Unterschiedliche Ansichten zum Thema Heiraten :(

    • (1) 25.07.16 - 09:04
      ichbinkompliziert

      Hallo, ich glaube ich muss mir einfach mal was von der Seele schreiben. Vielleicht habt ihr aber auch einen guten Rat für mich #herzlich

      Ich (32) bin nun schon über 10 Jahre mit meinem Freund (34) zusammen. Ich liebe ihn über alles, wir planen unsere Zukunft zusammen, wollen Kinder usw. Nur in einem Thema gibt es "Schwierigkeiten": Ich hätte gern schon längst geheiratet, er sieht das Ganze etwas zu gelassen...

      Ich habe mich damit abgefunden, dass gefühlt all meine Freundinnen vor mir geheiratet haben, egal wie lange oder kurz sie mit ihrem Partner zusammen waren. Ich war sogar Trauzeugin, erlebte alles hautnah mit. Es war okay, ich wartete auf meinen Freund. Wir hatten nämlich sehr wohl über das Thema gesprochen, und er bestand immer darauf, dass er mir einen Antrag machen wolle, wenn es soweit ist... Und so vergingen die Jahre, ich wartete und wartete...

      Heimlich träumte ich immer von einem romantischen Antrag in einer bestimmten Stadt. Ja, kitschig, aber so bin ich eben. 2010 war es soweit, wir fuhren in diese besagte Stadt und ...es passierte absolut nichts #aerger

      Ich wartete also weiter... Und dann kam letztes Jahr der Knaller: Die Schwester meines Freundes erhielt einen Antrag - in besagter Stadt! #heul

      Da brach ich leicht zusammen. Das war vielleicht nicht meine beste Glanzleistung, ich weiß, aber es brach mir einfach das Herz. Es fühlte sich an, als ob sie meinen Traum lebte...

      Zu diesem Zeitpunkt sprachen mein Freund und ich wohl das erste Mal so richtig über das Thema Heiraten. Ich dachte eigentlich immer, wir hätten das vorher bereits getan, aber es stellte sich heraus, dass er alles irgendwie anders sah/sieht. Für ihn war Heiraten nie wichtig, ist es wohl noch immer nicht. Er meinte "ja klar, irgendwann..." Aber wann soll dieses irgendwann sein?! Darauf hatte er keine Antwort. Er hätte es wohl noch Jahre aufgeschoben... Das brach mir erneut das Herz. Als er mich so traurig sah, meinte er nur "hätte ich gewusst, wie wichtig dir das Ganze ist.." Tja, hätte er das mal...

      Dieses Jahr waren wir erneut in dieser Stadt, die Reise war ein Geburtstagsgeschenk von ihm. Mir war klar, dass es komisch wäre, nun nach seiner Schwester auch hier einen Antrag zu bekommen. Aber ich wünschte es mir nach wie vor so sehr. Jeden Tag hoffte ich insgeheim, dass er es doch machen würde. Doch es passierte natürlich wieder nichts... :-(

      Und so langsam drehe ich noch durch. Ich liebe diesen Mann über alles, keine Frage. Und ich hasse mich selbst dafür, dass ich scheinbar so sehr an meiner mädchenhaften Traumvorstellung hänge. Aber gleichzeitig überkommen mich Momente, wo ich wirklich sauer auf ihn bin. Dass er es einfach nicht gebacken bekommt, dass er mir meinen Traum zerstört hat, weil wir sogar zweimal in dieser Stadt waren! Und dass der Zauber eines romantischen Antrags für immer zerstört wurde, weil es einfach keine Überraschung mehr wäre. Ich warte ja fast bei jedem Feiertag, Ausflug oder sonst einer Gelegenheit regelrecht darauf #aerger Ich habe manchmal schon gar keine Lust mehr zu heiraten... SO hatte ich mir das alles nicht vorgestellt...

      Wie kann man das denn wieder gerade biegen?! Ich weiß, das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber so fühlt es sich einfach nicht richtig an... Wir haben das Thema mittlerweile einfach tot geredet. Warum mache ich mir einfach nur so schwer??? Mich verletzt das so sehr, ich weiß auch nicht... Habt ihr vielleichtt Tipps?

      Danke fürs Lesen #blume

      • (2) 25.07.16 - 09:25

        Ich habe noch nie verstanden, was diese affige Warterei auf einen Antrag soll.
        Warum redest du nicht einmal deutlich mit ihm?
        Wenn er dir dann sagt, dass er nicht heiraten will, weißt du wenigstens, woran du bist.
        Könnte sonst passieren, dass du im Aufenthaltsraum im Altersheim immer noch auf deinen Antrag wartest.

