Selbstzweifel- ich sag einfach hello again!

    • (1) 10.09.16 - 12:23
      Puh!

      Erstmal vorweg: ich habe dieses Forum gewählt um anonym zu bleiben, und ich hoffe dies wird akzeptiert.
      Nach außen selbstbewusst und extrovertiert - innen von Selbstzweifeln zerfressen.
      Ich habe schon öfter den Arbeitsplatz gewechselt, und nächste Woche ist es wieder soweit. Neue Menschen, neue Herausforderungen, alles neu. Und ich mache mir 24 Stunden einen Kopf wie es wohl verlaufen wird. "Werde ich akzeptiert?" "Wie sind die Arbeitskollegen?" "ich als Quereinsteiger..bin ich dem überhaupt gewachsen?" usw. Es macht mich noch irre! Leider habe ich bisher viele schlechte Erfahrungen machen dürfen. Manchmal habe ich das Gefühl alle haben ein Handbuch fürs Leben bekommen nur ich nicht. Der Erste Eindruck ist meine Paradedisziplin und wird meistens vermasselt. Fettnäpfchen? In alle schon getreten. Versteht mich nicht falsch. Ich bin eigentlich jemand den man durchweg als "sympathisch" bezeichnet. Aber halt eher nach einiger Zeit. Ich vermute, dieser negative erste Eindruck entsteht, weil ich zu bemüht wirke. Wahrscheinlich aufgrund meiner schlechter Erfahrungen. Willkommen im Teufelskreis!
      Dazu bin ich noch hypersensibel. Jeder schräge Blick und jede schlechte Aura wird von mir aufgesogen, wie von einem Schwamm.
      Nun zu meinen Kernfragen:

      Wie schaffe ich es mir nicht immer wieder Gedanken zu machen was andere Menschen denken? Und warum zum Teufel ist mir das überhaupt so wichtig?
      Wie schaffe ich es die schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit beiseite zu schieben und selbstbewusst in eine neue Chance zu starten?

      Ich hoffe auf eure Lebenserfahrung und die damit einhergehende Gelassenheit, welche ich in meinem Umfeld leider nicht erleben/erfragen konnte.
      Wie seid ihr mit neuen Herausforderungen und eventuellen Misserfolgen umgegangen?

      • (2) 10.09.16 - 13:19

        Du sagst es schon richtig "Lebenserfahrung"! Aber das dauert eben und ich kann dir nur sagen, dass es ist zunehmendem Alter besser und leichter wird. Man traf und trifft eben so viele unterschiedliche Menschen und kommt in so viele unterschiedliche und neue Situationen, dass es vermessen wäre, es jedem recht machen zu wollen und von jedem gemocht zu werden. Warum auch? Du magst sicherlich auch nicht jedermann und mit einigen Kollegen oder Menschen im Umfeld ist man mehr auf einer Wellenlänge, als mit anderen, manche Meinungen kann man besser akzeptieren und andere weniger, mit manchen Kollegen kann man gut zusammenarbeiten und mit manchen eben nicht. Mit manchen Kollegen geht man privat ein Bier trinken, mit anderen hat man keine Interesse daran. Oder manche wollen auch keine privaten Kontakte und arbeiten einfach vor sich hin und sind damit zufrieden.

        Das hilft dir nur leider aktuell nicht weiter, wenn du warten sollst,,bis es in 10 oder 20 Jahren besser wird.

        Hast du keine Freunde und Menschen, die dich mögen und dich so nehmen, wie du bist?

        So ganz von Selbstzweifeln zerfressen bist du offensichtlich nicht. Du weißt, was du kannst und (zumindest beruflich) Wert bist. Du hast öferter die Arbetisstelle gewechselt. Das hättest du wohl kaum getan, wenn du nicht wüsstest, was ein AG an dir hat. Das musst du beim Vorstellungsgespröch auch so rübergebracht haben, sonst hättest du keinen AG davon überzeugt.

        Konzentrier dich doch lieber auf das, wo du dich sicher fühlst. Du weißt, welche Berufserfahrung du hast und was den,eistest. Das wendest du an und lässt den Rest auf dich zukommen. Begegne jedem erstmal freundlich und warte ab. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass man dich mögen muss. Es sind Kollegen und keine Freund fürs Leben, die man am Arbeitsplatz findet. Mit ihnen muss man vordringlich beruflich klarkommend und die selben Ziele verfolgen. Wenn man sich darüber hinaus sympathisch ist, dann gut, wenn nicht,,dann geht die Welt auch nicht unter. Du wirst dafür bezahlt, dass du deine Arbeit gut erledigst und nicht, weil du everybodys darling bist.

        Wie guest70 gesagt hat: Mit dem Alter wird es besser. Und konzentriere dich auf deine Stärken, statt an deine Schwächen zu denken.

        Ich finde dazu folgenden Gedanken noch ganz hilfreich: Von uns selbst kennen wir nur die Innensicht, ungefiltert, mit allen Zweifeln und Schwächen. Von den anderen sehen wir dagegen nur die aufpolierte Außensicht - wie es in ihnen drinnen aussieht, bleibt uns normalerweise verborgen.

        Und es ist einfach unfair dir selbst gegenüber, diese beiden Sichten direkt miteinander zu vergleichen.

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