Ganzes Leben eine einzige Baustelle

    • (1) 14.07.16 - 14:33
      BinamEnde

      Ich will gar nicht um den heißen Brei herumreden. Ich bin am Ende. Ich fühle mich ausgebrannt. Mein ganzes Leben ist einfach sch... Und ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels.

      Zur Geschichte:
      Punkt 1:
      Ich habe eine Tochter aus einer früheren Beziehung (3Jahre alt, als Extremfrühchen geboren). Der Kindsvater kümmert sich nicht und mit meinem Mann bin ich seit 2,5 Jahren zusammen. Wir kennen uns seit 10Jahren. Für sie nimmt er die Vaterrolle ein.
      Meine Tochter ist eine total anhängliche und an und für sich "gut zu haben". Seit März ist sie in der Autonomiephase angekommen.im Januar und Februar hat mein Mann sie in die Kita gebracht. Seither bringe ich sie in die Einrichtung, da es ihm wegen geänderter Arbeitszeiten nicht mehr möglich ist. Seitdem habe ich hier dauernd Theater. In der Früh ist alles NEIN, GEH WEG, "Ich mag dich nicht". Sie ruft und weint dabei die ganze Zeit nach meinem Mann, tritt um sich, schlägt nach mir. Bis wir im Kindergarten ankommen, bin ich nervlich innerlich am Ende. Nach außen hin bewahre ich Ruhe und versuche, auf sie einzugehen. Mittlerweile geht dieser Zirkus die ganze Zeit, solange wir allein sind. Ich habe es gestern mal mitgezählt. In der Früh 39x NEIN, 1h Gebrüll nach meinem Mann und im Laufe des Tages über 20x "geh weg, ich mag dich nicht""ich hab nur xyz lieb". Ich mache wirklich viel mit meiner Tochter, bin immer für sie da, versuche ihr Wünsche zu erfüllen, aber auch Grenzen zu setzen. Anfangs habe ich ihr immer versichert,dass ich sie trotzdem lieb habe und dass es völlig ok ist, auch zu seinen Gefühlen zu stehen. Aber ich kann mittlerweile mit dieser kontinuierlichen Ablehnung nicht mehr umgehen. Es bricht mir das Herz und lieber würde ich Weniger Zeit mit ihr verbringen, als dauernd gesagt zu bekommen, dass sie mich nicht mag. Das tut nach so vielen Monaten einfach nur weh. Und ich schäme mich dafür, dass ich da nicht drüber stehe #schmoll doch das schaffe ich nach der langen Zeit nicht mehr. Ich weiß, dass die Situation für sie auch nicht einfach ist (s. Punkt2), aber ich versuche vieles von ihr fernzuhalten und möglichst den Alltag genau so zu gestalten, wie es zuvor auch war und Ihr exklusive Zeit mit mir oder meinem Mann oder uns beiden einzurichten.

      Punkt 2:
      Unsere zweite Tochter wurde nach ziemlich dramatischem Ende der Schwangerschaft vor ein paar Wochen auch viel zu früh geboren. Ihr Leben hing mehrmals am seidenen Faden und es ist unklar, ob sie unbeschadet aus der Sache rauskommt. Wahrscheinlich wird sie dauerhaft beeinträchtigt sein. Den Schweregrad kann man erst zu einem späteren Zeitpunkt abschätzen. Ich bin so viel Zeit wie möglich bei ihr, Pumpe rund um die Uhr Milch ab, kümmere mich um sie mit Baden, füttern, vorlesen, Stillversuchen usw.. Mittlerweile ist klar, dass sie zumindest überleben wird...allerdings stehen auf dem Plan Mindestens 3 OPs bis zum 1.Geburtstag -je nach Krankheitsverlauf auch mehr.

