Ich muss ständig an einen anderen Mann denken…

    • (1) 11.07.16 - 13:36

      Hallo ihr Lieben,
      ich hab ein kleines „Problem, dass ich seit ein paar Monaten mit mir herum trage“. Ich lebe in einer Beziehung seit knapp drei Jahren. Es gibt Höhen und Tiefen. Wir wohnen zusammen. Er ist in der Woche fast immer berufsbedingt unterwegs. Der Alltag hat uns längst eingeholt. Am Wochenende verbringen wir mal mehr und mal weniger Zeit zusammen. Ich liebe meinen Partner, aber trotzdem muss ich immer wieder an einen anderen Mann denken.

      Angefangen hat das ganze eigentlich schon vor dreieinhalb Jahren. Da habe ich den anderen Mann bereits kennen gelernt. Wir haben uns immer zufällig irgendwo getroffen, meistens auf Partys. Ich habe mich schon immer gern und gut mit ihm unterhalten. Teilweise sogar über Sachen, über die ich nicht mal mit meiner besten Freundin gesprochen habe. Wir können beide sehr gut miteinander reden. Mehr ist da aber nie gelaufen. Damals hatte er mich auch gefragt, ob wir einen Kaffee trinken wollen. Ich wusste, dass er damals sehr an mir interessiert war.

      Zu diesem Zeitpunkt kannte ich meinen jetzigen Partner schon, war unheimlich in ihn verliebt und bin ihm mehr oder weniger hinterher gelaufen. Er hat mich damals zwei Mal herb enttäuscht und verletzt, was mich aber nicht davon abgebracht hat, dass ich ihm eine letzte Chance gab, die uns dann letztendlich auch zusammen geführt hat. Wir wollen eigentlich eine Familie gründen, aber zwei Schwangerschaften sind im Frühstadium auf natürlichem Weg beendet worden. Zur Zeit läuft es mal wieder nicht so toll und ich merke auch, dass ich mich ihm körperlich gerade nicht gerne näher. Wir haben auch schon darüber geredet und er zeigt Verständnis. Auch der Gedanke an eine Familie und gemeinsame Zukunft steht seit ein paar Wochen mit einem Fragezeichen in meinem Kopf. Ich fühle mich, als würde ich auf der Stelle treten und sehe mich mit ihm irgendwie nicht vorwärts kommen.

      Vor 14 Tagen habe ich durch Zufall mit dem anderen Mann ein paar SMS geschrieben. Ganz unverfänglich und wirklich ohne Hintergedanken meinerseits. Aber trotzdem habe ich mich so wahnsinnig gefreut mit ihm zu schreiben. Wir konnten auch beide die Unterhaltung nicht wirklich beenden. Er hat mir auch wieder gesagt, dass er ja weiß, dass er damals vielleicht schon etwas eher nach dem Date fragen können und er es schade findet, dass er es nicht getan hat. Ich denke sein Interesse an mir besteht immer noch… Heute lese mir die Nachrichten immer wieder durch. Seitdem erwische ich mich, dass ich immer wieder an den anderen Mann denke und teilweise auch hoffe, ihn durch Zufall einmal wieder zu treffen. Ich weiß auch, dass ich vor drei Jahren bestimmt mit ihm einen Kaffee trinken gegangen wäre, wenn ich nicht die rosarote Brille aufgehabt hätte.

      Mit meinen 30 Jahren weiß ich natürlich: Ich weiß, was ich habe und was ich bekomme, weiß ich nicht. Aber ich weiß auch, dass ich derzeit so unglücklich wie lange nicht mehr bin. Auch bevor der andere Mann sich bei mir gemedet hat, habe ich mich mehrmals gefragt, ob ich so den Rest meines Lebens verbringen kann und will… ich weiß nicht was ich machen soll :-(

      • Phase:
        ...es ist alles doof.

        Antwort auf Deine Frage, was Du machen sollst?
        Keine Ahnung
        Was Du nicht machen solltest:
        Den anderen Mann als Notnagel oder Absprungbrett benutzen. Kommt nix bei rum - echtjetzt.
        GzG
        Irmi

        • Nein, das mit dem Notnagel wäre mir auch nie in den Sinn gekommen. Dazu ist er mir auch viel zu sympathisch. Ich kann und will mich auch nicht von einer Beziehung in die nächste stürzen. Ich denke die Entscheidung, ob ich der Beziehung noch eine Chance gebe oder sie eben doch beende wird auch nicht wirklich durch diesen anderen Mann beeinflusst. Ach… es ist alles so schwierig.

