Ich wünsche mir so sehr einen Hund - meine Partnerin ist strikt dagegen

    • (1) 09.08.16 - 18:26

      Hallo ihr Lieben,

      wie man bereits schon durch die Überschrift erkennen kann, ist mein Herzenswunsch mir einen Hund zuzulegen, meine Partnerin ist allerdings strikt dagegen.

      Ich muss etwas ausholen:

      Meine Partnerin hatte bis vor 2 Jahren selbst einen Hund, ein Jack Russell Terrier. Er ist ziemlich verzogen und meine Partnerin kam mit seinem Temperament einfach nicht zurecht. Schließlich hat sie ihn dann letztendlich abgegeben. Mit der neuen Besitzerin sind wir mittlerweile gut befreundet und da sie vor einigen Wochen auf Reha musste, haben wir uns entschlossen auf den Hund drei Wochen aufzupassen.

      In den 3 Wochen habe ich bemerkt wie gut mir ein Hund tut. Ehrlich gesagt habe ich mit Depressionen und starker Antriebslosigkeit zu kämpfen. Kaum war der Hund da, war alles besser und mit jedem Tag ging es mir besser.

      Letztendlich mussten wir ihn natürlich wieder abgeben und ich habe nun den sehnlichen Wunsch doch einen Hund zu haben.

      Auch wenn ich meiner Freundin sage, dass es mir seit Jahren endlich besser geht, bleibt sie stur und ist gegen einen Hund.

      Was soll ich denn nur tun? Ich bin mit meinem Latein am Ende. Sie will keine Tierhaare in der Wohnung...etc. etc....

      Ich denke schon drüber nach es trotzdem einfach zu machen, aber ich weiß nicht ob das Sinn macht.

      Wie überredet man solche Menschen?

      Peinlich solche kindlichen wie du!

Pudel eignen sich da sehr gut. Die haben Haare, die nach dem Ausfallen im Fell hängen bleiben und sind grundsätzlich ganz tolle Hunde. Wir haben einen Toypudel, schau mal hier:

http://www.tierfreund.de/pudel/

Aber Tiere sind eben wie Kinder, die nie erwachsen werden und man hat rund um die Uhr Verantwortung. Urlaube, Arbeitszeiten... alles kann zum Problem werden. Auch wenn du mal eine depressive, lustlose Phase hast, vielleicht möchte sie dann einfach nicht die Hauptverantwortung übernehmen müssen (Gassi gehen bei Wind und Wetter und mehrmals am Tag), auch sind Tiere kostenspielig...

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr eine Lösung findet! :)

Statt einem eigenen Hund könntest du Pate eines Tierreich Hundes werden und mit diesem und anderen Hunden Gassi gehen, sie besuchen und sich um ihn kümmern. Das ist eine gute Gelegenheit zu testen,ob du das dauerhaft auch durchziehen könntest, die Verantwortung für einen Hund zu tragen und die Mitarbeiter im tierheim freuen sich immer über solche Hilfe. Außerdem kannst du jederzeit von der Patenschaft zurück treten, wenn es doch nicht geht und tierhaare gibt's dann auch nicht in der Wohnung. Denk mal drüber nach.

Hi,

ein Airedale Terrier oder Welch Terrier ( kleiner) harrt 0,0, muss halt regelmäßig zum Frisör#cool

Die Hunde sind sportlich und der Airedale sehr ruhig im Haus, bellt kaum und ein toller Familienhund!!!!! Hat auch nicht ganz so viel Hummel im Po wie der Welch.

Vielleicht wäre das eine alternative für Euch?

lg
lisa

Es hat keinen Sinn, jemanden, der aus welchen Gründen auch immer (und ich wette die Haare sind ein vorgeschobener Grund) keinen Hund mehr haben möchte, zu versuchen ihn doch dazu zu überreden. Sie hatte einen Hund und hat ihn abgegeben. Sie wird definitiv nicht wieder einen haben wollen. Daher sind Vorschläge zu wenig haarenden Hunden keine Lösung, denn sie WILL keinen Hund mehr. Deshalb solltest du auch nicht versuchen, sie dazu zu überreden. Denn sie weiß genau, welche Verantwortung man mit einem Haustier hat, dass etwa 20 Jahre ein Mitglied der Familie sein wird. Jeden Tag mindestens 3 mal Gassi gehen (auch bei Schnee, Regen und eben bei JEDEM Wetter), Haltungskosten, Futter, jeden Tag (auch wenn man selber keine Lust hat) mit ihm spielen und ihn beschäftigen, wer kümmert sich im Urlaub oder wenn man mal einen Tag nicht da ist (der Hund muss ja trotzdem 3 mal täglich Gassi), Tierarzt kosten, und jeder Hund haart natürlich auch, also muss man öfter putzen. All das muss einem klar sein, wenn man einen Hund haben will. Sie weiß das und sie will diese Verantwortung nicht mehr. Und sie weiß auch, dass all die Arbeit an ihr hängen bleiben wird, wenn du dich wegen der Depression nicht kümmern kannst. Also lasst es und such du dir erstmal eine Patenschaft für einen Hund, mach das ein Jahr und dann überlege noch mal, ob du diese Verantwortung jeden tag für viele Jahre tragen kannst (auch ob du das gesundheitlich auch in schlimmen Phasen der Depression leisten kannst).

