          Ich kann nicht nachvollziehen wie man in der Situation noch auf die idee kommt ein weiteres kind in die welt zu setzen! Typischer fall, mit keinem kind klar kommen aber Hauptsache eins nach dem anderen bekommen. Willst du das ernsthaft!?

          Hallo!

          einsperren brauchst Du sie auch nicht, und die Kinder müssen in dem Alter auch noch nicht EEEEWIG lange im Zimmer bleiben - 1-3 Minuten pro lebensjahr reichen völlig. danach solltest du sie dann auch wieder raus holen aus den zimmern.

          Das problem ist, dass Du sie ins Zimmer schickst, aber dann eben gar nicht wieder raus holst, also kommen sie eben irgendwann. Geht ja nicht anders, sonst sitzen sie ja bis zum abendessen im Zimmer.

          also bring sie auf ihre Zimmer, sag dass Du kommst, wenn der große zeiger der uhr da und da hin zeigt, und stell Dir den handy auf Weckfunktion damit Du pünktlich bist. oder Du stellst einen kurzzeitwecker vor die Tür und wenn der klingelt dürfen die kinder wieder raus.

          Einsperren ist eine gefährliche Sache. Da kann ein Kind ja nicht mal auf Toilette, und was ist wenn ein Feuer ausbricht? willst du dann erst mal den Schlüssel suchen müssen? sorry, aber einsperren grenzt an Körperverletzung.

    Dein Freund ist der Vater dieser Kinder, möchte ein weiteres mit Dir, wohnt aber extern. Habe ich das richtig verstanden?

    Du hast in der Woche die alleinige Verantwortung und bist vernellig unterwegs, während er den Drillsergeant macht und Dich damit nicht gerade gut aussehen lässt. Ist ja prima. Die Zwerge bekommen also eine schwache Mutter vermittelt. Dies führt zu ultimativem Respektverlust. Setze Dich Deinem Freund gegenüber durch und lass die Kinder mitbekommen, daß die Muddi auch eine "Starke" sein kann. Das wäre schon mal ein guter Beginn.

    Wegsperren ist m. E. nur im Notfall sinnvoll und dann auch nur zeitlich begrenzt. Ich hätte mich als Kind auch ungern 30 min ins Türkreuz nageln lassen, vor allem wenn ich mitteilungsbedürftig, unzufrieden und agressiv gewesen wäre (letzteres war ich natürlich NIE!!!).

    Was passiert denn, wenn Du die Streithammel (gibt da übrigens auch ein putziges Buch mit diesem Titel) zwar trennst (körperlich), Dich dazwischen nimmst und... #aha redest, wer welches Problem hat. Desweiteren würde ich den Kindern auch unmißverständlich klar machen, daß Du ein Problem mit dem derzeitigen sozialen Gefüge hast. Das können Kinder schon ab. Schließlich sollen sie sich in die Gesellschaft einordnen. Das geht im Kleinen los. Du stehst in der Rangordnung über ihnen. Versuche es ihnen zu vermitteln. Gerne auch mit fremder Hilfe. Da kann man was mitnehmen

    • (11) 11.07.16 - 14:57

      Er ist nicht der Vater der Kinder. Wir wohnen nicht zusammen und ich habe immer die alleinige Verantwortung. Mir ist es am Freitag echt mies gegangen weil es nur Gezicke gab und ich einfach nur meine Ruhe brauchte darum waren sie bei ihm. Ich habe immer versucht mit ihnen zu reden und zu erklären und wollte liebevoll sein aber ich merke wo es hin führt und darf mir jetzt anhören wie ich versagt habe. Ich merke es selbst. Sie machen was sie wollen und wenn ich nein sage oder dazwischen gehe dann bin ich die dumme und blöde und es artet vollkommen aus. Es ist nicht so dass ich nicht durchgreifen kann aber ich komme mir vor als ist alles ein Kampf. Ich muss nur schreien, drohen, strafen, schimfen, nein sagen. Das kann es doch nicht sein.

      • Kindererziehung ist echt kein Ponyhof. Sonst gäbe es hier bei urbia nicht ein extra Forum dafür ;-) - in welche Dein Thema sicherlich besser aufgehoben wäre.

        Ich könnte mir vorstellen, daß gerade die Art Deines Freundes ist, was Dich fertig macht. Er meint "Mr. Perfekt" zu sein, was Deinem Selbstbewustsein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wohl tut. Ich kann Dir nur raten, Dich nicht klein machen zu lassen. Dies ist weder für Dich noch für Deine Kinder sinnvoll.

        • (13) 11.07.16 - 15:07

          ich dachte schon dass es was mit Partnerschaft zu tun hat weil wir uns deswegen immer anzicken. Weil er denkt ich bin nicht in der Lage sie zu erziehen und er braucht nur mit den Fingern schnipsen und sie tun was er sagt. Und weil er unbedingt ein eigenes Kind will und nicht verstehen kann dass ich sage ich pack das gerade nicht. Das Problem ist auch er sieht sie nicht so oft. Und wenn er dann da ist dann freut er sich wenn sie auf ihn hören aber ich habe sie jeden Tag viele Stunden, immer, rund um die Uhr. Das ist etwas anderes. Da liegen die Nerven schneller blank als wenn man sie man sie vielleicht 3 Tage höchstens 2 Stunden sieht.

          • Auf ein weiteres Kind solltest DU Dich grundsätzlich erst einlassen, wenn ihr erst mal ein paar Jahre zusammen gelebt habt. Du kennst den Mann doch selber noch gar nicht so gut, wenn ihr euch immer nur ab und zu mit den kindern im Schlepptau und Sonntagslaune seht.

            Sonst sitzt Du bald mit Kind Nummer drei und immer noch Alleinerziehend da. Wenn ihr dann eben doch merkt, dass es im alltag nicht so gut klappt.

      Auf die vorgeschlagene Erziehungsberatung bist du bisher nicht eingegangen. Das ist wirklich hilfreicher als Tipps aus einem Forum. Die können dich live mit deinen Kindern erleben, da sehen sie schneller, was man verbessern kann.
      Es gibt so viele kleine Stellschräubchen, an denen man vielleicht drehen könnte, dazu muss man aber erstmal ein genaues Bild davon bekommen, wie es im Moment bei euch läuft.

      Wahrscheinlich musst du mehr schöne Sachen mit deinen Kindern machen, mehr auf Augenhöhe mit ihnen kommunizieren, weniger verbieten, Strafen wenn nötig sinnvoll auswählen und konsequent aber freundlich umsetzen. Aus Situationen, die schief gelaufen sind, lernen und künftig schon vorher Alternativen anbieten. Das jetzt aber ziemlich ins Blaue hinein geraten.

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