      Ich finde die letzte Frage die du dir stellst ist die wichtigste. Ich würde mir folgende Fragen stellen. Erstens möchte ich wirklich Kinder mit meinem jetzigem Mann? Zweitens bin ich in 10 Jahren mit Ihm noch glücklich? Drittens bin ich lieber weiter mit meinem Partner zusammen als alleine?. Wenn du eine der Frage mit nein beantwortest, kannst du überlegen was sich ändern müsste und solltest dass mit deinem Partner besprechen. Zu dem anderem Mann. Wenn du mit ihm zusammen kommst ist natürlich erstmal alles toll, wahrscheinlich stehst du aber in drei Jahren wieder am gleichen Punkt. Meiner Erfahrung nach bringt es nichts sich von einer Beziehung in die nächste zu flüchten. Wenn Ihr euch trennt, solltest du auch versuchen erstmal alleine zu sein und die Trennung zu verarbeiten. Ich bin übrigens auch 30 und seit 10 Jahre mit meiner Frau zusammen, wir hatten auch immer mal wieder Phasen wo es problematisch war und wir viel gestritten haben, dass ist leider auch normal.

    • Dieses "Was wäre wenn" Kopfgekreise bringt nichts....ausser noch mehr Kopfweh.

      <<<Aber ich weiß auch, dass ich derzeit so unglücklich wie lange nicht mehr bin>>>

      Menschen benötigen immer erst einen gewissen Leidensdruck bevor sich etwas ändert.

      Wenn Du in Deiner momentanen Beziehung unglücklich bist, trenn Dich....aber trenn Dich nicht, weil VIELLEICHT irgendwo jemand wartet, mit dem "alles anders werden KÖNNTE", sondern einfach aus dem wirklich wichtigen Grund:

      WEIL ES DIR SO WIE ES IST NICHT GUT GEHT !

      Du erinnerst mich an eine Bekannte von mir, die seit Jahren von Beziehung zu Beziehung hüpft, und jedes Mal ist es "der Traummann von früher den sie wegen eines anderen nicht bekommen hat....aber dieses Mal ist es die große Liebe......blablupp".

      Die macht ihr Glück auch von anderen abhängig.

      Darum: Trenn Dich solange noch keine Kids da sind.....aber nicht wegen dem Typen von vor X Jahren.

      • Ich kann keine der Fragen mit ja oder nein beantworten. Das ist momentan eher ein ich weiß es nicht. Ich bin in meiner dritten Partnerschaft. Die ersten hielten 7 und 4 Jahre. Daher weiß ich, dass es immer mal schlechte Zeiten gibt. Beide Ex-Partner haben mich damals verlassen und nach jeweils etwas mehr als einem Jahr war ich in der neuen Partnerschaft. Ich habe keine Angst vorm alleine sein. Ich habe eine tolle Familie und Freunde, auf die ich mich in einer solchen Situation verlassen kann. Außerdem bin ich ja in der Woche sowieso immer allein, weil mein Partner nicht zuhaus ist. Bei meinem vorherigen Partner hatte ich auch ein oder zwei Mal drüber nachgedacht, ob mich das alles glücklich macht. Habe mich aber letztendlich aber nicht von ihm getrennt. Ich bin jemand, der nicht so schnell aufgibt sondern um etwas kämpft. Aber ab wann ist es „verschwendete“ Zeit und Energie um eine Beziehung zu kämpfen? Gefühlt würde ich sagen, dass das letzte Jahr eher anstrengend mit meinem Freund war. Ein neuer Partner steht auch erstmal nicht zur Diskussion.

        • <<< Gefühlt würde ich sagen, dass das letzte Jahr eher anstrengend mit meinem Freund war.>>>

          Wenn ich lese, dass Du in der Woche 5 Tage lang "Deine Ruhe" vor Deinem Partner hast, und Du Dich trotz dass ihr nur ~2 Tage "aufeinander gluckt" nicht wohl mit ihm fühlst.....und das schon über einen längeren Zeitraum.....nicht böse sein, aber da stellt sich mir einfach nicht mehr die Frage, ob es sich lohnt zu kämpfen.....da kommt eher die Frage auf, wofür Du denn überhaupt kämpfen willst?

          Dafür dass es "irgendwie funktioniert" .....egal wie?

          Mhhh.......

          Vielleicht bin ich der falsche um Dir da einen Ratschlag zu geben....ich bin aus dem Alter für "Kompromisse - komme was da wolle" raus. Ich will Menschen nicht mehr ändern...ich nehme sie wie sie sind....und entweder es passt...oder eben nicht.

