Ehestreit wegen weiterführender Schule

    • (1) 09.09.16 - 09:44
      Schulwahl

      Hallo zusammen,

      vielleicht könnt Ihr uns einen Rat geben.

      Unsere Tochter ist in der vierten Klasse einer Grundschule (NRW) und es steht bereits jetzt fest, dass sie mit dem Halbjahreszeugnis eine uneingeschränkte Gymnasialempfehlung bekommen wird, sollte jetzt nicht irgendetwas dramatisches passieren (schwere Krankheit oder so). Sie ist vom ersten Tag an die Beste ihrer Klasse, sie lernt so gut wie gar nicht, erledigt ihre Hausaufgaben schnell und richtig und vor allem absolut selbstständig und ohne Aufforderung usw.
      Ihre Stärken liegen in Deutsch und den naturwissenschaftlichen Bereichen, aber auch in Mathe steht sie immer 1-2, ohne Anstrengung. Ihr Notendurchschnitt vom letzten Zeugnis lag bei 1,1!
      Sie ist extrem wissbegierig, liest stundenlang und ist ihren Altersgenossen in Rhetorik und Allgemeinbildung sehr weit voraus. Das war schon von Anfang an so, noch bevor sie in den Kindergarten kam.

      Ich möchte auf keinen Fall mit ihr "angeben" oder so, nur die Lage deutlich machen. Wir haben auch noch eine weitere Tochter, die schulisch im gesunden Mittelfeld liegt, also möchte ich hier nicht meine Kinder über den grünen Klee loben. #zitter
      Beide haben Stärken und Schwächen. Bei der Tochter, um die es geht, ist das zum Beispiel ihre Ungeduld, wenn ihr etwas nicht sofort zufliegt und sie ist absolut unsportlich (sehr schlank, aber so sportlich wie ein Einbauschrank. :-p) So als Beispiel.

      Nun geht es bald darum, dass wir uns für eine weiterführende Schule entscheiden. Wir leben auf dem Land und unsere Möglichkeiten sind daher naturgemäß eher begrenzt. Allerdings gibt es zwei erreichbare Gymnasien und eigentlich dachte es, es wäre klar, dass wir sie dort nach Erhalt des Zeugnisses und der Empfehlung auch anmelden.
      Einen Platz wird sie bekommen, das ist hier nicht das Problem.

      Nun gibt es deswegen einen regelrechten Familienstreit, von dem nun leider auch mein Mann und ich als Paar betroffen sind.
      Angefangen hat es damit, dass sich meine Eltern eingemischt haben, wie wir nur erwägen könnten das Kind aufs Gymnasium zu schicken.

      Wie wir das denn schaffen wollen, was wir nur denken, was wir dem Kind nur antun usw.

      Ich muss dazu sagen, kein Mitglied dieser Familie war jemals auf einem Gymnasium, geschweige denn das jemand Abitur hat. Ich bin die Einzige und ich habe "nur" ein Fachabitur, dass ich über meine berufliche Bildung erlangt habe.
      Meine Eltern standen damals vor der gleichen Situation wie wir jetzt, denn ich war meiner Tochter als Kind extrem ähnlich. Sie haben sich für eine Realschule für mich entschieden, weil sie der Meinung waren, das ich auf einem Gymnasium nichts zu suchen hatte.

      Nun also wiederholt sich die Geschichte. Unsere ältere Tochter ist nicht nur sehr gut - sie ist eine Überfliegerin. #zitter Und schon werden die Stimmen laut, die sie trotzdem "am Boden" halten wollen. Und zwar im Sinne von "sich nicht entfalten lassen".
      Sie ist in der Grundschule schon lange gnadenlos unterfordert und freut sich schon darauf, endlich mehr lernen zu können, zu experimentieren usw.
      Aber die ganze Familie redet auf uns ein, dass wir das nicht machen können.
      Nach dem Motto: Von uns war KEINER auf dem Gymnasium, wie sollen wir ihr denn dann helfen können, wir haben nicht viel Geld (das stimmt!), wie sollen wir Nachhilfe, teure Klassenfahrten, Materialien usw bezahlen. Und all solche Sachen.

