Brauche dringend Hilfe! Trennung ja oder nein?

    • (1) 03.10.16 - 00:53

      Hallo,

      ich habe mich jetzt extra hier angemeldet, um mein Problem loszuwerden. Denn ich kann bald nicht mehr.
      Ich bin 32 Jahre alt, Volljuristin und seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen. Davon seit 2012 verheiratet. Inzwischen haben wir auch eine 2 Jahre alte Tochter. Doch seit deren Geburt haben wir uns erst nur noch gestritten. Sie war ein Schreikind, er war schnell wieder arbeiten, ich win Jahr lang in Elternzeit. Das Vollzeitmama sein fiel mir viel schwerer als gedacht. Am Ende des Jahres war ich schnell genervt und hatte trotzdem ein schlechtes Gewissen wieder Teilzeit zu arbeiten.

      Wegen unserer Krise und Streiterei (um und über alles: Kindererziehung, Haushalt, der Sex...einfach ALLES) beschlossen wir einen Neuanfang in einer anderen Stadt, auch weil Mann sein alter Job sehr frustrierte. Er fand in einer neuen Stadt einen Job, ich suchte einen und fand ebenfalls einen als Sachbearbeiterin in Teilzeit.

      Kurze Zeit besserte sich unsere Beziehung, doch unser Sexleben ist eine Katastrophe. Ich schob anfangs alles aufs Kind, aufs Stillen, auf den mangelnden Schlaf. Die letzten Monate vemerkte ich allerdings, dass ich für andere Männer durchaus schwärmen kann, was diese Sache angeht. Nur auf meinen eigenen Mann hab ich keine Lust mehr. Ich ging dem natürlich nie nach, weil ich ein treuer Mensch bin und tat es als harmlose Schwärmerei ab.

      Die ewigen Streitereien raubten mir aber insbesonder in den letzten Monaten jede Kraft.

      Er sagt ich könne nur motzen, ich sage er schaut erstmal, wo er bleibt und dann kommen alle anderen.
      Ich denke wir haben beide recht.
      Und seit ca. 2 Monaten schwärme ich jetzt für jmd. Anderen. Nur diesmal verfliegt es nicht und ich befinde mich in einer Art Phantasiewelt. Auch hier gilt, dass ich dem nicht nachgehe. Und die Person ist darüber hinaus 21 Jahre älter und ich kenne sie kaum. Daraus schließe ich, dass etwas sehr im argen ist und das schon länger.
      Was ich nun schreibe, zerstört mich langsam als Mensch, da ich mich sehr böse dabei fühle. Aber ich möchte es loswerden:
      Ich habe das Problem, dass ich des Streitens müde bin. Und dass ich regelrecht Panik bekomme, wenn mein Mann mit mir intim werden will, weil ich ihn inzwischen regelrecht abstoßend finde. Ich kann nur noch an eine Trennung denken, stelle mir vor, wie ich eine Einzelwohnung beziehe und irgendwann nach langer Zeit des Alleinseins wieder jemanden kennenlerne, der mich glücklich macht.
      In Gedanken renne ich aber auch immer zu diesem Mann und stehle mich in sein Herz.
      Da ich diese Schwärmerei nicht ernst nehmen kann, weiß ich nicht, ob ich meine übrigen Gefühle ernst nehmen soll.

      Denn man trennt sich nicht einfach so.
      Ich habe lange Zeit als Anwältin im Familienrecht gearbeitet. Ich weiß es kann passieren, dass man sich auseinanderlebt und ich bin auch nicht von der Sorte, dass man zusammen bleiben MUSS. Insbesondere weil ich mit solchen Eltern groß geworden bin und das für mein Kind so nicht möchte.
      Aber ich will natürlich auch nicht "leichtfertig" die Familie zerstören, die mein Kind haben könnte.
      Auch das "Aufteilen" des Kindes würde mich fast umbringen, wäre aber wohl nur fair, da mein Mann ein guter Vater ist.
      Das Problem ist, dass wir vor einigen Wochen offen gesprochen haben, auch über Trennung.
      Er weiß, dass ich aktuell keine Liebe mehr empfinde und bemüht sich nun sehr.
      Mir tut das alles sehr weh und leid und ich habe, aufgrund der Unfähigkeit ihn zu lieben, obwohl er es doch verdient hätte, bereits 7 kg abgenommen und verschwinde immer mehr in einer Art Traumwelt.

