Mann mit Kindern- kann das funktionieren?

    • (1) 08.10.16 - 11:07
      Rosa Elefant

      Hallo,

      Ich habe vor zwei Jahren einen netten Mann kennen gelernt, da wir beide keine 20 mehr sind haben wir beide natürlich auch unsere Vergangenheit und Altlasten.

      Er hat vier Kinder und ich merke zunehmend, dass mich das stört.

      Ich verstehe schon sowie so nicht wie man sich freiwillig so viele Kinder antun kann.
      Ständig ist was: der Sohn zieht wegen Studiums um, der Umzug muss organisiert werden, vorher wird wochenlang eine passende Bude gesucht.

      Tochter baut, Papa hilft ständig auf dem Bau.
      Sohn 2 hat schon ein Kind und spannt ihn dauernd als Babysitter ein.....
      Sohn 3 hat Probleme in der Schule, da kümmert er sich auch drum.
      Wir hatten dazu jetzt eine Aussprache, ich habe ihm gesagt, dass es m.M nach so ist, dass wenn man sich für so viele Kinder entscheidet und dann auch den Anspruch hat wie er, ständig für alles ansprechbar zu sein, man keine Beziehung mehr führen kann und auch kein eigenes Leben mehr hat.
      Ich halte ihn für beziehungsuntauglich da seine Kinder seine ganze Energie verbrauchen.

      Er hat Kinder für die er alles tut und damit ist sein eigenes Leben vorbei. ...er lebt nur noch für die Kinder und das seit mehr als 25 Jahren....ist mir vollkommen unverständlich.

      Warum tut man sich sowas freiwillig an?
      Er sagte dann, ihm wäre damals nicht klar gewesen dass die Kinder ihn auch im Erwachsenenalter noch so sehr brauchen.

      Ist das so?
      Denkt man als Eltern allen Ernstes, dass es einfacher und weniger aufwendig wird, wenn die Kinder erwachsen sind?
      Das ist doch naiv.
      Bevor man Kinder in die Welt setzt, muss man sowas doch bedenken.

      Wenn Frauen in ihrem Babyrausch vergessen wie viel Zeit ein Kind für den Rest des Lebens benötigt, dann sollte doch wenigstens der Mann da mal bremsen und den Verstand einschalten.
      Ich habe ein Kind und das auch bewusst.
      Denn genau das was ich jetzt hautnah miterleben muss, wollte ich nie. ..nur für die Kinder leben und dauernd Feuerwehr spielen...Babysitter für die ständig wachsende Anzahl Enkel, Hilfe beim Umzug, beim Hausbau ( wenn alle vier Kinder bauen, ist er die nächsten 10 Jahre dauernd beschäftigt)
      Seine Tochter bekommt Zwillinge, er überlegt jetzt schon wo er da noch die Zeit hernehmen soll sich da auch noch drum zu kümmern. Wenn alle vier Kinder je zwei Kinder bekommen, kann er eine Kita eröffnen. ..
      Er ist selbst auch unzufrieden , er arbeitet nicht mehr,aber wir sind das letzte Mal an Silvester essen gewesen und Urlaub war dieses Jahr auch nicht drin...
      Ich sehe da keine Zukunft mehr.
      Und ich muss sagen, dass ich daraus gelernt habe: kein Mann mehr mit Anhang. ..

      • Es ist traurig, dass du in Kindern so etwas negatives siehst. Natürlich ist man auch, wenn die eigenen Kinder erwachsen sind für Sie da, wenn sie einen brauchen. Das nennt sich Familie. So läuft das in Familien. Ich hoffe sehr, dass der nächste mann in deinem Leben nicht die gleiche Einstellung hat wie du, denn für dein Kind würdest du es auch so machen wie dein jetziger freund für seine.

        • "Natürlich ist man auch, wenn die eigenen Kinder erwachsen sind für Sie da, wenn sie einen brauchen."

          Richtig...man hat aber auch noch sein eigenes Leben, und von daher sollte diese Unterstützung im Rahmen bleiben. Ein Mann, der nur für seine (erwachsenen) Kinder lebt, käme für mich definitiv nicht als Partner in Frage. Und einer mit kleineren Kindern ebenfalls nicht. Ich habe diese Lebensphase bereits hinter mir und sehe keinerlei Veranlassung dazu, mir das anzutun...