        "Da brach ich leicht zusammen"
        "Das brach mir erneut das Herz."
        Ähm, da fehlen mir die Worte.

        ""hätte ich gewusst, wie wichtig dir das Ganze ist..""
        Er weiß es jetzt seit einiger Zeit und es scheint ihm egal zu sein.

        Warum könnt ihr mit diesem Thema nicht erwachsen umgehen?

        • Es geht doch hier nicht um Dich.

          Wenn der TE das Heiraten bzw. der Antrag so wichtig ist, dann ist das eben so und das ändert sich durch solche Kommentare wie "affige Warterei" etc überhaupt nicht.

          Sie hat nach Tipps gefragt, wie sie aus der Nummer (sie wartet, er fragt nicht, sie ist wahlweise sauer bzw. enttäuscht, dadurch macht das Thema "Heiraten" keinen Spaß mehr, verliert seinen Zauber, sie ist noch enttäuschter) wieder herauskommt.

          Eine Idee hast Du ja genannt: selbst fragen.

          Meine Tipp (ich kann ihr Verhalten nämlich auch nicht nachvollziehen, weil dadurch eine ganze Menge Lebensfreude, unbeschwerte Paarzeit etc. verloren geht und das in den besten Jahren):
          Auf andere gemeinsame Themen konzentrieren (z.B. die geplanten Kinder), sich deutlich machen, dass Heiraten nicht automatisch zu Glück und Seligkeit führt, sondern in fast der Hälfte aller Fälle zu einer unschönen und teuren Scheidung.

          Also, Focus auf andere tolle Sachen legen, das Thema "Heiraten" etwas realistischer betrachten und sich freuen, einen tollen Mann gefunden zu haben, mit dem nur ein einziger Punkt nicht kompatibel ist.

          Wenn sonst alles andere stimmt? Perfekt!

      Er will dich noch nicht heiraten. Lese ich aus deinem Text raus. Wieso also sollte er dir einen Antrag machen?
      Oder kam nach seinen von dir beschriebenen Mitleidsbekundungen noch was? Denn aus denen lese ich nur raus, dass du ihm leid tust, weil er deine Erwartungen enttäuscht hat, aber nicht, dass er dir jetzt einen Antrag macht oder dich in absehbarer Zeit heiraten will.

      Generell muss ich sagen, dass ich dieses Gewese um den Antrag vollkommen überzogen finde. Mit solchen Erwartungen kannst du doch quasi nur enttäuscht werden, weil du exakte Vorstellungen hast, die du offenbar nicht mit ihm geteilt hast. Soll er Gedanken lesen?

      Ist das wichtige nicht die Ehe selbst? Eure Beziehung, euer Glück? Frag ihn, ob er dich in einem Jahr heiraten will, legt ein Datum fest und heiratet. Meine Güte. Spar dir doch das ganze Drama, den ganzen Herzschmerz. Und wenn halt dein Kleinmädchen-Amikitsch-Prinzessinentraum nicht in Erfüllung geht, dafür hast du dann einen Ehemann, den du liebst, und vermutlich eine Hochzeit genauso wie du sie dir vorstellst.

      • (5) 25.07.16 - 09:51
        ichbinkompliziert

        Er möchte mich heiraten. IRGENDWANN. Und er besteht auf den Antrag - ich hatte ihm das mit dem "einfach Datum festlegen" selbst vorgeschlagen, NEIN. Und deshalb bin ich doch so verwirrt. Er sagt immer, ich solle einfach abwarten... Aber ich frage mich einfach, bis wann?

        Ich weiß, dass viele das Ganze Tamtam um den Antrag etc. überzogen finden. Ich hab es selbst mit dieser Einstellung versucht, aber es klappt nicht. Ich wünsche es mir einfach. Ich liebe diesen Mann, und es soll einfach perfekt sein, nach so vielen Jahren voller (leerer) Versprechungen... Er macht es mir echt schwer...

