Affäre / Ehe / Suche Erfahrungen

    • (1) 19.09.16 - 07:18
      schicksaal

      Guten Morgen,

      Ich suche Menschen die eine Affäre bzw. Einen Seitensprung gemeistert haben uns wieder eine tragfähige glückliche Ehe führen.

      Bei mir ist es nun 2 jahre her, das mein Mann sich fremdverliebt habt sprich es war ein emotionaler Betrug Sie hatten kein Sex.

      Es war eine furchtbare Zeit, ich würde sagen wir sind auf einem guten Weg, wir sind in Paartherapie mir geht's auch viel besser.
      Dennoch muss ich sagen es lässt mich nicht los, und die Traurigkeit überkommt mich oft.

      Wir sind 18 jahre zusammen.

      Ich würde mich über Erfahrungen sehr freuen, wie ihr heute lebt was hat sich verändert seit ihr glücklich? ?

      LG

      • (2) 19.09.16 - 08:01

        Hallo!

        Ich bin zum Glück noch nie in so einer Situation gewesen. Aber eine sehr gute Bekannte. Sie waren zum Zeitpunkt der Affäre ca. 38 Jahre verheiratet. Es ist jetzt über 6 Jahre her, sie leidet heute noch. Es gibt Tage da geht es sehr gut. Aber natürlich hat sie auch Tage da heult sie nur.

        Ich denke ihr seit auf einem guten Weg.

        Alles Gute
        Gabi

        • (3) 19.09.16 - 13:54

          "Es gibt Tage da geht es sehr gut. Aber natürlich hat sie auch Tage da heult sie nur."

          Überwiegen bei deiner Bekannten denn die guten Tage und sind diese dann sooo toll, dass es ihre schlechten Tage ausgleicht?
          Wenn ich mir vorstelle, dass ich nach sechs Jahren immer noch Tage habe, an denen ich komplett heule, weil mein Mann Koch betrogen hat.

          Dann würde ich mir Gedanken machen, ob es nicht ein Mann gibt, mit dem ich glücklicher bin.

      Hallo,

      ich habe das selbe durch, und kann mir fast nicht mehr vorstellen, das es irgendwann aufhört weh zu tun !
      Gut bei mir ist es noch relativ frisch, aber dadurch, das er mich schon mehrmals, seelisch enttäuscht hat und nun auch noch die Affäre dazu kam, bin ich einfach ausgebrannt! Nach 13 Jahren Beziehung muss ich nun feststellen, das dieser Mensch einfach Beziehungsunfähig ist!

      • (5) 19.09.16 - 09:00

        Hallo,

        Das tut mir leid für dich.

        Seit ihr getrennt ?

        Es ist verdammt schwer, sowas zu verzeihen und vergessen leider gar nicht.

        Lg

        • (6) 19.09.16 - 09:27

          Mir, als Frau, ist das auch schon passiert, dass ich mich in einen anderen Mann heftig verliebt habe. Das ist mir passiert, wie hätte ich das verhindern sollen? Trotzdem habe ich keine Zweifel an der Liebe zu meinem Mann.

          Leider ist es schwer bis unmöglich mit ihm über meine Erfahrungen zu sprechen. Er würde mich auch an den Pranger stellen, aber dort sehe ich mich nicht! Ich habe mit Anfang 20 geheiratet. Habe ich mit dem Tag meiner Heirat auch für 50 Jahre Redeverbot mit anderen Männern unterschrieben?
          Das wäre nämlich die einzige Möglichkeit, um jede Gefühlsregung zu unterbinden. Sobald man mit anderen Menschen in Kontakt kommt, kann es passieren, dass einem mit der Zeit eine Person besonders gut gefällt, dass man sie wunderbar und liebenswert findet. Und was ist daran überhaupt so schlimm? Trotz dieser (schönen) Erfahrung hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Bedürfnis, meinen Mann zu verlassen, mit dem mich ganz andere Dinge verbinden.

          Wie gesagt, am schlimmsten finde ich, dass man mit seinem Partner über solche Fragen nicht offen reden kann, weil man gleich als Ehebrecher angesehen wird.

          Aber wie sieht denn die Realität aus? Wie viele Ehen werden geschieden? Kann man in dem heutigen Ausmaß an serieller Monogamie überhaupt noch von "monogam" sprechen? Wie viele der Ehen, die wirklich länger als zwei Dekaden andauern, überstehen diese Jahre tatsächlich ohne Seitensprung und Fremdverlieben? Und wie viele der Ehen, denen dieses Kunststück gelingt, würde man als lebendig bezeichnen?

