Eifersüchtige Nachbarin des Partners...?

    • (1) 16.08.16 - 15:17

      Liebes Forum, lange mitgelesen, nun habe ich auch eine Frage...

      Seit gut 6 Monaten bin ich mit einem Mann zusammen, mit dem ich - ich hätte es nicht für möglich gehalten - eine sehr tiefe und innige Beziehung führe. Es passt einfach - alles. Unsere Beziehung bahnte sich zunächst durch ein Forum an, in dem wir einige Gemeinsamkeiten feststellten, wir schrieben uns täglich lange Mails, zuerst eher sachlich, dann immer persönlicher, bis er nach 4 Wochen ein Treffen vorschlug. Als ich eine Woche später auf dem Bahnhof vor ihm stand fühlte ich mich sofort in seiner Gegenwart wohl. Das Gefühl bestärkte sich in den folgenden Tagen, in denen wir uns sehr nahe kamen...so nahe, wie ich noch nie zuvor jemandem war.

      Er lebt knapp 300KM von mir entfernt, wir sind aber schon etwas reifer, 46 und 55, so dass wir diese Distanz (noch) als Bereicherung empfinden und unsere jeweiligen Freiräume ausleben können. Dadurch dass er Frührentner ist, ist er oft für Wochen bei mir, ich freue mich abends immer darauf, nach Hause zu kommen und bereits im Hausflur sein Lächeln zu sehen und in seine Arme zu fallen. Wenn wir nicht zusammen sind haben wir täglich Kontakt - telefonisch, WhatsApp, Mails - und es ist einfach sehr schön und harmonisch, ich bin rundum glücklich - er ebenso.

      Nun war ich vor einigen Wochen für 10 Tage bei ihm und lernte dabei auch Freunde und Bekannte von ihm kennen. Unter anderem waren wir bei seiner Nachbarin, eine ältere Dame von 78, zu der er schon seit 18 Jahren ein gutes Verhältnis hat - seit 3 Jahren, nach dem Tode ihres Mannes etwas intensiver - zum Frühstücken eingeladen. Er sagt, er wäre der "Ersatz-Sohn" für sie und ihren Mann gewesen, es handelt sich also, verstand ich, um eine engere Beziehung. Ich suchte also schon vorher ein Mitbring-Geschenk aus und freute mich, sie kennen zu lernen. 2 Tage vor dem Frühstück sagte sie plötzlich ab, mit der Begründung, sie müssen in den Garten. Dieser liegt aber nur etwas 3 KM von der Wohnung entfernt und es erschien mir eher eine Not-Ausrede zu sein. 5 Tage später traf er sie beim Brötchen holen vor der Haustür und sprach sie an, ob sie nachmittags Zeit hätte, mich kennen zu lernen. Sie verneinte, sie habe nur einen Arzttermin und müsse später wieder weg. An diesem Nachmittag jedoch sah er sie in der Eisdiele sitzen. So langsam kam mir der Verdacht, die Dame ist eifersüchtig. Als er nun gestern Morgen, nach einem Wochenende bei mir nach Hause fuhr, warf er beiläufig ein, dass sie ihn am Freitag Morgen angerufen hatte, ob er 2 lange Schrauben hätte, und ob er nicht kurz zu ihr kommen möchte. Er ging zu ihr und sie klagte plötzlich über Arthrose, ein Bluterguss am Knie, der wohl operiert werden sollte, ein verstauchtes Handgelenk und das Tablet, das sie 3 Wochen zuvor von ihrem Neffen geschenkt bekommen hatte, könne sie auch nicht mehr bedienen, weil sie vergessen hatte, wie man sich einloggt.

      Ist sie nun wirklich hilfsbedürftig? Oder ist das ihre Art, ihn an sich zu binden? Mich auszuspielen? Das Gefühl habe ich. Sorry, nicht sehr nett, aber es ist schon recht eindeutig, finde ich.

      Und wie gehe ich nun damit um?