        Natürlich ist die Liebe an sich das Wichtigste. Manchmal hab ich Anflüge, wo ich gar nicht mehr heiraten will. Es würde natürlich auch ohne Eheschein schön werden mit uns. Aber tief im Herzen ist da eben noch etwas unerfülltes, kann vielleicht nicht jeder verstehen... :-(

        Ich weiß einfach nur nicht, wie ich wieder lockerer werde. Ich hab das Gefühl, ich mache es nur noch schlimmer, kompliziert ohne Ende... Hab schon ein richtig schlechtes Gewissen ihm gegenüber. Aber ich kann meine Gefühle nicht abstellen.

    Hm ich denke du bist da zu versteift und hast zu genaue Vorstellung von DEM perfekten Antrag.

    Wie soll das dann erst mit DER perfekten Hochzeit werden? Wenn alles schief geht?

    Das Leben läuft oft nicht so ab wie in seinen schönsten Vorstellungen leider. Vielleicht solltest du deine erwartungshaltung dahingehend etwas überdenken.

    Sagt dein freund nur zum Thema Hochzeit irgendwann oder generell zu allen? Also auch zu kindern? Iiiirgendwann? Wenn du 45 bist?

    Ich denke bei solchen Sachen die die lebensplanung betrifft sollte man sich einig sein.

    Wie wäre es wenn du von deiner Traumvorstellung abweichst und DU den Antrag machst?

    Es muss nicht immer perfekt laufen wie in seinen träumen, such anders ist schön! Man muss es nur zulassen.

    • Ich DARF den Antrag explizit nicht machen... #aerger Kinder sind geplant, bereits nächstes Jahr wenn alles klappt... Vielleicht mach ich mir deshalb auch solch einen Druck...

      >> Kinder sind geplant, bereits nächstes Jahr wenn alles klappt... <<

      Das würde ich mir ja überlegen ...

      • (13) 25.07.16 - 20:39

        Kinder an sich sind ja nicht das Problem. Da er offenbar nicht heiraten will würde ich allerdings auf das geteilte Sorgerecht verzichten. Das wäre mir im Zweifelsfall zu mühsam...

        • (14) 25.07.16 - 21:51
          nicht so einfach

          Ist doch eher die Frage, ob der zukünfte Vater das genauso sieht und das gemeinsame Sorgerecht nicht beansprucht.

          Ich würde einfach kein Kind mit einem Mann in die Welt setzen, der meine gewünschte "Lebensform" nicht teilt und mich ewig hinhält bis zum Sanktnimmerleinstag.

          Man hört doch oft von solchen Fällen: Frau will heiraten, Mann nicht. Das geht über Jahre. Frau trennt sich letztendlich und Mann hat neue Freundin, die er dann nach kurzer Zeit heiratet.

          Was schließe ich daraus? Ein Mann, der nicht heiraten will, bzw. vorgibt es IRGENDWANN zu tun, für den ist man offenbar nicht die richtige Frau und dann muss ich auch keine Kinder mit ihm haben!

    Du DARFST ihn nicht machen, damit er vermutlich nicht unter Druck gerät & ihn ggf. nicht ablehnen muss.
    Da hilft nur, Tacheles reden. Er soll entweder einen präzisen Zeitraum für's Heiraten nennen ("Herbst nächsten Jahres", oder so), oder konkret sagen, dass er nicht möchte. Nur so kommst Du mal zur Ruhe & kannst ggf. anfangen, Abstand von Deinem Wunschtraum zu nehmen.

    Aktuell machst Du Dir durch Deine hohe Erwartungshaltung ja allen Spaß bei Ausflügen, Urlauben,... zunichte. Das ist doch für Dich auch Mist - nach solchen Events dann immer die Enttäuschung, dass doch kein Antrag kam...

    & noch was: wenn nächstes Jahr ein Kind geplant ist & noch nicht geheiratet wurde (bzw. kein Termin auf dem Standesamt ausgemacht wurde), dann bitte, bitte gib dem Kind Deinen Nachnamen & denke nicht: wenn ich jetzt den Nachname meines Freundes ans Kind gebe, MUSS er mich ja irgendwann heiraten... Wenn er nicht heiraten will, macht er das auch nicht dem Kind zuliebe. & es gibt eben auch Menschen, die möchten eben einfach nicht heiraten.

    LG
    Schnippundenfinderin

    (17) 25.07.16 - 11:16

    Dann ist ja wohl auch klar, dass das Kind unverheiratet DEINEN Namen haben muss. ;-):-p

    • (18) 26.07.16 - 07:56

      ich bezweifel sehr stark, dass die TE die mutter seiner kinder wird.wenn, dann wird es eine andere .außer natürlich sie hilft nach, dass sie "ungewollt" schwanger wird...

      er wird sie weder heiraten, noch kinder von ihr wollen.
      was er macht ist nicht nur ein einfaches " ich sehe den sinn in heiraten nicht", so wie sie es beschreibt hält er sich ein hintertürchen offen und vertröstet sie nur.

