Stiefsohn und leiblicher Sohn

    • (1) 25.09.16 - 09:19
      ..sonne..

      Hallo,
      ich bin seit 3 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Wir haben einen gemeinsamen Sohn, der ist 2 Jahre alt. Ich habe noch einen Sohn aus einer früheren Beziehung, der ist 5.

      Am Anfang war alles gut soweit, mein erster Sohn war noch klein und mein Mann hat sich viel mit ihm beschäftigt, so wie ein richtiger Vater es tun sollte.
      Dann kam unser gemeinsames Kind zur Welt und mit der Zeit veränderte sich das Verhalten von meinem Mann leider. Der Große hat jetzt oft seinen eigenen Willen und das gefällt ihm nicht wenn er nicht spurt wie er es sagt.

      Wenn die Kinder sich streiten ist immer der Große schuld, obwohl das nicht immer so ist.
      Unser gemeinsamer Sohn hat alle Freiheiten, darf bei uns im Bett schlafen usw. Wenn der Große Sohn zu uns ins Bett kommt, sagt er der darf das nicht weil er schon viel zu groß ist und gefälligst alleine schlafen soll.

      Er sagt auch natürlich bevorzugt er seinen leiblichen Sohn, schließlich hat mein Sohn auch einen Vater. Dieser kümmert sich zwar auch ab und zu, doch im Alttag ist er nicht da. Und das macht meinen Sohn sehr traurig, wenn er merkt wie ungleich die beiden behandelt werden.

      Vor allem wenn er getrunken hat, ist mein Mann sehr unfair zu den beiden was die Behandlung angeht. Wenn er heim kommt spielt er nur mit dem Kleinen und er Große bleibt links liegen. Er stört. Und das bricht mir das Herz. Er schreit ihn an, beschuldigt ihn immer den Kleinen absichtlich zu ärgern weil er eifersüchtig ist, dabei stimmt es nicht. Er liebt seinen Bruder, doch wie es so ist, streiten Kinder auch mal.

      Und das Zusammenleben ist so schwierig geworden. Ich teile mich nur noch auf, versuche den Großen zu schützen. Wir streiten fast täglich darüber. Wie können wir das wieder kitten? Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann so sein würde wenn sein leibliches Kind geboren wird. Vorher war er ein super Ersatzpapa für meinen Großen. Und nun ist alles weg. Kennt das jemand? Wie geht ihr damit um?

      Danke.

      • (2) 25.09.16 - 09:45

        Ich kenne es zwar nicht, aber solche Geschichten sind ein Grund für mich persönlich warum ich niemals mehr mit jemand anderem noch ein Kind bekommen würde muss ich gestehen. Lieber bleibt es bei meinem einen Sohn als das ich so etwas riskiere.

        Aber bei euch ist das zweite Kind jetzt da und ihr müsst eine Lösung finden. Das Problem ist so wie du es schilderst hauptsächlich ja dein mann. Wie wäre es da mal zu einer erziehungsberatung zu gehen? Ich denke die können das ganze deinem Mann neutraler vermitteln was er falsch macht. Da ist aber auch das hauptproblem, dass dein mann mitmachen muss. Sollte er sich komplett weigern, würde für mich der Schutz meines Kindes vorgehen und das würde erstmal Trennung heißen. Niemand würde mir verbieten das mein Kind nachts zu mir kommt!!! Mein Kind geht immer bei sowie vor. Wäre es sein leibliches Kind würde er ja auch nichts sagen wie man sieht.

        Deinem Sohn wird es sonst immer schlechter mit diesem Mann gehen und das solltest du klar verhindern.
        Auch dir geht es ja nicht gut damit.

        Also ganz klar sagen er muss etwas ändern halt vielleicht mit einer Beratungsstelle oder wenn er das nicht will musst du etwas ändern und deine Kinder schützen. Denn auch für den kleinen ist es nicht gut so bevorzugt zu werden.

        Ich hoffe dein mann erkennt seinen Fehler und wenn nicht handelst du zum wohle der kinder.

        LG

        Allein der Satz "vor allem wenn er getrunken hat" macht mich stutzig denn das klingt nicht so toll

        Bezügl. der anderen Baustellen wäre eine Beratung mit Sicherheit kein schlechter Anfang. Sollte er sich weigern oder dieser Schritt nichts bringen würde ich darüber nachdenken ob es für die Kinder nicht besser wäre ohne diesen Mann im Alltag groß zu werden.

        Ich und meine Geschwister sind auch "nur" Halbgeschwister und von seitens der Stiefoma war das schon ein Unterschied. Das tat echt weh aber das musste ich auch nur ab und zu aushalten und nicht jeden Tag.

      >>>Er sagt auch natürlich bevorzugt er seinen leiblichen Sohn<<<

      Dass er seinen leiblichen Sohn mehr liebt, kann ich nachvollziehen, aber nicht, dass er ihn bewusst bevorzugt, das "natürlich" und in Ordnung findet.

      >>>Vor allem wenn er getrunken hat,<<<

      Dein Mann ist häufiger angetrunken zu Uhrzeiten, zu denen die Kinder noch wach sind, also halbwegs tagsüber? Stört dich das nicht?