      Er sagt, er "braucht" sie, damit sie nach seiner Wohnung schaut, wenn er lange weg ist. Ich meine aber, ein solches Verhältnis kann man auch pflegen, ohne persönliche Beziehung wie Kaffeetrinken oder gemeinsam frühstücken - normalerweise ist es für mich kein Thema, wenn mein Partner Freundinnen hat - so lange sie mich auch als Partnerin akzeptieren, was in diesem Fall aber ganz klar nicht gegeben ist, ganz im Gegenteil, die Dame beansprucht eine Exklusivität für sich, die m.E. in dieser Konstellation fehl am Platz und ungesund (darf ich "eklig" sagen?) ist. Sie ist ja genau genommen nicht seine Mutter, nicht mit ihm verwandt. Und das Verhalten, ihm einerseits nicht eine Beziehung zu gönnen und seine Partnerin so offen auszuschließen, ist ziemlich perfide.

      Das ist gerade bei uns eine heftige Zerreißprobe, weil er mir das Gefühl gibt, ich würde es überzogen sehen, aber ich merke, dass mich es unglaublich gegen den Strich geht, dass er sich (er ist jetzt für 2 Wochen zu Hause wg. Renovierungsarbeiten) zu ihr gesellen könnte und so tut, als wäre alles in Ordnung, alles wie immer, bei ihnen. Ihr quasi in ihren Gefühlen und Handeln bestätigt.

      Ich habe ihm heute Morgen ziemlich klar gesagt, dass ich von ihm erwarte, dass er diesen Kontakt - unter den gegebenen Umständen - auf eine Zweckbeziehung einschränkt und wenn nicht, dass es für mich Anlass geben würde, die Beziehung zu ihm zu überdenken.

      Für Eure Kommentare und/oder Meinungen wäre ich sehr dankbar - egal welche Art.

      Danke und herzliche Grüße,
      waldjaegerin

      • >>>Ich habe ihm heute Morgen ziemlich klar gesagt, dass ich von ihm erwarte, dass er diesen Kontakt - unter den gegebenen Umständen - auf eine Zweckbeziehung einschränkt und wenn nicht, dass es für mich Anlass geben würde, die Beziehung zu ihm zu überdenken.<<<

        Das ist sehr dreist von dir gewesen. Wenn mir jemand derart die Pistole auf die Brust setzen würde, würde ICH überdenken, was mir diese Beziehung in dieser Hinsicht noch alles an Ärger einbringen kann.

        • Da magst Du Recht haben.

          Ich ärgere mich einfach inzwischen sehr darüber, dass er immer - und das auf den letzten Drücker, bevor wir nach gemeinsam verbrachter Zeit - erzählt, dass er mit ihr in der Zeit so und so oft telefoniert hat und dass sie nun eifersüchtig reagiert hat - und mir somit keine Chance gibt, in Ruhe mit ihm darüber zu reden. Ich fühle mich ein wenig wie ein Spielball in diesen Momenten.

          • >> - erzählt, dass er mit ihr in der Zeit so und so oft telefoniert hat und dass sie nun eifersüchtig reagiert hat...<<

            Ich frage mich, wer hier eher eifersüchtig ist... Die Nachbarin auf dich oder nicht du eher auf die Nachbarin? #kratz

      Warum ist Dir wichtig, dass sie Dich herzlich und offen aufnimmt? Du sagst ja selbst, sie ist nicht mit ihm verwandt, aber er braucht sie irgendwo auch. Eifersucht sehe ich da erstmal keine, das ist lediglich eine Unterstellung.

      "normalerweise ist es für mich kein Thema, wenn mein Partner Freundinnen hat - so lange sie mich auch als Partnerin akzeptieren"

      Das ist mir wiederum völlig wurscht, das sind ja nicht meine Freundinnen. ;-)

      Hallo

      18 Jahre Freundschaft/enge Nachbarschaft sind schon eine Hausnummer.
      Natürlich hat sich die Beziehung durch den Tod des Mannes intensiviert.
      In diesem Alter ist das Umfeld doch meist recht klein.Sie möchte dich nicht kennenlernen.Wo ist das Problem?
      Ob sie nun eifersüchtig auf dich ist oder schlicht Angst hat ihren langjährigen Vertrauten zu verlieren macht keinen Unterschied.
      Nachvollziehbar ist ihr Verhalten schon.

      Warum reagierst du derart einschränkend? Wenn ich dein Partner wäre, würden bei mir nach dieser sehr kurzen Beziehungsdauer ,Alarmglocken schrillen.

      Für mich reagierst du eindeutig zu heftig und über griffig.Neigst du zum Klammern?

