Hilfe ich bekomme kalte Füße!!!!

    • (1) 07.10.16 - 17:16
      Kalte Füße

      Hi,

      ich bin 35 Jahre alt und seit 2,5 Jahren mit meinem Partner zusammen. Er ist 39 und seit November letzten Jahres wohnen wir zusammen. Wir verstehen uns gut, haben gemeinsame Interessen und harmonieren eigentlich ganz gut miteinander. Vor dieser Beziehung war ich 3 Jahre Single und davor war ich 10 Jahre in einer Beziehung, die am Ende sehr unschön ausgegangen ist. Mein Ex wurde dann beruflich für ein halbes Jahr ins Ausland versetzt.Bevor er gefahren ist, hat er mir einen Antrag gemacht. Die ganze Zeit standen wir in Kontakt via Skype und telefoniert miteinander. Einmal habe ich ihn auch besucht. Das war so eineinhalb Monate vor seiner Rückkehr. Die ganze Zeit hat er mir erzählt wie sehr er mich vermisst und wie sehr er sich freut wieder bei mir sein zu können. Ja und als er dann wiederkam hat er die Beziehung beendet.

      So, jetzt zurück zu aktuellen Situation. Am WE hat mein jetztiger Freund mir einen Antrag gemacht. Ich habe den Antrag angenommen, aber nun kommen mir Zweifel. Ich bin mir nicht mehr sicher. Woran das liegt weiß ich nicht. Ich liebe ihn. Er ist ein verlässlicher und loyaler Mensch und ich schätze ihn sehr und ich kann mir auch vorstellen mal eine Familie mit ihm zu gründen, aber irgendwie bin ich gerade total überfordert damit. Wem ging es ähnlich?

      • (2) 07.10.16 - 18:17

        deine Antwort, weswegen du jetzt Zweifel haben könntest, hast du dir gegeben: du vermutest, dass das mit deiner alten Geschichte zu tun hat - sonst hättest du die hier nicht geschrieben...
        wenn du in der Kindheit auch schon Angst davor hattest, verlassen zu werden, würde es möglicherweise dem Partner helfen zu verstehen, welche Befürchtungen du hast.

        letzten Endes gibt es nie die Sicherheit... nie.

        du kannst dich aber fragen, was du im Rückblick deines Lebens bereuen könntest - dich nicht darauf eingelassen zu haben oder dich darauf eingelassen zu haben.

        egal was kommt, wenn es unangenehm wird etc... du bist nie so machtlos und kannst - auch nach einer gewissen Trauerphase oder einem Schock (nach einer bösen Überraschung) - immer wieder das für dich Beste daraus machen. Du wirst immer Leute helfen, die dich unterstützen.

        ... und du kannst noch mal in dich gehen, wie traditionell du drauf bist, wie wichtig dir Ehe und eine klassische Familie ist - oder ob dir andere Beziehungsmodelle mehr zusagen. Und dann sprecht noch mal...

        du kannst nichts verkehrt machen, egal wie du dich entscheidest. einzig, sich nicht zu entscheiden, kostet Kraft und Energie (finde ich)

        lg

      lasse deinen Entschluss reifen. Sprich mit deinem Partner offen darüber.

    • Ob deine Bedenken nun mit der unschönen Vergangenheit Zusammenhängen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Im Grunde ist es auch egal.

      Vielleicht bist du auch nicht der Typ für die klassische Reihenfolge.......heiraten, Kind, Familienleben. Niemand schreibt dir oder euch vor, wie ihr es handhaben solltet. Und allein das Unwohlsein bezüglich einer Hochzeit schmälert nicht zwingend deine Liebe zu ihm. Eine Menge Paare leben sehr glücklich ohne Trauschein miteinander.

      Ich finde, es heiraten mehr Paare aus den falschen Gründen heraus, ohne wirklich überlegt und hinterfragt zu haben, als Paare aus für sie richtigen Gründen darauf verzichten. Die Scheidungsrate lügt nicht und ein Garant für eine stabile, lange Partnerschaft ist eine Ehe auch nicht.

      Schau dir deinen Ex an. Er hat das einzig Vernünftige getan. Er hat sich von dir getrennt, statt einfach alles laufen zu lassen und aus einer Verpflichtung oder aus schlechtem Gewissen heraus, die Ehe mit dir einzugehen. Womöglich wärst du heute mit jemandem verheiratet, der nur halbherzig mit dir zusammen ist.

      rede mit deinem Freund und sag ihm die Wahrheit und tu das, was du aus tiefstem Herzen auch möchtest....vielleicht sagst du in ein paar Jahren JA zu einem Kind mit ihm, vielleicht sagst du anschließend JA zu einer Hochzeit, vielleicht auch nicht. Eine Freundin hat kürzlich nach 17 Jahren Beziehung mit Anfang 50 noch geheiratet. Es bestand nicht wirklich eine Veranlssung. Sie haben ein gemeinsames Haus, keine Kinder, haben beide einen gut bezahlten Job. Erst hab ich mich gewundert und dachte "warum DAS denn jetzt noch". Aber für sie fühlte es sich auf einmal richtig an. Sie wären sicher ohne Trauschein glücklich geblieben.

      Wie ist es denn ausgegangen? Wie hast du dich entscheiden?

Top Diskussionen anzeigen