Frau kennen gelernt die Schwanger ist.

    • (1) 23.08.16 - 20:49

      Hallo

      Ich habe 2015 im November eine Frau kennen gelernt in die ich mich dann auch verliebt habe.
      Ende Januar hat sie mir dann mitteilen müssen das sie im 3 Monat Schwanger ist von ihrem ex.

      Das sie auch noch Zwillinge bekommen würde setze dem ganzen natürlich die Krone auf.
      Da war ich dann natürlich erst mal platt.

      Ich selbst wollte nie Kinder haben!!!

      Aber weil ich bei ihr bereits früh merkte das sie anderes wie die anderen Frauen in meinem Leben ist, habe ich mir dann ein Tritt gegeben und blieb bei ihr.

      Vielleicht ist es ja anderes wenn ich von Anfang an dabei bin wie als wenn ich eine Frau kennen lerne die bereits ein Kind hat das schon ein paar Jahre alt ist dachte ich mir.

      Ich habe also die komplette Schwangerschaft mit gemacht. Ich muss zugeben das es mir immer schwerer viel umso größer der Bauch wurde. Sie wusste das auch das ich mir sehr unsicher über unsere gemeinsame Zukunft war und immer noch bin.
      Bei der Geburt war ich dann auch dabei. Also im OP beim Kaiserschnitt. Diese Erfahrung änderte sehr viel in meiner Denkweise muss ich zugeben.
      Jetzt wo die Babys 3 Monate alt sind merke ich aber immer mehr das ich mir das alles eigentlich anders vorgestellt habe.

      Ein Kind ist ja schon nicht ohne, aber Zwillinge bringen zumindest mich sehr oft an die Grenze.
      Wenn beide schreien und schreien wird es mir oft Zuviel und ich muss einfach raus.

      Ich habe hinterher immer ein ganz schlechtes Gewissen das ich meine Freundin dann so im Stich lasse.

      Ob ich auch so reagieren würde wenn es meine eigenen wären??
      Aber sie versteht mich da voll und macht mir da auch überhaupt kein Druck.

      Der Tag richtet sich halt komplett nach den kleinen.
      Sie sagt zwar zu mir immer ich soll trotzdem das machen was ich möchte, aber sie versteht einfach nicht das ich das was ich machen möchte eigentlich mit ihr machen will. Und das geht im Moment nur sehr begrenzt leider.
      Mir fehlt einfach sehr viel in unserer Beziehung. Aber ich liebe sie und weiß das sie die richtige ist eigentlich. Es ist einfach so schwer nicht darüber nachzudenken es doch zu beenden.
      Wie würdet ihr in meiner Situation reagieren?

      • (2) 23.08.16 - 21:30

        Hallo, also ich muss sagen, toll wie Ihr beide das macht. Sie gibt Dir den Freiraum und setzt Dich mit der Vaterrolle nicht unter Druck. Und Du hast Dich dazu entschlossen es zu versuchen und stehst Ihr bei. :-) Nur das du jetzt merkst, dass Du Dir das anders vorgestellt hast....Ich kann sehr gut verstehen, dass Du mit ihr Dinge erleben möchtest und das ist aktuell so nicht möglich. Habt ihr, wenn die beiden etwas größer sind, die Möglichkeit Oma, Opa, Tante, Onkel mit einzubeziehen?

        Hast du Vatergefühle für die beiden?

        Ihr könnt etwas ganz tolles schaffen und eine Familie sein. Aber das kannst nur Du fühlen.

        (3) 23.08.16 - 21:32

        Du hättest dich mMn gar nicht auf sie einlassen sollen! Liebe hin oder her, du wolltest keine Kinder. Du wolltest nur die Frau. Die Frau gibt es aber nur mit Kinder. Du wusstest also ganz genau, von Anfang an dass ihr keine Beziehung führen könnt wie du sie gerne hättest! Natürlich richtet sich der Tagesablauf nach den Babies, natürlich schreien diese, natürlich ist man ab und an überfordert (auch beim eigenen Nachwuchs) das wird auch noch ganz lange so bleiben. So etwas weiß man aber vorher schon, bevor man sich an eine Frau bindet die schwanger ist.

          • (5) 24.08.16 - 19:09

            Entschuldigung das diese Antwort dir nicht passt. War aber auch nicht für dich bestimmt. ;-)

      (6) 23.08.16 - 21:37

      Erstmal finde ich es schon toll das du es so gemacht hast wie du es gemacht hast :-). Das hätte längst nicht jeder Mann getan.