      >>>Wie können wir das wieder kitten?<<<

      Sieht dein Mann überhaupt die Notwendigkeit, etwas zu kitten?

      (6) 25.09.16 - 10:09

      "Am Anfang war alles gut soweit, mein erster Sohn war noch klein und mein Mann hat sich viel mit ihm beschäftigt, so wie ein richtiger Vater es tun sollte."

      Er ist aber nicht sein richtiger Vater, was Du jetzt erst richtig realisierst, weil Du aus Deiner rosa Zauberwelt aufwachst und was Dein Sohn jeden Tag zu spüren bekommt. Er wird nicht geliebt und sein Stiefvater stört sich an seiner Anwesenheit, wie im Märchen mit der bösen Stiefmutter. Ich mag mir nicht ausmalen, wie er sich unter diesen Umständen die nächsten Jahre fühlen wird. Vom psychischen Knacks ganz zu schweigen. Vom Stiefvater verachtet, von der Mutter im Stich gelassen. Er muss aufwachsen als ungeliebtes Kind in einer ansonsten intakten Familie. Als Störfaktor.

      Du bist diejenige, die etwas ändern kann. Du kannst verhindern, dass Dein Mann das Kind weiterhin misshandelt. Die Frage ist nur, wie bequem ist Dein Leben im Moment und was bist Du selbst bereit zu opfern, um Deinem Sohn ein Leben in Friede und als geliebter Teil einer Familie zu ermöglichen. Bist Du Dir wichtiger als das Glück Deines Sohnes?

    • Guten morgen,
      du Arme, das ist ja wirklich eine bescheidene Situation. Ich kann dir nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Mein Partner war und ist für meine beiden Jungs aus erster Ehe immer der ein guter Freund und enger Vertrauter gewesen. Auch als unser gemeinsames Kind auf die Welt kam. Die Jungs haben auch regelmäßig Kontakt zum leiblichen Vater. In deiner Situation gäbe es für mich keine Kompromisse....entweder Alkohol weglassen und sich über sein mieses Verhalten dem älteren Kind gegenüber mit einem gesunden Menschenverstand bewusst werden und dieses ändern, oder aber Trennung (und ich bin bestimmt nicht der Typ Mensch, der sofort aufgiebt....)!
      Alles Gute

      Ich muss gestehen, dass ich auch erstmal ne Abneigung gegen meinen Stiefsohn entwickelte, als unser gemeinsames Kind auf die Welt kam. Plötzlich hat mich sein Sohn gestört, obwohl ich ihn immer total lieb hatte.

      Er war plötzlich ein fremder, der in meine Familie eindrang. Aber mir war bewusst, wie unfair das ist und habe ihn das nie spüren lassen und habe mich zusammengerissen. Ich bin schließlich die Erwachsene.

      Was dein Mann macht ist unter aller Kanone und das würde ich ihm klar und deutlich sagen, auch, dass du dich trennen wirst, wenn er sich nicht am Riemen reißt.

      Mein großer ist auch 5 und mir blutet das Herz, wenn ich mir ihn in der Situation vorstelle. Schütze dein Kind und gehe, wenn er sich nicht ändert. Frag ihn mal, ob er gern Wochenendvater werden will!

      Wahrscheinlich wüsstest du im Prinzip was zu tun wäre, was deine Pflicht wäre?
      Tun wirst du es vermutlich nicht, später im Alter werden sich deine Betreuerinnen im Pflegeheim dann fragen, warum deine Kinder und Enkelkinder dich kaum je besuchen, obwohl du doch so eine reizende alte Dame bist....

      Was du tun müsstest:
      Sofortige Trennung, damit dein älterer Sohn aus der Schusslinie kommt (auch dein Kleiner übrigens, was glaubst du was das mal für ein Arschlochkind wird bei dem was er vorgelebt bekommt).
      NACH dieser Trennung könntet ihr euch mit Hilfe von entsprechenden Fachstellen darum kümmern, ob ihr eure Probleme in den Griff bekommt, ob ihr eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft habt, wenn ihr das denn beide möchtet. Ansonsten lernt ihr vielleicht wenigstens beide gemeinsam Eltern zu sein.

      Dein Kerl säuft, wenn er. Ist den Kindern spielt und sich beschäftigt?

      Da erübrigt sich jeder Kommentar.

      (11) 25.09.16 - 13:33

      Aus Erfahrung kann ich dir (leider) nur zur Trennung raten!!