      L.G.

      • Mit dem ersten hast Du absolut Recht.

        Mit den Einschränkungen habe ich gar nicht angefangen. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, sie kennen zu lernen, wenn sie nicht eingeladen hätte.

        Ich kenne nun nicht alle seine Freunde/Freundinnen - er bestimmt, wann und wie und ob ein Treffen stattfinden soll. Ob er sich nun mit einem Mann oder einer Frau trifft, er erzählt immer sehr nett und begeistert von den Treffen und ich spüre, er hat tolle Freunde.

        Ich bin kein Klammeraffe. Eher im Gegenteil - in dieser Fernbeziehung habe ich mich bisher auch wohl gefühlt. Ich habe aber kein Verständnis für klammernde "Schwiegermütter" und "Söhne", die in dem Fall keine klare Kante machen können.

    <<<aber ich merke, dass mich es unglaublich gegen den Strich geht, dass er sich (er ist jetzt für 2 Wochen zu Hause wg. Renovierungsarbeiten) zu ihr gesellen könnte >>>

    Wer klingt denn jetzt "eifersüchtig"?

    <<<Ich habe ihm heute Morgen ziemlich klar gesagt, dass ich von ihm erwarte, dass er diesen Kontakt - unter den gegebenen Umständen - auf eine Zweckbeziehung einschränkt >>>

    Du erwartest dass er eine Freundschaft mit jemandem aufgibt, nur weil Du die Person nicht leiden kannst, und sie Dich augenscheinlich auch nicht?

    Ohne das nun böse zu meinen.....aber vielleicht hat die alte Dame mit dem was sie scheinbar in Dir sieht nicht ganz unrecht wenn Du wegen einer solchen Lappalie gleich so pikiert reagierst.

    • (9) 17.08.16 - 06:37

      <<<<Ohne das nun böse zu meinen.....aber vielleicht hat die alte Dame mit dem was sie scheinbar in Dir sieht nicht ganz unrecht wenn Du wegen einer solchen Lappalie gleich so pikiert reagierst.<<<<

      Genau DAS habe ich mir auch gedacht....

      Wenn man bei mir so albern und dreist reagiert bzw. etwas fordert und das auch noch in diesem Alter, würde ich ernsthaft darüber nachdenken wie wohl der wahre Charakter meiner Partnerin ist.Eine Fernbeziehung ist wohl, wenn, ganz gut so #schein

Hallo,

sorry, aber ich finde, du übertreibst. Ich kann verstehen, dass diese frau Angst hat, dass durch dich das gute Verhältnis zu deinem Partner kaputt geht. Sie ist 78 und wird dir wahrscheinlich nicht den mann an sich streitig machen. Vielleicht hat sie nur Angst ihn durch dich zu verlieren ... Was ja ausweislich deiner Reaktion auch nicht ganz unbegründet ist. Warum bitte soll dein Partner, wenn er zu Hause ist, nicht auch zu ihr gehen? Weshalb bitte soll er seinen Kontakt auf eine Zweckbeziehung beschränken, wenn er sich doch bereits seit vielen Jahren gut mit ihr versteht und sie ein vertrautes Verhältnis haben, sich gegenseitig helfen?

Du reagierst in meinen Augen völlig überzogen und solltest eher aufpassen, dass du diese tolle Beziehung zu deinem Partner durch dein Verhalten nicht gefährdest.

Ich verstehe, dass du das Verhalten der Nachbarin etwas eigenartig findest und vielleicht hast du sogar Recht, dass sie dich nicht kennen lernen wollte. Das mag dir ein komisches Gefühl bereiten, aber es hat nichts mit der Freundschaft deines Partners zu dieser Frau zu tun - jedenfalls sehe ich das so.

Gib ihr doch einfach noch etwas Zeit. Vielleicht muss sie sich tatsächlich erst an den Gedanken gewöhnen, dass er eine (neue) Partnerin hat. Mir wäre - an deiner Stelle - an einem guten Verhältnis zu der Nachbarin gelegen ... oder aber an gar keinem, wenn sie nicht möchte. Aber selbst das würde ich meinem Partner zu liebe nicht irgendwie negativ belasten. Schau doch einfach mal, wie sich das in der kommenden Zeit entwickelt und was überhaupt dahinter steckt. So lang seid ihr ja noch nicht zusammen und letztendlich sollte auch in einer Beziehung jeder er selbst bleiben dürfen.