      Punkt 3:
      Zudem haben wir Haus und Hof mit Tieren, die auch alle versorgt werden müssen. Ich habe den Eindruck, ich mache viel, aber nichts richtig. Ich stehe 4:30 auf, versorge die Tiere, Pumpe Milch ab, richte das Frühstück, wecke die große (wenn ich warte, bis sie von sich aufwacht, macht es die Situation auch nicht besser. Hab ich auch schon versucht, oder sie leise mit Musik wecken usw), mache sie fertig, bringe sie in den Kindergarten. Dann fahre ich ins Krankenhaus. Dort kümmer ich mich um die Kleine, fahre am Ende von dort aus zum Einkaufen und danach direkt zum Kindergarten und hole die Große. Mache mir mit ihr einen schönen Nachmittag mit Schwimmbad, Eisdiele, Spaziergang, Sport, Spielplatz, Kuchen backen, Freunde treffen, basteln oder einfach auch mal gemeinsam Gartenarbeit oder Bobby Car fahren. Dann Abendessen machen, Mann kommt heim (es folgt die einzige Stunde des Tages, wo die Grosse gut drauf ist), duschen, Geschichte vorlesen und ins Bett. Danach mache ich den Haushalt, nochmal Tiere versorgen, Gartenarbeit, Milch letztmalig abpumpen und zwischen 22:30-23:30 falle ich dann ins Bett. Um 2uhr stehe ich zum Abpumpen nochmal auf zwischendurch. Dennoch ist so viel zu tun und ich komme einfach nicht nach. das Gemüse vergammelt teilweise auf dem Feld, weil ich mit einfrieren und einkochen nicht hinterherkomme. Die Wiese steht 1,40m hoch, weil ich es nicht schaffe, sie zu mähen. Kochen tu ich zwar, aber Lichtjahre von dem entfernt, wie es früher war, weil ich einfach keine Zeit und Ruhe mehr hab. Ich weiß, das ist nur temporär.wir werden nicht verhungern und es wird besser. Aber es deprimiert mich trotzdem #schmoll und als ob das nicht reicht....

      Punkt 4:
      Vor zwei Wochen haben meine Tochter und ich meinen Mann spontan auf Arbeit besucht. Da bekam er einen Anruf auf seinem Handy von einer nicht eingespeicherten Nummer. Er ging auch nicht ran, obwohl ich ihm sein Handy reichte. Das hat mich irgendwie stutzig gemacht. Daher habe ich dann bei besagter Nummer angerufen. Es ging eine Dame ans Telefon, die mir versicherte, dass mein Mann keine Affäre mit ihr hätte. Es wäre nur Sex! Es handelte sich um eine Prostituierte (19Jahre alt)!!! Sie sagt, er hätte angerufen und sich mit ihr treffen wollen und sie wäre aber gerade schlecht erreichbar gewesen und hätte ihm ihren Rückruf zugesagt. als ich in darauf ansprach, stritt er erst alles ab. Letzten Endes sagte er dann, er habe Bilder von ihr auf einer bestimmten HP gesehen und wollte wissen, wo sie arbeitet. Aber NICHT um sie aufzusuchen, sondern nur weil ihn die Vorstellung anmacht, zu wissen wo sie ist #nanana#aerger er würde sich dann beim masturbieren vorstellen, dass er zu ihr fährt usw. sorry, aber das kann ich echt nicht glauben.
      Ich fühle mich sowas von verarscht und hintergangen. Wir haben wirklich ein erfülltes Sexleben (auch laut seiner Aussage). Ich bin da echt kein Kind von Traurigkeit. Er weiß auch, dass er mit mir über wünsche oder Vorstellungen sprechen kann und auch soll, damit wir entscheiden können, ob wir xyz probieren. Wir haben vor einem Jahr über genau dieses Thema und diese HP schon mal geredet und dass es mich stört, dass er in unserer direkten Umgebung nach Prostituiette schaut. Ich kenne seinen Fetisch also schon länger. Für ihn macht das halt nur Sinn,wenn er die Örtlichkeit auch kennt. Ich habe ihm damals vorgeschlagen, dass er ja auch in einer anderen Stadt schauen könnte, in der er 10Jahre gelebt hat. Da kennt er sich ja auch aus. Aber anscheinend reicht ihm dieser Kick nicht. Außerdem ist es nicht so, dass ich zwingend eine exklusive Beziehung führen muss, sofern gleiches Recht für Beide gilt und bestimmte Rahmenbedingungen herrschen (z.b. Swingerclub, tabu ist für mich eine Affäre o. Heimlichkeiten). Dass er jetzt aber sogar bei einer anruft, geht mir echt zu weit! Denn Sex hinter meinem Rücken finde ich unmöglich! Und das weiß er auch. Natürlich war es angeblich das erste mal, dass er das tat #augen
      Wir hatten auch in der Schwangerschaft mehrmals pro Woche Sex. Das erste mal hatten wir 1Woche nach der Entbindung wieder Sex. Es ist auch nicht so, dass sich meine Figur durch die Schwangerschaft verändert hat. (Unsere Nachbarn haben bis zur Entbindung nicht geahnt, dass ich schwanger bin!). Ich habe einen ganz normalen flachen Bauch, keine schwangerschaftsstreifen o.ä. Und das Alles verletzt mich so sehr.