      Ich habe da immer drüber gestanden und gelächelt und gesagt, wir werden sehen!
      Aber nun hat mein Mann sich davon anstecken lassen. Besonders der Punkt mit dem Geld hat ihn gepackt. Er meint nun auch, wir sollen lieber eine Realschule oder so für sie nehmen.
      Darüber sind wir in großen Streit geraten.
      Es geht ausdrücklich NICHT darum, dass ich meine Kinder auf Teufel komm raus auf einer bestimmten Schulform sehen will. Unsere Jüngere wird ganz sicher niemals eine Gymnasiastin und das ist völlig ok. Sie ist ein tolles Kind und wird ihren Weg machen.
      Aber die Große IST ein solches Kind. Schon immer gewesen. Und ich finde es furchtbar, ihr von Anfang an diese Möglichkeiten zu nehmen.
      Wir wissen doch alle: Nach unten geht immer, aber nach oben ist es so unglaublich schwer.
      Alle Lehrer finden, dass dieses Kind nur auf ein Gymnaisum gehört. Aber meine ganze Familie und jetzt auch mein Mann reden uns das klein und schlecht.
      Er war früher immer stolz auf sie, ist er auch jetzt noch.
      Aber jetzt fängt auch er an, sie auszubremsen.

      "Was ist, wenn sie mal Nachhilfe braucht, was ist, wenn die da auch so übertriebene Klassenfahrten machen, was ist, wenn..."

      Darf so etwas wirklich am Geld scheitern oder daran, dass eben aus der Familie noch nie jemand ein Gymnasium besucht hat?
      Wenn es wirklich soweit käme, dass sie Nachhilfe oder so bräuchte, dann finden wir schon einen Weg. Und wenn ich zusätzlich noch putzen gehen muss. Es geht hier um ihre Bildung, notfalls wird woanders gespart. Wir sind wirklich nicht gerade gut betucht, aber wir nagen keinesfalls am Hungertuch! Wir leben nicht vom Amt, wir können unsere Rechnungen bezahlen und für die Kinder ist immer noch was Extra drin.

      Wir kann ich meinen Mann überzeugen, unserem Kind nicht diese Möglichkeiten zu nehmen, nur weil er Angst hat oder sich vielmehr Angst hat machen lassen?
      Ich habe meiner Familie schon deutlich gesagt, dass ich mir weitere Einmischungen ausdrücklich verbiete!
      Aber die Diskussion zu Hause habe ich jetzt trotzdem...

      Danke für Ratschläge!

      • Ich würde IMMER die beste Förderung meines Kindes in den Vordergrund stellen und nicht die Finanzierung (die ja wohl kein wirkliches Problem zu sein scheint).
        Die Leistung des Kindes stellt auch kein Problem dar, also warum sollte man ihr das verwehren?
        Dein Mann sollte an die Möglichkeiten in der Zukunft eurer Tochter denken, die er dadurch eventuell verbaut!

        Guten morgen,

        Klassenfahrten sind auf dem Gymnasium nicht teurer als auf der Realschule, und Nachhilfe wird sie womöglich nie benötigen, wenn sie so gut ist (meine Tochter ist auf dem Gymnasium, war nur guter Durchschnitt in der Grundschule, also keine Überfliegerin und braucht auch keine Nachhilfe).

        Finanzielle Gründe sehe ich da nicht. Und eigentlich spricht doch alles dafür, die Kleine aufs Gymnasium zu schicken???

        Alles Gute!!

        Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an.

        Wenn deine Tochter den Anforderungen eines Gymnasiums gewachsen ist (und das können die Lehrer am besten einschätzen) würde ich sie nicht auf eine Realschule schicken. Die Gefahr dass sie dort unterfordert ist und daduch abstürzt ist viel zu hoch nach deinen Schilderungen. Ich habe in der Verwandschaft auch ein Mädchen die ähnlich deiner Tochter ist. Sie wurde trotz Gymiempfehlung auf die Realschule geschickt, ist dort sehr auffällg geworden und musste die 8te jetzt sogar wiederholen, Weil sie einfach unterfordert ist, dadurch nicht aufpasst und keinen Spaß mehr am lernen hat.

        Und wegen dem Finanziellen: Auch auf Realschulen werden Ausflüge und Klassenfahrten gemacht, fallen Materialkosten an usw. Denkt deine Familie etwa die bieten den Kindern nicht solche Aktivitäten. Und Nachhilfe werdet ihr doch sehen ob sie das überhaupt benötigt. Zeigt auch von viel Vertrauen in sein Kind, wenn man schon vorher sagt, dass es nur mit Nachhilfe durchs Abi kommt.

        Und denk doch mal daran wenn deine Tochter Abi hat und eine gute Ausbildung bekommt, oder studiert, welche finanziellen Möglichkeiten ihr dann offen stehen. Momentan ist es nämlich so, dass selbst bei "einfachen" Lehrberufen eher die Bewerber mit Abi bevorzugt werden als die mit Realschulabschluss.

      • Huhu,

        Es ist doch schön, dass Deine Tochter am Lernen Spaß hat. Das solltet Ihr unterstützen. Die Einmischung der Großeltern würde ich mir konsequent verbitten.

