Mann sagt Hausbau ab....

    • (1) 17.08.16 - 16:32

      Hallo Ihr Lieben,

      ich bräuchte einfach mal einen rat von euch und vorallem auch mal von jemandem, der nicht so in die ganze Sacher verwickelt ist.

      Folgendes:

      Mein Mann und ich sind seit über 2 Jahren verheiratet und haben einen einjährigen Sohn.
      Da wir zur Zeit zur Miete in einem Haus wohnen haben wir uns im Frühjahr überlegt ein Haus zu bauen. Haben also vor einem Monat ein Grundstück gekauft (Über 100.000€) und wollten gestern den Hausvertrag unterschreiben, da fragt er mich, ob wir denn wirklich dorthin wollen???? Also das er da nicht hin will.....

      Der Ort liegt ungefähr 25 Minuten von seinem Heimatort entfernt, d.h. also er muss nicht alles aufgeben. Er geht dort zur Jagd, Feuerwehr,....

      Zur Zeit wohnen wir 40 Minuten von dort entfernt und er musste auch nicht alles aufgeben und führt seine Jagd etc. weiter....
      Er hat die Region sogar selber von sich aus vorgeschlagen , da wir eig erst woanders geschaut haben, aber da wollte er überhaupt nicht hin. Habe mich also ihm zuliebe auch für die andere Region entschieden.

      Für mich kommt es partout nicht in Frage in seinen Heimatort zu ziehen, da seine ganze Familie (3 Tanten, Schwester, omas, Uromas, Onkels,....insgesamt über 30 Leute) dort wohnen und seeeehr anstrengend sind und der Ort mir an sich überhaupt nicht gefällt. Hinzukommt noch, dass meine Schwiegermutter mich nicht mag, sagt ich halte ihr den Enkel vor (sie ist jederzeit gerne bei uns gesehen) nur ich fahre nicht nachmittags nachm Kiga auch noch bis dorthin um sie zu besuchen und dann wieder zurück, sie arbeitet in der Woche nämlich nicht, also kann sie auch gerne mal zu uns kommen.

      Wir hatten uns entschieden gemeinsam das Grundstück zu kaufen und haben vorgestern auch noch über Innentüren etc. gesprochen und dann kam er gestern damit an, dass er nicht unterschreiben will....

      Mein Mann fühlt sich verantwortlich die Jagd weiterzumachen, da sein Vater und Opa dies auch bereits gemacht haben und seit Vater gestorben ist, als er 14 war. er hat mir auch vorgehalten, dass ich ja nicht weiß wie das ist wenn der Vater stirbt etc....

      Ich habe meine Sachen gepackt und bin mit unserem Sohn zu meinen Eltern.

      Ich habe zu ihm gesagt, dass ich ausziehen werde und wir erstmal uns räumlich trennen sollten....

      und iwi bin ich jetzt total überfordert mit der ganzen Situation....

      mich ärgert es einfach tierisch, dass wir ein Grundstück über 100.000€ finanzieren und er sich dann einfach mal so überlegt, dass er dann da nicht hin will...Hallo??? weiß man das dann nicht vorher?

      vielleicht könntet ihr mir einfach mal sagen wie ihr die ganze Sache seht....ich weiß es it evtl. schwer das alles von außen zu verstehen....

      • Hallo,

        also ehrlich gesagt, das weiß man nicht unbedingt vorher. Ich spreche aus Erfahrung ;-). Wir hatten auch bereits ein Grundstück gekauft, waren bei verschiedenen Hausbauunternehmen und haben uns verschiedene Angebote eingeholt und dann haben wir, beide unabhängig von einander, entschieden, dass wir dort doch nicht bauen wollen. Wir haben das Grundstück wieder verkauft und bleiben in unserer Wohnung.

        Sei doch froh, dass dein mann dir vor Unterschrift sagt, dass er dort nicht hin möchte. ich finde, dass man so eine Entscheidung akzeptieren muss, auch wenn sie einem nicht passt. Ich verstehe auch dich und dass du nicht in den Ort ziehen möchtest, in dem die gesamte Verwandschaft deines Mannes wohnt. Dann muss man eben einen Mittelweg finden und gemeinsam überlegen, wie man das jetzt angehen könnte.

        Noch etwas ... du ziehst aus, weil dein Mann ehrlich zu dir war? Du möchtest eine räumliche Trennung? Ich finde das eine ziemlich kindische Reaktion? Wofür bestrafst du ihn denn? Für seine Ehrlichkeit dir gegenüber? Du solltest schleunigst versuchen etwas runter zu fahren und dich mit deinem Mann lieber an einen Tisch setzen und darüber sprechen, wie es jetzt weitergehen soll.

        Klar, ein finanziertes Grundstück, das man dann nicht bebauen möchte, ist Mist, aber ein noch viel größerer Mist ist es, sich deswegen zu streiten. Das ist die ganze Sache echt nicht wert.

        Also schnell, schluck den Ärger runter und klärt die Situation. Bestimmt gibt es eine Lösung, mit der ihr beide gut leben könnt... und wenn ihr sie nicht heute findet, dann findet ihr sie bestimmt morgen ;-). Wo man sich für viele Jahre niederlassen möchte, das soll gut überlegt sein - sowohl von dir, als auch von deinem Mann...

