die kiinder, mein mann und die räumliche trennung

    • (1) 10.09.16 - 09:21
      alles durcheinander

      hallo zusammen,

      nach etwa 2-3 jahren trennungsprozess in meinem kopf sind wir inzwischen so weit, dass mein mann zeitweise nicht bei uns wohnt sondern etwa 40 km entfernt...
      die kinder wohnen derweil bei mir und gehen zur schule..

      situation ist derzeit, eine umschulung zur weiterführenden schule, eine einschulung. alles ziemlich chaotisch und anstrengend.
      der kleinere funktioniert noch ganz gu, der große kommt regelmäßig weinend an und sagt ihm ist alles zu viel. hausaufgaben, vater zu streng, gibt ihm das gefühl er schaffe das nicht und macht wohl auch alles mies, was mein sohn gut findet , wie zum beispiel spielsachen die er sich zum geburtstag wünscht.

      ich komme an meine grenzen, bald steht ein geburtstag bevor und ich weiß nciht wie ich das alles mit arbeit und kinderbetreuung organisieren soll,vor allem wie soll der geburtstag gefeiert werden, bislang konnten wir ausflüge machen, da zwei autos zur verfügung standen..
      ich fühle mich total gestresst. mein mann findet es wohl gut, dass ich gestresst bin, denn so kann er hoffnung haben. er unterstützt mich, aber den kindern gegenüber bleibt er leistungsorientiert. letztens war ich von der arbeit noch nicht zu hause und er war mit abholen dran fürs wochenende und schon hatte er gerade den großen, der sich überfordert fhlt an der kandarre und machte richtig druck. mir tat das so leid. ich sagte ihm er solle nciht allzu streng sein übers wochenende, dass die kinder das gut machen und sich an die neue situation gewöhnen müssen. er meinte nur, nein unser sohn müsse sich jetzt eben zusammen reißen...

      ich habe das gefühl, ich kann mich nicht konsequent trennen, weil ich noch nicht so weit bin alles alleine zu machen. auch habe ich die schulpflegschaft an mich genommen, wie doof.

      ich denke immer es wäre viel besser für die kinder ohne ihren vater, der laut, streng und kein vorbild ist, füße auf dem esstisch, keine sozialkontakte, kein job weil er nicht muss, hat genug. und dennoch hänge ich an dem familienbild, von dem ich immer geträumt habe.

      hat jemand gute worte, einen rat oder sonst was?

      lg

      • Ich finde eure Strategie etwas eigenartig. Er hat ja ein schönes Leben, finde ich. Zieht sich zurück in seine Wohnung, wenn's ihm passt und lässt dich und die Kidner zurück. Aber hat dennoch Backe, wer...wie....was....verarbeiten und leisten muss.

        Das ist doch kein Zustand für die Kinder. Er ist ja nicht beruflich die Woche über außer Haus und kommt dann heim und freut sich auf die Familie und alles ist in Butter.

        Die Schule hat nunmal gerade erst angefangen. Das muss sich erst einspielen bei euch. Der Kleine läuft soweit rund, das ist doch schonmal toll. Der Große mit seinen Anpassungsschwierigkeiten braucht m. E. klare Strukturen. Er wohnt bei dir, du sagst an, was er zu tun hat und wie es in der Schule laufen soll. Wenn er zu seinem Vater geht, sollte er Schulisches möglichst schon erledigt haben. Dann hat Vater weniger Möglichkeiten, ihm Druck zu machen. Das Geburtstagsgeschenk bekommt er eben von dir, welches er sich wünscht oder aktiviere Oma und Opa. Dein Mann kann sich dann selbst überlegen, was er schenken möchte.

        Du machst dir aber auch extrem viel Stress selber und klagst auf hohem Niveau. Längst nicht jede Familie hat zwei Autos, um die Kinder an Geburtstsgen von A nach B zu karren. Dann fährt man eben mit ÖPNV in den Kletterpark oder ins Spaßbad oder was sonst erreichbar ist. Wir haben zwei Autos, aber manchmal so viele Gäste gehabt, dass die Plätze trotzdem nicht ausreichten. Dann sind wir halt Bus und Bahn gefahren. Oder frag andere Mütter, ob sie dich unterstützen. Ein, zwei weitere Fahrzeuge zu organisieren, ist normalerweise kein Problem, wenn man die Feier aufs WE verlegt, da haben die meisten Zeit.

        Für euch wäre es wahrscheinlich wirklich besser, ihr würdet euch klar positionieren. Die Arbeit lädt der Typ dir auf, benimmt sich wie eine offene Hose und schaut gelegentlich vorbei...bevor er wieder abzischt in seine Behausung. Warum machst du das mit?

        Hallo,
        es tut mir leid, wie es Dir zur Zeit geht, aber vor allem die Kinder tun mir leid. Die sollen mit der neuen Situation zurecht kommen, trotzdem aber funktionieren.
        Woran macht Dein Mann denn den Leistungsdruck für den Großen fest? Für mich sieht es aus, als ob er ja wohl keinerlei Leistung erbringt. Das er dem Großen gegenüber mit der Bildung etwas voraus ist, und das große Einmaleins schon kann, da sehe ich keine Leistung.
        Arbeiten geht er nicht, warum kann man Deinem Schreiben nicht entnehmen. Ob er jetzt soviel geerbt hat, dass das Geld reicht oder dem Staat und Dir auf der Tasche liegt, darin sehe ich auch keine Leistung. Für mich stellst Du ihn als üblen Schmarotzer dar.

        Wenn Du jetzt schon so weit bist und alleine mit den Kindern wohnst, dann ziehe doch den richtigen Trennungsstrich. Die Kinder besuchen ihren Vater, der soll sie aber gefälligst dazu abholen, er ist schließlich so weit weggezogen, an den Besuchen wirst Du wohl nicht vorbeikommen.
        Über Schule würde ich in nächster Zeit nicht mit ihm reden, bis er seinen seltsamen Leistungsdruck im Griff hat, außerdem würde ich meinen Kindern beistehen und deutlich meine Meinung sagen. Das wird Dein Mann dann sicher als schlechtmachen seiner Person sehen, auf der anderen Seite wäre mir das Wohl meiner Kinder wichtiger.

        Vielleicht hilft ja eine Konsultation bei einem Erziehungsberater zusammen mit Deinem Mann.
        Bei diesen grundsätzlichen Schwierigkeiten wäre mir jetzt der Geburtstag nicht das Allerwichtigste. Ich würde ihn ausrichtewn, so gut ich kann, das Spielzeug schenken, was der Sohn sich wünscht, auch wenn es dem Vater nicht paßt. Weit wegfahren wäre mir jetzt nicht das Wichtigste, auch Deine Kinder werden verstehen müssen, dass die Verhältnisse jetzt anders sind. Daran werden auch sie nicht vorbeikommen.

        Wenn Du keine richtige Trennung hinkriegst und weiter rumeierst, wird das nichts. Da tun mir die armen Kinder noch mehr leid. Du allerdings nicht, Du kannst etwas ändern, und das mußt Du auch, zum Wohl Deiner Kinder. Da spielen Deine Vorstellungen von heiler Familie erstmal keine Rolle.
        Gruß Bernd

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