Witwer mit Kind

    • (1) 26.09.16 - 10:10

      Hallo!
      Ich würde gern eure Mei´nung/Ratschläge hören, weil ich grad an der Kippe stehe, alles hinzuscheißen und auszuziehen oder weiter zu machen.

      Seit 2,5 Jahren bin ich mit meinem neuen Partner zusammen. Unsere Kinder sind gleich alt und verstehen sich recht gut. Er ist Witwer Seine Frau starb an Krebs ein halbes Jahr bevor wir uns kennenlernten.

      Anfangs hat er mich auf Händen getragen. Mich wie eine Prinzessin behandelt. Er hat sofort alle Bilder und Andenken in eine Kiste gepackt, da ich mir dieses andere Glück und die Hochzeitsbilder nicht anschauen konnte.

      Nun wohne ich seit 1,5 Jahren in "ihrem" Haus mit ihrem Hund und ihren Möbeln...Ich habe schon viel ersetzt, aber es wird nicht wirklich besser. Alles verbindet ihn ja mit ihr und nicht mit mir. Er vergleicht nicht, redet nicht von ihr. Aber durch seine Mutter, die wie sie sagt, eine Tochter verloren hat, weiß ich leider viel zu viel von dieser perfekten Frau.

      Ich habe oft das Gefühl, dass die Jahre mit mir nicht für ihn zählen. Nur das was er hatte. Ich habe das Gefühl, dass nichts mit mir etwas Besonderes für ihn ist, da er fast alles bereits mit der toten Frau erlebt, gesehen oder von ihr geschenkt bekomen hat. Ich kann nichts Besonderes sein.. wie gehen in den Zoo, dass 2. Mal und er erinnert sich nur an die Wege die er immer mit ihr gelaufen ist. Ich schenke ihm etwas und erreiche nur, dass er daran denkt, dass er das schon mal von ihr bekommen hat. Selbst das Urlaub aussuchen ist schwer, da er quasi schon überall mit ihr war..

      Er sagt auch, dass er nciht weiss, ob er mich ´je so lieben kann. Ganz zu schweigen von heiraten. Wozu ich so nen blöden Ring bräuchte...aber "sie" war es wert, einen Ring zu tragen...Kann jemand meine Zweifel verstehen? Ich komme mir so wertlos vor...

      Dazu kommt, dass ich mit seiner Tochter gar nicht mehr klar komme. Selbst er sagt, dass ihr Verhalten total daneben ist, aber professionelle Hilfe lehnt er kategorisch ab. Das Mädchen bockt bei jedem bisschen rum, zieht ein Gesicht...egal was es ist, was man ihr sagt. Sie spricht quasi auch nicht mit mir. Ausser es lässt sich nicht vermeiden und mir fehlt langsam die Kraft zu allem.

      Am liebsten würde ich alles hinschmeissen, aber weglaufen ist ja auch keine Lösung.

      Hat jemand eine Meinung oder ähnliches erlebt?

      • Hallo,
        vielleicht ging das alles im Nachhinein doch etwas schnell? Ich meine, Du bist ein Jahr nach dem Tod der Frau und Mutter dort eingezogen. Da war alles noch recht frisch und die Trauerarbeit sicherlich noch lange nicht vorbei.
        Du schreibst auch nicht, wie alt die Tochter ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie den Tod der Mutter noch nicht verarbeitet hat und Dich als Eindringling sieht. Die Mutter ist gestorben, der Papa hat eine "Neue" und sie steht alleine da (aus ihrer Sicht).

