5,5 Jahre verlobt, 2 Kinder....

    • (1) 08.08.16 - 18:35

      Hallo zusammen,

      wollte mal fragen, wie ihr das seht... Wie lange seid ihr verlobt oder kennt ihr Paare aus dem Bekannten-/Familienkreis, wieviele Jahre waren es?

      Wir sind 13,5 Jahre zusammen, habe für ihn meine Heimat verlassen (200 km) weil er sich beruflich nicht umorientieren wollte.

      Als ich mit unserem 2. Kind schwanger war, machte er mir einen Antrag. Ich gebe zu, wollte erst heiraten, wenn meine Figur wieder ansehnlich war! Dazu unterschiedliche Ansichten des Heiratens, er im großen Familienkreis (er ist Pole). Ich wäre mit standesamtlich und danach in gemütlicher Runde essen zufrieden, bin da ganz bescheiden.... Im Jahr der Verlobung fing er noch an, seine Selbstständigkeit aufzubauen. Geld war/ist knapp (seine Ansicht).

      Ich hatte schon 3 x alle Unterlagen zusammen, musste Auszüge aus dem Geburtenregister beantragen die was kosten. Von ihm fehlt so einiges... In der Zwischenzeit hat meine und seine Schwester geheiratet - die nehmen sich was vor und ziehen es durch.
      Unsere Kinder tragen meinen Nachnamen - hatte das wohl im Gefühl ;-)

      Mich knickt diese Einstellung von ihm. Letzten Monat meinte er als ich das ansprach, ja stimmt, du musst mich noch mal dran erinnern # klatsch Hallo?! Gestern kam es wieder zur Sprache; seine Antwort war: Ja hast du Geld für eine Hochzeit. Ich glaube er will nicht so recht. Nur kann ich diese ganzen Bemerkungen nicht mehr hören, überwiegend von seiner Familie....

      Ist ein langer Text geworden und ich hoffe, hilfreiche Tipps zu bekommen. Danke schön mal für's durchlesen!

      • Hallo,
        wir haben gemeinsam nach ca. 2 Jahren zusammen seins entschieden, dass wir heiraten wollen (da gab es keinen Antrag und so'n Gedöns....). Wir sind dann kurz drauf zusammen gezogen und haben uns nur verlobt, weil meine Schwiegermutter noch vom "alten Schlag" ist ... man zieht unverheiratet nicht zusammen #augen. Damit sie sah, dass es uns durchaus ernst war, haben wir uns dann ca. 1/2 Jahr vor der standesamtlichen Hochzeit offiziell verlobt. Ca. 9 Monate nach der standesamtlichen Trauung fand dann die kirchliche Trauung mit allem Drum und Dran statt. Das Standesamt war uns eher unwichtig... aber ohne das geht es ja nun mal nicht.

        In unserem Freundes- und Bekanntenkreis gab es gar keine offiziellen Verlobungen mehr... ich glaube, dass ist hoffnungslos out.

        Ich vermute aber, dass Dein Partner gar nicht mehr heiraten möchte, aus welchen Gründen auch immer. Und wenn ihr nach 13,5 Jahren zusammen seins es immer noch nicht geschafft habt, zu heiraten, könnte ich mir denken, dass das auch so oder so nichts mehr wird.

        Davon ab wundert es mich, dass er als Pole unverheiratet Kinder in die Welt setzt. Die meisten Polen, die ich kenne, sind sehr streng katholisch und Kinder zu bekommen ohne zu heiraten geht gar nicht.
        LG
        Martina75

        • Hört sich bei dir alles toll an - trotz der Schwiegermutter :-)

          Er ist nicht streng katholisch erzogen worden. Seine Schwester bzw. Cousine hier in Deutschland haben auch uneheliche Kinder...

          Hab auch kein Bock mehr, ihn drauf anzusprechen. Er ist kein Mann der Taten #hicks

          Dank dir für deine Antwort.

      Wir haben uns auf Arbeit kennengelernt.

      Ich bin umgezogen, wegen nem anderen Typ und hab ihn kennengelernt. Total assi aber gut..
      Mit dem neuen Typ dann wieder in meine Heimat, da er für sich auch keine Perspektive sah.

      Vom ersten Tag an haben wir zusammen gelebt.

      Nach 6 Monaten haben wir beschlossen zu heiraten. Also kein Antrag oder sowas.

      Nach weiteren 3 Monaten fand dann die Hochzeit statt.

      Da waren wir dann 9 Monate zusammen.