      Ich habe das Gefühl, dass alles um mich herum zusammenbricht und ich einfach nur ungeliebt bin. Von meiner Großen, von meinem Mann... Und dass ich keinen Job richtig mache egal, wieviel Mühe ich mir gebe -weder den als Mutter für die Große, noch als Mutter für die Kleine, geschweige denn als Hausfrau oder Sexpartnerin. Ich fühle mich allumfassend insuffizient. Am liebsten würde ich mich wegbeamen. Einfach auflösen und nicht mehr da sein. In mir ist so viel Schmerz, dass ich ihn gar nicht ertragen kann. Ich habe noch nicht mal Zeit, mich um mich und meine Sorgen zu kümmern, denn ich rotiere ja rund um die Uhr. Und nein - das ist keine postnatale Depression. Ich würde mich genauso fühlen, wenn ich nicht gerade ein Kind bekommen hätte. Aber jedes Mal, wenn ich im Auto sitze denke ich mir,wenn ich jetzt einfach einen tödlichen Unfall haben könnte, dann wäre es endlich einfach vorbei.

      Sorry, dass es so lang geworden ist

      • Hallo Du!

        Wenn ich deine Geschichte so lese, hört sich das alles unglaublich amstrengend an. Einer deiner genannten Punkte würde ja schon reichen, und du hast gerade alles auf einmal!

        Das kann nicht lange gut gehen!
        Als erstes würde ich dir den Tipp geben zu schauen, ob du eine Haushaltshilfe bekommen könntest.

        Frag doch mal bei deinem FA nach, ob die Kasse da was zahlen würde oder wende dich an Caritas/Diakonie. Die Familienberatungsstelle kann dir bestimmt helfen.
        Du brauchst dringend Entlastung im Alltag, schließlich brauchen deine Kleinen ihre Mama!

        Du kümmerst dich gerade um alle, und wer kümmert sich um dich?

        Das musst du tun, denn erst wenn für dich gesorgt ist, hast du auch wieder genug Kraft für deine Lieben!

        Alles Gute!!!

        • (3) 14.07.16 - 15:48

          Du hast Recht! Habe nächste Woche Termin beim Frauenarzt und werde da nachfragen. Ich weiß, dass ich das nicht mehr lange durchhalte.

          Danke!

      Hallo,

      erstmal #liebdrueck

      Ganz ehrlich wen Du zusammenklappst wäre das überhaupt kein Wunder. Auch Dein Tag hat nur 24 Stunden.

      Du musst Dir Zeit schaffen. Ich weis jetzt werden gleich Steine fliegen aber ich würde das abpumpen sein lassen. Nachts um 2 nochmal hoch damit Du abpumpen kannst muss in Deiner Situation wirklich nicht sein.

      Du brauchst Deinen Schlaf !

      Dann würde ich aus alle in meinen Telefonverzeichnis, Kindergarten und was weis ich noch eine Rundmail schreiben. Wir haben Obst und Gemüse ! Holt es ab es vergammelt weil ich keine Zeit habe.

      Wen Dich jemand fragt was Du dafür haben möchtest dann sagst Du bring mir Marmelade oder etwas andres vorbei das Du aus dem Obst und Gemüse von uns gemacht hast.

      Wahlweise: Dein Mann kann meine Wiese mähen.

      Das Zauberformel heißt: Arbeit abgeben und nur machen was nötig ist. Es kommen bessere Zeiten und Du kannst Dein Gemüse wieder selbst verwerten.

      Tiere: Überdenken welche Du hast, wie viel Versorgungsaufwand bedeuten die Tiere und wie kann man den minimieren.