      Sie weiß das sicher sehr zu schätzen und gibt dir ja auch Freiräume. Du bist nicht der Vater der Kinder und hast deshalb auch nicht alle Pflichten zu erfüllen. Alles was du tust, tust du aus freien Stücken und aus Liebe zu deiner Freundin und evtl. auch mal zu den Kindern. Wenn es dir also zu viel wird gehe raus und mache die Dinge die du machen wolltest mit einem Kumpel. Das du es lieber mit ihr machen möchtest ehrt dich, ist aber leider nicht immer machbar. Es kommen auch Zeiten da könnt ihr wieder mehr zusammen machen. Du scheinst dir mit ihr sicher zu sein, eine Trennung bereust du vielleicht wenn du mit dem Kopf dann nur bei ihr bist.
      Ich verstehe aber auch das deine Situation nicht einfach ist. Zwillinge wären selbst für mich (die gerade schwanger ist und auch irgendwann ein zweites möchte) eine groooße Herausforderung. Wie soll es da erst für jemanden sein der eigentlich gar keine Kinder wollte und auch nicht der Vater ist?

      Ich rate dir, dir erstmal viel Freiraum zu nehmen und noch eine Weile abzuwarten wie sich deine Gefühle (auch zu den Kindern selbst) entwickeln. Man kann auch "fremde" Kinder lieben.

      Wenn du allerdings merkst du bist unglücklich und möchtest wirklich zum verrecken kein Leben mit Kindern führen dann bleibt ja nur die Trennung. Aber wie gesagt... lasse dir und euch noch etwas Zeit.

    • (7) 23.08.16 - 21:37

      Die Frage ist nicht, wie wir in deiner Situation reagieren würden, sondern was du fühlst.

      Ich persönlich wäre schon in der Schwangerschaft keine Beziehung mit ihr eingegangen und dann das unbeschwerte Zweisame nicht leben zu können, weil die Kinder da sind (die nicht meine wären), würde ich auch nicht können. Aber wie gesagt, so bin ich... Du kannst ganz anders sein.

      Wenn du die Kinder als deine annehmen kannst und ihr Unterstützung von außerhalb habt in Form von Freunden oder Verwandten, werdet ihr sicherlich bald Zweisamkeit haben (spätestens, wenn sie abgestillt hat). Dann kommt es noch darauf an, wie sie sich das vorstellt. Das Leben von meinem Mann und mir ist mit unseren Kindern völlig anders als vorher. Wir haben wohl auch einen Babysitter, aber dennoch kommt ein Urlaub ohne Kinder usw. überhaupt gar nicht mehr in Frage. Wir unternehmen am liebsten was als Familie. Familie ist was anderes als Zweisamkeit. Die haben wir auch, aber eben ganz anders als vor dem Elternsein. Auf jeden Fall gilt das für uns. Andere Familien handhaben das dann wieder anders.

      Am Ende solltest du mit deiner Freundin sprechen und genau erklären, was dir fehlt und sie fragen, ob sich das auf Dauer ändern kann oder wird. Manche Dinge sind ganz bestimmt umzusetzen, die du dir wünschst.

      Dann solltest du dir noch im Klaren werden, ob du die Kinder als deine annehmen kannst. Denn sie werden die nächsten 18 Jahre (mindestens) noch bei euch leben. In meinen Augen ist das wirklich elementar. Sie mag deine große Liebe sein, aber die beiden Kleinen gehören auch dazu. Nur wenn du sagst, dass diese auch zu deinem favorisierten Leben gehören, hat eure Liebe in meinen Augen eine Chance.

      Alles Liebe und Gute!

      Für ganz viele Paare ist die Geburt eines Kindes, und bei Euch sind es ja gleich Zwillinge, ein Ereignis, das alles verändert. Nimm Dir die Freiräume, die Deine Partnerin Dir zugesteht, aber sei Dir auch darüber bewusst, das Du für die Kinder der Vater bist und man in diese Rolle hineinwachsen kann! Natürlich bestimmen die Kinder den Tagesablauf und gerade am Anfang ist traute Zweisamkeit kaum möglich. Aber je größer die Kinder werden, um so mehr können auch Väter etwas mit Ihnen anfangen, auch wird es Freiräume geben, wenn ihr sie erst mal abgeben könnt zur Betreuung (Familie, Freunde, Babysitter). Dass die Frau nur mit Kindern zu haben ist, hast Du schon länger gewusst - ich wünsche Dir, dass Du in Deine neue Rolle hineinfindest!

      Alles Gute,
      Anja

      (9) 24.08.16 - 09:46

      Hallo!

      Ich denke es kommt jetzt schon heraus das du wirklich keine Kinder wolltest. Mit Zwillingen die noch so klein sind ist das sicherlich noch schwieriger, aber auch nur ein Baby macht Arbeit. Es wird zwar besser umso Älter die Kinder werden, aber trotzdem werden sie immer die Kinder deiner Freundin bleiben.