        Alles Gute!

        • "Noch etwas ... du ziehst aus, weil dein Mann ehrlich zu dir war? Du möchtest eine räumliche Trennung? Ich finde das eine ziemlich kindische Reaktion? Wofür bestrafst du ihn denn? Für seine Ehrlichkeit dir gegenüber? Du solltest schleunigst versuchen etwas runter zu fahren und dich mit deinem Mann lieber an einen Tisch setzen und darüber sprechen, wie es jetzt weitergehen soll."

          Sehe ich ganz genauso. Nur weil er jetzt doch nicht bauen will, muss man ja nicht die ganze Ehe in Frage stellen.

          Und ja, ein Hausbau macht nicht unbedingt glücklich. Deshalb haben mein Mann und ich uns auch dagegen entschieden. Jedenfalls vorerst. Das ist einzig und allein ein Statussymbol, aber bedeutet in der Zeit des Abzahlens m.M.n. einfach nur Stress.

          • Ein Haus ist sehr viel mehr als ein Statussymbol...!

            >>Das ist einzig und allein ein Statussymbol, aber bedeutet in der Zeit des Abzahlens m.M.n. einfach nur Stress. <<

            Dann hast Du wohl bisher immer Glück mit Deinen Vermietern gehabt. Bei den derzeit niedrigen Zinsen bringt abbezahlen weniger Stress als Miete zu bezahlen, und wohnen muss man schließlich irgendwo. Unser Haus ist ganz gewiss kein Statussymbol, aber wenn ich Lust habe, im Garten ein Loch zu buddeln, buddel ich ein Loch, da muss ich vorher keinen Vermieter um Erlaubnis fragen.

            .... aber das ist ein anderes Thema .....

      Wenn man meint, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, ist es schlau, die zu korrigieren.

      Verkauft das Grundstück und sucht etwas, wobei keiner Bauchschmerzen hat. Und findet ihr sowas nicht, wird eben nicht gebaut.

      Grüße Küstenkönigin

      (8) 17.08.16 - 17:38

      ... sei froh drum... besser als sich ein Leben lang darüber zu ärgern, unglücklich zu sein und noch mehr abzubezahlen.

      wenn du den kleinen Schock verdaut hast, fahr zu ihm und überlegt noch mal neu.
      und sag du auch, was du möchtest und versucht Lösungen zu finden, die euch beiden schmecken

      Hi,

      wir standen 3x davor, die Unterschrift zu tätigen und zu bauen und 3 x hatte mein Mann Muffensausen.

      Klar hat es mich geärgert, denn ich wollte unbedingt endlich anfangen. ABER wenn einer Ängste hat, soll man das eigene Ego - soweit man es kann - zurück stellen und reden.
      Und nicht den Sand in den Kopf stecken und nockig davon laufen, alles in Frage zu stellen, Unterschlupf bei Mama suchen, nur weil man seinen Willen nicht bekommen hat.

      Wäre ich jetzt an der Stelle deines Mannes, würde ich die nächsten Jahre nicht mehr mit Dir bauen wollen, wenn Du einfach abhaust, sobald es ungemütlich wird.

      Es geht um ein Haus und nicht um die Beziehung.
      Wenn er noch das der " Ernährer" derzeit ist, hat er evtl. noch ganz andere Ängste und zwar finanzielle Zukunftsängste.

      lg
      lisa

    Deine Reaktion sagt mir, dass er genau das Richtige getan hat, als er die Unterschrift zurückgezogen hat. Ein gemeinsamer Hausbau ist eine gemeinsame Entscheidung, hinter der beide zu 100 % stehen müssen. Dass man zuerst euphorisch das Projekt beginnt und kalte Füße bekommt, wenns ans Eingemachte geht, kann durchaus passieren. Wenn man man das ganze nochmals überdenkt, kann man zu anderen Schlüssen kommen. Eigentlich könntest Du froh sein, dass Du keine Mann hast, der nicht überstürzt Entscheidungen trifft und hinterher ständig jammert.

    Mit einer Frau, die dann gleich unser Kind schnappen und zu Ihrer Mutter ziehen würde, wollte ich auch kein Haus bauen. Ein Grundstück ist einfacher wieder zu verkaufen als ein nach eigenen Wünschen Vorstellungen gebautes Haus.

    Würde man so eine dumme Ego show abziehen nachdem man ein Grundstück für 100.000 euro!!! Gekauft hat, würde ich ganz ernsthaft an seinem verstand zweifeln!! Normal scheint DER jedenfalls nicht zu sein! Jeder normale Mensch weiß vor dem Grundstückskauf genau ob er da wohnen will oder nicht.

    • Die ego-Show fährt in der Situation der TE aber gerade nicht der Mann...#cool

      • Meine Meinung ist dazu eine andere.

        Ein Grundstückskauf über 100.000 euro ist in meinen Augen eine Lebensentscheidung! Nix was man mal eben nebenbei und leichtfällig macht.

        Wie gesagt, würde meinem Mann nach dem Grundstückskauf und der verschuldung von 100000 euro einfallen das er doch plötzlich garkeine Lust mehr hat dorthin zu ziehen würde ich an seinem verstand zweifeln und auch an der ganzen ehe.

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