      Wir haben nächste Woche den ersten Hochzeitstag und im Januar kommt unser geplantes Wunschkind zur Welt.

      Uns war es egal, was andere davon hielten, so schnell zu heiraten. Wir sind beide mehr als glücklich und das ist das, was zählt.

    • Hallo!

      Wir haben im Juli 2015 beschlossen zu heiraten und im Mai 2016 haben wir es getan.

      Ich finde, eine "Verlobung" ist es nur, wenn im Anschluss mit der Planung begonnen und dann natürlich auch zeitnah geheiratet wird.

      Ich meine, einen netten Ring kaufen und sagen "irgenwann heirat ich dich mal" kann ja schließlich jeder. ;-)

      LG Claudi

    (7) 08.08.16 - 22:03

    ... man könnte das auch so verstehen, dass er das Wichtigste bereits umgesetzt hat und das für ihn einen höheren Stellenwert hat: mit dir eine Familie gründen. Jetzt läuft das Leben, und er sieht die Notwendigkeit nicht mehr so. und er ist sich sicher, dass er es machen möchte - wenn der Zeitpunkt günstiger ist.

    Bist du mit den Kindern eigentlich irgendwie abgesichert, wenn ihm etwas passieren sollte?

    liebe Grüße!

    • So kann man es auch sehen - dennoch eine lange Zeit.

      Dafür hat er gesorgt... :-)

      • Hey,

        wenn du glücklich mit ihm bist und alles drum herum stimmt, was solls! Wenn aus dem familiären Umfeld Sprüche kommen, dann muss du vielleicht ein für alle mal ordentlich auf den Tisch hauen und klar machen, das euer Weg eben etwas anders verläuft als erwartet wird.

        Ich würde es so machen: ihm sagen, dass du dich damit abgefunden hast, dass ihr nicht heiraten werdet und dass das Thema damit vom Tisch ist. Verlobung beendet, den Ring würde ich nur noch gelegentlich tragen ;-)

        Und dann kann euer Leben so weitergehen wie es mit oder ohne Hochzeit doch sowieso weitergehen würde.
        Und er kann sich nochmals Gedanken darüber machen ob er dich nun wirklich heiraten will oder nicht. Und wenn er es doch noch möchte, muss er die Initiative ergreifen.

Liiert seit November 2008
Antrag September 2014
Standesamt November 2015
Kirche Juni 2016

Hallo,

mein Mann war vor unserer Ehe "verlobt". Warum ich das in Anführungsstriche setze? Weil es nur ein Lippenbekenntnis war.

Er war mit der Mutter seines 1. Sohnes mehrere Jahre zusammen und fast die gesamte Zeit davon verlobt. Wann immer sie ihn darauf ansprach, wann denn nun geheiratet werden würde, so wandt er sich wie ein Aal: kein Geld, unpassender Zeitpunkt... Ausreden gestand er mir, weil er nicht den Mut hatte ihr zu sagen, dass er sie einfach nicht heiraten möchte.

Ein Jahr nach deren Trennung wurden wir ein Paar und 6 Monate später waren wir verlobt. Mit Traumring und Kniefall. Nochmal 6 Monate später waren wir verheiratet. "Kein Geld" ist eigentlich kein Hindernis, wenn man wirklich heiraten möchte. Denn so richtig was zahlen mussten wir nur 190€ beim Standesamt. Dies war fix. Die Ringe, die Feier, die Fotografin, die Flitterwochen - alles kein Muss und nur den romantischen Vorstellungen geschuldet.

Nochmal ein Jahr später heirateten wir bombastisch kirchlich. 200 Gäste, Designergarderobe, Liveband, 9-stöckige Torte, was nicht alles an Gedöns, wieder Flitterwochen... und wieder alles nur unseren Wünschen geschuldet (seine übrigens auch - ich musste ihn zu nichts überreden) und nicht zwingend notwendig.

Ich will nicht sagen, dass es so auch bei euch ist. So war es einfach nur bei meinem Mann.

Alles Gute!

(13) 09.08.16 - 00:04

Nach

1 Jahr verlobt,
12 Jahre ohne Heirat verlobt geblieben,
geheiratet, weil ich es so unbedingt wollte,
1 Jahr später kam die Trennung und Scheidung...

So kann es auch gehen, wenn man den Partner zu sehr unter Druck setzt.

* 2006 kennen gelernt

* 2008 geheiratet

* nie verlobt. Wozu das gut sein soll hab ich noch nie verstanden.

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