        Ihr hätte möglicherweise alles etwas langsamer angehen sollen.... Du kannst Deinem Partner doch nicht verübeln, dass er seine Frau nicht vergisst. Ich hätte auch an seiner Stelle die Bilder so schnell nicht weggeräumt, schon alleine wegen der Tochter.
        LG
        Martina75

        • Hallo und lieben Dank für deinen Beitrag. Ich muss glaub ich mal was klar stellen, bevor ich hier als die böse Neue unter gehe. Zunächst habe ich nicht darum gebeten, die Fotos wegzunehmen. Klar war es kein schöner Anblick für mich und ich bin nicht freudestrahelnd davorgestanden, aber ich habe dazu nichts gesagt. Er hat die Dinge weggetan, schon bevor ich entgültig eingezogen bin. Von sich aus. Er hat eine Kiste, wo er alles für ihn wichtige gesammelt hat. Und vielleicht versteht es ja einer, es ist nicht schön in einem Haus zu leben und in fast jeder Ecke Dinge der vorherigen Frau zu finden...Die Tochter (8) hat ihre Fotos. Er war auch derjenige der so schnell wie möglich meinen Einzug wollte. Und er hatte vor mir auch schon 2 Beziehungen und Dates. Ich hatte den Eindruck, auch wenn ich es nicht nachvollziehen konnte nach der kurzen Zeit, dass er offen für mich und einen Neuanfang war. Mein Sohn ist auch 8. Er hat seinen Vater zwar nicht durch Tod verloren, aber dieser war von einer Sekunde auf die andere weg. Im Streit gegangen und nie wieder blicken lassen. Kein Anruf, keine Nachricht für mein Kind. Er war sofort bei seiner Neuen und nach 10 Taen an denen ich nicht wusste, wo er ist, ob was passiert ist..ging er dann doch ans Handy und kündigte die Scheidung an. Leider hat mein Sohn da auch kein schönes Schicksal. Weder der Tochter noch meinem Kind wird verboten ber den fehlenden Elternteil zu sprechen. Bei beiden Erwachsenen trübt sich bei dem Thema leider aber das Gemüt. Mein Freund möchte auch keine Bilder oder Erzählungen aus meiner Vergangenheit hören/sehen...schwierig. Ich habe anfgangs zugehört...aber nach einem Jahr mit mir, hatte ich nciht mehr die Kraft mir die Tränen wegen ihr anzusehen. Vor allem, weil er mir immer wieder (leider oft im Streit) erzähte, dass sein ganzen Leben für sie aufgebaut ist und dass er ja schlecht sie wieder ausgraben könnte und und und...ich also als 2. Wahl und zwangsweise Ersatz? Die Tochter hatte mal ein gutes Verhältnis zu mir. Ich habe ihr Zeit gelassen sich auf mich einzulassen. Sie nicht gedrängt. Ich weiß nciht was passiert ist oder wann genau sich das Verhältnis zu mir geändert hat. Sie ist allgemein sehr schwierig geworden. Auch ihrem Vater gegenüber und in der Schule. Weiß nciht, ob es an mir liegt oder daran, dass sie keine professionelle Hilfe nach dme Tod der Mutter erhalten hat oder woran.. Viele hier sagen, ich solle mich trennen. Aber ich denke auch an mein Kind. Ihm würde es das Herz zerreißen, da er meinen Freund total akzeptiert hat und liebt. Er fühlt sich hier angekommen...

          • >>> Zunächst habe ich nicht darum gebeten, die Fotos wegzunehmen.<<<

            Du hast vielleicht nicht darum gebeten, dich aber wohl entsprechend verhalten:

            >>>Er hat sofort alle Bilder und Andenken in eine Kiste gepackt, da ich mir dieses andere Glück und die Hochzeitsbilder nicht anschauen konnte.<<<

            • Möchtest du dir jeden Tag solche Fotos ansehen? Jeden tag daran erinnert werden, dass du eigentlich gar nicht der Plan bist?

              • Darum geht es nicht, sondern darum, dass du jetzt behauptest, dein Freund hätte die Erinnerungsdinge ohne dein Zutun weggeräumt.

                >>>Jeden tag daran erinnert werden, dass du eigentlich gar nicht der Plan bist?<<<

                Ich wäre nie mit einem Mann zusammengewesen, wenn ich das Gefühl hätte, "nicht der Plan" zu sein.