          (4) 08.10.16 - 12:49

          Nein.Das würde ich eben nicht.
          Meine Tochter weiß das auch.Ich stehe nicht ständig für mein Enkelkind parat, das mache ich ab und zu und nur nach Absprache.
          Dieses Ausmaß an Unterstützung bekommt und bekam meine Tochter nie.
          Weder als Kind nich jetzt als Erwachsene.

          Sie ist auch schon umgezogen, klar hab ich am Umzugstag geholfen, aber nicht wochenlang vorher beim Suchen einer Wohnung und beim Packen der Umzugskisten.
          Das konnten sie und ihr Mann ganz gut alleine regeln.

          Diw Kinder meines Manbe kriegen aber alkeibe nichts auf diw Reihe.

          Ist das Kind krank, Paoa kannst du mal kommen, steht die Baustelle unter Wasser, Papa kümmerst du dich, .
          Papa, wir sind am Wochenende nicht da, kannst du den Hund, den Hamster und die Kaninchen versorgen?

          Und das mal vier.
          Meine Tochter hat ihr Leben selbst im Griff und braucht nicht in jeder Lebenslage meine Hilfe wie ein Kleinkind .
          Ich arbeirw schon immer den ganzen Tag und sie ist von klein auf viel alleine gewesen und daher schon immer sehr selbständig.

          Sie weiß, dass sie auf mich zählen kann wenns brennt, aber auch daas ich an den Wochenenden nichr darauf warte, dass sie mir ihr Kind oder andere Aufgaben aufs Auge drückt.

          In der Woche bin ich eh nicht ansprechbar da immer arbeiten, nebenbei studiere ich noch.
          Ich habe ein eigenes Leben. ..mein Freund nicht.
          Er ist der Haussklave seiner verwöhnten Brut.

          • Tja, ich sehe dich da leider als sehr ich bezogen. Ich kenne keine Mutter, die nicht gern für ihr Kind da ist. Sowohl meine als auch die Eltern meiner Freunde. Jede mutter, die ihr Kind liebt, würde ihm IMMER helfen, wenn es nach Hilfe fragt. Tut mir leid für deine Tochter, dass sie das nicht erleben durfte. Ich setze sogar auf die Hilfe meiner Mutter und ohne ihre und die Unterstützung meiner Schwiegermutter würde es hier nicht funktionieren. Ich nehme das nicht als selbstverständlich an aber ich kenne es nicht anders, als das die Eltern ihre Kinder unterstützen. Diesen familienzusammenhalt liebe ich. Das macht Familie aus. Wenn dich das so stört, warum zum Kuckuck hast du dir einen Mann gesucht, dem das wichtigste ist?

            • "Jede mutter, die ihr Kind liebt, würde ihm IMMER helfen, wenn es nach Hilfe fragt."

              Kein erwachsenes Kind braucht Hilfe "rund um die Uhr". Wenn das so ist, hat man in der Erziehung was falsch gemacht. Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass du der TE unterstellst, sie liebt ihre Tochter nicht...vielleicht ist die einfach selbständiger als die Kinder ihres Partners.

              • Rund um die Uhr natürlich nicht. Aber 4 Kinder, besser 4 junge Erwachsene, ist auch etwas anderes als 1 Kind. Mir tut es einfach weh, wenn eine Mutter (und Mutter oder Vater ist man nunmal den Rest seines Lebens) sagt, dass sie ihrem Kind nicht helfen würde, wenn es nach Hilfe fragt. Sowas kenne ich tatsächlich gar nicht.

                • ......... sagt, dass sie ihrem Kind nicht helfen würde, wenn es nach Hilfe fragt

                  ----

                  Wo,steht das denn? Ich habe gelesen, dass sie hilft,,wenn es brennt und wenn sie darum gebeten wird. Aber SIE bestimmt über ihre freie Zeit.

                  Viel schlimmer find euch es, wenn die Partnerschaft wegen der Affenliebe zu den erwachsenen Kindern samt Schwiegerkindern und Enkeln solche Ausmaße annimmt, dass nicht einmal mit der Partnerin abgesprochen wird, ob man vielleicht gemeinsame Termine am Wochenende wahrnehmen muss/möchte und man einfach seine Zeit verplant, als habe man keine Partnerin, die es Wert ist, gefragt zu werden.

                  Zumal die Kinder nicht allein dastehen. Es gibt Ehepartner und auch von DER Seite Familie, die in die Pflicht genommen werden könnte bei außerordentlichen Aktivitäten.

                  Himmel, immer diese Dramatik.

                  Ein erwachsener Mensch sollte sich auch mal selber helfen können.