          Mit Anfang 20 glaubte ich auch noch an "lebenslang" und "absolute Treue" und "bis das der Tod uns scheidet", aber inzwischen, nach 20 Jahren Beziehungserfahrung, sehe ich viele Dinge doch in einem anderen Licht. Mir würde es nicht mehr den Boden unter den Füßen wegziehen, wenn sich mein Partner verlieben würde. Deshalb würde ich gerne mit ihm darüber sprechen, damit es eben nicht passiert, dass man völlig geschockt ist. Leider fehlt meinem Partner da die Offenheit, was ich sehr sehr schade finde.

          Grüße

          • Du hast eine Top-Antwort geschrieben. Ich bin jedoch überrascht, dass man noch nicht auf Dich eingeprügelt hat, weil Dein Posting so gegen das übliche Urbia-Gefasel von lebenslanger Treue und Monogamie spricht.

            Ich bin auch ein Verfechter der Annahme, dass wir Menschen nicht 20, 30, 40 etc. Jahre lebendig in einer Ehe und lebenslang treu und glücklich sein können. Vielleicht gibt es das, aber gaaanz selten. Jüngere Menschen und gerade kurz Verheirate glauben sicherlich noch an dieses große Glück.

            Für mich ist "Glücklich" und "Lebenslang treu verheiratet" ein Widerspruch.

            Heute lebe ich in einer -man würde es offenen- Partnerschaft nennen. Nein, das heißt nicht, dass wir jetzt durch alle Betten fliegen. Im Gegenteil. Nur wir haben uns nicht von vorne herein verboten, auch mal nach rechts und links zu schauen. Und wenn einer von uns mal mit einem anderen Menschen in die Kiste steigt, glauben wir nicht gleich, dass der Partner uns nicht mehr liebt.

            Ich behaupte, dass viele Partnerschaften gerade deshalb nicht glücklich sind, da sie an diesen uralten Ritualen der "normalen" Ehe festhalten und sich dadurch einengen. Um so glücklicher bin ich heute, dass ich nicht mehr so lebe.

            An die TE.

            Ich kann Dir noch raten, offener zu denken. Sich in einen anderen Menschen verlieben passiert fast allen im Leben. Ich weiß es schmerzt, da man ja den Partner exclusiv haben will. Es war aber zumindest für mich der Schlüssel zum Glück, dass ich mein früheres auch sehr konservatives Denken radikal dem wahren Leben angepasst habe.

            • Du tust mir irgendwie leid, sorry.

              • Wieso? Verstehe ich nicht.

                Nur weil ich anders lebe und andere Ansichten habe, als die meisten Schreiber hier?

                Ich lebe nicht das konservative Leben und bin sehr, sehr glücklich damit.

                • Nö, nicht weil Du anders lebst, sondern weil Du anscheinend ganz furchtbare Erfahrungen in Deinem Leben gemacht hast, die Dich so extrem negativ über monogam lebende Menschen denken lassen.

                  • In der Tat habe ich ganz furchtbare Erfahrungen mit der Monogamie gemacht. Und in meiner Umgebung kenne ich genug Paare, die angeblich monogam leben und mind. einer der Partner nicht so lebt. Es ist viel Lug und Trug dabei.

                    Falsch. Ich denke nicht negativ über monogam lebende Menschen. Wenn B e I d e damit glücklich sind ist alles gut. Jedoch sind in vielen Beziehungen B e I d e jedoch nicht glücklich damit.

                    Daher lebe ich mit meinem Mann lieber offen. Da gibt es auch keinen Lug und Betrug. Und darum verstehe ich nicht, dass Dir mein Partner Leid tut oder ähnliche Kommentare.

                    • "Für mich ist "Glücklich" und "Lebenslang treu verheiratet" ein Widerspruch."

                      Damit unterstellst Du, dass jeder in einer Ehe treu Lebende per se unglücklich ist.
                      Und das ist kein negatives Denken?

                      Tut mir leid für Dich, dass Du so schlechte Erfahrungen machen musstest. Anscheinend haben Dich Deine eigenen Erfahrungen mit 1 oder 2 (?) Männern so stark geprägt, dass Du jetzt automatisch davon ausgehst, dass jeder Mann so ist, wie der eine, den Du kennen gelernt hast.

                      Ich finde es allerdings traurig, wenn dann alle anderen über einen Kamm geschoren werden.

            Gute und vor allem realistische Einstellung

      nein wir haben uns noch nicht getrennt, momentan weiss ich nicht was richtig und was falsch ist, wenigstens kommt so langsam die Einsicht bei mir, das ich diesen Menschen nicht ändern kann.

      Er war schon immer anders, irgendwie, wir haben nie gestritten, oder disskutiert, wir haben Jahrelang harmonisch gelebt.
      So langsam fange ich an zu verstehen, wieso es so lief, weil eigentlich läuft bei uns nichts normal. Er ist ein Narzisstischer, Egoistischer, Beziehungsunfähiger Typ und ich bin die Frau die eben alles hat, mit sich machen lassen.