      Ich habe auch weniger Geduldmit meiner Tochter und bin insgesamt einfach kein netter, ausgeglichener Mensch gerade.
      Meine Frage an euch ist die folgende:
      Wer war schonmal in einer solchen Situation? Habt ihr da wieder rquagefunden? Konntet ihr die Liebe und die Leidenschaft tatsächlich "wieder entdecken?"
      Oder habt ihr euch getrennt und wenn ja, habt ihr es bereut?
      Macht eine Paartherapie überhaupt noch Sinn, wenn alles in mir nur laut "ich will weg!" schreit?
      Mein Mann meinte vor 2 Wochen zu mir, er habe das Gefühl, ich hätte damit abgeschlossen und ich konnte nicht antworten, aber dachte mir, dass er recht hat.
      Tagsdrauf hatte ich sowas von Magen Darm, dass ich den ganzen Tag nichts essen konnte.
      Ich weiß nicht, was ich tun soll und erhoffe mir Erfahrungsberichte.

      Viele hilflose Grüße

      Aujumu

      • Hallo und guten Morgen,

        ich möchte dir gerne von meiner Situation erzählen.

        Ich war mit meinem Exmann auch knapp 10 Jahre zusammen, 2 davon verheiratet. Allerdings hatten wir keine Kinder. Auch bei mir war die Liebe iwann weg, schleichend. Viel Stress, Streit und Tränen. Wir beschlossen eine Paartherapie zu machen. Er klammerte sich an diese, dachte jetzt wird alles gut. Mir hat es aber erst recht die Augen geöffnet, dass ich so nicht weiterleben kann und will. Schweren Herzens beschloss ich mich zu trennen. Es tat mir für ihn auch leid, denn er machte sich wirklich Hoffnungen.

        Aber was soll ich sagen. Ich habe nicht eine Sekunde bereut. Habe mein Leben neu sortiert und mich selbst erst einmal durchleuchtet, was ich wirklich möchte. 10 Monate später habe ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt, er ist definitiv mein Seelenpartner und ich könnte glücklicher nicht sein. Nie hätte ich mir sowas erträumt. Und auch mein Exmann ist wieder glücklich, mittlerweile sieht auch er die Trennung als richtig an.

        Wünsch dir ganz viel Kraft und dass du in dich hineinhörst was du wirklich willst.

        Alles Liebe!!!

        Das hört sich nach einer schwierigen Entscheidung an. Die kannst du am Ende wohl nur alleine treffen, ich kann auch gar nicht viel dazu sagen.

        Aber zum Thema Paartherapie kann ich etwas beitragen. Die macht nur Sinn, wenn du mit einem eigenen und ehrlichen Anliegen kommst. Wenn du also dem Therapeuten den Auftrag gibst "Helfen Sie uns unsere Beziehung zu retten!" obwohl du nur weg willst, dann kannst du es auch gleich lassen.

        Aber vielleicht gibt es ja einen Auftrag der dir wirklich helfen würde. "Ich weiß nicht, ob ich diese Beziehung weiterleben will/ihr noch eine Chance geben. Helfen Sie mir Klarheit zu finden." könnte eine Idee sein. Oder "Wie können wir uns auf eine gute Art und Weise trennen um unserer Tochter weiterhin liebevolle Eltern zu sein?"...