                  (10) 08.10.16 - 16:46

                  Es gibt einen Unterschied zwischen helfen und sich aufopfern (oder ausnutzen lassen?). Hier scheint mir letzteres der Fall zu sein, wenn ein Elternteil so viel Zeit damit verbringt, seinen erwachsenen Kindern unter die Arme zu greifen, dass für die eigene Beziehung fast keine Zeit mehr bleibt.

                  Wenn du das selbstverständlich findest, kannst du es ja gerne so handhaben...aber verurteile doch bitte niemanden, der eine andere Vorstellung von Familie bzw. seinem Leben hat.

            >> Jede mutter, die ihr Kind liebt, würde ihm IMMER helfen, wenn es nach Hilfe fragt.<<

            Helfen, wenn Not am Mann ist, ja, aber nicht aus reiner Bequemlichkeit.
            Erwachsene Kinder sollten selbst in der Lage sein, eine Wohnung zu suchen, ihr Haus zu renovieren oder für die Schule zu lernen.
            Wenn das nicht gegeben ist, lief von Anfang an etwas verkehrt in der Erziehung.
            Meine Meinung.

            • Gerade bei der Wohnungssuche kommt es wohl drauf an wo man sucht. In Frankfurt eine schöne bezahlbare Singlewohnung zu finden ist echt nicht leicht. Teilweise kommen die Angebote morgens rein und abends sind die Besichtigungstermine schon voll....
              Da haben die Eltern gerne geholfen und Termine vereinbart bzw. Geschaut und das Angebot geschickt damit es schneller klappt.

              Bei Hausbesichtungen haben wir immer den Schwiegervater mitgenommenen, nicht weil wir unselbstständige sind sondern weil er sich einfach gut auskennt und Sachen gesehen hat die wir selber übersehen würden....

              Man muss also schon diffrentzieren und manchmal ist so eine Hilfe Gold wert.

              • Das meine ich gar nicht.
                Klar bitte ich auch meine Eltern bei Sachen um Hilfe, bei denen sie sich besser auskennen.

                Aber z.B. wie bei der TE die Eltern als Kinderbetreuung einzuspannen, damit ich ständig Wellness machen oder Geld sparen könnte, finde ich nicht in Ordnung. Das ist ausnutzen und keine familiäre Hilfe.

                • Mh vllt habe ich das überlesen....ich hab nur gefunden das er bei beruflichen Terminen als Babysitter einspringt. Nicht wegen Wellness oder ähnlichen...ich hab jetzt auch nicht gefunden wie oft er das Kind hat
                  Ob die Kita wegen Geld oder der persönlichen Einstellung abgelehnt wird vermutet ja nur die te. Ich halte auch rein gar nichts von früher fremdbetreuung und meine Schwiegermutter hat uns angeboten das dritte Jahr zu übernehmen....nicht wegen Geld. Wie wir das jetzt machen müssen wir abwarten (wir vermehren und weiter ;-))

                  Ich finde einfach die TE übertreibt - aktuell gibt es 1 Enkelkind....und die redet schon davon er könne bald eine Kita aufmachen. Genauso die Sache mit dem Hausbau...sie hat umbauen lassen, dass kann sich aber nicht jeder leisten (wir zB auch nicht da steckt viel Familienarbeit drin). Ich finde es jetzt auch nicht ungewöhnlich das man 1x die Woche sich zum Kaffee trifft.. meist schaffen es nicht alle aber es wird versucht.

                  Generell redet sie so abfällig von dem Mann und Familien mit vielen Kindern generell das ich mich frage was genau ihr an ihm gefällt?

                  • Dass sich bei einer großen Familie auch mehr Freizeit "draufgeht", sich um die Kinder zu kümmern (egal in welcher Form), ist ja klar.
                    Aber dennoch sollte das eigene Leben nicht hintenanstehen (müssen).
                    Natürlich machen Eltern alles "gern" für ihre Kinder. Das heißt doch aber nicht, dass es ohne nicht auch schön ist ;-)

                    Und wenn ich weiß, dass schon mein Bruder Hilfe von meinen Eltern bekommt (beim Renovieren oder sonstwas), dann muss ich ihnen nicht an den restlichen freien Tagen auch noch was reindrücken.

                    Ich verstehe da die TE schon sehr gut und ihr vorzuwerfen, warum sie sich gerade diesen Mann ausgesucht hat, ist doch Blödsinn, denn oft kann man sich das ja eben nicht aussuchen und anfangs sind ja immer alle Menschen sehr engagiert ;-)

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