      Ich find das toll das du das so bisher mitgemacht hast und dich bemühst. Macht es dir auch mal Freude mit den Babys zusammen zu sein, oder nervt dich alles?!
      Das dir in der Beziehung was fehlt ist auch im Grunde normal. Durch die Babys fällt meistens auch bei 'normalen' Eltern einiges hinten runter. Das gibt sich aber normalerweise wenn die Babys älter werden. Ihr hattet aber wohl vorher nicht viel Zeit zusammen alleine verbracht. Schwangerschaft und Babys waren ja schnell ein Thema.

      Hat sie jemanden der mal auf die Kleinen aufpassen kann? Wenn ja sollte sie das mal ausnutzen. Es ist schon wichtig das ihr auch mal Zeit nur zu Zweit verbringt. Das wird auch der Beziehung gut tun. Eine Belastungsprobe für eine Beziehungen sind Babys aber IMMER.

      Hmm....was ich machen würde ist schwer zu sagen. Im Grunde wolltest du nie Kinder und ich würde das davon abhängig machen WIE SEHR mich die Kinder stören. Fühlst du Zuneigung zu den Kleinen, magst du sie?! Finde ich einen wichtigen Punkt. Wenn du die Kinder nicht leiden kannst......naja, dann solltest du einen Schlusstrich ziehen. Denn dann wirst du keine Geduld haben. Nur weil du die Frau liebst.....das reicht dann nicht mehr aus.

      Denn die Kinder werden immer ein Bestandteil sein. Wenn du die Kinder magst und dich Mometan nur die Situation nervt, dann würde ich dir raten noch etwas Geduld zu haben. Denn wenn die Beiden älter werden, wird es anders, manchmal einfacher. Vielleicht liegt dir das dann mehr. Jetzt ist halt genau die anstrengenste Zeit mit den Kleinen.

      LG Sonja

      • (10) 24.08.16 - 13:29

        Natürlich habe ich die Zwei Babys sehr sehr gerne.
        Wiegesagt hat die Geburt der zwei bei mir einen inneren Schalter umgelegt.

        Als ich sie das erste mal auf meiner Brust liegen hatte das war schon ein unbeschreibliches Gefühl. Und das obwohl sie ja nicht mal meine eigenen sind.
        Ich bin sogar eifersüchtig wenn der Erzeuger der zwei mal da ist habe ich gemerkt.

        Zum Glück nimmt er die Vaterrolle aber nicht ernst.

        Er war seit der Geburt erst 3 mal da. Und zweimal davon auch nur weil seine Schwester und Eltern die Kids sehen wollten.
        Auf einer Seite ist es mir recht das ihm das am a**** vorbei geht. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch das die Kids mich als ihren Papa ansehen werden in Zukunft, und ob ich diese Verantwortung übernehmen kann??
        Ich vermisse die kleinen ja sogar wenn ich mal ein Tag bei mir zuhause bin.
        Leider sind Babys aber nicht immer süß und am lachen. Und genau in solchen Situationen komme ich nervlich schnell an meine Grenze.

        Meine Freundin hat in Deutschland leider keine Verwandtschaft. Das macht das alles natürlich noch schwerer. Da sie eigentlich überhaupt keine Hilfe von außerhalb bekommt.

        Meine Schwester hat selbst eine drei jährige Tochter und ist Alleinerziehend. Die kann uns zwar mit Rat zur Seite stehen. Aber Babysitten das kann sie nicht.
        Außerdem solange meine Freundin noch stillt muss sie ja alle 4-5 Stunden abpumpen. Da kann sie also eh nicht groß weg mit mir. Also kein ganzen Tag zumindest.
        Die Oma also meiner Freundin ihre Mutter war jetzt drei Wochen da. Das war natürlich schon eine große Erleichterung für sie.
        Ich bin ja nicht wirklich eine Hilfe. Klar gebe ich auch mal die Flasche. Aber wickeln usw. das ist dann Zuviel für meine Nase.

        Wir waren jetzt wo Oma da war paar mal alleine wieder aus. Zwar nur für ein paar Stunden. Aber das hat mir sehr gut getan. Auch meiner Freundin habe ich gemerkt.

        • (11) 24.08.16 - 14:47

          Also, erst einmal finde ich das ziemlich normal, was Du so über die erste Zeit schreibst.

          Mein Mann ist ein super geduldiger Vater und hat sich super um unseren Sohn gekümmert, als der noch ein Baby war - aber auch er war mal genervt, wenn man einfach nicht rausbekam, warum derr Kleine nun schrie, oder einfach selbst übermüdet war ... Dass man nicht den ganzen Tag frei machen kann bei Zwillingen im Säuglingsalter, muss Dir schon klar sein, aber mit der Zeit erhöhen sich ja die Trinkabstände, man kann auch mal raus, und wenn es nur für kurze Zeit ist - das ist auch für die Mutter wichtig, sonst fällt der irgendwann die Decke auf den Kopf.