        Wenn wirklich nichts mehr in Dir sagt "ich will bei ihm bleiben, ich liebe ihn" - dann hat auch eine Paartherapie keinen Sinn.
        Dann würde ich eher darüber nachdenken, wie man es hinbekommt, evtl. mit einem Mediator, eine möglichst chaosfreie und für das Kind nicht so schädliche Trennung hinzubekommen. Alles andere ist irgendwie Selbstbetrug oder sich selbst schöngeredet - ich weiß gerade nicht, was passender ist.
        Du bist eine intelligente Frau - Du hast das sicher selber schon festgestellt, brauchst nur noch den letzten Anstoß.
        Hauptanliegen sollte nun euer Kind sein - es versteht mit zwei Jahren leider noch garnicht, was los ist - spürt aber sicher sehr gut die negative unharmonische Grundstimmung.
        Alles Gute für euch.
        LG Moni

      • Guten Morgen!

        Ein Paartherapie ist vielleicht nicht verkehrt. Allerdings sollte man nicht mit einer stimmten Hoffnung auf radikale Genesung der Beziehung dorthin gehen. Das ist Unsinn. Eine Paartherapie macht auch Sinn, um sich zu sortieren. Du bist selbst ambivalent, was deine Entschiedung betrifft. Dein Mann sieht es im Moment nicht ein, dass eine Trennung wahrscheinlich die beste Lösung ist. Moderierte Gespräche können aber eine ganze Menge Klarheit bringen und letztlich zu einer geordneten Trennung führen. Das würde dir dein schlechtes Gewissen etwas nehmen und dein Mann könnte auch Zünder Einsicht gelangen, dass es der vernünftigste Schritt ist.

        Wunder vollbringen können die Therapeuten dort nicht.

        Meine Erfahrung ist die, sobald eine Frau Ekel verspürt gegenüber ihrem Partner, sie ihn nicht berühren kann oder von ihm berührt werden kann ohne dass es sie anwidert, dann ist eigentlich das Ende eingeläutet. Habe es noch nie erlebt, dass es danach nochmal klappte.

      • Hallo,

        statt Euch gegenseitig im Alltag zu unterstützen sucht Ihr die Gründe für Eure Unzufriedenheit jeweils beim anderen Partner. Was habt Ihr für Euch als Paar mal Gutes getan? Ein Abendessen außerhalb ohne Kind? Ein Wochenende nur mal für Euch?
        Eure Erwartungen und Vorstellungen entsprechen nicht der Realität, aber statt zu versuchen erstmal diese Probleme anzugehen gibt es Vorwürfe und Schuldzuweisungen.
        Wenn Du keine Liebe mehr empfindest und keinen Grund für das Fortsetzen der Ehe, dann mußt Du wohl die Trennung durchziehen, aber vergiß erstmal den anderen Mann. Es führt zu nichts, wenn Du Dich aus Frust die nächste Beziehung eingehst, weil Du meinst, es würde besser als in der Ehe laufen.

        LG
        Lana

        Hallo,
        was du brauchst ist kein weißer Ritter der dich auf Händen in den Sonnenuntergang trägt. Eher Abstand, am besten von allem. Versuch doch mal eine Vater-Kind-Kur für deinen Mann zu bekommen, dann hast du Zeit zur Ruhe zu kommen und dich ganz für dich zu sortieren. Du hängst da grad emotional in einem Hamsterrad fest.
        Ich war vor Jahren mal in derselben Situation und wir haben es geschafft...allerdings waren wir damals noch nicht im Status Ekel, sondern nur bei totaler Gleichgültigkeit. Da rauszukommen hat über ein Jahr gedauert und extrem viel Kraft gekostet.
        Viel Glück!

        (9) 03.10.16 - 11:53

        Hallo,

        ihr habt euch vor 4 Jahren ein Eheversprechen gegeben und habt eine gemeinsame Tochter.

        Ganz klar, ich wuerde kämpfen, unter Inanspruchnahme einer Eheberatung, diese Familie zu erhalten.