Ich hoffe, dass du deine Reaktion deinem Partner gegenüber nochmal überdenkst und ihr da ggf. zusammen einen Weg findet ein gutes Verhältnis zu seiner Nachbarin aufzubauen.

VG

Hallo,

meine Nachbarn (auch jenseits der 70) haben mich praktisch adoptiert. Und ja, auch wir brauchen uns zum Blumen gießen, Wohnung hüten, Handwerker betreuen, Wasseruhr ablesen und sicher eine Menge mehr, die mir gerade nicht einfällt. Auch wir trinken mal einen Kaffee zusammen oder grillen auch. Ich finde das überhaupt nicht merkwürdig, gleich gar nicht eklig. Das ist ja nun keine Sexbeziehung.

Vielleicht ist die Nachbarin wirklich eifersüchtig auf dich. Er ist jetzt mehr bei dir als zu Hause. Sie hat dementsprechend weniger Gesellschaft. Vielleicht kannst du sie im Treppenhaus mal ganz zufällig :-p abpassen und ein paar Worte mit ihr wechseln. Kann sein, ihr werdet euch doch sympathisch.

Viele Grüße

Heike

ich habe ihm heute Morgen ziemlich klar gesagt, dass ich von ihm erwarte, dass er diesen Kontakt - unter den gegebenen Umständen - auf eine Zweckbeziehung einschränkt und wenn nicht, dass es für mich Anlass geben würde, die Beziehung zu ihm zu überdenken.
.............................

Ich würde Dir nen Vogel zeigen! Erpressung geht nie gut!

Ja, ich denke Du reagierst völlig über. Sie muss doch nicht mit Dir Kaffee trinken oder frühstücken, trotzdem kann er doch einen guten Kontakt haben, wenn sie sich schon jahrelang kennen.
Du weißt nicht, warum diese Frau so ist, kennst die Hintergründe nicht, aber Eifersucht ist es bestimmt nicht.
Zeig Größe, geh beim nächsten Mal hin, klingel, stell Dich vor und sag, dass es schade war, dass es beim letzten Mal nicht geklappt hat...nett und freundlich. Da wird sie Dir sicher nicht die Tür vor der Nase zuschlagen.

  • Danke für die Antwort.

    Es ist keine Erpressung, sondern mein voller Ernst.

    Ich habe dieses Treffen nicht gewollt oder erwartet. Sie hat eingeladen - und wieder ziemlich klar ausgeladen.

    Ich hatte damals auch überlegt - nach diesem ganzen Trara mit ihr - dass ich das nächste Mal, wenn ich bei ihm bin, bei ihr zu klingeln und mich vorzustellen. Ihr somit zu zeigen, dass ich, wenn ich da bin, weder ein Zusammensein im Wege stehe, noch eine Bedrohung für ihre Freundschaft bin, sondern für sie eine weitere Kontaktperson sein könnte, die sie auch gerne besucht. Nach der vehementen Ablehnung 5 Tage später meine ich, dass dies keine gute Idee ist. Ich möchte nicht in ihre Privatsphäre eindringen und sie aus dem Konzept bringen.

    Die letzte Aktion, allerdings, finde ich schon etwas heftiger. Ihm zu sich zu rufen und ihm vor Augen zu führen, sie ist nun kränkelnd. Weißt Du, wenn sie Hilfe braucht, soll er sie helfen, soll er da sein. Soll sie bitte offen damit umgehen. Ich bin da die letzte, die sagt, tu es nicht. Er hat seine Mutter eine Weile gepflegt und war bei seinem Onkel, als seine Frau im Krankenhaus war. Das ist das selbstverständlichste der Welt. Aber das hier ist eine andere Hausnummer. Sie sorgt unterschwellig dafür, dass er ein schlechtes Gewissen hat und das finde ich einfach egoistisch und mies von ihr. Sie gönnt ihm diese Partnerschaft nicht. Einige hier schreiben, er geht liebevoll mit ihr um. Ja, das tut er definitiv. Und das finde ich sehr schön. Aber sie nicht mit ihm. Auseinandersetzungen mit manipulativen "Schwiegermüttern" haben schon zu Scheidungen geführt, wenn sich der Mann nicht klar positionieren kann. Ich stehe ihrer Beziehung nicht im Wege. Sie unserer allerdings. Vielleicht ist bei uns jetzt auch Endstation. Dann soll es aber so sein.