(16) 19.09.16 - 09:03

Schau mal, hier ist ein sehr schöner Beitrag eines users zu diesem Thema:

http://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4796237-mann-hat-sich-verliebt#p-32274592

Liebe Grüße
Matea

(17) 19.09.16 - 12:45

HI,

da fragt man sich was besser, ist....kurz Sex ohne Gefühle oder Gefühle ohne Sex.

Hat er Dir das vorher gebeichtet? Oder hast Du es heraus bekommen.
Ich denke, wenn es wirklich ohne Sex war und er noch ehrlich dazu, dann liegt ihm verdammt viel an Eure Beziehung.
Darauf würde ich aufbauen und Vertrauen wieder schaffen.

Ständiges Mißtrauen - auch wenn du es nicht sagst oder zeigst - wird dich ermürben.
Irgendwann muss man den Schalter umlegen und wieder Vertrauen können.

Wenn nicht, dann solltest DU überlegen, ob Du noch bereit für diese Beziehung bist.

LG
LIsa

(18) 19.09.16 - 13:06

Im Grunde hat dein Mann nichts Verwerfliches getan. Ich bin 100 %ig sicher, dass sehr, sehr viele Menschen sich im Laufe ihres Lebens fremdvergucken - mal mehr, mal weniger - und es aber mit sich selbst ausmachen und die Partner haben überhaupt keine Ahnung davon - (wundern sich vielleicht , dass der Partner brummig, abwesend oder sonstwie verändert ist).

Hast du es herausgefunden oder hat er dir davon erzählt?

Es sieht ja so aus, als wollte dein Mann damals keine nähere Beziehung mit der anderen Frau. Sonst hätte er weitergehen können und sich ganz auf sie einlassen oder dich gar verlassen können. Aus irgend einem Grund ist es nicht so weit gekommen.

Worüber bist du jetzt noch traurig? Ihr geht zur Paartherapie, macht Fortschritte, räumt vielleicht Verhaltensweisen oder Defizite aus, die ihr damals hattet. Ist dein Selbstbewusstsein angeknackst, weil dein Mann eine andere Frau anziehend fand?

  • (19) 19.09.16 - 13:28

    Hallo

    Ja er hat es zeitnah, nach 4 Wochen gebeichtet, da ich Veränderungen merkte.

    Er meinte da war etwas was er nicht mehr kannte und das hat ihn völlig aus der Bahn geworfen.

    Es wäre ein hochgefühl aber lieben würde er mich, er hatte nie vor mich zu betrügen es hat in erwischt.

    Er hat den Kontakt sofort eingestellt.

    Ja, mein Selbstvertrauen ist das Problem, ich Zweifel an mir ob ich ihn tatsächlich genüge.

    Lg

    • (20) 19.09.16 - 15:14

      "Ja, mein Selbstvertrauen ist das Problem, ich Zweifel an mir, ob ich ihn tatsächlich genüge."

      Du genügst ihm wahrscheinlich insoweit, als dass er es weiterhin schätzt, was ihr miteinander teilt und er sich weiterhin ein gemeinsames Leben mit dir vorstellen kann.

      Aber zu glauben, dass man ein Leben lang alle Wünsche und Bedürfnisse seines PArtners vollends zufriedenstellen kann, ist doch utopisch. Ich liebe meinen Mann, aber ich kann z.B. absolut nicht mit ihm reden, zumindest nichts Tiefgründiges. Er ist nicht der Typ für philosophische Gespräche, während mir das zunehmend wichtiger wird, weil ich neugierig bin und Fragen habe. Soll ich nun meinen Mann verlassen und mir einen Philosophen suchen? Ebenso bin ich nicht die Traumfrau, für die er mich vor 20 Jahren hielt.

      Es mag sein, dass ich inzwischen eine seltsame Einstellung zum Thema Partnerschaft habe, aber wenn mein Mann meint, dass es mit einer anderen Frau viel besser passt, er viel glücklicher wird, dann werde ich ihn mit Sicherheit nicht festhalten. Klar, würde ich mit ihm sprechen und leicht fallen, würde mir eine Trennung bestimmt nicht, aber ich würde es ganz furchtbar finden, wenn er nur bei mir bleiben würde, weil ich ihn unter Druck setze.