      So nun zu Deinen wirklich "großen Baustellen".

      Was Deine 3 jährige angeht so muss ich leider sagen Du brauchst ein dickeres Fell. Nimm Dir das nicht so zu herzen.

      Es hat zwei Gründe wieso sie sich so aufführt. Einmal weil sie 3 Jahe alt ist, das muss so #cool und weil sie merkt wie schlecht es Dir geht.

      Ganz saplopp gesagt wen es Dir wieder besser geht dann wird die Situation mit ihr auch besser.

      Deine Kleine schreit mit jeder Faser ihres Körpers mir geht s schlecht weil Du am Rad drehst. Das sollte Motivation sein etwas zu ändern.

      Tja und Dein Ehemann ist ja sorry wie bescheuert kann Mann eigentlich sein.
      Um es abzukürzen: Vereinbare mit ihm eine offene Ehe und wie ihr damit umgehen wollt und dann konzentriere Dich auf die Dinge die grade wichtig sind. Ob Du mit ihm zusammen bleiben willst kannst Du später, wen es Dir besser geht immer noch entscheiden.

      Dein Mann fühlst sich übrigens sicher auch nicht grade wohl in Eurer Situation. Frag ihn doch mal wie er sich fühlt.

      Setz Prioritäten und handel danach ! Niemand ist geholfen wen Du umkippst. Was ich aus Deiner Situation machen würde habe ich Dir geschrieben, ich bin gespannt was noch für Vorschläge kommen.

      LG dore

      PS: ich lese übrigens gar nichts wo Dein Mann sich irgendwie beteiligt an Eurem Familienleben. Wann fährt er den ins Krankenhaus oder mäht die Wiese ?

      • (5) 14.07.16 - 15:39

        Der Vorschlag mit dem Abernten lassen ist super. Bisher habe ich es Nachbarn und Familie angeboten. Aber die sind da resistent. Meine Schwägerin gibt dann allenfalls eine Bestellung auf, was ich ihr geputzt vorbeibringen soll ...ich werde es wirklich auf den Kindergarten ausdehnen. Da können die Erzieher glatt ein Event draus machen ;-)

        Mein Mann ist nachmittags im Krankenhaus. Er macht in meinem Augen auch zu wenig im Haushalt. Wenn ich ihn antreibe, klappt das zwar, aber es fühlt sich an, als hätte ich dann ein drittes Kind bzw einen müden Gaul vor mir. Unter der Woche ist er nur sehr wenig daheim. Am Wochenende ist er vormittags immer beider Kleinen und nachmittags möchte die Frosse auch endlich mal Zeit mit ihm verbringen. Ich fürchte, auch er bräuchte einen Tag mit 30h... Ich weiß auch,dass es für uns alle viel ist (emotional und tatsächlich). Dennoch finde ich die Eskapade mit der prostituierten unterirdisch. Ich habe kein Problem dabei, wenn es um Sex mit dritten geht (also swingerclub, Dreier mit einer professionellen usw). Ich habe ihm das vor einem Jahr sogar angeboten, weil ich dachte, er hätte gern Sex mit einer anderen Frau. Das streitet er aber ab und sagt, es geht nur darum zu wissen, wo sie ist. Auch Konsum von allem möglichen Onlinematerial hebt mich nicht an. Das weiss er eigentlich auch. Aber eine richtige Affäre, wo womöglich am Ende echte Gefühle ins Spiel kommen, oder heimlich in den Puff oder eine offene Ehe, wo keiner weiß, was der andere tut, geht mir zu weit. Ich möchte irgendwo da schon noch die Kontrolle haben und wissen wollen, mit wem und wie geschützt mein Partner Verkehr hatte, bevor wir wieder mit einander ins Bett gehen. Da ist meine Grenze und da kann und will ich nicht drüber. Und ich finde, ich bin da schon relativ tolerant. Da würden viele Frauen schon früher aussteigen.