                Du bist die ganze Sache unter vollkommen falschen Voraussetzungen und Erwartungen angegangen.
                Mit dem Wegräumen der Bilder bist du in eine Konkurrenz zu einer Toten gegangen, bei der du nicht "gewinnen" kannst.
                Bilder, die lange irgendwo stehen oder hängen, nimmt man mit der Zeit nicht mehr wirklich wahr, aber die fehlenden Bilder, DIE hinterlassen Lücken.

                An anderer Stelle schrieb ich, dass ihr es beide vergeigt habt, ich will dir also nicht den schwarzen Peter zuschieben.

              • (7) 27.09.16 - 08:17

                ich genau diese antwort zeigt mir, dass meine erste einschätzung richtig war.

                du hast ihm keine zeit gelassen und du hast nicht die gabe und das gefühl dich auf so einen menschen einzulassen, da ist es völlig normal das du jetzt genau da stehst wo du stehst und es wird sich auch nicht mehr ändern, denn bei ihm ist schon was zerbrochen und das kann man nicht mehr kitten.

                vermutlich siehst du das anders und meinst du warst feinfühlig genug usw., aber nein, das warst du nicht, nicht so wie es nötig war.ihr hättet nur auf dauer eine chance gehabt wenn du es gewesen wärst bzw. bist.
                aber...der eine hat es, der andere nicht.

                Das muss man denke ich akzeptieren! Seine verstorbene Frau gehört zu seinem Leben und wird immer! Eine Rolle spielen! Mein Papa hat auch eine neue Frau bei sich wohnen aber Bilder von meiner Mama hängen dennoch an der Wand. Er war 25 Jahre mit ihr verheiratet und keine andere Frau kann das ersetzen. Sicher kann und soll man wieder etwas aufbauen aber die Erinnerung werden bleiben. Wenn mein papa die Bilder meiner mama weg hängen würde, wäre ich schon ziemlich getroffen.... Und ich bin ein erwachsenes kind. Wie muss sich das kleine kind gefühlt haben als papa die verstorbene mama sichtbar verschwinden ließ und eine andere Frau den Platz der geliebten Mutter eingenommen hat. Anfangs hat sie es vielleicht nicht so gesehen aber kinder werden älter und verstehen Dinge genauer.

          Ohne nun alle 41 Postings gelesen zu haben, meine Meinung.
          Der Mann hat sich selbst überhaupt keine Zeit gegeben, seine Trauer einigermaßen zu verarbeiten. Wenn er schon vor Dir Dates hatte, dann hat er sich da hineingestürzt - um zu vergessen? Um seine Trauer zu kompensieren? Seine Hilflosigkeit? Seine Wut, dass sie ihn alleinließ mit dem Kind? Keine Ahnung, ich kenne ihn nicht. Trauer ist nicht rational. Und das gleiche gilt für seine Tochter auch. Sie hatte ebenfalls keine Zeit, alles zu verarbeiten und sich an die neue Situation ohne ihre Mutter zu gewöhnen.
          Der Mann hat alles falsch gemacht, was geht - meine Meinung. Denn ich gehe mal davon aus, dass er seine Frau geliebt hat - und einen lieben Menschen an Krebs jämmerlich sterben zu sehen, das wirkt nach, das steckt man nicht einfach weg.
          Ich habe meine beste Freundin und meinen Mann innerhalb eines halben Jahres an den Sch**ß Krebs verloren, ich weiß, wovon ich rede. Mein Mann ist nun eineinhalb Jahre tot und ich kann es mir nicht ansatzweise vorstellen, seine Bilder wegzuräumen bzw. die Wohnung "clean" zu machen für jemand anderes.
          Ich würde euch wirklich vorschlagen, schnellstmöglich eine Familientherapie anzustreben. Ihr müsst sehen, wie ihr als neue Familie zurechtkommt - und die Trauer des Mannes muss auch thematisiert werden, damit ist er noch lange nicht durch, sowenig wie das Kind.
          Ansonsten gebe ich euch keine Zukunft, wenn das nicht für ALLE Beteiligten hilfreich und professional aufgearbeitet wird.
          Alles Gute.
          LG von Monie

    Ich denke auch das es bei euch alles viel zu schnell ging. Warum musste er denn alle Bilder ect. abhängen? Das war sicher auch für die Tochter hart....und vllt benimmt sie sich jetzt auch deshalb so. Du ziehst ein und plötzlich verschwindet alles von ihrer mutter... Ich an ihrer Stelle könnte dich wohl auch nicht leiden. So ganz verstehe ich auch dein Problem nicht. Die Frau hat ihn ja nicht verlassen sondern ist gestorben....

