Uneinigkeit 2.Kind

    • (1) 23.09.16 - 10:54
      Reden hilft

      Hallo zusammen,

      Ich komme direkt zum Thema: wir haben ein Kind, mittlerweile 8 Jahre alt und mein Mann möchte gerne ein 2.
      Seit mehreren Jahren ist das ein Thema aber seit der Kurze in der Schule ist, verstärkt es sich.
      Ich habe eigentlich immer gedacht dass zwei Kinder perfekt wären und dachte immer: Eizelkind?
      Never ever. Tatsache ist aber dass ich nach dem erdten Kind einfach zufrieden war, wie es ist, ich habe einfach nie den Wunsch gehabt noch ein Kind zu bekommen.

      Ich weiß ja wie es war, als wir unseren Sohn geplant haben. Da war dieser Wunsch nach einem Kind von ganzem Herzen da..so ein Gefühl habe ich aber nicht mehr.
      Ich kann es mir auch nicht erklären und mein Mann versteht mich nicht.
      Er sagt, ich müsste ja auch nicht so eiben starken Kinderwunsch haben um noch ein Kind zu bekommen.
      Ist das so?

      Sollte ich schwanger werden nach dem Motto: der Appetit kommt beim Essen?
      Was, wenn ich es wage und dann unglücklich bin?
      Das würde mein Mann auch sicher nicht verstehen.
      Wie kann man sich nicht freuen uns ein Kind zu bekommen?

      Ich denke an Trennung weil er mich unter Druck setzt.
      Er möchte halt noch ein Kind, da kann er ja auch nix dafür, dass er da nicht mit mir einer Meinung ist

      Er versteht halt nicht, dass ich früher immer gesagt habe ein Einzelkind kommt nicht in Frage und jetzt genau das gut finde.
      Das war aber bevor wir ein Kind hatten.

      Ist halt möglich dass die theoretische Vorstellung nachher nicht der Realität standhält.
      In der Theorie wollte ich zwei Kinder, aber in der Realität nicht.
      Ist das das Ende unserer Ehe?
      Ich befürchte es...

      • In der hormonellen Hochphase ist der Kinderwunsch der Frau oft sehr "körperlich" und unglaublich intensiv. Kann es sein dass es bei dir langsam einfach vorbei ist...? Das erste Kind ist ja schon 8 Jahre alt, vielleicht kühlen die Hormone so langsam ab...( nein ich meine damit nicht die Wechseljahre sondern die Zeit lange davor)

        Was sagt dein Kopf dazu?

        K

        • (3) 23.09.16 - 12:37

          Ich denke nicht, dass es was mit Hormonen zu tun hat.

          Unglaublich intensiv und regelrecht körperlich spürbar war mein Kinderwunsch auch vor unserem Sohn nicht.

          Ich hab mir halt ein Kind gewünscht und es war willkommen aber nie so, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte.
          Schon als mein Sohn gerade geboren war, hab ich mich komplett gefühlt, ich hatte mein Kind und damit war ich innerlich befriedigt, mein Wunsch erfüllt.

          Ich kann das schlecht erklären, aber mir fehlt nichts.
          Mein Sohn macht mein Leben reicher und ich liebe ihn sehr, warum etwas ändern?
          Ich bin glücklich wie es ist.
          Der Kinderwunsch ist halt seitdem er auf der Welt ist weg

          Ist das so ungewöhnlich?

          Ich habe ja meinen Kinderwunsch umgesetzt, wieso muss der Wunsch nochmal aufkommen?

          Gibt es hier niemanden, der auch nach dem ersten gesagt hat, es ist gut wie es ist.
          Immerhin wachsen doch in Deutschland fast 40 Prozent der Kinder als Einzelkind auf.
          Und das sind sicher nicht alles Fälle, wo es aus gesundheitlichen Gründen oder weil es nicht mehr geklappt hat, bei einem geblieben ist.
          Ich denke, es gibt auch genug Paare, die sich bewusst gegen weitere Kinder entscheiden auch wenn sie vielleicht vorher auch zwei geplant hatten.
          Ich bin mir sicher, dass ich keine Kinder mehr möchte.