        Ich liebe meinen Mann und er ist wirklich ein toller Vater für die Kinder und abgesehen von diesem völlig bescheuerten Fetisch ein wirklich liebevoller und aufmerksamer Partner und toller Mensch. Ihn zu verlassen wäre echt bescheuert, denn der nächste hat eine andere Macke. Irgendwas ist doch immer #schmoll

    Nein, eine postnatale Depression ist das nicht. Sehr wohl aber etwas, was sich als ausgewachsenes Burnout herausstellen kann. Nicht, weil du zimperlich bist, sondern ganz einfach weil das wirklich alles viel zu viel ist. Ich finde, du hast shcon ein paar gute Tipps bekommen, einer fällt mir noch ein: Du schreibst, dass du am Nachmittag mehr oder weniger ein Bespaßungsprogramm für deine Große aufbaust (>>Mache mir mit ihr einen schönen Nachmittag mit Schwimmbad, Eisdiele, Spaziergang, Sport, Spielplatz, Kuchen backen, Freunde treffen, basteln oder einfach auch mal gemeinsam Gartenarbeit oder Bobby Car fahren<<) - das ist verständlich, vermutlich willst du ihr damit zeigen, wie lieb du sie hast, damit sie sich dir gegenüber wieder liebevoller zeigt. Mein Tipp: Lass das. Entweder lass sie etwas länger in der Kita und hol sie erst später oder hol sie normal, mach dann aber deinen normalen Alltag mit ihr weiter (also Haushalt und co). Es ist ein Irrglaube, dass man Kindern immer was "Tolles" bieten muss, oft ist es viel gesünder und förderlicher für die Entwicklung, wenn sie zunächst den Alltag fest erlernen können - und dazu gehört eben auch mal einfach der Mama beim Wäschezusammenlegen zuzusehen, eventl hier und da etwas mitzuhelfen (soweits halt altersgemäß geht) oder eben einfach auch dabei zu sein. Das wird ihr (meiner Meinung nach) vielleicht sogar etwas Ruhe und Sicherheit geben, dir helfen, deine Aufgaben etwas besser abarbeiten zu können und eure Beziehung langfristig hoffentlich wieder verbessern.

    Und: Bitte geh zum Arzt. Lass dich auf Burnout testen. Eventuell auch auf Depression, obwohl ich denke, dass das hier eher die Folge als die Ursache ist.

    Liebe Grüße, ich wünsche dir Kraft! #herzlich

  • Hallo,

    du musst unbedingt einen Teil der anfallenden Arbeiten delegieren.

    Frag Nachbarn/Freunde/Eltern/Verwandte, ob sie etwas für dich mitkochen können. Oder du kochst immer mehr und frierst etwas zum Aufwärmen ein.
    Frag einen älteren Schüler, ob er dir als Ferienjob etwas zur Hand geht. Wiese mähen, Tiere versorgen.
    Versuche, die Betreuungsstunden für deine Tochter etwas aufzustocken oder am Nachmittag Verabredungen für sie zum Spielen zu treffen, bei denen du dich ausklinken kannst. Ist ja auch nicht auf Dauer - du kannst dich in ein paar Monaten bei den anderen Müttern/Kindern revanchieren.

    Wenn du mehr Ruhe und weniger Druck hast, dann wirst du auch wieder gelassener und die Stimmung zwischen dir und deiner älteren Tochter wird sich entspannen.

    Zu der Situation mit deinem Mann schreibe ich lieber nichts... #aerger

    Viele Grüße,
    lilavogel

    Da Du die Sexepisoden Deines Mannes lediglich unterirdisch und bescheuert findest, scheint das zumindest keine größere Baustelle bei Dir zu sein,

    Meine ältere Tochter hatte mit 3 auch eine längere Papa-Phase. Mittlerweile hat sich das um 180 Grad gedreht und es zählt nur noch Mama. Vllt. ändert sich das bei Euch ja auch noch.
    Kannst Du sie vielleicht länger in der Kita anmelden?
    Dann hast Du ein wenig mehr Freiraum.

    Kann Dein Mann nicht vor der Arbeit die Tiere versorgen? Selbst wenn Du ihn antreiben musst, ist das doch eine gewisse Erleichterung für Dich.

    • (9) 14.07.16 - 21:02

      Was heißt denn lediglich? Mir fällt da schlichtweg kein anderer Ausdruck ein. Mir fehlen eher die Worte! Das heißt nicht, dass es für mich unbedeutend ist. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Schließlich habe ich nicht den Eindruck, dass ich verklemmt bin oder ihn einenge. Ich finde mich sogar ziemlich liberal. Unsere Grenzen sind weit, aber klar gesteckt und dennoch muss er sie überschreiten? Ich kann es ehrlich nicht fassen!

