Kinderwunsch. Er möchte nicht, verhütet aber nicht?

    • (1) 11.07.16 - 20:18
      Bianca1000

      Hallo zusammen!

      Ich (34) habe einen großen Kinderwunsch und habe schon vor drei Monaten die Pille abgesetzt. Mein Partner (40) hat mir immer suggeriert, dass er sich ein Baby mit mir vorstellen kann. Jetzt plötzlich möchte er nicht mehr, obwohl er mir vor Monaten sagte, ich solle die Pille absetzen. Wir sind eine Patchworkfamilie. Sein Kind ist 12. Meine 11 und 6.
      Er weiss, dass ich nicht verhüte, verhütet selber auch nicht, möchte aber kein Kind?

      Wie würdet ihr damit umgehen, in dem Wissen, dass er eigentlich nicht möchte?

      Lg
      Biance

      • (2) 11.07.16 - 20:29

        Du willst sicher jetzt hören, dass er wohl aufgrund seines Verhaltens einen heimlichen Kinderwunsch hegt.
        Da bist Du aber höchstwahrscheinlich völlig auf dem Holzweg. Für Männer ist nichtvorhandene Verhütung nämlich oft kein Problem, denn sie schieben das im Ernstfall der Frau zu. Was auch bedeutet, wenn sie schwanger wird, dann soll sie abtreiben, damit ist das Thema dann ja durch. Problem gelöst.

        Du solltest ihn einfach ganz direkt fragen, was passiert, wenn Du schwanger wirst und ihm gleichzeitig mitteilen, dass eine Abtreibung für Dich nicht in Frage kommt (ich gehe davon aus, dass das so ist?). Nicht weiter mit ihm darüber zu reden und anzunehmen, er setzt Dich im Falle einer Schwangerschaft schon nicht unter Druck kann ziemlich katastrophal enden.

        • (3) 11.07.16 - 20:38

          Nein natürlich treibe ich nicht ab!
          Du hast recht. Ich sollte ihn klar fragen, was dann passiert. Aber wahrscheinlich hab ich Angst vor seiner Ablehnung und dem daraus resultierenden Streit. ????

          • (4) 11.07.16 - 20:41

            >>>Aber wahrscheinlich hab ich Angst vor seiner Ablehnung und dem daraus resultierenden Streit. ????<<<

            Das ist doch kindisch.

            Du hast Angst vor einem offenen Gespräch, aber nimmst in Kauf, schwanger zu werden und mit dem Kind eventuell allein da zu stehen?

          • (5) 11.07.16 - 20:56

            Streit? Also jetzt mal langsam. Über was solltest Du Dich denn mit ihm streiten? Weil er nicht verhütet? Du verhütest doch auch nicht. ;-)

      Klartext reden

      Er denkt es sei Dein Job. Er braucht nur sagen "kein Kind" und Du verhütest.

      Es wird Streit geben wenn Du schwanger bist. Er wird sagen "ich hab Dir gesagt; ich will nicht"

      Tja. Daher jetzt reden. Nicht rummachen. Erst abklären.

      Wenn er partout kein Kind will, soll er Gummi nehmen. Damit er seiner Verantwortung gerecht wird.

      • (7) 11.07.16 - 21:45

        Der Meinung bin ich ja auch und er weiß, ich verhüte nicht.

        • Was denksst du was passiert wenn du schwanger wirst?

          Was passiert wenn du ihm sagst "du wusstest doch das ich nicht verhüte..."

          So wie du den Sachverhalt beschrieben hast bist in jedem Fall du di Dumme!

          Schluck deinen Stolz runter, den Trotz gleich hinterher und rede mit ihm

          oder benimm dich wie ein kleines Kind und hol dir anschließend die Packung ab.

          LG
          Ano

    (9) 12.07.16 - 07:11

    Hi,

    natürlich gehören im er zwei dazu, ein Kind habe zu wollen oder eben nicht.
    ABER ich als Frau trage die größte Entscheidung, da ICH schwanger werde und nicht der Mann.

    Daher, wenn ich weiß, das der Mann unsicher ist, lass ich die Finger von einer Schwangerschaft und verhüte.
    Verhütung sollte heutzutage beide Seiten angehen....sollte.....aber das scheint noch nicht bei allen Männern angekommen zu sein, soll er jetzt die Schuld bekommen, mit einem Baby?
    älisa

    • (10) 12.07.16 - 07:33

      Frauen denken aber "ich habs ihm vorher gesagt, dass ich unbedingt ein Baby möchte und dass ich nicht mehr verhüte. Sogar mehrmals!". Genau wie Du schreibst wird die Verantwortung/Schuld auf den Mann übertragen, vor lauter Baby-Sehnsucht sind sie blind.