      Dein Mann wird, so wie du ihn hier schilderst, sicher nicht zur Beratung gehen, er ist sich doch keiner Schuld bewusst, im Gegenteil, er sieht es als "natürlich" an, dass er die beiden unterschiedlich behandelt.
      Das er sein leibliches Kind mehr, oder sagen wir anders liebt kann ich nachvollziehen, das ist wahrscheinlich von Natur aus so und dagegen kann man nichts machen.
      Aber als man sollte so erwachsen sein, dass das die beiden Kinder nicht merken, man sollte trotzdem beide gleich erziehen und keinen bevorzugen!
      Dein Mann wusste worauf er sich einlässt, dein erster Sohn war schon da, als ihr zusammengekommen seid! Du sagst ja auch, dass er zu Anfang, als der leibliche Sohn noch nicht da war, liebevoll mit deinem Kind umgegangen ist. Warum jetzt nicht mehr? Kann er, obwohl er ein leibliches Kind sein, noch genauso zu deinem Kind sein, wie vorher?
      Der eine darf bei euch im Bett schlafen, der andere nicht? Was soll das? Und du sagst da nichts zu? Ich an deiner Stelle würde mir mein Kind schnappen und mich mit zu ihm ins Bett legen. Soll dein Mann dann eben alleine im Bett schlafen.

      Ich bin echt sprachlos, dass du noch nichts unternommen hast. Mir tun die Kinder wirklich leid, denn auch euer beider Kind wird demnächst Probleme haben, dass er immer bevorzugt wurde.

      Wie gesagt, aus Erfahrung, trenn dich :-(

      P.S. Auch das er (scheinbar) öfter trinkt, wenn die Kinder dabei sind, bzw. er betrunken nach Hause kommt, wenn die Kinder noch wach sind, würde mich stören.

      Dein Mann ist ein A...och und ein Trinker noch dazu. Entweder er ändert sich oder du ziehst logische Konsequenzen daraus. Ihr seid keine harmonische und glückliche Familie, wach auf und schütze deinen Sohn.

      Na da hast dir ja ein wahres Schätzchen gesucht.

      Habe gelesen bis zu dem Punkt das er ab und an trinkt...

      Das du das zulässt ist schon assozial #sorry
      Zu dem rest: er wird sich nicht ändern.
      Entweder siehst du mit blutendem herz zu wie er deinen grossen kaputt macht oder du setzt ihn vor die tür.

      Und ich sag dir eines: dein grosser wird nicht nur deinen mann hassen sondern dich auch und natürlich sein geschwisterchen.

      Wenn du nicht die notbremse ziehst zerstörst du dein kind.

      (14) 25.09.16 - 18:58

      Danke für die vielen Antworten. Ich habe ihn vielleicht zu negativ dargestellt. Er ist nicht dauernd betrunken oder trinkt vor den Kindern. Aber wenn er zum Beispiel unterwegs war und etwas angetrunken ist wenn er nachts nach Hause kommt, dann ist er leider eben schroffer zu meinem Sohn wenn er ihn bei uns im Bett findet. Das meinte ich damit. Er ist weder Alkoholiker, noch trinkt er dauernd!!!!
      Zum anderen. Wie kann ich mich von ihm trennen und meinem zweiten Sohn den Vater nehmen? Er ist sehr liebevoll zu ihm und macht sehr viel mit ihm. Wenn er so auf zu meinem Ersten Sohn wäre, wäre er der perfekte Vater und Partner. Ansonsten haben wir keine gravierenden Probleme, wo ich sagen würde ich muss mich trennen. Bis auf das Problem mit meinem Sohn.

      Ich denke er hätte es am liebsten wenn er zu seinem Vater geht. Bisher habe ich mich immer gesträubt. Doch ich überlege ob es nicht sogar besser für ihn wäre. Dort ist er das einzige Kind und er könnte sich gut um ihn kümmern. Doch ich will nicht dass mein Sohn mich hasst. Dass er denkt ich gebe ihn weg. Ich möchte für alle eine gute Lösung finden. Damit für alle Ruhe einkehrt. Und wenn er weg wäre und nur alle zwei Wochen kommen würde, dann würde sich denke ich alles beruhigen. Was meint ihr?

      • Lies dir deinen Beitrag noh einmal durch. Nicht zu fassen, was du da zusammengeschrieben hast.

        >>>Wenn er so auf zu meinem Ersten Sohn wäre, wäre er der perfekte Vater<<<
        IST er aber nicht.

        >>>Ansonsten haben wir keine gravierenden Probleme<<<
        Dieses eine gravierende Problem reicht doch wohl, oder nicht?

        >>>Doch ich überlege ob es nicht sogar besser für ihn wäre.<<<
        Es wäre einfachste Weg für dich, deinen sohn zu entsorgen. Der Sohn deines Mannes wäre dann der unangefochtene Kronprinz. Und dein Sohn soll zu dem Vater, der sich bis jetzt "ab und zu" mal kümmert? Für deinen Sohn wäre das sicher nicht besser, aber dein Mann hätte dann seinen Willen durchgesetzt. Im Tierreich kenne ich das von Löwen z.B., dass sie die Jungen der Löwin totbeißen, um freie Bahn zu haben.

        >>>Ich möchte für alle eine gute Lösung finden.<<<

        Wenn du einen Arsch in der Hose hättest und nicht so feige wärst, würdest du das aber nicht auf dem Rücken des Schwächsten von euch dreien austragen, sondern dich gerade machen und für die Interessen deines Sohnes eintreten.

        >>>Was meint ihr?<<<

        Ich hoffe, du wachst noch rechtzeitig auf.

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