          Aber mein Mann akzeptiert das nicht.
          Wie soll da eine Lösung aussehen?
          Ich habe gesehen was passieren kann wenn sich einer überreden lässt.

          Mein Bruder hat meine Schwägerin überredet, ein ungewolltes Kind zu bekommen.

          Sie wollte nie Kinder und er auch nicht.
          Er hat gehofft dass sie sich freut wenn der Bauch wächst oder spätestens Mutterliebe aufkommt, wenn das Kind da ist

          Leider ist es nicht so gekommen.

          Sie hst sich bemüht, man merkte ihr an, dass sie sich ständig selber vorgestellt hat, dass es gut werden wird.

          Sie bemüht sich auch wirklich ganz arg, ihre Mutterrolle zu akzeptieren und auszufüllen, aber man merkt, dass ihr das Kind fremd ist.
          Sie hat es als Baby kaum auf dem Arm gehabt,stand immer etwas abseits wenn mein Bruder seine Tochter stolz gezeigt hat.

          Mein Bruder sagte mir mal dass er wirklich dsvon ausgegangen ist dass sie es besser hinbekommt und nicht do eine schlechte Muttee wird.
          Ich hstb ihm gesagt, dass er da wohl Wunschdenken hatte und es sein Problem ist wenn er seiner Frsu einfach nicht glaubt, dass sie das Kind nicht wollte und nur ihm zuliebe ausgetragen hat.

          Ihre Ehe ist daran gescheitert weil mein Bruder ihre mangelnde Mutterliebe nicht akzeptabel fand.

          Dabei wollte er das Kind und hätte sich vorher damit auseinander setzen müssen was passiert wenn sie ihre Mutterrolle nicht annehmen kann wie er gehofft hatte.

          Mit Wunschdenken und der Hoffnung, es wird schon, ist keinem geholfen.

          • Aloha,

            ich empfinde es wie du.

            Du hast hier ja viele positive Antworten erhalten. Zu einem zweiten Kind kann man sich nicht drängen oder überreden lassen oder denken, "die Freude kommt dann schon". Oha. Da wird mir schon während des Lesens mulmig.

            Ich habe auch ein Kind und dabei wird es bleiben, wie es aussieht. Ich liebe ihn über alles und bin einfach wunschlos glücklich, was Kinder angeht. Wäre es der Herzenswunsch meines Freundes, noch ein Kind zu bekommen, würde ich wohl vermehrt nachdenken und schauen, was mein Herz mir dann sagt. Aber er hat diesen Wunsch (auch) nicht.

            Daher - du und dein Mann, ihr könnt nur darüber reden. Wenn er für ein zweites Kind in Kauf nimmt, sich von dir zu trennen, sein erstes Kind nur noch zeitlich begrenzt zu sehen, eine andere Frau zu suchen, diese erstmal kennen zu lernen, dann zu schauen, ob sie problemlos ein Kind bekommen, dann patchwork zu leben, Unterhalt zu zahlen..... usw usw usw... dann ist es wohl sein absoluter Herzenswunsch und er muss dem folgen.

            Liebe Grüße,

            Ae

      Ich finde es etwas seltsam, dass die Frage nach einem zweiten Kind gleich das Eheaus bedeuten soll... Wenn ihr so schnell dabei seit eure Ehe zu beenden, weil ihr keinen Konsens findet, ist es vielleicht besser so.

      Wenn du kein Kind mehr möchtest, dann bekomme auch nicht ihm zuliebe eins.

      • Wie soll man denn bei dem Thema einen Konsens finden? Er will, sie nicht. Wenn beide daran festhalten, dann gibt es nur Trennung.

        Dann kann er sich eine Frau suchen mit der er noch ein Kind bekommt.