    Wahrscheinlich hat auch dein Freund seine Trauer noch gar nicht richtig verarbeitet...er ist nunmal ein Mann der eine Vergangenheit hat.

    Was hilft? Vielleicht Geduld, vielleicht auch das ihr euch erstmal etwas abstand gönnt... Drängen wird wohl nichts bringen es ging ja eh alles sehr schnell und vorallem solltest du aufhören dich mit seiner toten Frau zu vergleichen....das kann nur schief gehen.

    (11) 26.09.16 - 10:45

    Hallo.

    Trenn dich am besten. Du wirst nie klarkommen. Und er sollte erst mal seine Trauer verarbeiten. Das ist keine Basis für euch, geschweige denn für die Kinder. Erst habt ihr die Sachen der toten Mutter beseitigt, nun stellst du fest, es wurde alles schon gemacht, was du machen möchtest. Mittlerweile kommst du nicht mal mehr mit der Tochter klar, oder du willst nicht. Warum das Kind so reagiert, überleg mal. Sie hat ihre Mutter verloren, die niiie wieder kommt. Vielleicht solltet ihr doch die Mutter wieder ein Stück in euer Leben lassen. Wenn du das nicht kannst, dann zieh aus, bevor das Kind richtig eingeht. Mach den Weg frei für die Bewältigung des Todes der Mutter und Partnerin.

    Alles Gute.

    PS: Ein halbes Jahr Trauerbewältigung reicht manchmal nicht. Und wie wurde sie bewältigt.

    (12) 26.09.16 - 10:45

    Hallo,

    oh je, oh je...
    Nein ich habe nichts ähnliches erlebt.

    Aber in deinen paar Zeilen hab ich doch vieles entdeckt:

    dein Selbstbewusstsein war anscheinend schon vor dieser Partnerschaft nicht das Stärkste und leidet darunter, daß du dich als 2. Wahl fühlst. Also ich muß ehrlich sagen, ich finde es gewissermaßen unmöglich, daß er all seine Andenken, Fotos etc. wegräumen musste und das nach einem halben Jahr. Die Trauerphase ist nach 6 Monaten noch längst nicht abgeschlossen, sondern wurde in diesem FAll wohl eher "verboten /unterbunden" . Genau das kann aber nicht gutgehen. Gefühle hier einfach auszuklammern, nicht zuzulassen wird auf Dauer wohl eher das Gegenteil bewirken.

    Warum darf er denn mit dir nicht über diese Frau sprechen, über seinen Schmerz, seine Trauer? ISt es nicht notwendig für eine Partnerschaft, Gefühle einfach zuzulassen, zu tolerieren?

    Seine Tochter merkt, daß hier die Mama völlig ausgeklammert wird und dass die Ursache dafür, bei dir liegt - tut mir leid, aber das kann ja nicht gutgehen.

    Natürlich hat seine EX-Schwiegermutter bzw. auch dein Partner gute Erinnerungen an SIE. Ist es nicht ein Stück weit normal, daß, wenn man eben aufgrund von (viel zu frühen) Tode jemanden loslassen muss, man sich gerne an die schönen Zeiten erinnert?

    Dein Partner hat eben Vergangenheit und er hat sich nicht aus dieser Beziehung gelöst, weil er mit dieser nicht mehr klarkam, sondern weil er aus einem anderen Grunde musste!
    Du hast doch schließlich auch Vergangenheit! Schließlich hast du ja ein Kind, also wird es auch in deinem Leben schon mal jemanden gegeben haben, den du sehr geliebt hast, oder?