          Wenn Du Deine Freundin liebst und die Kleinen, so wie Du schreibst, ja schon ins Herz geschlossen hast, werdet ihr das auch schaffen - man wächst mit seinen Aufgaben!

          LG
          Anja

    (12) 24.08.16 - 11:42

    Du liebst doch diese Frau, richtig? Dann kneif mal die A-Backen zusammen und hilf Ihr, wo Du kannst. So ein Gejammere, Du hast sie genommen mit allem drum und "drin" jetzt steh dazu, ist ja auch nicht für ewig diese Situation.

    LG

    • (13) 24.08.16 - 17:44

      Was heißt das schon: "erfüllt und zufrieden"? Das ist doch sowieso kein Dauerzustand. Wenn du gerade eine Prüfung bestanden hast oder einen schönen Kindergeburtstag erlebt hast und am Abend ein feines Glas Wein drauf trinkst - dann bist du vermutlich erfüllt und zufrieden und denkst, das Leben kann so weitergehen.

      Tut es aber nicht. Zwei Wochen später hast du eine doofe Krankheit in der Familie, der Chef nervt und das Klo ist verstopft.

      Natürlich gibt es gewisse Grundtendenzen - aber nie ist Glück etwas, was man festhalten kann. Und nie kann man entscheiden, ob man mit oder ohne Kinder glücklicher geworden wäre. Da gibt es einfach viel zu viele Unwägbarkeiten. Kinder können nicht nur sehr glücklich machen, sie können auch sehr unglücklich machen.

      Dass man ohne Kinder das Gefühl haben kann, es fehlt etwas, ist ganz normal. Das hat die Natur so eingerichtet. Wenn wir eine Herde Zebras sehen und es ist ein Kleines dabei, dann springt etwas in uns an.

      Aber dieses Sichfortpflanzen kann man auch anders haben, auf vielerlei Weise. Man kann sein Wissen weitergeben oder ein unsterbliches Werk schaffen oder für das Fortbestehen der Menschheit kämpfen. Es gibt viele Wege, "Erfüllung" zu finden.

      • (14) 25.08.16 - 08:52

        Und Du willst mir jetzt was genau damit sagen? #kratz

        • (15) 25.08.16 - 13:42

          Hallo woodgo :)
          Ich möchte betonen, dass ein Leben mit Kinder und ohne komplett unterschiedlich ist. Wenn du sie liebst und mit ihr bleiben willst sind die Kinder im Paket mit dabei. Du musst dir im Klaren sein was dich glücklich und vollkommen macht und den Weg wählen. Ansonsten vergeudest du deine und ihre Zeit :)

(16) 24.08.16 - 15:15
Malnachgerechnet...

Hallo,

also wenn deine Freundin Ende Januar im 3. Monat war, hätte sie nicht gerade erst entbinden Müssen? Wie können die Zwillinge da schon 3 Monate alt sein?

Oder habe ich mich verlesen?

  • iIch weiß jetzt zwar nicht was daran so wichtig ist wie alt sie sind aber ok.

    Sie sind da du es ja GENAU wissen möchtest vor 9 1/2 Wochen auf die Welt gekommen. Also FAST schon 3 Monate alt ;)

    • (18) 24.08.16 - 15:44
      Malnachgerechnet...

      Naja, ich überlege ob sie dir wirklich die volle Wahrheit erzählt hat. Denn nach meiner Rechnung wären die Zwillinge entweder mit 9 1/2 Wochen und 3. Monat Ende Januar Frühchen oder sie war schon deutlich länger schwanger.

      Aber wenn du sagst das alles seine Richtigkeit hat, dann wird es wohl auch stimmen.

      Ich ziehe den Hut vor deinem Mut dich der Situation zu stellen, kenne selbst auch eine solche Geschichte die gut funktioniert. Und mal ganz ehrlich: ich glaube auch leibliche Eltern kennen die Situation gerne mal alles hinschmeissen zu wollen weil es wirklich schwer ist. Aber es lohnt sich durch zu halten. Es wird leichter.

(20) 30.08.16 - 02:10

Also Zwillinge sind ja eine Zerreißprobe für jede "konventionelle" Beziehung und selbst den meisten leiblichen Eltern geht es da so wie dir. Ich empfinde deine Gedanken deshalb als normal und eigentlich ganz gut, wie ihr das macht.
Die erste Zeit ist auch die anstrengendste und man bekommt am wenigsten zurück. Das pendelt sich alles auch wieder ein.

Top Diskussionen anzeigen