      Da er um 5:30 das Haus verlässt, kann er in der Früh die Tiere nicht versorgen, weil es auch zu lange dauert (es sei denn. Er stünde um 3auf). Danach müsste er ansonsten komplett duschen usw da Bürojob mit Kundenkontakt. Da kann man schlecht nach Stall müffeln....

An Deiner Stelle wäre ich auch am Ende. Meine Güte, du arme! Lass dich erstmal drücken!

Vielleicht merkt Deine Tochter, dass Du völlig ausgebrannt bist. Außerdem, ist sie gerade große Schwester geworden und das ist oft eine normale REaktion darauf.

WAs Deinen Mann angeht.... Der hat nicht mehr alle Tassen im SChrank! IN solch einer Situation? Ich könnte damit nicht leben. Der unterstützt dich überhaupt nicht und hintergeht dich und geht wahrscheinlich auch noch fremd. Doofmann! Hat Deine Liebe nicht verdient!

  • (11) 14.07.16 - 21:19

    Ja so sehe ich das eigentlich auch. Ich würde am liebsten meine Sachen packen und gehen. Aber Alleinerziehend mit zwei Kindern von zwei Männern, davon eins wahrscheinlich mehr oder weniger behindert....das ist nicht das, was ich mir vorgestellt oder gewünscht habe.#schmoll

    Männer sind doch einfach unglaublich. Wie er da überhaupt dran denken konnte. Unsere Tochter ist am Vortag operiert worden und es ging ihr nach der Narkose 48h lang schlecht. Und während dieser Zeit ruft er eine Nutte an!?!?!?

    Für mich wird es, sollte unsere Beziehung das nicht überstehen, keine neue Beziehung mehr geben. Es ist immer das Gleiche. Alle haben Sie eine Macke und darauf hab ich einfach keine Lust mehr

    • Puuhhh das ist eine ganze Menge was Du da mit Dir rumschleppst. Von Außen betrachtet würde ich Dir jetzt erst einmal raten Entlastung zu schaffen und Prioritäten zu setzen.

      Was ist Dir Wichtig, worauf könntest Du verzichten?

      Alles worauf du wirklich verzichten kannst -weg!

      Hilfe einstellen:
      -Haushaltshilfe
      - Schüler /Rentner /Studenten für die Versorgung der Tiere oder tatsächlich auch langfristig Tiere abschaffen? Haltung so verändern, dass du langfristig nicht allzu viel Arbeit damit hast?
      - Au Pair (langfristig?)
      - Kann ein nahgelegener Bauer zum Selbstbehalt die Wiese mähen?
      - Gemüse können sich deine Verwandten gerne vom Feld holen, wenn Sie dir auch was mitbringen oder tatsächlich dem KIGA anbieten, dass sie ernten können.

      Mit Deinem Mann würde ich mal erneut über eure Beziehungsregeln sprechen! Vielleicht hat er sie kurzfristig mal vergessen?#kratz

      So oder so DU musst für DICH Entlastung schaffen! Kurzfristig und auch langfristig!

Ein unglaubliches Pensum, das du leistest.

Was ich allerdings vermisse, ist die Mithilfe deines Mannes. Er muss Morges. Auch sehr früh aus dem Haus und kann deshalb die Tiere nicht versorgen. Aber wie lange ist er denn bei der Arbeit? Im Moment ist er nachmittags im KH. Aber das ist eine Ausnahmesituation. Ich nehme doch an, dass euer Kind im KH auf der Frühchenstation gut versorgt wird. Muss er denn auch bis abends dort verbringen? Immerhin macht eure Große euch sehr deutlich, dass etwas in der Familie in Schieflage geraten ist. Und es hilft niemandem, wenn du irgendwann vor Erschöpfung umfällst. Ich bin sowieso beeindruckt, dass ihr noch ein erfülltes Sexleben unterbringt. Ich sehe da kaum eine Lücke, wo ihr beide mal nicht in Aktion seid.