    Ich glaube, du verlangst und erwartest schlichtweg zuviel und genau das ist dann auch ursächlich dafür, daß zwischen euch nicht wirklich etwas Standhaftes wachsen kann. Eine Beziehung/Liebe, die sich auf gegenseitigem Vertrauen, Verständnis aufbaut kann wirklich eine sichere Essenz bilden. Dies wird meiner Meinung nach nur möglich sein, wenn du es zulässt, daß dein Partner sich auch noch an seine erste FRau und Mutter seines Kindes erinnern darf.

    Außerdem denke ich, daß du übertreibst mit Aussagen wie: Urlaub planen ist schwer, weil er mit ihr schon ÜBERALL war, ihm etwas Schenken geht nicht, weil er von ihr schon ALLES bekam... Du begibst dich hier in eine Rivalität, möchtest besser sein, als SIE. GEnau das hast du aber nicht nötig - du bist anders und in mancherlei sicher auch besser... aber das musst du niemanden beweisen.
    LG und alles Gute

    • (13) 26.09.16 - 11:12

      Hallo und lieben Dank für deinen Beitrag.

      Ich muss glaub ich mal was klar stellen, bevor ich hier als die böse Neue unter gehe.
      Zunächst habe ich nicht darum gebeten, die Fotos wegzunehmen. Klar war es kein schöner Anblick für mich und ich bin nicht freudestrahelnd davorgestanden, aber ich habe dazu nichts gesagt. Er hat die Dinge weggetan, schon bevor ich entgültig eingezogen bin. Von sich aus. Er hat eine Kiste, wo er alles für ihn wichtige gesammelt hat. Und vielleicht versteht es ja einer, es ist nicht schön in einem Haus zu leben und in fast jeder Ecke Dinge der vorherigen Frau zu finden...Die Tochter (8) hat ihre Fotos.

      Er war auch derjenige der so schnell wie möglich meinen Einzug wollte. Und er hatte vor mir auch schon 2 Beziehungen und Dates. Ich hatte den Eindruck, auch wenn ich es nicht nachvollziehen konnte nach der kurzen Zeit, dass er offen für mich und einen Neuanfang war.

      Mein Sohn ist auch 8. Er hat seinen Vater zwar nicht durch Tod verloren, aber dieser war von einer Sekunde auf die andere weg. Im Streit gegangen und nie wieder blicken lassen. Kein Anruf, keine Nachricht für mein Kind. Er war sofort bei seiner Neuen und nach 10 Taen an denen ich nicht wusste, wo er ist, ob was passiert ist..ging er dann doch ans Handy und kündigte die Scheidung an. Leider hat mein Sohn da auch kein schönes Schicksal.

      Weder der Tochter noch meinem Kind wird verboten ber den fehlenden Elternteil zu sprechen. Bei beiden Erwachsenen trübt sich bei dem Thema leider aber das Gemüt. Mein Freund möchte auch keine Bilder oder Erzählungen aus meiner Vergangenheit hören/sehen...schwierig.

      Ich habe anfgangs zugehört...aber nach einem Jahr mit mir, hatte ich nciht mehr die Kraft mir die Tränen wegen ihr anzusehen. Vor allem, weil er mir immer wieder (leider oft im Streit) erzähte, dass sein ganzen Leben für sie aufgebaut ist und dass er ja schlecht sie wieder ausgraben könnte und und und...ich also als 2. Wahl und zwangsweise Ersatz?

      Die Tochter hatte mal ein gutes Verhältnis zu mir. Ich habe ihr Zeit gelassen sich auf mich einzulassen. Sie nicht gedrängt. Ich weiß nciht was passiert ist oder wann genau sich das Verhältnis zu mir geändert hat. Sie ist allgemein sehr schwierig geworden. Auch ihrem Vater gegenüber und in der Schule. Weiß nciht, ob es an mir liegt oder daran, dass sie keine professionelle Hilfe nach dme Tod der Mutter erhalten hat oder woran..