    (7) 23.09.16 - 11:52

    ...ich hab mich auch etwas unwillig auf das zweite Kind eingelassen, weil mein Mann eben unbedingt wollte und auch beim ersten schon gezeigt hat, dass er gerne bereit ist,sich viel mit zukümmern und aktiv die Vaterrolle anzunehmen. Am Anfang der SS war ich noch recht verhalten, jetzt rückt der Geburtstermin immer näher und ich bin wirklich froh, dass ich mich "überreden" habe lassen. Ich kann es kaum noch erwarten, unseren zweiten Schatz in Armen zu halten, finde plötzlich die Idee meines Mannes noch ein drittes Kind zu planen auch nicht mehr sooo abwegig, wie noch vor einigen Monaten.

    Aber letztlich kennst du dich am besten und weißt am ehesten, ob die Chance besteht, dass sich deine Gefühle noch ändern oder nicht. Deshalb kann ich dir zwar gern einen Erfahrungsbericht schreiben, entscheiden musst aber letztlich du allein.

    • So geht's mir auch. Wir wollten immer mehrere Kinder, dann war Nr. 1 da und ich rundrum zufrieden. Ich wäre so vollkommen glücklich gewesen und auch "komplett". Auch bei uns hat den Ausschlag zu Nr. 2 mein Mann gegeben - und alles ist gut so, wie es ist.

Auch in deiner Situation kann man nur sagen: einen Kompromiss in Sachen Kind ja/nein gibt es nicht. Du solltest nicht deinem Mann zu liebe schwanger werden.....was wenn du nach der Geburt merkst das du das alles nicht willst? Das hat kein Kind verdient und ich bin mir doch sicher das ein Kind das merkt.

Ob das umbedingt das Ende eurer ehe bedeutet kommt drauf an wie stark der Kinderwunsch bei deinem Mann ist. Geh in dich und überlege ein letztes Mal wie du zum Thema zweites Kind stehst. Dann suchst du am besten das Gespräch mit ihm und sagst ganz ehrlich ob du dir das vorstellen kannst oder nicht. Diese Ehrlichkeit hat er dann doch verdient. Natürlich ist es schwer sich da endgültig zu entscheiden....aber eine Frau will ja auch wissen was Sache ist zwecks Kinder und auch wenn bei einem Mann die biologische Uhr viel langsamer tickt ist es wichtig da offen zu sein.

Hallo,

ich kann Dich verstehen (aber deinen Mann auch)

Mein Mann und ich, wir wollten immer 3 Kinder - nun nach dem ersten sind und fühlen wir uns vollkommen - es wird keine weiteren geben. Zum Glück ist mein Mann genau dieser Meinung :-) es passt eben so wie es ist.

Ich weiß nicht, wie es ist, wenn Du Dich darauf einlässt.

Ob es nun das Ende der Ehe ist, wage ich auch nicht zu vermuten.

Höre auf Dein Bauchgefühl ...

LG! jojo

Hallo,

ich kenne Paare, die sich bewusst für nur ein Kind entschieden haben. Aus unterschiedlichen Gründen. Meine Eltern gehören ebenfalls dazu, die Eltern meines Mannes ebenso. Bei allen Paaren, die ich kenne, waren/sind sich beide einig gewesen.

Ich selbst habe mir ein zweites Kind mehr als das erste gewünscht. Ich fühlte uns nicht komplett. Mein Mann war sich allerdings lange nicht sicher, ob er ein zweites möchte. Und ich habe ihn nie gedrängt oder versucht zu überreden. Weil es nix bringt. Es müssen sich meiner Meinung nach beide einig sein. Ich hätte später keinen Bock auf Anschuldigungen a la DU wolltest das Kind gehabt, wenn es mal nicht rund läuft. Und zwei Kinder sind z.T. echt anstrengend. Als unser Sohn dann mal mutterseelenallein im Sand gespielt hat, kam aus dem tiefsten Innern meines Mannes der Satz "der braucht noch ein Geschwisterchen". Und dann haben wir es bekommen. Und ja, so sollte es sein. Ich hätte mich nie getrennt, wenn es bei einem geblieben wäre. Weil mein Partner mein Traummann ist, den ich sehr liebe. Ich denke, dass müsst ihr beide herausfinden, wie sehr der unerfüllte zweite Kinderwunsch deines Mannes eure Ehe belastet.

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