      Bis mit positivem Schwangerschaftstest die Ernüchterung folgt.
      Sie rechnen dann nicht damit, dass der Mann trotzdem die Schwangerschaft ablehnen und auf eine Abtreibung bestehen wird. Und notfalls eben die Wahl zwischen Beziehung und Baby in den Raum stellt.

      • >>Genau wie Du schreibst wird die Verantwortung/Schuld auf den Mann übertragen, vor lauter Baby-Sehnsucht sind sie blind.<<

        Schiebst du hier nicht auch die Verantwortung den Frauen zu?
        Sie möchte ein Kind, er nicht. Dann liegt es in der Verantwortung desjenigen, der kein Kind möchte, auch Maßnahmen zu ergreifen, dass es zu "keinem Kind kommt".

        Oder warum sollte sich derjenige, der doch unbedingt ein Kind möchte, um die Verhütung kümmern? #kratz

        • (12) 12.07.16 - 13:59

          sie will ein Kind, also soll sie auch eines bekommen.

          Wenn es wäre, das der Mann nein sagt, ihm aber im Glauben lässt, das sie verhütet und sie dann zufällig ein Baby bekommt, ist er der Buh Mann.

          Die Frau hat es doch am leichtesten im Griff, die Verantwortung zu übernehmen, wenn ich von einer gesunden Frau spreche, die gut hormonell etc. verhütet. Da es hier ja viele möglichen Varianten gibt, bis hin zum Tropikind.

          lg
          lisa

          • (13) 14.07.16 - 11:54

            Geht es hier aber nicht darum, dass derjenige verhüten sollte, der auch wirklich kein Kind haben möchte? Heutzutage ist Verhütung doch keine „Frauensache“ mehr!
            Warum sollte jemand, der sich ein Kind wünscht, die Sache in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass er kein Kind bekommt? #kratz

            Sie möchte eines, er wollte bis vor kurzem auch eines.
            Jetzt möchte er keines mehr. Gut. Dann soll er sich aber auch eine Lümmeltüte überziehen und nicht darauf warten, dass seine Frau (die einen großen Kinderwunsch hat) die Verhütung übernimmt!

            Wenn ich keines will, dann verhüte ich. Ob Weiblein oder Männlein…

            Oder verstehen wir uns jetzt falsch?

        (14) 12.07.16 - 18:54

        "Schiebst du hier nicht auch die Verantwortung den Frauen zu?"

        Wer wird denn schwanger, die Frau oder der Mann? Und wer muss sich dann oft zwischen Beziehung und Abtreibung entscheiden? Abgesehen davon sind die Beziehungen meist dann eh hinüber, entweder weil die Schwangerschaft ausgetragen wird oder weil eben abgetrieben wird - beides gegen den Willen eines Partners.

        "Sie möchte ein Kind, er nicht. Dann liegt es in der Verantwortung desjenigen, der kein Kind möchte, auch Maßnahmen zu ergreifen, dass es zu "keinem Kind kommt".

        Oder warum sollte sich derjenige, der doch unbedingt ein Kind möchte, um die Verhütung kümmern? #kratz"

        Falsch. Es ist nicht die Verantwortung des Mannes, für Verhütung zu sorgen, wenn er kein Kind will. Es sollten intensive Gespräche stattfinden, wie die Verhütung auszusehen hat UND der Mann muss sehr genau wissen, dass im Falle einer Schwangerschaft eben eine Abtreibung ausgeschlossen sein wird. Was meinst Du, wie schnell die Kerle dann auf einmal doch in die Puschen kommen und sogar "Kondomallergien" plötzlich gar kein Thema mehr sind.

        Es geht darum, dass beiden Parteien klar ist, dass ein Stillschweigen kein Einverständnis bedeutet. Weder für die Schwangerschaft (Deutung der Frau) noch für eine Abtreibung (Deutung des Mannes) beim Weglassen der Verhütung.

        • Es ist doch eine Frage, wer schwanger wird und eine ganz andere, wer dafür die Verantwortung trägt?! Denn die Verantwortung tragen hier beide!
          Und wenn ein Part keine Kinder möchte, dann sollte auch dieser Part verhüten (wenn schon nicht miteinander geredet wird). Vor allem, wenn klar ist, dass der andere Part einen Kinderwunsch hat.