Organisiere etwas Schönes und mach ihm einen Heiratsantrag.

(20) 25.07.16 - 09:55

Ich würde mal mutmaßen, dass er Dich nicht heiraten will. Du hast ihm gesagt, dass Du das willst, warst betroffen als seine Schwester den Antrag bekommen hat, aber er reagiert nicht.
Allerdings verstehe ich auch nicht diese Erwartungshaltung mit dramatisch romatntischen Heiratsantrag mit Geiger und allem Pipapo, bist Du dann glücklicher?
Brauchst Du die Sicherheit?

Frag Dich doch mal selber, warum DIR das so wichtig ist? Weil Du ihn dann fest hast? Das hast Du weder mit noch ohn Heirat.

Mein Mann war 10 Jahre mit einer Frau zusammen. Sie dachte auch er würde heiraten und Kinder wollen, aber pustekuchen. Er meinte im Nachhinein, das war nett, sie war nett, aber es war nicht die große Liebe, aber sie haben sich gut verstanden, also lief das immer weiter bis er dann den Schlußstrich zog.

Ich habe ihn ein halbes Jahr später kennengelernt und nach einem Jahr den Antrag von ihm bekommen mit allem Zipp und Zapp ohne dass ich ein Wort erwähnt habe von heiraten.
Wenn Mann sich sicher ist, dass es die richtige ist, dann wird selbst der größte Heiratsmuffel plötzlich einen Antrag machen. Sicher gibt es wenige Ausnahmen, aber wenn es paßt, dann paßt es.

Das soll Dich jetzt nicht demotivieren, aber klare Frage an ihn: Möchtest Du mich heiraten: Ja oder nein? Wenn er rumeiert mit später blabla, beharre auf einer Antwort ja oder nein, wenn ja, wann? Wenn nein, dann kannst Du das für Dich sortieren.

Aber frage Dich zuvor, geht es Dir um das romantische Fest und den Antrag oder wäre es genauso toll, wenn er die Abends im Jogger den Ring ansteckt, Dich fragt und ihr alleine zum Standesamt fahrt?
Ist es die Vorstellung zu heiraten oder tatsächlich das heiraten?

Hallo erstmal,

Ich kann Deinen Traum verstehen. Heiraten ist schon irgendwo was romantisches.

Nur: es sollte doch freiwillig ein Antrag folgen, oder? Für mich als Frau hätte es absolut keinen Wert, wenn ich ihm das so quasi vorschreiben müsste.

Nicht verheiratet sein hat auch seinen Reiz. Glaub mir. Versuch mal in Dich zu gehen: was sind die wahren Gründe? Ängste das er Dich verlässt? Du schlechter dastehst als Deine Freundinnen? Neid? Was ist es? Nur der romantische Tag, kann es doch nicht sein, oder?

Hm. Sehr pragmatisch gesehen würde ich an deine Stelle auf die Schwangerschaft warten und dann aufs heiraten bestehen. Als Absicherung für dich, ich gehe davon aus dass du die Mama Role übernimmst und eine Zeit lang weniger arbeitest.

K

Mein Mann war auch so ein Schleifenlasser, der auch gesagt hat, irgendwann würde er heiraten wollen, er wollte derjenige sein, der den Antrag macht, etc. Habe dann nach 4-5 Jahren (da war ich 30) auch angefangen, auf den Antrag bei jeder Gelegenheit zu warten. Aber bei Männern tickt irgendwie die biologische Uhr nicht so laut. Als meine Freundinnen dann ihre Kinder bekommen haben, habe ich das Thema Kinderkriegen bei uns auf den Tisch gebracht. Ich wurde beim ersten Versuch schwanger und habe dann mehr oder weniger festgelegt, dass wir noch in der Schwangerschaft heiraten. Romantisch ist anders, aber so ist das Thema abgehakt und wir konnten uns ganz auf den Nachwuchs konzentrieren. Ich hätte zwar eine große romantische Hochzeit durchaus schön gefunden, bin aber auf der anderen Seite so pragmatisch, dass ich eigentlich nicht so viel Geld dafür hätte verwenden wollen. Insofern passt es bei uns genau so, wie es gekommen ist.

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