  • (16) 10.08.16 - 14:06

    Schon mal etwas von Therapie-Hunde gehört? Es müssen noch nicht einmal ausgebildete Hunde sein, de enorm kosten!
    Das kann für eine Person eine großartige Möglichkeit sein, wieder ein besseres Leben zu führen.

    Hier kann man z.B. mit dem Züchter eine Vereinbarung treffen, wenn es nicht funktioniert, eine Möglichkeit hat, den Hund wieder abzugeben. Seriöse Züchter machen das nämlich!

    lg
    lisa

Die Idee mit dem Tierheim finde ich gut. Die suchen immer freiwillige, die mit den Hunden Gassi gehen. Und die Hund haben Auslauf und Zuneigung mehr als verdient.

(18) 10.08.16 - 07:20

Mach es nur, wenn Du mit den Konsequenzen leben kannst... im Zweifelsfall könnte sie euch/Dich raus schmeissen oder selbst gehen.

Hallo,

"Ich denke schon drüber nach es trotzdem einfach zu machen, aber ich weiß nicht ob das Sinn macht."

Das macht überhaupt keinen Sinn. Das würde zu 100 % auf Kosten des Hundes gehen.
Deine Partnerin hat dir mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass in ihrem Leben ein Hund keinen Platz (mehr) hat. Außerdem finde ich es persönlich sehr verwerflich dem Tier gegenüber, es erst selbst zu verziehen und es dann aufgrund dieser Verzogenheit wegzugeben. Aber das ist nicht das Thema.
Ich denke, du musst dich damit abfinden, dass deine Partnerin keinen Hund mehr in ihren vier Wänden akzeptiert. Wenn du einen Hund auf Biegen und Brechen anschaffst, provozierst du wahrscheinlich tägliche Kriegsschauplätze zwischen euch und das Klima wird dadurch vergiftet. Inwieweit das eurer Partnerschaft zuträglich wäre, ich weiß nicht.
Nicht selten endet es damit, dass der Hund wieder abgegeben werden muss.

Ich persönlich war in einer ähnlichen Situation wie du. Mein Mann konnte sich nicht vorstellen, einen Hund zu haben. Grund dafür war, dass er als Kind böse von einem Collie angefallen und zugerichtet wurde. Zum Auslöser kann man heute nichts mehr sagen.

Ich bin vor Jahren in den örtlichen Tierschutzverein eingetreten und habe angefangen, im Tierheim Hunde auszuführen. Allerdings hat mir mein Mann in Aussicht gestellt, so es mit einem Hauskauf klappt, einen Hund anschaffen zu können. Also keine komplette Ablehnung, sondern ein Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels.
Langer Rede, kurzer Sinn: wir konnten dann im Jahr 2012 unser Häuschen mit großem Grundstück erwerben und ich habe mit dem Tag des Einzugs meinen alten Patenhund, den ich bereits über ein Jahr als ehrenamtliche Gassigängerin betreut habe, adoptiert.
In der Zeit des Gassigehens sind sich bereits mein Mann und der Hund näher gekommen. Mein Mann hat sich mit dem Gedanken angefreundet, dass nicht alle Hunde beißen.
Es war der Beginn einer ganz tollen Freundschaft zwischen meinem Mann und unserem Fritzi. Leider mussten wir ihn aufgrund einer schweren Nierenerkrankung im Dez. vorigen Jahres gehen lassen.
Im Januar d. J. haben wir unseren zweiten Tierschutzhund aus Rumänien adoptiert und bereits jetzt sind mein Mann und er ein Herz und eine Seele.
Allerdings kann man meine Situation nicht mit deiner vergleichen, weil deine Partnerin völlig dicht macht.

Geh noch einmal in dich und überlege, ob sich nicht ein Tierheimhund über viele Gassigänge mit dir freuen könnte. Der nächste Weg sollte dich ins örtliche Tierheim führen.

Alles Gute

Nici

Du bist labil und deine Partnerin hat keinen Plan von Hundeerziehung. Dieser Mischung würde ich keinem Hund aussetzen.

Gruss
agostea

Überreden kannst und solltest du deine Frau nicht, das geht IMMER schief. Ich war jahrelang ehrenamtlich im Tierheim tätig und du hast keine Vorstellung davon, wie viele Tiere im Tierheim landen (bestenfalls), weil der Partner es swieso nie wollte und es letzten Endes doch wieder abgegeben werden muss.