        Viele Grüsse

        (10) 03.10.16 - 12:14

        Hallo,
        ich habe meinen Ex-Mann 2001 direkt nach dem Studium kennengelernt, im Nachhinein war schon im ersten Jahr einiges, was mir hätte sagen müssen, daß wir nicht zusammenpassen. Er war anders als meine Ex-Freunde, normal, vernünftig, reif - und ich hatte eben im Kopf, daß man sich zum Heiraten und Kinder kriegen einen vernünftigen reifen Mann sucht. Dann kamen aus beruflichen Gründen 2 Jahre Fern-Beziehung (er war in den USA) und da das recht gut klappte, war klar, nach seiner Rückkehr wird zusammengezogen und geheiratet. Die Hochzeit war dann 2005, 2007 und 2008 kamen unsere Söhne auf die Welt, wir haben ein Haus gebaut.
        Er war reif, oder anders gesagt schon als Kind alt / altmodisch. Vernünftig - langweilig. Der Sex war schlecht. Kuscheln war nicht seins, zum Einschlafen durfte ich ihn nicht berühren, weil ihn das störte. Von meiner Seite keine Leidenschaft, ich fand ihn nie sexy oder attraktiv - dachte das wäre jetzt kein Kriterium für einen Ehemann. Er war geizig, obwohl wir gut verdient haben - Verarmungswahn nannten wir beide das. Und damit meine ich 1x/Monat essen gehen war nicht drin, wir haben auch mit Freunden nichts unternommen, keinen zu uns eingeladen, sind entsprechend auch nicht eingeladen worden. Er kam abends oft erst wenn die Kinder schon ins Bett gingen und war auch am Wochenende am Laptop, um zu arbeiten. War ihm alles zuviel, klar, aber für mich waren die Prioritäten falsch gesetzt.
        Ich hatte 3,5 Jahre Elternzeit genommen und als ich dann wieder 50% angefangen habe zu arbeiten, habe ich mitbekommen, daß Kollegen nach der Arbeit noch weggegangen sind. Und wenn es nur zur Pommesbude war! Oder schönes Wetter - spontan grillen. Und mir ging es gesundheitlich schlechter, habe Rhythmusstörungen bekommen, Pickel, abgenommen (und ich war vorher schon dünn). Wir haben nach körperlichen Ursachen gesucht - Schilddrüse, Vitaminmangel oder so. War aber alles gut. Bis mir nach > 6 Monaten plötzlich ein Licht aufgegangen ist, weil es mir besser ging, wenn er ein Wochenende auf einem Kongress war - seine Nähe machte mich krank. Ich wollte nicht mehr mit ihm zusammen sein, weil ich ihn nicht mehr geliebt habe. Und wenn ich ihn mir so nüchtern angeschaut habe - wollte ich ihn auch nicht mehr lieben. Ich wollte nicht um unsere Ehe kämpfen, sondern daß er weggeht. Erst wollte ich mir etwas Zeit geben, an mir arbeiten, aber mein Körper hat gestreikt. Daher habe ich ihm gesagt, daß ich ihn nicht mehr liebe und ich die Trennung will. Für ihn kam das völlig überraschend - naja. Er hat das auch nicht akzeptiert, man könne eine Ehe nach so vielen Jahren und mit Kindern nicht einfach wegwerfen, Ehetherapie#bla 2-3 Monate haben wir dann so nebeneinander hergelebt, bis er gemerkt hat, daß ich schon längst im Kopf weg bin und sogar offen für was Neues wäre. Eine Sitzung Paartherapie haben wir gemacht, die haben ja elend lange Wartezeiten.... Aber für mich war klar ich will ihn nicht mehr. Ich hatte mich vorher schon von einem Anwalt beraten lassen, zu dem sind wir dann nochmal zusammen gegangen. Wir haben überlegt, wer das Haus halten kann, wie wir das mit den Kindern machen, letztendlich habe ich mir eine Wohnung gesucht. Die Kinder betreuen wir seitdem (sie waren da 3 und 4 Jahre alt) im Wechselmodell, Freitags holt der jeweils andere sie in der Schule ab. Das war nicht meine Idee sondern seine und hat mich viel Kraft und Tränen gekostet, aber Väter haben die gleichen Rechte und er hat beruflich runtergeschraubt um das möglich zu machen. Naja, und seine Eltern und seine jetzige Frau unterstützen ihn ;-)
        Ich habe - nachdem wir zusammen beim Anwalt waren - meinen jetzigen Mann kennengelernt. Auch mein Ex-Mann hat wieder geheiratet, wir wohnen 500m voneinander entfernt, die Kinder mögen die neuen Partner (und wir uns untereinander auch) und ich denke, für alle Beteiligten war es gut so wie es gelaufen ist.