          Viele Männer machen es sich ganz einfach. Sagen sie möchten kein Kind, überlassen die Verhütung aber der Frau (schließlich muss sie sich ja drum kümmern, dass sie nicht schwanger wird) und „zwingen“ anschließend die Frau abzutreiben, schließlich wollten sie kein Kind…

          >> Falsch. Es ist nicht die Verantwortung des Mannes, für Verhütung zu sorgen, wenn er kein Kind will. Es sollten intensive Gespräche stattfinden, wie die Verhütung auszusehen hat UND der Mann muss sehr genau wissen, dass im Falle einer Schwangerschaft eben eine Abtreibung ausgeschlossen sein wird.<<

          Das sehe ich ganz genauso! #pro

          • (16) 14.07.16 - 17:13

            "Es ist doch eine Frage, wer schwanger wird und eine ganz andere, wer dafür die Verantwortung trägt?! Denn die Verantwortung tragen hier beide!"

            Davon rede ich doch die ganze Zeit. ;-) Aber als Frau bist Du dann halt die Gearschte, die entweder mit Kind alleine dasitzt oder gegen den eigenen Willen abtreibt. Und wie gesagt - die Beziehung ist dann meistens sowieso im Eimer.

            "Und wenn ein Part keine Kinder möchte, dann sollte auch dieser Part verhüten (wenn schon nicht miteinander geredet wird)."

            Das ist ja das Problem, Männer werden nicht schwanger, also sehen sie (diese Art Männer von denen wir reden) ihre Aufgabe lediglich darin, der Frau mitzuteilen, dass eine Schwangerschaft unerwünscht ist. Den Zahn kann man ihnen aber ziehen, indem man als Frau dann im Gegenzug ebenso deutlich mitteilt, dass ein Schwangerschaftsabbruch absolut ausgeschlossen ist.

            Glaub mir, damit hab ich Erfahrung und bisher wurde dann ziemlich flott auch von Männerseite her Verantwortung übernommen. Kondome kaufen tue ich ja gerne, aber ich ziehe sie sicher keinem Mann mit Gewalt über.

    <<Frauen denken aber "ich habs ihm vorher gesagt, dass ich unbedingt ein Baby möchte und dass ich nicht mehr verhüte. Sogar mehrmals!". Genau wie Du schreibst wird die Verantwortung/Schuld auf den Mann übertragen, vor lauter Baby-Sehnsucht sind sie blind.>>

    Ich finde durchaus, dass auch mal der Mann die Verantwortung in Sachen Verhütung tragen kann und soll. Sein wir mal ehrlich in einer festen Partnerschaft hat meist Frau für die Verhütung zu sorgen. Geht dann etwas schief ist man auch die blöde oder hat es vermutlich mit Absicht gemacht.

    Hergott ich frag mich ob Männer echt immer nur temporär unabhängig voneinander Hirn und Penis nutzen können. Warum sind manche Männer echt zu doof,zu bequem oder zu geil um Kondome zu benutzen? Wäre eine einfache Art nicht ungewollt Vater zu werden

    • (19) 12.07.16 - 19:39

      Du willst also echt einem Mann sagen "Hättste halt verhütet!" wenn seine Frau schwanger wurde, obwohl er kein Kind will und er ihr das deutlich mitgeteilt hat?

      Verhütung ist etwas, was man, genau wie Sex auch, in gegenseitigem Einvernehmen tut oder lässt. Weder ist es okay von Frauen, zu denken, wenn sie mitteilen, dass sie nicht verhüten würde das reichen, noch ist es okay, von Männern zu erwarten, dass sie Kondome benutzen, wenn die Frau ein Baby möchte, sie aber nicht.

      Ich bin eine ältere Frau, habe bisher nur wenige Jahre hormonell verhütet und immer zusammen mit meinen Partnern entschieden, wie wir verhüten wollen.

      • Aber warum muss dann immer Frau verhüten? Und auch wenn man verhütet kann man schwanger werden ist dann immer die Frau schuld? Kein Verhütungsmittel ist 100% sicher.