    • >> Sie sorgt unterschwellig dafür, dass er ein schlechtes Gewissen hat und das finde ich einfach egoistisch und mies von ihr. Sie gönnt ihm diese Partnerschaft nicht.<<

      Und das weißt du, weil du Hellseherin bist? Was veranlasst dich zu dieser Unterstellung?

      >>Ich stehe ihrer Beziehung nicht im Wege. Sie unserer allerdings.<<
      Du suchst Probleme, wo keine sind. Die Dame ist mit deinem Partner 18 Jahre lang befreundet. Du bist gerade einmal ein paar Wochen/Monate mit ihm zusammen... Sie steht eurer Beziehung im Wege, weil sie ihren langjährigen Freund zu sich ruft und ihm erzählt, dass sie mit 78 Arthrose hat? Was für eine fiese und hinterhältige Nummer! #augen

      Ich finde es traurig, dass du so gar nicht einsehen willst, dass nicht sie das Problem ist. Du hast hier bereits zig Beiträge gelesen und bisher fiel keiner gut für dich aus. Mir persönlich würde das zu Denken geben und ich würde an deiner Stelle meine Sicht der Dinge überdenken...

... als wäre alles in Ordnung, alles wie immer, bei ihnen. Ihr quasi in ihren Gefühlen und Handeln bestätigt.

Entschuldige bitte, aber zwischen ihnen beiden IST alles in Ordnung und wie immer.
Was interessiert es eine 78-jährige (!!!!) Nachbarin, ob ihr Nachbar nebenan in 300 km Entfernung eine Freundin hat oder in China fällt ein Sack Reis um? Und was interessiert es dich, wem er handwerklich hilft oder sich zum Kaffee verabredet in deiner Abwesenheit?

SIE muss überhaupt nichts mit dir ...weder dich kennen lernen wollen, noch dich mögen. Und die einzige, die hier überzogen und EXTREM eifersüchtig reagiert, bist du. Ich habe zwar keine Ahnung warum das so ist und du eine alte Dame von 78 J. als Bedrohung ansiehst - zumal sie eure Beziehung in keinster Weise tangiert. Er kümmert sich deshalb nicht weniger um dich oder sieht dich weniger oder was auch immer. Er verbringt lediglich seine Freizeit wie gehabt.

Du hast echt einen ziemlichen Kontrolltick und nach der Ansage, die du ihm gegenüber getätigt hast, brächtest du bei mir nicht mehr ankommen. Er tut nichts Verwerfliches oder moralisch Zweifelhaftes und du maßt dir an, ihm vorzuschreiben, mit wem er wie oft und in welcher Art Umgang pflegen darf.

(16) 16.08.16 - 16:08

"wir sind aber schon etwas reifer"

Dein Freund eventuell schon, du mit Sicherheit nicht!

Mit 46 Jahren (!!!) auf eine 78jährige Dame eifersüchtig zu sein, ist dermaßen unreif und kindisch, dass sich meine Gefühle aber ganz schnell wieder abkühlen würden, wenn ich an der Stelle deines Freundes wäre. Solch eine Einmischung in private Dinge, die überhaupt nichts mit dir zu tun haben, kurzum: solchen Beziehungsblödsinn macht man vielleicht mit Anfang 20 noch mit, nicht aber mit 50+. Das allerbeste ist, wie reflektiert du dich hier darstellt und dich im Recht siehst...

Noch einmal zu den Fakten: Dein Freund hat seit fast 20 Jahren eine gereifte Freundschaft zu einer älteren Dame, die dich eventuell nicht mag und keinen Wert darauf legt, dich kennenzulernen. Na und? Bist du der siamesische Zwilling deines Freundes? Darf er sein Leben nur noch nach deinen Vorstellungen leben? Es ist schlicht und ergreifend lächerlich und anmaßend, dass du nach 6 Monaten Beziehung verlangst, dass diese langjährige und gefestigte Freundschaft nach deinen Regeln abzulaufen hat. Mich hättest du mit so einer respektlosen "Ansage" schneller vergrault, als du schauen könntest.