        Mein jetziger Mann ist für mich auch nach fast 5 Jahren noch attraktiv #mampf, wir kuscheln beide gern und reifen und altern zusammen. In ~ 8 Wochen bekommen wir ein Baby #verliebt Damit habe ich und die Kinder sicherlich Glück gehabt, aber selbst alleine wäre ich glücklicher als mit meinem Ex-Mann gewesen. Und ich versuche seitdem frühzeitig auf mein Bauchgefühl zu hören, bevor mein Körper die Notbremse zieht.

        Wenn Du weitere Fragen hast, gerne per PN.
        Alles Liebe.

        (11) 03.10.16 - 16:20

        Hallo,
        wir waren 15 Jahre zusammen, haben 2 Kinder (12 und 10 1/2 heute). Mir ging es ein wenig wie dir: ich wollte einfach nicht mehr. Bei uns war es so, dass er immer schlecht gelaunt war, ich habe Karriere gemacht und hatte nicht mal mehr Lust nach Hause zu kommen abends.

        Wir hatten auch mal Gespräche, aber er war immer ausweichend. Irgendwann, ohne es zu wollen, habe ich mich in einen anderen Mann verliebt. Da fremdgehen nicht in Frage kommt, habe ich mich dann irgendwann getrennt. Am Anfang war das sehr heftig, er war aggressiv, hat zuviel getrunken usw.
        Nach etwas mehr als einem Jahr jetzt läuft es super: er hat eine Wohnung im selben Viertel, die Kinder sind eigentlich bei mir, aber wenn ich abends weggehe, dann schlafen sie bei ihm. 2 oder 3 mal pro Woche gehen wir zusammen essen, mit Freunden, mit den Kindern...

        Ich muss dazusagen, dass wir finanziell immer getrennte Konten hatten, ich arbeite, er arbeitet, es fehlt uns beiden nichts. Wir wollen beide keinen Unterhalt, und kommen beide für die Kinder auf: manchmal geht er einkaufen mit ihnen, manchmal ich.

        Ich bin glücklich, diesen Schritt gemacht zu haben. An Sex war nicht mehr zu denken, ich wollte und konnte nicht mehr. Jetzt hat jeder sein Leben, aber es gibt noch offiziell keinen neuen Partner, weder bei ihm noch bei mir. Wenn das der Fall ist, wird das wohl nochmal alles ein wenig verändern, aber da wir uns gut verstehen, müsste das dann auch klappen.

        Man lebt nur einmal. Und dein Kind hat nichts von einer unglücklichen Mutter.

        Alles Liebe!

        hallo!

        an deiner stelle würde ich mal ein wochenende wegfahren, in ruhe über alles nachdenken.

        wenn du eigentlich ein mensch bist, der nicht einfach alles hin schmeisst, dann kannst du versuchen, deine liebe zu reaktivieren. das funzt natürlich nur, wenn davon tatsächlich noch etwas da ist. ob dem so ist, kann dir keiner sagen und kannst du wohl grad auch selbst nicht beantworten. es käme auf einen versuch an.
        denn liebe ist auch arbeit...

        ich würds so machen:

        erstmal: das "gefühl" für den anderen mann ist wohl nur ein symtom deiner unzufriedenheit grade. das würde ich einfach mal graderaus abwürgen.

        schritt 2: ruf dir immer wieder momente, situationen ins gedächtnis, wo du liebe für deinen mann empfunden hast. erinnere dich. was lässt dich warm werden, ihn bezüglich?

        versuche bewusst, ihm eine chance zu geben.

        konzentriere dich auf seine guten seiten. da muss nicht er sich bemühen, sondern du.

        ich weiss, das ist jetzt erstmal leicht gesagt... aber wenn noch gefühl da ist, dann sollte es mit ein bisschen mühe machbar sein, das auf einmal doch wieder was "aufglimmt" bei dir.

        ob das langfristig reicht, wird die zeit zeigen. aber auf jeden fall hast du es dann nochmal ernsthaft und geziehlt versucht.

        lg bb

        (13) 04.10.16 - 06:24

        Ja ich! ich habe ein Buch gelesen, das hat alles verändert. Wir sind jetzt sehr glücklich und ich 10 Schritte weiter.
        Es hiess: Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest

        <<<Oder habt ihr euch getrennt und wenn ja, habt ihr es bereut?>>>

        Eine Trennung steckt niemand wirklich leicht weg....nur die Intensität der "Leidensphase" variiert.