          • Zunächst muss ich richtig stellen, dass wir keine zwei Tage auf einander glucken, leider ???? es gibt neben mir auch seine Familie und Freunde, die er regelmäßig sieht. So dass wir Samstagnachmittag meistens getrennt verbringen. Aber es war in der letzten Zeit wirklich häufig der Fall, dass wenn wir uns sehen, wir uns streiten, es geht meistens immer "nur" um Kleinigkeiten, aber trotzdem schnarren wir uns an. Danach schaltet er auf stur bzw bockt rum wie ein Dreijähriger... Immer das gleiche. Und das ist es, was mich eben auch zum Nachdenken angeregt hat.

            • Kann ich verstehen dass man da nachdenklich wird und die Gedanken kreisen.....letzteres ist aber nur bis zu einem bestimmten Punkt konstruktiv.

              Du bist also die Woche über alleine....und wenn er da ist eigentlich auch....und machst das schon ....wenn ich das richtig verstanden habe über ein Jahr so mit und willst kämpfen dass sich etwas ändert.

              Löblich.....ich frage mich nur: Was macht er? Will er auch kämpfen....bzw. sich bemühen, oder will er lieber weiter herum bocken?

              Oder ist es ihm egal, Hauptsache er hat seine Ruhe?

              • Ich glaube er ist sich dessen nicht bewusst, obwohl ich ihm das mehrfach genau in der Situation schon gesagt habe, damit er es vielleicht auch sieht. Es ist eher unwahrscheinlich, dass er dadurch seine Ruhe haben will. Ich merke nur immer, dass er häufig versucht aus einem ungeklärten Streit zu fliehen. Wenns ganz schlimm ist, geht er einfach - wie er sagt aus Schutz, um nichts aus der Wut heraus zu sagen was vielleicht verletzend sein könnte.

                Durch ihn habe ich gelernt nachzugeben. Denn ich bin eigentlich auch ein Sturkopf. Manchmal denke ich, dass wir vielleicht des Öfteren viel länger nicht miteinander reden würden, wenn ich nach einem Streit auf ihn zu gehe.

      Genau!

      Nicht des Types von vor X Jahren wegen, sondern wegen des Herren, der noch kommen könnte. Und selbst wenn nicht, ..... - so ein Wuffi ist auch was Feines ;-). Oder ein Hamster, die haben auch nicht so eine hohe Lebenserwartung. Viel besser als Schildkröten #cool.

(13) 11.07.16 - 16:59

Du hast dich doch schon längst, im Brain, von deinem jetzigen Partner verabschiedet.

Du hast vergessen zu posten, dass dein Phone die SMS selbst geschrieben hat und ohne dein Wissen den Senden Button gedrückt hat.
Zieh in deiner jetzigen Beziehung die Reissleine, sie ist schon längst am Ende, ihr gesteht es euch nur nicht ein.

Hallo,

Ich verstehe nicht ganz - ihr ward knapp davor ein Kind zu bekommen, zweimal, nun steht die Beziehung komplett in Frage.

Ich denke du bist es deinem Freund schuldig, über deine Gefühlslage zu sprechen. Vielleicht geht es auch um ein Stück Aufarbeitung, dass die Schwangerschaften nicht gehalten haben? Das scheint euch voneinander entfernt zu haben, sowohl emotional als auch körperlich. Du fliehst gedanklich zu einem anderen Mann, was natürlich keine Lösung sein kann.

Ich denke, du musst deine jetzige Beziehung in Ordnung bringen, ohne dich mit Herumsimsen mit dem alten Verehrer abzulenken. Klar tut die Aufmerksamkeit gut, aber für mich grenzt so etwas schon an Fremdgehen. Das ist nicht fair.

  • Die Aufarbeitung der beiden SS ist nicht nötig, denn es meinerseits abgehakt - mag sich hart anhören, aber ich habe mich mit dem Thema lang und ausführlich beschäftigt und es auch verarbeitet. Mit meinem Freund habe ich zwei oder drei mal versucht darüber zu sprechen. Hierbei hat er mir kurz und knapp versichert, dass auch er das ganze gut verkraftet hat. Männer reden im allgemeinen ja nicht wirklich, so auch er.

    Ein herumsimsen mit dem anderen Mann gibt es als solches nicht. Zumindest fasse ich es nicht so auf. Das wäre für mich nämlich regelmäßiger Kontakt und den haben wir definitiv nicht. Es ist nur so, dass ich hin und wieder an ihn denken muss. Hierbei aber nicht soweit, dass ich mich als Frau an seiner Seite sehe o.ä.... Ich erwische mich halt "nur", dass ich des Öfteren an ihn denken musste in der letzten Zeit. Und selbstverständlich genießt man als Frau Aufmerksamkeit, denn das zeigt uns doch, dass wir nicht nur für den Partner noch attraktiv sind. ;-)

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