Wenn es sich bei der Dame, um eine junge Frau handeln würde, könnte ich dich zumindest ansatzweise verstehen...so kann ich nur mit dem Kopf schütteln...eifersüchtig auf ein Kaffeekränzchen mit einer alten Dame...Himmel hilf! Weißt du, was eigentlich eine normale Reaktion wäre? Du solltest deinem Freund deine ganze Wertschätzung dafür aussprechen, dass er sich dieser Frau so liebevoll annimmt, zumal er ja nicht ständig dort ist und viel Zeit mit dir verbringt. Was genau nimmt dir diese alte Dame denn weg?

Matea

Oh, das sind viele Antworten auf einmal. Danke.

Ich bin eigentlich ein sehr großzügiger Mensch...meinem Partner wünsche ich Glück. Dazu gehört u.a. auch die Erhaltung seines Freundes- und Familienkreises. Natürlich verbringe ich gerne Zeit mit ihm, aber er ist ja ein eigenständiger Mensch und hat - genau wie ich - das Recht auf ein Leben neben der Partnerschaft.

Mein Partner war sehr viele Jahre alleine und hat schwierige Zeiten hinter sich. Mit seinen Geschwistern hat er ein sehr schwieriges Verhältnis. Ich habe sie kennen gelernt und sehe, dass er unter ihrer Ablehnung leidet, bemüht sich aber dennoch, den Kontakt irgendwie aufrechtzuerhalten. Das unterstütze ich und versuche hier einfach neutral freundlich zu sein. Zu einer älteren Tante hat er ein sehr liebevolles Verhältnis. Sie freut sich für ihn, dass er eine liebevolle Partnerin kennen gelernt hat und ich habe zu ihr ein sehr herzliches Verhältnis. Bei ihr verbringt er oft mehrere Wochen - meistens ohne mich ;-) Bei seiner weiteren Familie ist er auch sehr herzlich aufgehoben. Ich habe sie kennen gelernt und sie freuen sich über den Neuzugang. Sein Freundeskreis ist groß und denen, die ich bisher begegnet bin, einer neuen Partnerin gegenüber positiv eingestellt. Wenn mich jemand nicht mag, hat er oder sie seine/ihre Gründe, das kann ich nachvollziehen. Ich erwarte nicht, dass jede/r mit mir auskommt. Das muss eine Partnerschaft auch aushalten.

Für Psychospielchen, allerdings, habe ich keine Kraft. Ich stehe der Dame gegenüber weder unfreundlich, noch besitzergreifend gegenüber. Eine "Schwiegertochter" könnte für sie ja auch eine Bereicherung sein. Wenn sie Vorbehalte hat, kann ich das verstehen. Wenn sie mehr Zeit braucht, ist das für mich kein Problem. Oder mich gar nicht kennen lernen möchte. Kein Thema. Aber diese Spielchen - einladen und wieder ausladen, demonstrativ zeigen, dass man zu Hause ist aber ein Treffen rigoros ablehnt und dann, wenn die Partnerin weg ist, dafür sorgen dass der Mann sieht, dass man kränkelt - überschreiten eine Grenze.

Das Problem - für mich - ist nicht, dass sie es macht. Das Problem ist, dass er mitmacht, mir das Gefühl gibt, dass sie im Recht ist. Das ist für mich - diese Geschichte läuft nun schon einige Monate - ein Sch...-Gefühl.

  • (18) 16.08.16 - 16:31

    "Aber diese Spielchen - einladen und wieder ausladen, demonstrativ zeigen, dass man zu Hause ist aber ein Treffen rigoros ablehnt und dann, wenn die Partnerin weg ist, dafür sorgen dass der Mann sieht, dass man kränkelt - überschreiten eine Grenze."

    Welche Grenze wird denn überschritten? Deine oder die deines Freundes? Wenn es die Grenzen deines Freundes sind, dann ist es an ihm, seiner Bekanntschaft das mitzuteilen und nicht an dir. Diejenige, die hier Grenzen überschreitet, bist einzig und allein du, denn du bist es, die deinem Freund an einer Stelle Grenzen setzen will, die dir nicht zusteht.