        Ich habe eine Trennung nie bereut......so etwas passiert schliesslich nicht aus einer Laune heraus, sondern weil man einfach erst einen bestimmten Punkt erreichen muss, bevor man anfängt, überhaupt erst mal den ersten Gedanken daran zu "WAGEN".

        Den schiebt man natürlich schnell wieder weg.....so schlimm ist es ja schliesslich nicht.....man muss sich nur mehr Mühe geben.....und dann noch mehr.....und noch mehr Mühe....bis man vor lauter Bemühungen irgendwann sich selbst total vergessen hat.

        Letztendlich bleiben nur noch Vernunftgründe .....evtl. auch Bequemlichkeit und schlicht und ergreifend Angst/Sorge darüber was wird, wenn man es wirklich "durchzieht".

        Das ist aber keine Basis für eine glückliche Beziehung, auch wenn es natürlich durchaus "funktioniert", wenn man sich nur selbst in ausreichender Weise aufgibt.

        Wenn alles in Dir laut "ich will weg" schreit, solltest Du evtl. auf Dich selbst hören.

        LG
        Tomm

        (15) 05.10.16 - 15:45

        Trennung!

        Im Prinzip ist es sehr einfach. Du bist unglücklich und Deiner Schilderung zufolge sind Mann (und Kind?) der Auslöser für dieses Unglück. Du wirst Dich nicht wieder besser fühlen, wenn Du den Grund nicht verändern willst/kannst.

        Ich weiß, dass ich hier leicht reden habe. Ich bin nicht betroffen. Ich habe allerdings ein wenig Erfahrung im Freundes/Bekanntenkreis. Die mittlerweile 5. Freundin hat sich in diesem Jahr von ihrem Mann getrennt. #schock

        Sie haben 4 Kinder (davon drei gemeinsame). Sie leben in einem wunderbaren Haus. Sie ist Hausfrau, nur hin und wieder ehrenamtlich tätig. Ein Hund. Sie hat einen wunderbaren Ehemann und Vater. Ich weiß das, weil ich Patentante von einem der Kinder bin und alle Beteiligten gut kenne.

        Nun, sie ist ausgezogen. Aus dem Haus, was ihrer Familie seit Generationen gehört, sie weiß, das sie es es finanziell nicht halten kann, aber will ihren Kindern nicht ihr Zuhause nehmen. Und ... es geht ihr besser. Sie fühlt sich wunderbar. Im Moment regeln die beiden die Angelegenheiten. Einen Auslöser gab es bei ihr nicht. "Ich liebe ihn nicht mehr." ... Und sie ist konsequent genug, dass sie nicht des "Umfeldes und der Erwartungen ihrer Freunde, Familie, Bekannten..." wegens den "schönen Schein" wahrt. Sie war unglücklich und sie hat etwas geändert. Es ist im Moment sicherlich für alle Beteiligten schwierig, aber immerhin sind zwischen ihrem Mann und ihr wieder Gespräche möglich, die nicht in Zank, Streit, Keiferei und gegenseitigen Vorwürfen enden.

        Ich kann Dir nur raten, ganz genau in dich zu horchen, WO GENAU dein Stressfaktor liegt. Vielleicht ist es auch etwas ganz anderes, was Du verändern musst, um wieder glücklich zu sein.

        Du kannst mir gern persönlich schreiben, wenn Du magst.
        Ich kann Dir nur sagen, dass die perfekte Welt nicht immer für jeden perfekt ist.

        VG A.

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