        Meine Eötern haben beide nur einen Hauptschulabschluss. Meine Großeltern waren auch der Meinung ich brauche nicht aufs Gymnasium.

        Ich habe geschafft und hab auch Hochschulstudium draufgesetzt. Hilfe von meinen Eltern hatte ich fachlich auch nicht aber emotional und das hat völlig gereicht. Das geht!!!

        Finanziell war es bei uns auch nicht so dicke. Das geht alles. Und davon auszugehen, dass das Mädel eventuell mal Nachhilfe benötigt, ist kein Entscheidungskriterium. Kannst du vielleicht eine Gespräch mit der Klassenlehrerin und deinem Mann zur Unterstützung vereinbaren?

        Es sind vielleicht nur Berührungsängste, die mit Unterstützung beseitigt werden können. Vielleicht ist ein Bild im Kopf Deines Mannes, dass die Maus vielleicht auffällt wegen der Schulabschlüsse der Eltern (was völliger Quatsch ist) . Ich kann nicht besser ausdrücken, was ich meine. Meine Eltern hatten da leider auch etwas mit zu kämpfen ...

        Ich wünsche Dir nötige Kraft die Diskussion zu führen und letztlich auch Deinen Mann zu überzeugen.

        Liebe Grüße,
        Laohu

        (6) 09.09.16 - 10:09

        Ich würde mal meine Mann fragen wie er sich ihre berufliche Zukunft vorstellt? Natürlich gibt es auch nicht nur für Gymnasiasten eine Lehrstelle, aber die Auswahl ist deutlich größer! (Vom Studium mal abgesehen). Als ich gelernt habe wurden in unserer Firma für den Beruf Industriekaufmann noch sehr gute Hauptschüler und Realschüler genommen... Heute sind über 50% der Bewerber Gymnasiasten und nein nicht nur die schlechtesten davon...nur mal als Beispiel. Natürlich kann man auch mit anderen Schulformen einen Beruf finden, aber warum will er es seiner Tochter so schwer machen wenn sie doch die besten Voraussetzungen hat.

        Wie kommt er denn auf die Idee das Nachhilfe für das Gymnasium teurer ist? Wer weiß ob sie solche überhaupt braucht und meistens gibt es ältere Schüler die das gut machen und nicht die Welt dafür verlangen. Genauso Klassenreisen. Mit der Realschule war ich auf 2 sündhaft teuren Skikursen, in England und in den Niederlande....was soll denn groß anders im Gymnasium passieren? Nicht jede Klasse (eigentlich keine) fliegt in die USA wie vor einiger Zeit in der Zeitung....
        Zur Not ist sicher alles machbar da bin ich mir sicher, also soll dein Mann doch mal bitte an seine Tochter denken und nicht nur ans Geld. Bei schulreisen gibt es für Eltern die es sich wirklich nicht leisten können sogar Unterstützung.

        Für mich gäbe es da gar keine Diskussion und wenn es auch der Wunsch deiner Tochter ist, dann soll sie auf das Gymnasium gehen. Das würde ich auch so deutlich machen.

      • Ich bin wirklich ein verständnisvoller Mensch.. Aber das ist so ein Blödsinn! Dem Kind die bestmögliche Schulbildung zu verwehren, nur weil einem das Geld leid tut?! Mal ganz abgesehen davon, dass in meiner Klasse am Gymnasium alle sozialen Schichten vertreten waren und niemand wegen der Kosten in finanzielle Not geraten ist. Wie du deinen Mann vom Gegenteil überzeugen kannst? Vielleicht mal mit dem Wohl des Kindes, das er liebt, argumentieren.
        Würde mein Mann so etwas von sich geben wäre ich maßlos enttäuscht.

        Ich hatte sogar einen Mitschüler der eine Empfehlung für die Hauptschule hatte. Seine Mutter hat für ihn gekämpft wie eine Löwin, weil sie wusste was in ihm steckt. Am Ende hat er ein sehr gutes Abitur in der Hand gehalten.

        Mann, Mann, Mann..

        Schuldigung, dass ich das so schreibe, aber wenn die Menschheit so wäre wie Deine Eltern, würden wir noch gebückt durch die Wildnis streifen und Beeren sammeln. Logische Entwicklung zu hemmen, "weil das noch nie einer von uns gemacht hat" ist kurzsichtig, dumm und kleingeistig. Ich vermute mal, Deine Eltern haben einfach Angst, ihre Enkelin könne später auf sie herabsehen, weil sie "einfache Leute" sind. Traurig, dass sich Dein Mann hat anstecken lassen. Vermutlich wird Eure Tochter irgendwann eher wütend auf ihre Großeltern sein wen sie versteht, dass die Großeltern mit ihrer Angst dafür gesorgt haben, dass Ihr Eurer Tochter die Flügel stutzt.

