Was würdet ihr machen?

    • (1) 15.08.16 - 13:14

      Hallo,

      ich schreibe hiermit an Männer und Frauen aber vorallem an die Leute die verheiratet sind und selbst auch kämpfen würden.

      Mein Mann und ich sind seit 2 Jahren verheiratet und haben einen Sohn der nicht einmal 1 Jahr alt ist. Mein Mann und ich haben viel gemeinsam und er ist ein super Papa. Die meiste Zeit ist er auch ein guter Ehemann. Er kann nur nicht streiten wie ein Erwachsener. Manchmal wird er schnell sehr laut und hört einfach nicht auf zu fluchen. Ihm ist dann auch egal wer dabei ist oder es hört. Wenn ich mal nen Fehler mache, merke ich das schnell und kann mich nicht vertragen. Er will nichts hören und wird beleidigend und tut so als sei ich der schlimmste Mensch. Er macht mich nach und wenn ich was sage macht er....hm hm ja klar...er achtet mich dann gar nicht und haut auch gegen Türen etc. Ich kann vor im weinen...alles egal.

      Nach so einem Streit können wir sehr gut reden und er sagt er versteht es selbst nicht. Er will so nicht sein und kann nicht anders. Ich habe manchmal Angst vor ihm. Ich bin so traurig. Alles könnte so traumhaft sein. Er will sich ändern aber kann man sowas lernen? Ich träume von Familie und mehrern Kindern aber werden wir das schaffen. Will nicht das er vor den Kindern so tobt.

      Was sagt ihr denn dazu? Und wie läuft bei euch Streit ab?

      • Er kann lernen, seine Wut in dem Moment in andere Bahnen zu lenken. Vielleicht hilft es ihm, dann einfach den Raum zu verlassen und still in sich hinein zu grummeln? Fluchen kann man ja auch, ohne dass es Dritte hören. Denn spätestens mit zwei Jahren wird Euer Sohn wohl das eine oder andere Schimpfwort aufschnappen.. und erklär dem Kind dann mal, warum der Papa sich verbal wie ein betrunkener Bierkutscher benehmen darf und er selbst nicht. :-)

        Hilfe bei cholerischem Verhalten (also schnelles und sehr extremes Aufbrausen/Ausrasten) gibt es auch bei Einzel-, Paar- oder Familientherapeuten.

        Es ist aber etwas, was ER ändern wollen muss, nicht etwas, was Du beeinflussen oder ihm abgewöhnen kannst. Das heisst, Du kannst ihm Hilfe suchen oder anbieten, wenn er aber alles ablehnt und sich auch sonst nichts tut, wirst Du einsehen müssen, dass er sich gar nicht ändern will, weil ihm der Aufwand zu gross ist.

        • Danke für die schnelle Antwort. Er will es zu 100 Prozent ändern und es hat sich in den letzten Jahren auch gebessert. Er nutzt keine Schimpfwörter aber er tut so als sei er immer schuld und redet mir ein wäre ich nicht so würde er jetzt nicht so sein und und und. Er sagt auch im Streit das er nicht weiß warum er was ändern soll da er eh den Stempel auf dem Kopf hat und sowas. Das stimmt auch etwas. Habe manchmal echt Angst das er gleich tobt, weil es ja oftmas so gewesen ist. Er liebt uns sehr und würde alles für uns machen aber dieses Verhalten macht mich so unglaublich traurig und verunsichert mich sehr

      Hallo,

      das ist ein Choleriker, den änderst Du nicht, das ist eine Eigenschaft, die meist erst im höheren Alter verschwindet.

      LG

    ich kenne so ein Verhalten von meinem Freund auch, allerdings geht es da nie um mich, ich bin nie Auslöser, ich werde auch nicht angegangen, ich hatte noch nie Angst vor ihm, aber er kann extrem schlecht seine Wut kontrollieren und ist dann auch sehr bockig während man sonst mega gut und reflektiert mit ihm reden kann.

    Steckt er da drin, kann er es nicht wirklich kontrollieren. Wir haben jetzt für uns nach und nach versucht, Mechanismen zu schaffen, damit umzugehen. Wenn ich frühzeitig merke, dass es wieder in die Richtung geht, sage ich ihm das und er nimmt dann seine Globuli. Ob die wirken oder nicht ist mir shit egal, aber ihm helfen sie sich zu kontrollieren und nicht tiefer in die Wutphase zu sacken.
    Zusätzlich lasse ich ihn dann ganz in Ruhe, zicke nicht dagegen und körperliches Auspowern hilft dann auch.

    Jetzt war sehr lange Zeit Ruhe muss ich sagen. Bleibts so, ist es gut, titscht er das nächste Mal aus gehts zum Therapeuten.