Wichtig für eine solche Entscheidung ist immer: Wer will den Hund und wer muss sich darum kümmern? In eurem Fall möchtest du den Hund. Wärst du in der Lage, dich alleine um den Hund zu kümmern? Kannst du ihn mit zur Arbeit nehmen, dass Gassisgehen alleine abbilden und die zeiten für die Hundeschule erübrigen? Wenn ja, dann kannst du deiner Frau vielleicht den Vorschlag nahebringen, dass du dich alleine um den Hund kümmerst.

Sollte aber die Hauptarbeit an ihr hängen bleiben, insbesondere in deinen "schlechten" emotionalen Phasen, dann lass die Finger davon. Dass der Hund bei dir für drei Wochen ein Hochgefühl ausgelöst hat muss nicht heißen, dass das IMMER so ist. Und wer kümmert sich dann um den Hund? Auch Hunde sind mal anstrengend und nervig, werden mal krank und verursachen Sorgen. Wie gehst du dann damit um?

Die beste Lösung wäre meiner Ansicht nach, wenn du erst einmal für ein Jahr als freiwilliger Gassigeher ins nächstgelegene Tierheim gehst. Hältst du es durch, das Gassigehen und Kümmern für ein Jahr zuverlässig und regelmäßig zu übernehmen, dann könnt ihr vielleicht über einen Hund nachdenken. Aber nur, wenn deine Frau bis dahin ihre Meinung ändert...

Man überredet Menschen nicht, vor allem nicht, wenn der Leidtragende am Ende ein Lebewesen ist.

Sie hatte Probleme mit dem Hund, dies erkannt und die Konsequenzen gezogen, was in dieser Hinsicht eine erwachsene Entscheidung war. Die zweite richtige Entscheidung ihrerseits ist, dass sie ehrlich ist und den Fehler nicht wiederholt.

In deinem Fall finde ich es auch bedenklich. Drei Wochen mit einem Hund, der nun von der Besitzerin wahrscheinlich auch einiges an Erziehung genossen hat und Jahre mit einem eigenem Hund, den man entweder erziehen muss oder in Situationen die Erziehung zumindest auffrischen, sind zwei paar Schuhe. Das eine sind emotionale Ferien, wie du selber bemerkt hast... rosarote Brille, halt. Das andere ist Arbeit, auch mal Frustration und Wut, Bedenken und Zweifel. Und die Aufgabe kann den Karren aus dem Dreck ziehen, wenn man deine Antriebslosigkeit mal salopp umschreiben sollte, aber ein Hund ist kein Experiment und mit Depressionen, mangelnder Erfahrung und Unterstützung hast du einfach nicht die beste Voraussetzung.

Der Umgang mit Tieren wirkt sich trotzdem sehr positiv aus, das muss deswegen kein eigenes sein.

Deshalb würde ich auch sagen, dass du dich in einem Tierheim bewerben solltest und dort aushelfen. Die Verpflichtung kann dir mit der Antriebslosigkeit helfen, die Tat für das Selbstwertgefühl und der Kontakt mit Tieren für dein Wohlbefinden. Du kannst nach Absprache auch den Einsatz abschätzen: wenn du viel leisten kann, gehst du öfters und wenn du dich überfordert fühlst, beschränkst du die Regelmässigkeit.

Wichtig ist einfach, dass du zuverlässig und im Umgang korrekt und ehrlich bist.

Die Erfahrung kann dir auch helfen in ein paar Monaten oder einem Jahr nochmals über die Bücher zu gehen.

Hallo,

Deine Partnerin wirst Du nicht überreden können und sie vor vollendete Tatsachen stellen, geht gar nicht.

Wende Dich ans nächste Tierheim und geh mit den Hunden dort spazieren, beschäftige Dich mit ihnen - das tut Dir gut und den Hunden dort erst recht.
Zieh das ein Jahr durch, bei jedem Wetter und jeder Laune und dann kannst Du sehen, ob Dein Wunsch nach einem eigenen Hund immer noch so groß ist.

LG
Karin

Hallo!

Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich und unsere zwei Kinder wünschen uns sehr einen Hund aber mein Mann absolut nicht. Wir haben so viele Male darüber gesprochen. Es wäre für alles gesorgt. Es ist keine Schnellentscheidung sondern wurde reichlich überlegt. Er will es nicht mehr hören. Ich weiß auch nicht wie und wann das enden soll das Thema Hund aber wir drei sind wirklich traurig und würden uns sehr über einen Hund freuen. Ich wünsche dir alles Gute und dass du dir einen Hund anschaffen kannst. Ich bin mit vielen Tieren aufgewachsen und für mich ist das wunderschön.

Alles Liebe

Gabi

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