      Ich weiß, dass es wohl die Regel ist, dass man demjenigen, der sich verliebt hat, die Pistole auf die Brust setzt und ein sofortiges Kontaktverbot ausspricht. Richtig ist es in meinen Augen nicht unbedingt. Derjenige, der sich verliebt hat, kann kaum auf Knopfdruck seine Gefühle abstellen, da helfen alle Kontaktverbote der Welt nichts. Ganz im Gegenteil. Am schlimmsten ist noch, wenn man vom PArtner zu wenig glaubhaften Lippenbekenntnissen gezwungen wird. "Nein, die andere bedeutet mir nichts mehr. War sowieso alles völlig bedeutungslos, usw..." Anstattdessen würde ich es viel spannender finden, fernab jeder Konvention, in einen gemeinsamen Prozess einzusteigen, seinen eigenen Weg als Paar zu finden und zu schauen, was das Leben noch so zu bieten hat. Dann kann man immer noch zur Überzeugung gelangen, dass es nichts für einen ist und man lieber (vermeintlich) klare Verhältnisse hat. Nur finde ich es schade, wenn man jeden Blick über den Tellerrand, kategorisch ablehnt. Auf diese Weise ist es tatsächlich schwierig, 50 Jahre in einer Ehe auszuharren.

      Grüße

      (21) 19.09.16 - 18:25

      Ihr seid das klassische Beispiel, dass man nicht alles beichten sollte. Manchmal ist Klappe halten einfach die sinnvollere Lösung. Es sei denn, bei euch war es sowieso 5 vor 12 und die Ehe starb einen langsamen, müden Tod. Dann kann so ein Schuss vor den Bug einen aus der bequemen Lethargie reißen.

      Geht ihr wirklich schon so lange zur Paartherapie? Habt ihr so viel aufzuarbeiten? Oder nagt ihr seither noch immer an seiner Fremdverliebtheit herum?

      • (22) 19.09.16 - 20:09

        Hallo

        Du hast recht er hätte mal lieber still sein sollen.

        Es hat ihn, so wie ich das sehe enorm belastet und es musste raus.

        Unsere Ehe war nicht schlecht, natürlich von Alltag bestimmt aber nicht so das man es nicht mehr aushalten kann.

        Ja seit 2 Jahren mache ich an der Geschichte rum und komm nicht wirklich klar.

        • (23) 19.09.16 - 22:46

          Wenn ihr wirklich seit zwei Jahren auch in der Paartherapie daran herumkaut, muss ich mal für deinen Mann in die Bresche springen. Er tut mir wirklich leid.

          Mich wundert es, dass euer Therapeut da nicht mal ein Einsehen hat. Wir hatten auch eine Paartherapie aus ähnlich gelagerten Gründen und uns wurde geraten, das Thema irgendwann zu begraben. Man kann nicht ewig das Problem wieder und wieder durchkauen. Nach einiger Zeit ist einfach alles besprochen, alles gesagt und alles von allen Seiten beleuchtet. Da kann es kein Weiterkommen mehr geben.

          Das Verzeihen und damit klarkommen muss aus dir kommen. Bist du dazu nicht in der Lage, quälst du euch nur alle beide. Wie lange soll das so gehen? Bis die Vergangenheit nicht mehr wahr ist? Das wird aber nicht passieren.

          Vielleicht solltest du mal über eine Therapie für dich nachdenken, um zu ergründen, warum dich die 4 Wochen Fremdvergucken deines Mannes derart aus der Bahn geworfen haben. ich finde, das ist nicht gesund. Weder für dich noch für ihn.

          Mir tut dein Mann auch leid, sorry, dass ich das so sagen muß.
          Davor, dass man sich mal in jemanden verguckt, ist niemand gefeit. Er hätte es Dir nie sagen sollen, das war sein einziger Fehler. Aber ich verstehe nicht, dass Du an dieser Sache nach 2 (!) Jahren immer noch zu kauen hast, trotz Paartherapie! Meine Güte, halte Dir doch bitte mal vor Augen, dass er
          1. Dich überhaupt nicht betrogen hat und es auch nicht vor hatte und
          2. dass er an eurer Beziehung fest hält und um sie bzw. dich kämpft und das nun schon seit 2 Jahren!
          Welchen größeren Liebesbeweis willst Du denn noch? #gruebel
          Vergib ihm endlich diese Geschichte und versucht endlich einen Neuanfang zu starten!

(25) 19.09.16 - 13:15
Schon mal betrogen

Hi,

Ich habe eine etwas andere Erfahrung gemacht. Mein Ex Mann hat mich betrogen. Er hat mich damals auch verlassen, für eine andere.

Mit dem verlassen werden habe mich nach einiger Zeit gut abgefunden, hab mir ein neues Leben aufgebaut.

Aber das mich ein Mensch den ich damals so sehr geliebt habe betrogen hat, das hat echt lange geschmerzt. Dieses betrogen werden hat am mir bestimmt 3-4 Jahre genagt... Und da ohne das wir zusammen geblieben sind.

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