        Ich sage ja nicht, dass es ok ist die Kinderplanung allein in die Hand zu nehmen, aber das hat die TE ja auch nicht. Sie haben gemeinsam kommuniziert, dass sie die Pille absetzt also bestand wohl ein beidseitiger Kinderwunsch oder die TE hat ihren Partner so lange bequatscht bis er zugestimmt hat (wäre dann nicht so toll wissen wir aber nicht). Plötzlich will er nicht mehr, sie sagt dann nimm Kondome, er will das aber nicht...Also müsste sie nun wieder für Verhütung sorgen. Warum? Warum kann ein Mann keine Kondome verwenden? Wenn ich Antibiotika nehmen muss sage ich das meinem Partner auch sodass er weiß, dass er Kondome verwenden muss bis ich das ok gebe. Wäre es dann wirklich jedes mal meine Aufgabe wie einem kleinen permanent zu sagen dass er daran denken muss?

        Natürlich sind die TE und ihr Partner wie bockig Kleinkinder und keiner will nachgeben. Sicherlich besteht auch ein Kommunikationsproblem bezüglich des Kinderwunsches, aber mir geht's nur darum, dass anscheinend immer nur einer für Verhütung verantwortlich sein soll und das finde ich nicht ok

        • (21) 12.07.16 - 20:03

          "Aber warum muss dann immer Frau verhüten? Und auch wenn man verhütet kann man schwanger werden ist dann immer die Frau schuld? Kein Verhütungsmittel ist 100% sicher."

          Wo habe ich geschrieben, dass die Frau verhüten muss? Und wo habe ich geäussert, die Frau sei schuld, wenn eine Schwangerschaft trotz Verhütung eintritt?
          Ich rede die ganze Zeit davon, dass man sich über die Verhütung einigen soll und nicht annehmen soll, der Andere wird sich schon kümmern.

          "Also müsste sie nun wieder für Verhütung sorgen."

          Wieso sollte sie das tun? Sie soll ihm einfach klar und deutlich sagen, dass sie nicht abtreiben wird, wenn sie aufgrund mangelnder Verhütung schwanger wird und dass es wohl sinnvoll wäre, sich mal über eine Verhütungsmethode einig zu werden.

Er verhütet nicht, Du verhütest nicht - also wird irgendwann ein Kind entstehen - und dann?
Wie wäre es einfach mit KLARTEXT reden, was ihr beide nun wirklich wollt?
So ein Schwebezustand mit irgendwann Gejammere, ob man nun abtreiben soll, ist doch mehr als kindisch und schlimm.
LG Moni

  • (23) 12.07.16 - 10:10

    Mir scheint, als hättest du mich nicht verstanden?!
    Ich jammere nicht rum wegen einer Abtreibung. Ich würde es überhaupt nicht in Erwägung ziehen! Ich möchte ein Kind und wenn er mich dann vor die Wahl stellen würde, würde ich mich immer für mein Kind entscheiden! Was mir eigentlich nur Bedenken macht, ist dass er sich plötzlich total dagegen sträubt ohne Begründung, obwohl das immer unser Plan war.
    Ich verbiete ihm ja schließlich nicht, zu verhüten! Und ich hintergehe ihn ja auch nicht. Und immer wenn er betont, dass er kein Kind möchte, erinnere ich ihn daran, dass er dann verhüten soll. Er sagt dann immer, "dann mache ich das ab sofort". Aber er macht es eben nicht! Und ob ich überhaupt schwanger werde, steht in den Sternen, da seine Ex nur mit "Nachhelfen" schwanger wurde.

    • >> Und ob ich überhaupt schwanger werde, steht in den Sternen, da seine Ex nur mit "Nachhelfen" schwanger wurde. <<

      Du weißt aber schon, dass das nicht an ihm gelegen haben muss?

      Irgendwie habe ich nicht so dass Gefühl, dass es sich bei euch um 34 und 40 Jahre alte Menschen mit Kindern handelt.
      Du willst ein Kind - er bis vor kurzem auch - er will jetzt nicht mehr, aber er soll dann auch verhüten, ansonsten hat er quasi Pech gehabt, Hauptsache du hast dann das Kind. Du lässt es absichtlich drauf ankommen, anstatt eine gemeinsame Lösung zu finden.
      Damit kannst du evtl. alles zerstören - aber so lange du dann das Kind hast, scheint es dir das ja wert zu sein ...

      (25) 12.07.16 - 10:43

      Aber du bist doch auch schon schwanger gewesen? Das ihr da eine andere körperliche Konstellation bildet ist dir klar?

      Im Endeffekt ist es ganz einfach: kannst du dir vorstellen auch alleine mit 3 Kids zu sein, dann mach so weiter ansonsten setzt ihr euch hin, trefft eine Entscheidung und zwar gemeinsam und handelt entsprechend.

      Gott, sei erwachsen...#augen

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