        Hinsichtlich der Kosten schließe ich mich den Vorschreiberinnen an. Ich erkenne mich in Deiner Tochter wieder. Ich hab bis zum Diplom an der Uni nicht einen Tag gelernt. Nachhilfe musste ich nicht nehmen, sondern habe selbst welche gegeben. Klassenfahrten gibt es auch an anderen Schulformen. Gut, wenn man nur 10 Schuljahre hat, dann müssen keine "Oberstufenfahrten" finanziert werden, aber ansonsten bleibt sich das wohl relativ gleich.

        Sein Kind trotz erwiesener Eignung auf die Realschule zu schicken, anstatt aufs Gymnasium, das kenne ich von meinen Schwiegereltern. Da mussten alle Kinder nach der Realschule ne Lehre machen (damit sie den Eltern nicht weiter auf der Tasche liegen), hinterher haben aber alle Fachabi gemacht und studiert. Klar geht das, und es hat sicher auch keinem geschadet, aber einfacher wäre es vermutlich andersrum gewesen. Je höher der Schulabschluss, desto größer die Auswahlmöglichkeit beim späteren Job. Und je später man ist bei der Entscheidung für eine Richtung, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass man bereits die nötige Reife für die richtige Entscheidung hat.

        Hi,

        Nimm deinen Mann mit zu den Gesprächen mit den Lehrern. Vielleicht können die ihn überzeugen.

        Ich würde mich da durchsetzen und die Tochter auf jeden Fall am Gymnasium anmelden!

        Alles Gute

        Julia

        Ein Gymnasium kostet nicht mehr als eine Realschule. Schulfahrten sind überall gleich teuer. Wie kommen die darauf? Die wenigsten Gymnasiasten brauchen Nachhilfe. Wenn sie welche brauchen, dann gehören sie für mich nicht dorthin.

        Schicke dein Kind aufs Gymnasium, alles andere ist doch Blödsinn.

        Bin ich froh, dass ich nicht solche Eltern, speziell Vater habe.

        Wie kann man seinem Kind Bildung und somit die Zukunft verwehren, nur weil die Nachhilfe etwas kosten könnte? Was für ein erbärmlicher Typ.

        Vor dem würde ich jede Achtung als Frau verlieren.

        Klassenfahrt ist auf dem Gymnasium nicht teurer als auf der Realschule, wenn ihr Hartz4 bezieht, zahlt es sogar die Arge und soviel ich weiß, ist Klassenfahrt 1 x im Jahr und dafür hat er keine 300-400 Euro?
        Nicht jedes Kind brauch Nachhilfe!

        Setz Dich für Deine Tochter ein, kämpfe für sie, notfalls schmeiß den Kerl raus, aber lass Dein Kind aufs Gymansium!

        (12) 09.09.16 - 11:42
        wurde schon alles gesagt

        Hallo

        Lass dich nicht verunsichern.

        Wenn es die Noten hat dann soll sie nach ihren Begabungen gefördert werden und aufs Gym. gehen.

        Bei uns war auch keiner auf dem Gym. Die Große ging auf die Realschule und die Kleine ist nun im Gym. Sie macht ihre Sache gut.
        Falls deine nicht damit zurecht kommt, muss man sie ja nicht zwangsläufig mit Nachhilfe durch die Shculjahre bringen. Man kann jeder Zeit wechseln.

        Geld kostet diese und jene Schule nicht mehr. Bei uns werden nicht mehr und auch nicht weniger Klassenfahrten gemacht als in der Realschule. (wir haben den Vergleich).
        Falls es doch am Geld liegen sollte und sie nicht mit verreisen könnte gibt es genug Möglichkeiten über die Schule die Fahrt doch mitzumachen. Also, die Angst wegen dem Geld ist unbegründet.

        Die Großeltern haben ihr überhaupt nichts zu bestimmen. Sag sie sollen sich nicht einmischen und schlechte Laune verbreiten.

        Das Problem wird sein, dass sie evtl auch dem Kind alles madig machen könnten und das musst du verhindern.
        (hatten wir auch mal, kurz vor einer Klassenfahrt, da wurde über das Land und die Leute geschimpft. Dann bin ich zur Höchstform aufgelaufen und meinem Schiegervater die Meinung gesagt und ihm verboten der Kleinen alles schlecht zu reden)

        Fakt ist, du und dein Mann müssen darüber entscheiden und sonst keiner.