Wie würde es denn laufen, wenn euer Kind endlich nach Hause kommt? Selbst mit Säugling kannst du das kaum leisten. Unterbrochene Nächte zuhause, dann in aller Herrgottsfrühe aufstehen und die Tiere versorgen, die Kinder fertig machen und die Große zur Kita fahren, Haushalt etc. Garten bewirtschaften etc. Und nachmittags hast du demnächst zwei Kinder. Du gespaßt den ganzen Nachmittag offensichtlich die Große und musst dem Säugling auch noch gerecht werden.

Wann käme dein Mann denn dann heim? Irgendwie vermisse ich ihn in dem ganzen Szenario und kann mir nicht vorstellen, wie das alles demnächst von dir bewältigt werden soll. Als Paar sehe ich euch anhand deiner Schilderungen nirgends. Warum er nun gerade Prostituierte präferiert, erschließt sich mir auch nicht. Ich könnte noch verstehen, wenn er sich eine Geliebte anschafft, mit der er reden und sich austauschen kann bei eurem ganzen Stress, den ihr habt. Mir wird beim Lesen jedenfalls schon ganz schwindelig und würde an deiner Stelle die Arbeiten anders verteilen oder den Aufwand reduzieren und weniger Tiere und Gemüse etc. auf Dauer anstreben.

  • (14) 15.07.16 - 22:05

    Die Klinik, in der die Kleine liegt, ist leider relativ weit entfernt und er braucht von dort nach Hause mindestens 1h eher 1,5h. Wenn die Fahrerei in die Klinik wegfällt, haben wir beide jeweils mindestens 2h mehr Zeit plus die Zeit, die wir tatsächlich vor Ort sind.

    Um den Entbindungstermin herum hat mein Mann drei Wochen Urlaub. Leider lässt der sich nicht verschieben. Wenn die Kleine heim kommt, wird er die Grosse in den Kindergarten bringen und in der Früh auch die Tiere mit versorgen, denn er spart sich ja die Fahrerei in die Klinik usw. Dann kann er ja Nachmittags auch wieder länger arbeiten. Die Große kann ich länger im Kindergarten lassen, aber mein schlechtes Gewissen spielt da noch nicht mit.

    Die Familie können wir leider echt vergessen. Meine Schwägerin und auch die Schwiegereltern fahren jetzt erstmal spontan ab heute Abend zwei Wochen in den Urlaub und deren Hof sollen wir auch noch versorgen (zum Glück keine Tiere). Tut mir leid. Aber das schaff ich nicht und mach ich nicht.... Das haben sie uns gestern Abend mitgeteilt. Mir fehlten da echt die Worte....

    Das mit den Prostituierten ist total bescheuert. Er sucht Sie ja nicht auf.er möchte nur wissen, wo sie sind. Damit er sich vorstellen kann, dass er da hinfährt wann immer er will #augen ich verstehe diesen Fetisch echt nicht. Es gibt bestimmt auch schlimmere Vorlieben, dennoch kann und will ich das nicht tolerieren. Besonders dieses Telefonat ist mir zu real.

    Tatsächlich hätte er für einen Besuch bei so einer Dame ja gar keine Zeit. Und es würde auch auffallen, wenn das Geld fehlt :-p

(15) 15.07.16 - 16:19

Also bis zu dem punkt, wo du das mit eurem sexleben geschrieben hast, hab ich mir echt gedacht, oh mein Gott die arme. Aber jetzt muss ich dir sagen dass ich dir kein Wort glaube! Du hattest schon ein extremfrühchen und demnach in alle folgeschwangerschaften ein erhöhtes frühgeburtsrisiko! Und dann hast du da wirklich regelmäßig sex? Also entweder hast du nicht viel Hirn oder oder das leben deines Kindes ist dir nichts wert. Fürs Kind tut es mir leid, bei euch Eltern sag ich nur, selbst schuld, wenn man da nicht aufs pop...verzichten kann. Genauso wie der sex eine Woche nach Geburt. Ich kenn viele frühcheneltern, die mögen ja an vieles gedacht haben, aber gleich wieder pop..., nee die hatten dann doch andere Probleme. Ich glaube du verar...uns hier gewaltig. In meinen Augen bist du ein Fake.

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