      Viele hier sagen, ich solle mich trennen. Aber ich denke auch an mein Kind. Ihm würde es das Herz zerreißen, da er meinen Freund total akzeptiert hat und liebt. Er fühlt sich hier angekommen...

      • (14) 26.09.16 - 11:24

        Ok das mit den Bildern klingt hier wieder anders dann. Oben hast du wirklich den Eindruck vermittelt dass das ganze von dir ausging. So denke ich ist er aber eindeutig noch nicht bereit für eine wirklich ernsthafte Beziehung und ich bleibe dabei das du dich trennen solltest. Er ist noch nicht über seine Frau hinweg und auch noch nicht bereit seine Trauer zu verarbeiten anscheinend.

        Er braucht in meinen Augen dringend professionelle Hilfe weil er dich in den vorherigen Beziehungen und auch in der Beziehung mit dir eher flüchtet als aktiv seine Trauer erstmal zu verarbeiten.

        Genauso anscheinend seine tochter. Sie hat anscheinend auch ein großes Problem momentan und ihr Vater ist leider selber noch nicht in der Lage ihr zu helfen weil er selber noch nicht soweit ist.

        Für deinen sohn ist das natürlich auch nicht schön was er mit seinem Vater durchmachen musste, aber es ist doch auch für beide Kinder keine Lösung das Ohr zusammen bleibt aber sie immer ein "schlechtes gewissen" haben über ihre Eltern zu reden weil es eure neuen Partner jeweils traurig macht.

        Eine räumliche Trennung und professionelle Hilfe für euch alle von außen ist denke ich hier wenn der richtige weg, wenn ihr nicht alle, auch die kinder, daran kaputt gehen wollt.

        Such dir erstmal eine Wohnung und bring räumliche Distanz zwischen euch und sucht gemeinsam nach einem guten Therapeuten für euch alle.
        Nur dann sehe ich langfristig wenn eine Chance für euch als familie.

        LG

        <<<Und er hatte vor mir auch schon 2 Beziehungen und Dates. >>>

        Die haben schnell gemerkt, dass das nicht funktioniert. Warum sollte es bei dir funktionieren. Er hat die Trauer eben noch nicht überwunden, geschweige denn der Tochter beizustehen, die auch dringend Hilfe benötigt. Dass du das nicht schaffst auf Dauer, das ist doch klar.

        <<<Leider hat mein Sohn da auch kein schönes Schicksal.>>>

        Zumindest hat er noch die Möglichkeit, ihn treffen zu können. Mit ihm zu reden, da er ja eigentlich noch da ist. Die Tochter hat diese Option nicht mehr. Daher sind das zwei grundverschiedene Schicksale. Und dein Sohn hat die Möglichkeit mit deiner Hilfe, seinen Vater kennen zu lernen. Egal jetzt, ob du es möchtest oder nicht. Aber er hat die Möglichkeit. Seh es doch mal so.

        <<<Viele hier sagen, ich solle mich trennen. Aber ich denke auch an mein Kind. Ihm würde es das Herz zerreißen, da er meinen Freund total akzeptiert hat und liebt. >>>

        Dann schaust du lieber zu, wie die Tochter eingeht. Ihr zerreisst es jeden Tag das Herz, da sie ihrer Mutter nicht mehr nah sein kann. Also ich würde an deiner Stelle mehr auf die Tochter eingehen. Bring die Mutter wieder mit ins Spiel. Frag sie einfach nur Dinge, die das Kind versteht und auch beantworten kann. Zeig Interesse an ihre Mutter, seh sie nie als Rivalin, sie kann sich nicht mehr wehren. Dreh den Spieß um. Dein Sohn verliert dich und kommt in eine neue Beziehung. Du würdest dir wünschen, wenn du auch noch einen Platz dort hättest, oder nicht. Geh in das Kind rein und hör ihr zu. Auch wenn es im ersten Moment schwer ist, es wird besser und du kannst besser damit umgehen, da du auch das Kind verstehst. Da kann aber nur funktionieren, wenn du das möchtest und bereit bist. Ansonsten geh aus dieser Familie raus und lass sie trauen.

        Alles Gute.

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