    Lichtchen

    Ich drösele mal auf...
    Dein Mann flucht - okay, das kann ich auch. Wenn ich in Rage gerate, möchte ich mir selber nicht begegnen.
    Meine Enkelin grinst schon immer, wenn sie mit mir Auto fährt und mir nimmt einer die Vorfahrt....aber sie hat noch nichts angenommen #cool

    Dein Mann wird beleidigend und äfft Dich nach. Spätestens dann hätte ich ihm schon ein Trumm nachgeschmissen - und zwar mit Schwung. DAS geht garnicht. Gottseidank hat das mein Mann nie gemacht, denn damit bringt man mich auf 500 - wie Dich eben auch.
    Mein Vorschlag: Wenn er sich derart pubertär benimmt, dann lass ihn stehen - und geh oder fahr weg mit Deinem Baby, konsequent. Und komm erst einige Stunden später wieder. Dann dürfte er sich abgekühlt haben und dann machst Du ihm so kalt wie möglich klar, dass man gerne mal streiten kann, aber ab sofort nicht mehr auf dieser Basis.
    Und vergiß die Heulerei. Die mag ich im Streit bei anderen nicht und meinen Mann hätte ich damit auch nicht beeindruckt.

    Ich war 35 Jahre verheiratet und bei uns hat es selbstverständlich in der langen Zeit auch oft genug geblitzt und gedonnert. Aber NIE wurde einer von uns dem anderen gegenüber persönlich verletzend - auch nachäffen oder ähnliches gab es nicht.
    Bevor Du von weiteren Kindern träumst, müsst ihr da schon erstmal eine Basis finden.
    Es kann nicht angehen, dass Du Angst vor Deinem Mann hast - hatte ich nie.
    Hör mal damit auf, weinerlich und ängstlich und traurig zu sein - sondern reagiere mal so, dass er sich wundert. Ich denke mal, das braucht er eher.
    Wenn man mit ihm reden kann, dann mach ihm ruhig und vernünftig klar, entweder du hast dich besser im Griff - oder ich weiß nicht, wie ich mit dir weitermachen kann. Er muss Dich ernstnehmen; das ereicht man bei Cholerikern keinesfalls mit Tränen.
    LG Moni

    • Hey, danke für den Tip. Bin normal auch keine Heulsuse aber er trifft mich dann so sehr, dass ich verzweifel zumal ich dann daran denke wie schön doch alles ist und wie glücklich wir eigentlich sind. Werde es beim nächsten mal so versuchen und vorallem selbst versuchen cool zu bleiben. Mal sehen. Ich hätte so gern ein 2tes Kind aber natürlich nur wenn der Rest passt. Nach unserem letzten Streit war ich drauf und dran aufzugeben aber am nächsten Tag konnten wir so gut reden und er hat sich entschuldigt und will autogenes Training machen um besser mit gehäuften Belastungen umzugehen. Er ist in Schichten tätig und hat sehr oft viel Schlafmangel. VG

      • Mein Mann arbeitete auch Schichten, manchmal sogar Doppelschichten, um Überstunden zu sammeln für sein Saison-Nebengewerbe (Tontechnik), Schlafmangel kannten wir gut, ich habe mitgeholfen.
        Aber trotzdem darf man nicht alles. Mal herzhaft fluchen ist ganz was anderes wie den anderen persönlich beleidigen und evtl.in seinem Schwachpunkt rumbohren.
        Oder gar nachäffen - pfffffffft - das Schlimmste, man stellt den anderen als Volldeppen hin.
        Eigentlich reicht schon "Hirnkastl einschalten" - dann braucht's nicht mal ein autogenes Training ;-)
        Wünsche euch viel Glück. Wenn er sonst in Ordnung ist, kriegt ihr das sicher hin. Er scheint ja einsichtig zu sein - dann soll er es in Gottesnamen auch umsetzen.:-)
        Frag ihn mal, welches Vorbild er abgeben will für sein Kind, in einem Jahr quatscht es alles nach #zitter
        LG Moni

        • Er ist ansonsten der beste Ehemann den man sich wünschen kann. Sonst wäre ich schon weg. Und der liebvollste Papa. Danke fürs Mut machen. Denke sobald unser Kind das nachsabbelt wird es ihm spätestens peinlich.

          Habe heute nochmal mit ihm geredet. Er ist sehr einsichtig und will uns auf keinen Fall verlieren. Er achtet nun auch drauf eher ins Bett zu gehen damit er nicht, wie so oft, nur auf 4 Stunden schlaf kommt. Er musste sich als Kind sehe verseidigen...vor seinem Vater... sowas sitzt aber ist keine Ausrede...das weiß er. Ich habe nun Hoffnung aber werde konsequent sein falls ich das Gefühl habe das es nichts wird. Das weiß er nun auch. Werde selbst an mir arbeiten, nicht zu weinen und nicht um Frieden zu betteln. Will mich nicht zum Affen machen und hinterher kriechen. Er kommt schon runter. Mal sehen aber da sonst alles zwischen uns stimmt lohnt es sich wohl zu kämpfen. Andere hätten auch Fehler..so wie ich auch meine Fehler habe. LG

          • Es lohnt sich immer zu kämpfen - solange keine Gewalt im Spiel ist. Da bin ich kompromißlos.
            Kriechen brauchst Du ganz sicher nicht. Du bist seine Frau und Mutter seines Kindes - und da hat er nicht zu äffen.
            Sicher haben wir alle Fehler - ausnahmslos - aber ein Zusammenleben muss möglich sein, ohne dass einer immer der Verlierer ist.
            LG

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