        Es haben schon 100000000 das Gym geschafft warum nicht auch euer Kind?!
        Am Geld kann , darf und wird es nicht scheitern, weil es in anderen Schulen auch (Mehrtägige)Klassenfahrten gibt.

        Das Kind hat noch genug Freizeit. Es wird einiges verlangt, keine Frage, aber es ist nicht unmöglich und es muss da auch keiner mit einem 1er Schnitt durch die Schule. Solange es ein gesundes Mittelmaß ist würde ich da nicht lange überlegen.

        Wenn dein Mann bedenken hat, was nach dem Abi sein könnte. Damit sie evtl studieren möchte oä. und es dann mehr kostet als ein Kind, dass dann seine normale Ausbildung macht, darüber muss man jetzt noch nicht nachdenken.

        Natürlich würde es mehr Wege nach Rom geben und sie könnte auch erst die Realschule machen und dann anschließend oder später das Abi nachmachen, aber warum Umwege gehen wenn in ihrem Fall auch der gerade Weg geht.

        Da wir auch keine Gymnasium Eltern sind haben wir es eh locker gesehen. Andere Kinder müssen auf biegen und brechen durch die Schule weil es sich "so gehört". Wir gingen mit dem Gedanken ran, schafft sie die Schule ohne Probleme dann ist es gut. Falls sie abfallen sollte oder es sich herausstellen sollte, dass es wirkich nicht die richtige Schule für sie ist (und sei es erst in der 8, 9 oder 10.KLasse) dann gibt es auch da viele Möglichkeiten. Was soll ich sagen, die Kinder wachsen auch mit ihren Aufgaben, werden älter und reifer und für unsere war es die richtige Schule.

        Ein weiterer Punkt ist, lasst sie gehen, sie kann ja nach der 10. Klasse ganz normal die Schule verlassen und hat ihren Realschulabschluss in der Tasche.
        Sowas kannst du alles deinem Mann erzählen, es sind so viele Jahre und in der Zeit müssen immer wieder Entscheidungen getroffen werden. Über solche ungelegten Eier muss man sich da noch keine Gedanken machen.

        Lange Rede... im Grund wurde ja hier schon alles gesagt. Setzt dich durch!

        Alles Gute

        Huhu
        Bei uns ist es genau andersrum. Mein Exmann möchte unsere Tochter nächstes Jahr unbedingt aufs Gymnasium schicken. Ich halte nichts davon. Unsere Tochter hat sehr Schwierigkeiten in Mathe.

        Ich finde es schon wichtig zu fragen was denn das Kind möchte. Und sie scheint ja gern aufs Gymnasium zu wollen (im Gegensatz zu unserer Tochter).
        Klassenfahrten werden auf dem Gymnasium nicht teurer sein als auf der Realschule.

        Es entscheiden allein die Eltern und nicht die Großeltern!
        Nie und nimmer würde ich da reinreden, was meine Enkelin betrifft. Wenn sie gut ist, soll sie bestmöglich gefördert werden - und solange ich lebe, helf ich da lieber dazu, als dass ich es jemandem ausreden würde.
        Und ich hab auch "nur" Realschule ;-) aber auch ganz einfach, weil ich recht faul war.
        Pech gehabt, selber schuld :-)
        Lass Dir nichts miesmachen.
        LG Moni

        Hallo!

        Die Nachbarn meines Mannes, selber Jahrgang, selbe GS hatten alle eine Gym-Emphelung.
        Nur mein Mann durfte aufs Gym, einer von denen durfte auf die Realschule der andere als maximales Zugeständnis auf die Gesamtschule. Begründung war wie bei Euch: Gymnasium ist für andere ... bei uns in der Familie gibt es so etwas nicht ....#heul#heul#klatsch#klatsch

        Nun stehen alle im Beruf, aber bei meinem Mann der unmittelbar danach ein Studium angehängt hat war es letztendlich früher als bei den anderen beiden, die sich durch Fachabi, Abendschule, bzw. 2 sinnbefreite Ausbildungen kämpfen mussten.

        Auch jetzt noch wenn man als bald Mitte-50 zusammensitzt haben sie den Eltern diese Entscheidungen NIE verziehen!

        Ich denke, da sollte ihr als Familie die Familientradition brechen den Familienkrieg ruhig austragen und das Kind aufs Gym schicken. Das Kind wird es Euch danken, dass ihr es nach seinen Möglichkeiten gefördert habt!

        Im übrigen, wenn das Kind mal da sein wird, wird kein Hahn mehr was diskutieren wollen!!

        LG, I.

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