    An deiner Stelle würde ich mir denken, dass die Dame wahrscheinlich etwas schrullig ist und mich - aus welchen Gründen auch immer - nicht kennenlernen will. Das würde ich akzeptieren, ohne dass es mich emotional tangieren würde.

    Warum kannst du es nicht akzeptieren, dass dein Freund diese besondere Verbindung so gestaltet, wie er es für richtig hält? Er nimmt dir nichts weg.

    Grüße
    Matea

    • Ja, normalerweise würde ich mir denken, dass sie einsam und schrullig ist. Und damit hätte sich das.

      Ich finde diese Zerreißprobe, die von ihr ausgeht einfach so unnötig.

      Ich glaube, das Hauptproblem ist, dass ich bereits ein Mal eine ähnliche Zerreißprobe mit einer besitzergreifenden Schwiegermutter hatte - und mein damaliger Freund sich nicht klar zu mir bekennen konnte. Sie hat manipuliert und vor seinen Augen gelitten, sein schlechtes Gewissen so belastet, dass er von mir erwartete, ich solle bitte Verständnis haben, dass sie mich weder kennen lernen, noch akzeptieren würde, und er deshalb immer mehr Zeit mit ihr verbringen müsse.

      Schade. Unnötig. Und ziemlich egoistisch...

      Aber ich mache so etwas nicht mit.

      • Zerreißprobe? Echt jetzt? #klatsch #rofl

        • Naja, Du magst lachen.

          Anscheinend hast Du noch keine Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht.

          • (22) 16.08.16 - 17:16

            schreibst du, dass dich eigentlich ärgert, dass er ein schlechtes Gewissen hat.
            Und wo anders schreibst du, dass es dich ärgert, dass er dir im letzten Moment Dinge erzählt, worüber du gerne mit ihm in Ruhe sprechen möchtest.

            Möglicherweise bist du bei dem Thema übersensibilisiert?

            Eigentlich könnte es ganz leicht sein: sie ist eifersüchtig und lädt ein und aus, will ihn gerne mehr für sich haben. Ihr bekommt das mit, könnt das verstehen und fühlt euch dennoch frei und unabhängig. Dann wird je nach Möglichkeit und Bedarf geholfen und manchmal auch nicht, weil es nicht passt. Wenn wirklich ein Notfall wäre, gäbe es noch andere Nachbarn, den Notarzt, etc... sie ist nicht von ihm abhängig, er nicht von ihr. Aber Freundschaft und sich gegenseitig Unterstützen ist ganz schön.

            So, aber irgendwo in dem Ganzen sind Sandkörner, die dich am meisten stören. U. a. dass er es nicht schafft, sich unbeeindruckt von ihrem Spiel zu zeigen? Oder was ist es ganz genau?

            Und aus welchem Grund setzt du ihm so unvermittelt die Zitrone, äh Pistole auf die Brust? Was hat dich dazu verleiten lassen?

            Du möchtest etwas klären und ordnen. Warum? Würdest du dich dann sicherer fühlen? Was ist dein Wunsch, der dahinter steckt?

            kannst du mir Antworten geben, dann könnte ich dich besser verstehen?

            lg

            • (23) 16.08.16 - 17:17

              oh ne, jetzt lese ich weiter oben, dass du dazu schon etwas geschrieben hast...

              hast du die alte Geschichte noch so in dir stecken, dass du die alte Dame als Konkurrenz erlebst, die eure gemeinsame wertvolle Zeit verkürzt?

          entschuldige bitte, aber ich kann diese dramatik, die du in diese situation hineininterpretierst, einfach nicht sehen.
          wenn du 12 wärst und mitten in der pubertät, dann vielleicht. aber in diesem alter?

          ich verstehe es wirklich nicht.

          • Tja, dazu kann und will ich Dich auch nicht bringen.

            Ich habe leider bereits einen Partner durch eine egoistische und manipulative Mutter verloren. Das ist kein schönes Erlebnis - wenn es eine etwa gleichaltrige Frau wäre, könnte man es nachvollziehen. Aber man fragt sich doch, warum er sich so vereinnahmen lässt, warum er nicht in der Lage ist, für ein eigenes Leben einzustehen, anstatt der Ersatzmann und an Ende der Pfleger der Mutter zu werden...und warum sie ihrerseits nicht die Freundin als Zugabe sehen kann, anstatt als Rivalin.

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